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Solares Paradoxon Deutschlands, Teil I: Solare Zyklen in der deutschen und der globalen Temperaturmessreihe

Von Steven Michelbach, Geograph

Seit Jahrtausenden wird in vielen Kulturen die Sonne verehrt. Sie ist die wesentliche Energiequelle und die grundlegende Voraussetzung, dass sich Leben auf der Erde entwickeln konnte. Diese Feststellung ist berechtigt und wird allgemein anerkannt. Weniger anerkannt, eher sogar heftig umstritten, ist sonderbarerweise der Einfluss der Sonne auf das Weltklima.

Dabei hinterlassen zyklischen Schwankungen der Sonnenenergie auf der Erde vielfältige Spuren in den verschiedensten Medien. Ein eindrucksvolles Beispiel ist der Einfluss der Sonne auf das Abflussvolumen des Flusses Parana in Südamerika. Dennoch gibt es nur wenig Hinweise, dass sich die Sonnenzyklen auch direkt im Temperaturgeschehen der Erde widerspiegeln. Doch es gibt sie. Der Einfluss der Sonnenaktivität auf die Temperatur der Erde ist im globalen Maßstab und kleinräumig sogar in der Zeitreihe der Temperaturen Deutschlands erkennbar. Reaktionen der Temperatur auf solare Schwankungen im Maßstab des 11-jährigen Sonnenzyklus in der langjährigen Zeitreihe des Deutschen Wetterdienstes werden aufgezeigt. Deutschland im Zugriff der Sonne, das „Solare Paradoxon Deutschlands“!

 

Zyklische Energieschwankungen des Sonnenreaktors

Wer sich intensiv mit der Sonnenaktivität beschäftigt, ist von der unglaublichen Dynamik der Sonne fasziniert. Die Sonne ist riesig. In Abbildung 1 sieht man die Venus bei ihrem Transit vor dem großen Sonnenreaktor. Obwohl sie etwa so groß ist wie die Erde, wirkt die Venus klein und verletzlich. Genau so muss man sich den Anblick der Erde vor der Sonne vorstellen, wenn man vom nächstäußeren Planeten, dem Mars, einen Transit der Erde beobachten würde. Beim Anblick dieses Fotos der NASA stellt sich ganz spontan die Frage, warum sollte das Weltklima nicht vorrangig durch diesen Giganten geprägt werden? Warum sollte stattdessen ein unbedeutendes Spurengas in der Konzentration von marginalen 0,04 % die Atmosphäre anheizen?

Abbildung 1: Der Venustransit am 6. Juni 2012 (NASA). Wie klein und verletzlich die Venus vor der Sonne erscheint, so muss man sich die Erde, vom Mars aus gesehen vorstellen.

 

Die Sonne mit einem Durchmesser von 1.400.000 km wird von 8 Planeten umkreist. Diese machen zusammen nur 0,2 Prozent der Sonnenmasse aus. Mit ihrer Schwerkraft hält die Sonne nicht nur das gesamte Sonnensystem im Zaum, sondern sie liefert auch über die Kernverschmelzung in ihrem Innern unvorstellbare Energiemengen, die ein gigantisches Magnetfeld erzeugen. Dieses reicht 6 Milliarden Kilometer ins Weltall und tritt selbst mit den äußeren Planeten in Wechsel­wirkungen.

Der riesige Glutball hat ein dynamisches Eigenleben. Eine Vielzahl von Wissenschaftlern aus aller Welt hat in den vergangenen Jahrzehnten die Geheimnisse der solaren Rhythmik erforscht und ihren Einfluss auf das Weltklima zum Großteil erklären können. Exemplarisch seien hier erwähnt: Dr. Theodor Landscheidt (1976 und 1988) über die Sonnenaktivität als dominanten Faktor der Klimadynamik, Professor Raimund Leistenschneider über den Einfluss des im Mittel 208-jährigen de Vries/Suess-Zyklus auf das Klima der Erde (2009), Professor Horst Malberg (2011 und 2012) mit seiner Analyse des solaren Effekts und des langfristigen Klimawandels seit 1680, Professor Fritz Vahrenholt und Dr. Sebastian Lüning (2012) „Die kalte Sonne -Warum die Klimakatastrophe nicht stattfindet.“ und generell die Grundlagenforschung der NASA.

Wechsel­wir­kungen zwischen den Planten und der Sonne führen zu Beschleunigungs- und Abbremsvorgängen der Sonnen­rotation. Es kommt zu zyklischen Störungen des Energietransportes aus dem Sonnenkern zur Sonnenoberfläche. Direkte Anzeichen der Energieänderungen sind die zyklischen Schwankungen der Sonnenfleckenzahlen. Die Solarstrahlung variiert während des 11-jährigen Schwabe-Zyklus nur scheinbar unbedeutend mit ca. 0,1 % bei einer Gesamtstrahlung von ca. 1.365 Watt/m². Bei der UV-Strahlung sind es aber bereits bis zu 10 % und bei der Röntgenstrahlung bis 100 %. Die Anzahl der Sonnenstürme, geomagnetic storms, mit  solaren Massenausbrüchen, die innerhalb eines Jahres die Erde treffen, kann in der inaktiven Phase zwischen null und im Höhepunkt eines Zyklus mehr als 70 Stürme pro Jahr betragen. Zusätzlich kommt es zu gravierenden Änderungen der Stärke des Sonnenmagnetfeldes, was den bekannten Svensmark-Effekt in der Atmosphäre auslöst (Henrik Svensmark, 2007). Dieser besagt, dass bei einem schwachen Magnetfeld der Sonne vermehrt galaktische Strahlung auf die Atmosphäre der Erde trifft. Es bilden sich vermehrt Kondensationskeime, die zu stärkerer Wolkenbildung und letztlich zur Abkühlung des Weltklimas führen.

Schwankungen der Sonnenfleckenaktivität, der Solarstrahlung, der UV- und Röntgenstrahlung, des Sonnenwindes, der Sonnenstürme und des solaren Magnetfeldes sind eine ganze Reihe von leistungsstarken Prozessen, welche messbare Zustandsänderungen der Erdatmosphäre auslösen. Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass Forscher überall auf der Erde „Aufzeichnungen“ der schwankenden Sonnenaktivität in den verschiedensten Klimadatenspeichern finden.

 

Weltweite Zeugnisse der zyklischen Aktivität des Sonnenreaktors (weiterlesen …)

Interessenskonflikt vorprogrammiert: Greenpeace-Vergangenheit von Kandidat für IPCC-Vorsitz und PIK-Projektchef gibt Anlass zur Sorge

Nachdem der bisherige Chef des Weltklimarats wegen Vorwürfen sexueller Belästigung zurücktreten musste, ist nun das Rennen um den Vorsitz entbrannt. Sehr gerne würde der Schweizer Thomas Stocker zum Zuge kommen. Er hat sich in den letzten Jahren mustergültig verhalten und die Verbreitung der Klimakatastrophentheorie eifrig gefördert. Dabei verschwendet er keine Zeit mit der Diskussion unbequemer Fakten (siehe “IPCC-Berichts-Chef Thomas Stocker zeigt im Weltwoche-Interview unerklärliche Gedächtnislücken: Die Gesprächsanalyse“) und hat für Pannen stets Sündenböcke parat (siehe “IPCC-Berichts-Chef Thomas Stocker gibt Klimaskeptikern die Schuld an missglücktem IPCC-Berichts-Launch“).

Interesse an der IPCC-Chefrolle hat aber offenbar auch der Klimaaktivist Jean-Pascal van Ypersele. Der Belgier findet nichts Schlimmes daran, von Greenpeace Geld für Studien anzunehmen und gleichzeitig als IPCC-Offizieller tätig zu sein. Mit Interessenskonflikten hatte bereits ex-Chef Pachauri zu kämpfen. Die enge Verflechtung führender Klimaforscher mit Ökoaktivistengruppen wird immer mehr zum Problem für den IPCC. So hatte der WWF es geschafft, eine ganze Reihe von Vertretern in die Autorenschaft des Klimaberichts einzuschleusen. Eigentlich war der IPCC urprünglich als unabhängiges “Schiedsrichtergremium” gebildet worden, was durch die Aktivistenbeteiligung letztendlich ad absurdum geführt wurde.

Am besten wäre ein Neuanfang mit einer neutralen Persönlichkeit. Hier böte sich zum Beispiel die US-Amerikanerin Judith Curry an, die die ideale Vorsitzende für den IPCC wäre. Alternativ wäre auch der Niederländer Richard Tol eine sehr gute Besetzung.

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Weniger fliegen um das Klima zu schützen. Das scheint offenbar nicht für das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) zu gelten. Das PIK betreibt ein gemeinsames Hochschulforschungskolleg in Melbourne mit der dortigen Universität, das mit üppigen Forschungsgeldern und zig Doktoranden ausgestattet ist. Koordinator der Zusammenarbeit ist Malte Meinshausen, der eine lupenreine Greenpeace-Vergangenheit aufweist. Quadrant Online beleuchtete am 28. April 2015 die fragwürdige deutsch-australische Klimaforschungszusammenarbeit und die Wurzeln des Koordinators:

As an individual, Malte Meinshausen had a track record with Greenpeace. One eco-activist tract in 2009 said Meinshausen and his co-worker, Bill Hare, had “long been key members of the Greenpeace International climate team.” Meinshausen’s name was often on Greenpeace press releases in 2001-03. Meinshausen’s and Hare’s research papers and a graph for Greenpeace wound up being cited in the 2007 IPCC report.[2]  (No, Virginia, not all IPCC authors are “essentially humourless scientists in white coats who go around and measure things” as ex-PM Kevin Rudd claimed). Meinshausen today is content with nothing less than a global “zero carbon” target for 2055-70 [3], when he himself will be retired or deceased.

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Das US-amerikanische Umweltbundesamt (EPA)untersucht momentan im Rahmen einer mit 84.000 US$ geförderten Studie, wie man die Lehre der Klimakatastrophe noch effektiver in die Kirchen bringen könnte. Die Washington Free Beacon schrieb hierzu am 27. April 2015:

EPA Spends $84,000 to Study Churches That Preach Climate Change
Researcher to develop workshops for faith leaders to ‘implement sustainability initiatives within their congregations’
The Environmental Protection Agency (EPA) is spending $84,000 to study how churches can be used to combat climate change. A taxpayer-funded graduate fellowship at the University of Michigan in Ann Arbor is examining 17 faith-based institutions that have implemented “sustainability initiatives” in the hopes of developing workshops to teach pastors and other religious leaders how to change the behaviors of their congregants.

Weiterlesen auf Washington Free Beacon.

 

Senckenberg-Studie: Verlust der Artenvielfalt vor allem durch veränderte Landnutzung. Klimawandel spielt nur eine zweitrangige Rolle

Pressemitteilung der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung vom 12. Mai 2015:

Verlust der Artenvielfalt: Klimawandel zweitrangig

Wissenschaftler des Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum und des Forschungsinstituts Senckenberg in Gelnhausen haben erstmals die Auswirkungen des Landnutzungswandels auf die Artenvielfalt in Fließgewässern modelliert. Ihre Ergebnisse zeigen, dass der Verlust der Biodiversität deutlich stärker durch den Wandel der Landnutzung verursacht wird als durch den globalen Klimawandel. Schutzkonzepte für das wertvolle Ökosystem und die in strömenden Gewässern lebenden Organismen sollten daher angepasst werden. Die Studie ist kürzlich online im Fachjournal „Freshwater Biology“ erschienen.

Flüsse und Bäche sind von der Quelle bis zur Mündung ständig in Bewegung und gehören zu den dynamischsten Lebensräumen der Erde. Obwohl sie nur wenige Prozent der Landfläche einnehmen, beherbergen diese Ökosysteme im naturnahen Zustand eine große Vielzahl an Lebewesen: Insekte, Fische, Algen, Muscheln und Wasserflöhe sind nur einige der Bewohner fließender Gewässer. „Doch Fließgewässer sind auch gleichzeitig die gefährdetsten Ökosysteme weltweit“, warnt Dr. Mathias Kuemmerlen aus der Abteilung für Fließgewässerökologie und Naturschutzforschung des Forschungsinstituts Senckenberg in Gelnhausen. Er ergänzt: „Wie kein anderer Lebensraum reagieren Fließgewässer besonders sensibel auf Umweltveränderungen.“

Der Gelnhausener Biologe hat gemeinsam mit chinesischen und deutschen Kollegen die Fließgewässer eines gut 1700 Quadratkilometer großen Einzugsgebietes in Südchina, das im Einzugsgebiet des Jangtsekiang-Flusses liegt, untersucht. „Wir haben erstmals die Artenvielfalt in Fließgewässern in Verbindung mit dem Wandel der Landnutzung für die Zukunft modelliert“, erklärt Dr. Sonja Jähnig, die am Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei in Berlin forscht und die Studie initiiert hat. Und sie fügt hinzu: „Biodiversitätsverlust wird sehr häufig in Bezug auf den globalen Klimawandel untersucht. Weitere wichtige anthropogene Einflüsse auf die Umwelt – wie der Wandel der Landnutzung – werden dabei oft vernachlässigt.“

Das Wissenschaftlerteam um Kuemmerlen hat daher drei Szenarien für die Entwicklung von in Fließgewässern lebenden Makroinvertebraten – Tiere ohne Wirbelsäule, die man mit bloßem Auge erkennen kann – für die Jahre 2021 bis 2050 modelliert: Die Änderung des Klimas, ein Wandel der Landnutzung und ein kombiniertes Klima- und Landnutzungswandel-Szenario. „Mithilfe unserer Ergebnisse können wir die Veränderungen in den Lebensgemeinschaften wirbelloser Tiere künftig besser verstehen“, so Jähnig.

Die 72 untersuchten in Fließgewässern lebenden Organismen verhalten sich in den Modellen sehr unterschiedlich: Die im Wasser lebende Steinfliege Togoperla sp. verliert beispielsweise im Zuge des Landnutzungswandels 85 Prozent ihres Verbreitungsgebietes in dem untersuchten Einzugsgebiet und ist damit lokal vom Aussterben bedroht. Die Kleinlibelle Protoneuridae sp. dagegen gewinnt 9 Prozent potentiellen Lebensraum hinzu. „Es gibt in allen unseren Modellen ‚Verlierer‘ und ‚Gewinner‘, beim Landnutzungs-, so wie beim Klimawandel. Doch artenübergreifend lässt sich sagen, dass der Wandel der Landnutzung den stärksten negativen Effekt auf die Artenvielfalt in Fließgewässern hat – in diesem Modell nahm die lokale Biodiversität um 20 Prozent ab“, erläutert Kuemmerlen.

Der Klimawandel ist in den Modellen der Wissenschaftler in der Auswirkung auf die Biodiversität in Fließgewässern eher zweitrangig. Kuemmerlen erklärt: „Fließgewässer stehen in einem sehr engen Zusammenhang mit der Landschaft im Einzugsgebiet. Die Artengemeinschaft wird daher sehr stark von der Landnutzung beeinflusst.“ Die Modellergebnisse zeigen außerdem, dass Landnutzungs- und Klimawandel zusammen eine allgemeine Minderung der lokalen Artenvielfalt verursachen könnten. Zudem ist mit Verschiebungen in den Verbreitungsgebieten vieler aquatischer Makroinvertebraten zu rechnen.

Obwohl der Wandel der Landnutzung, beispielsweise die Rodung von Wäldern für die landwirtschaftliche Nutzung, die offensichtlichste Veränderung innerhalb eines Ökosystems ist, wird dieser Faktor laut Kuemmerlen bei der Entwicklung von Schutzkonzepten zu wenig berücksichtigt. „Um die Artenvielfalt zu erhalten, müssen sowohl Änderungen im globalen Klima als auch bei der Landnutzung berücksichtigt werden“, fasst er zusammen.

 

Publikation:
Kuemmerlen, M., Schmalz, B., Cai, Q., Haase, P., Fohrer, N. and Jähnig, S. C. (2015), An attack on two fronts: predicting how changes in land use and climate affect the distribution of stream macroinvertebrates. Freshwater Biology. doi: 10.1111/fwb.12580

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Siehe auch Artikel im Standard.

 

Regierungsberater Oliver Geden: Klimaforscher mit nichtkonformen Ideen sehen sich der Gefahr ausgesetzt, weniger Forschungsgelder und Gremienberufungen zu erhalten

Der Regierungsberater und Experte für Klimpolitik bei der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin, Oliver Geden, beklagte sich jetzt in einem mit ”Grüne Männchen als Retter” betitelten Spiegel-Interview, dass sich einige prominente Klimawissenschaftler zu sehr in die Politik einmischen und sich in ihrer Wichtigkeit überschätzten:

SPIEGEL: Sie behaupten sogar, Klimaforscher, die der Regierung nach dem Mund reden, würden mehr Drittmittel erhalten.

GEDEN: Lassen Sie es mich andersherum formulieren: All diejenigen Forscher, die bei diesem Spiel nicht mitmachen, sehen sich der Gefahr ausgesetzt, weniger Forschungsgelder und Gremienberufungen zu erhalten. Tendenziell sind diejenigen besser dran, die den Wünschen der Politik mit Studien und Modellen nachkommen. Wobei ich nicht allen unterstellen möchte, sie täten es wegen des Geldes. Viele Klimaforscher sind Idealisten und wollen die Welt retten; sie haben Angst davor, dass sich Fatalismus in der Klimapolitik breitmacht, wenn sie das Zwei-Grad-Ziel aufgeben.

SPIEGEL: Überschätzen sich manche Klimawissenschaftler?

GEDEN: Ihr Geltungsanspruch ist in der Tat einzigartig. Viele von ihnen glauben daran, das Erdsystem wäre steuerbar – das ist Hybris. Der „Wissenschaftliche Beirat Globale Umweltveränderungen“ hat 2011 im Kampf gegen die globale Erwärmung sogar eine große Transformation der Weltgesellschaft vorgeschlagen – es war das erste Werk, das nach dem Ende des Kommunismus die ganze Welt nach einem Plan umstrukturieren wollte. Auf eine solche Idee kommen heute nur noch Klimaforscher.

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Die IPCC-Mannschaft kämpft hartnäckig für die von ihr so geliebte Klimakatastrophe. Obwohl die Wissenschaft noch immer keinen Trend bei Starkregen, Dürren und anderem Extremwetterunbill für die vergangenen 150 Jahre finden konnte, modelliert die Weltklimarats-Truppe munter vor sich hin und streut in der Presse gruselige Schauermärchen. Die Zukunft wird schlimm, ganz schlimm. Die letzte Glocke naht. Ganz aktuell wäre da ein Paper im IPCC-nahen Alarmblatt Nature Climate Change unter Beteiligung von IPCC-Autor Reto Knutti zu nennen. Die Wochenzeitung Die Zeit war hellauf begeistert und berichtete umgehend:

Steigende Temperaturen und steigender Meeresspiegel treffen auf schmelzende Gletscher – die Folgen der Erderwärmung zeigen sich in vielen Varianten. Doch mittlerweile sind längst nicht nur solch schleichende Konsequenzen zu verzeichnen. Der Klimawandel fördert auch extreme, plötzlich auftretende Wetterereignisse, wie Hitzewellen und Starkregen. Das zumindest zeigen Berechnungen eines Schweizer Forscherteams (Fischer & Knutti, 2015).

Zu blöd. In Realität ist das ganze Gegenteil eingetroffen, trotz knapp einem Grad Erwärmung. Siehe “Überraschung: Globale Niederschläge sind in den letzten 70 Jahren weniger extrem geworden“.  Lustig auch diese Passage im Zeit-Artikel:

Weil kein Ende der Erwärmung in Sicht ist, untersuchten die Forscher zudem, wie häufig Extremwetterlagen abhängig vom künftigen Anstieg der Temperaturen auftreten werden.

Kein Ende der Erwärmung, naja. Seit 1998 ist es nicht mehr wärmer geworden. Toller Schnitzer. Natürlich wissen viele der Kollegen, dass es sich hier um ein maßgeschneidertes Paper mit reichlich “wäre, könnte, würde” handelt. Man lässt sich Hintertürchen offen:

Der Klimatologe Peter Stott betont in einem Begleitartikel, weitere Forschung sei nötig, um regionale Auswirkungen zu berechnen. Auch sei anhand der Berechnungen von Fischers Team noch nicht möglich, verschiedene menschengemachte Einflüsse auf das Klima zu unterscheiden.

Meint er vielleicht so etwas hier?: “Neue begutachtete Studie in Nature Climate Change: Klimawandel lässt Hochwasser in Europa wohl in Zukunft seltener werden“.

Natürlich hat das SRF auch Spaß an der Knutti-Story:

Nun zeigt eine Schweizer Studie: Fast drei Viertel aller extremen Hitzetage sind menschengemacht, und etwa ein Fünftel aller extrem starken Niederschläge.

Aber genau benennen will niemand die angeblich anthropogenen Hitzewellen. So bleibt es einfach eine unbelegte Behauptung. Bei näherem Hinschauen gibt es für alle prominente Hitzewellen der letzten Jahre gute natürliche Erklärungen. Siehe “Fata Morgana: Potsdamer Hypothese überwiegend menschengemachter Hitzewellen bestätigt sich nicht“. Die IPCC-Foscher machen sich unterdessen selber Mut und loben sich gegenseitig, wenn schon niemand von außen loben will. Im SRF freut sich zum Beispiel der Hamburger Klimamodellierer Marotzke sehr über Knuttis Ideen:

Der Klimatologe Jochem Marotzke vom Hamburger Max-Planck-Institut für Meteorologie lobt die Studie – sie sei gut gemacht und wichtig: «Die Anzahl der Extrem-Ereignisse, die bereits vom Menschen verursacht sind, ist bemerkenswert.»

Nicht einmal der IPCC konnte in seinem letzten Bericht Beweise für eine Zunahme menschengemachter Extremwetterereignisse finden, seltsam. Und auch bei den Versicherern macht man sich allmählich Sorgen, dass die Schäden eher zurück- als zunehmen. Siehe: “Überraschung bei der Münchener Rückversicherung: Weniger Schäden durch Naturkatastrophen“.

Wahrlich sehr erheiternd, wie Knuttis Mannschaft mit ihren “Garbage in, Garbage out” Computer Simulationen beweisen will, dass das real nicht gestiegene Extremwetter schon jetzt – also ohne jede signifikante Zunahme – grösstenteils menschengemacht sei. Traurig nur, dass die Schweizer und deutschen Mainstream-Medien, solche “Weisheiten” sofort und ohne einen Hauch von Zweifel unter die Menschheit streuen.

 

E-Bike rettet Bäume. Wie funktionierts?

Unser Leser Dr. med Klaus Rocholl ist kürzlich auf eine Kuriosität gestoßen, die es wohl nur im Zeitalter von Klimaangst und CO2-Phobie geben kann. Rocholl schrieb uns:

Ich habe mir – aus Spaß am Objekt und nicht aus ideologischen Gründen – ein e-Bike zugelegt. Es handelt sich um ein Bike mit einem Bosch-Antrieb (Performance Line) und dem dazugehörigen, mindestens auf den ersten Eindruck auch sehr guten, Nyon Bordcomputer. Dieser ist mit Handy und WLAN zum Internet verbunden und kann über eine von Bosch bereitgestellte Homepage programmiert und ausgewertet werden. Neben zig mehr oder weniger nützlichen Funktionen gibt es hier das “Dashboard”, auf dem man “Infos” über den “Erfolg” des bisher betriebenen e-bikings präsentiert bekommt – so zum Beispiel eingespartes Geld (anhand irgendwie “durchschnittlicher” Benzinpreise), vor allem aber gibt es eine Anzeige zu “GERETTETEN BÄUMEN”, berechnet über die CO2-Einsparung. Bei der Präsentation des Geräts durch den Fahrradhändler habe ich mir erlaubt nachzufragen, wie man durch CO2-Einsparung denn Bäume RETTEN kann… die brauchen doch CO2 zum leben, und durch Entzug der Überlebensgrundlage könne man doch keine Bäume retten. Dies ließ den guten Mann etwas ratlos zurück…

Auf der Homepage des Herstellers finden wir in der Tat die Baumrettungsanzeige:

 

Die Formel und Grundlage zur Berechnung der geretteten Bäume bleibt schleierhaft. Wird hier vielleicht berücksichtigt, dass PKWs mit Bäumen kollidieren könnten und diese dann zu Fall bringen? Und wenn ein E-bike gegen einen Baum fährt, wird eher der E-bike-Fahrer zu Fall gebracht. Die Bäume danken es.

Oder versteckt sich im Nyon-Computer möglicherweise ein komplexes Klimamodell, dass ständig im Hintergrund mitläuft und Baumprognosen für die kommenden 50 Jahre rechnet? Falls ja, mit welcher CO2-Klimasensitivität? Wichtig: Baum ist nicht Baum. In der nächsten Version sollten die E-Bike-Macher auf jeden Fall zwischen Bäumen aus den Tropen und den Mittleren Breiten unterscheiden, die klimatisch anders reagieren. Vielleicht wäre ein Baumgrunddatensatz aus 150 Arten zunächst ausreichend, um die Baumrettungsberechnung nachhaltig und zuverlässig zu gestalten. Bei Interesse helfen wir gerne bei der Konzeption mit.

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Angesichts der zahlreichen Ungereimtheiten im Zusammenhang mit nachträglichen “Korrekturen” von Temperaturdatensätzen, hat nun die britische Global Warming Policy Foundation (GWPF) die Initiative ergriffen und eine unabhängige Untersuchung in Auftrag gegeben. Am 25. April 2015 informierte die in London beheimatete Organisation über die Studie, an der ein internationales Team aus angesehenen Klimatologen, Physikern und Statistikern beteiligt sein wird:

The London-based think-tank the Global Warming Policy Foundation is today launching a major inquiry into the integrity of the official global surface temperature records.
An international team of eminent climatologists, physicists and statisticians has been assembled under the chairmanship of Professor Terence Kealey, the former vice-chancellor of the University of Buckingham.

Questions have been raised about the reliability of the surface temperature data and the extent to which apparent warming trends may be artefacts of adjustments made after the data are collected. The inquiry will review the technical challenges in accurately measuring surface temperature, and will assess the extent of adjustments to the data, their integrity and whether they tend to increase or decrease the warming trend. Launching the inquiry, Professor Kealey said:

“Many people have found the extent of adjustments to the data surprising. While we believe that the 20th century warming is real, we are concerned by claims that the actual trend is different from – or less certain than – has been suggested. We hope to perform a valuable public service by getting everything out into the open.” 

To coincide with the inquiry launch Professor Kealey has issued a call for evidence:

“We hope that people who are concerned with the integrity of climate science, from all sides of the debate, will help us to get to the bottom of these questions by telling us what they know about the temperature records and the adjustments made to them. The team approaches the subject as open-minded scientists – we intend to let the science do the talking. Our goal is to help the public understand the challenges in assembling climate data sets, the influence of adjustments and modifications to the data, and whether they are justifiable or not.”

All submissions will be published. 

Further details of the inquiry, its remit and the team involved can be seen on its website www.tempdatareview.org

The Telegraph berichtete:

Top scientists start to examine fiddled global warming figures
The Global Warming Policy Foundation has enlisted an international team of five distinguished scientists to carry out a full inquiry

Weiterlesen in The Telegraph

 

Um Antwort wird gebeten: Weshalb lässt das AWI die heißen 1930er Jahre auf Spitzbergen unerwähnt?

An: Dr. Roland Neuber, wissenschaftlicher Koordinator der Forschungsgruppe AWIPEV, Alfred-Wegener-Institut Potsdam
Von: Dr. Sebastian Lüning

Gesendet: 15.5.2015
Antwort: unbeantwortet

 

Sehr geehrter Herr Dr. Neuber,

Am 9. April 2015 erschien auf der Webplattform “Entwicklungspolitik Online” (epo online) der Beitrag “Klimawandel: Arktische Lufttemperatur steigt um 1,3 Grad pro Jahrzehnt”, bei dem es um den kürzlichen Besuch der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Johanna Wanka, auf Spitzbergen geht. In dem Artikel wird die von Ihnen koordinierte Forschungsgruppe AWIPEV wie folgt zitiert:

“Seit Beginn regelmäßiger Aufzeichnungen im Jahr 1993 haben sich die Lufttemperaturen auf Spitzbergen im Jahresmittel um 1,3 Grad Celsius pro Jahrzehnt erhöht.”

Dies ist sicher richtig. Allerdings hätte meines Erachtens auch unbedingt erwähnt werden müssen, dass es zwischen 1940 und 1970 eine Abkühlung um genau denselben Betrag gegeben hat, den sich Spitzbergen in den letzten 40 Jahren dann wieder erwärmt hat. Ich beziehe mich auf die GISS-Temperaturreihe für Spitzbergen, siehe http://www.kaltesonne.de/news1-6/  Letztendlich scheinen die heutigen Temperaturen nach Ablauf eines vollen Warm-Kalt-Warm-Zyklus also wieder auf dem Niveau von 1930 zu liegen.

Meine Frage an Sie: Hatte die AWIPEV-Delegation die Ministerin und mitreisende Presse auf diesen wichtigen Kontext hingewiesen? Wie konnte es im epo-online-Artikel zu dieser Auslassung kommen, die die Klimasituation Spitzbergens nun plötzlich in einem ganz anderen Licht erscheinen lässt?

Im Sinne der Transparenz würde ich Ihre Antwort gerne auf www.kaltesonne.de abdrucken.

Mit besten Grüßen

Dr. habil. Sebastian Lüning

 

Streichung von Klimafördergeldern macht kreativ: Klimawissenschaftler wollen sich ab sofort an der Suche nach außerirdischem Leben beteiligen

Klimawandel überall. Eine britische Forschergruppe hat nach langjährigen Studien nun herausgefunden, dass sich auch der Musikgeschmack der Bevölkerung im Zuge des Klimawandels ändert. Eine ganz wichtige Erkenntnis.

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Die Klimawissenschaften befinden sich in einer Krise. Die Temperaturen wollen seit nunmehr 17 Jahren einfach nicht mehr ansteigen, und es mehren sich die Stimmen, dass man die Klimawirksamkeit des CO2 wohl überschätzt hat. In den USA und Australien hat man bereits begonnen, die Fördermittel für die Klimasparte kräftig zurückzufahren. Nun ist guter Rat teuer. Wohin mit dem Klimawissenschaftler-Überschuss? In den USA hat das NASA-eigene GISS-Klimainstitut bereits erste Strategien entwickelt. Man möchte sich ab sofort an der Suche nach außerirdischem Leben beteiligen. Nature berichtete am 17. April 2015:

Climate scientists join search for alien Earths
The hunt for life beyond the Solar System is gaining new partners: NASA climatologists. After more than 30 years of studying Earth, a team at the NASA Goddard Institute for Space Studies (GISS) in New York will adapt its global climate model to simulate conditions on potentially habitable exoplanets. The effort is part of a broader push to identify Earth-like worlds that NASA will launch on 20 April at a meeting in Washington DC.

Weiterlesen in Nature.

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Die linke taz liebt die Klimakatastrophe. Um diese zu feiern, gibt sie regelmäßig ein Magazin mit dem Titel “zeozwei” heraus, das prominenten Anhängern des Klimaalarms eine Bühne bietet. Dabei kann man im April-2015-Heft Beiträge mit Titeln wie “Zu viel individuelle Freiheit, zu wenig großes Ganzes?” bestaunen, die man eher in diktatorischen Ländern erwartet hätte. Sehnsucht nach der guten alten DDR, wo der Freiheit enge Grenzen gesetzt wurde?

Zu den Autoren des besagten Heftes gehört auch der unvermeidliche Stefan Rahmstorf. Er meint, er hätte die Ursache des Syrien-Krieges herausgeforscht: “Erst die Dürre, dann der Krieg”. Wieder einmal steht er mit seiner schrägen Theorie ziemlich allein da (siehe unseren Blogbeitrag “Löste Klimawandel den Syrien-Krieg aus? Spiegel Online meldet Zweifel an“). Natürlich verliert Rahmstorf kein Wort über Ergebnisse anderer Kollegen, die im Mittelmeerraum eine starke natürliche Dürrezyklik identifiziert haben (siehe “35-köpfige EU-Forschergruppe: Dürren im Mittelmeerraum stark an Sonnenaktivitätsschwankungen gekoppelt. Aber schade, die Presse interessiert es nicht“). Und natürlich hatten die taz und zeozwei nicht über diese Studien berichtet.

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Wasser predigen und Wein trinken: “Klimaretter” Leonardo DiCaprio ist nun dabei ertappt worden, wie er das Klima böswillig geschädigt hat. VIP.de enthüllte am 18. April 2015:

Ein Flug nach dem anderen
Leonardo DiCaprio (40, “The Wolf of Wall Street”) wird von “Daily Mail” als “Öko-Krieger” betitelt. Doch wie das britische Nachrichtenportal im Zuge dessen berichtet, fördert auch der bekennende Umweltschützer die globale Erderwärmung. So soll er im vergangenen Jahr in nur sechs Wochen ganze sechs Mal mit einem Privat-Jet durch die Gegend gereist sein.

Weiterlesen auf VIP.de.

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Kuh-Mobbing in der Neuen Osnabrücker Zeitung am 18. April 2015:

Die Kühe und der Klimawandel
ine fleischarme Ernährung dient dem Klimaschutz. Darauf weist Lisa Josef, Pressesprecherin des Zoos Osnabrück, in ihrem Nachhaltigkeitstipp, hin. Sind tatsächlich Kuhpupse mitschuldig am Klimawandel? Ja, denn dabei tritt auch Methan aus, das den Klimawandel mitverursacht. Doch noch schädlicher ist der Kunstdünger, der für den Futteranbau für Masttiere produziert und verwendet wird. Dabei entsteht nämlich Lachgas, das für das Klima 300-mal schädlicher ist als CO2.

Ob die Löwen im Osnabrücker Zoo aus Klimaschutzgründen jetzt nur noch Tofu gefüttert bekommen? Zum Glück ist es nicht so schlimm wie Frau Josef behauptet. Siehe unseren Beitrag “Die Kuh ist kein Klimakiller“.

 

In den nordöstlichen USA hat es im Winter 2014/15 so viel geschneit wie seit 300 Jahren nicht mehr

Eine neue Studie in den Geophysical Research Letters kam nun zu dem Schluss, dass Operations-Narkosemittel in Krankenhäusern in hohem Maße klimaschädlich sind. UPI berichtete am 7. April 2015:

Your surgery is warming the planet, a little
“Health care in and of itself in the U.S. is one of the worst polluting industries,” said anesthesiologist Jodi Sherman.

Weiterlesen auf UPI.

Nun ist guter Rat teuer. Vermutlich müsssen die Patienten demnächst wieder wie in guten alten Zeiten mit dem Holzhammer – aus ökologischem Waldbau natürlich – bewusstlos geschlagen werden.

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Noch immer gibt es in den Klimawissenschaften große Rätsel zu bestaunen. Über eines davon schrieb am 8. April 2015 Axel Bojanowski in Spiegel Online:

Meeresforschung: Riesige Warmwasser-Lache im Pazifik erstaunt Forscher
2000 Kilometer breit und 100 Meter tief: Ein gewaltiger Fleck warmen Wassers vor der Westküste der USA sorgt für Unwetter, lässt Tiere sterben – und bringt tropische Wesen nach Norden. Doch woher kommt der Strudel?

Weiterlesen auf Spiegel Online.

Dabei fällt im gesamten Artikel nicht ein einziges Mal das Wort “Klimawandel”. Respekt.

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Wussten Sie schon: In Japan werden derzeit 43 neue Kohlekraftwerke mit einer Gesamtkapazität von mehr als 21 Gigawatt geplant.

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Der Klimawandel bricht alle Rekorde: In den nordöstlichen USA hat es letzten Winter so viel geschneit wie seit 300 Jahren nicht mehr. Im Daily Caller war hierzu am 10. April 2015 zu lesen:

This past winter broke tons of low temperature records across the eastern seaboard, but would you have guessed the Northeast just had the snowiest winter since the “Little Ice Age”? “Looking back through accounts of big snows in New England by the late weather historian David Ludlum, it appears for the eastern areas, this winters snowblitz may have delivered the most snow since perhaps 1717,” wrote seasoned meteorologist Joe D’Aleo with Weatherbell Analytics.

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In Kanada stapften kürzlich tausende von Aktivisten durch den Schnee, um gegen die Klimaerwärmung zu protestieren.

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Die Helmholtz Gemeinschaft meldete am 13. April 2015:

Klima: Hitzeschock im Baikalsee
Hält die einzigartige Tierwelt des Baikalsees dem Klimawandel stand?
[...] Die Temperaturen im See sind sehr niedrig. Die durchschnittliche Wassertemperatur beträgt das ganze Jahr über nur etwa sechs Grad Celsius. Das Wasser ist arm an Mineralien und Nährstoffen, aber sehr sauerstoffreich, sogar bis in Tiefen von über 1.600 Metern. Die Tierwelt des Baikalsees hat sich an diese besonderen Bedingungen angepasst. Tierarten aus anderen Lebensräumen konnten sich im Baikalsee nicht etablieren. Bis jetzt: Es ist zu befürchten, dass sich dies durch den fortschreitenden Klimawandel ändern könnte. Denn die Auswirkungen des Klimawandels sind auch am Baikalsee nicht spurlos vorübergegangen: „Die durchschnittliche Wassertemperatur ist in den vergangenen Jahrzehnten angestiegen. Und die Zeit, in der der See im Winter mit Eis bedeckt ist, ist deutlich kürzer geworden“, sagt Luckenbach. „Außerdem sind im Wasser des Sees Chemikalien nachweisbar, die durch den Menschen in die Umwelt eingebracht wurden. Bedenkt man die über lange Zeit stabilen Umweltbedingungen des Baikalsees, so sind diese Veränderungen dramatisch.“

Eine Kleinigkeit wird dann im Artikel leider doch vergessen zu erwähnen: Im Laufe der vergangenen Jahrtausende haben sich die Temperaturen im Baikalsee zyklisch verändert. Siehe unseren Blogbeitrag “Studie der University of Alberta: Tausendjährige Klimazyklen am Baikalsee durch Sonnenaktivitätsschwankungen ausgelöst“. Mal war es im Baikalsee kalt, mal war es warm. Die Frage muss erlaubt sein: Wenn die Tierwelt in der Vergangenheit mit diesen Schwankungen klargekommen ist, wieso sollte sie es dann heute nicht mehr können?

Die Pressestelle der Helmholtz Gemeinschaft reagierte freundlicherweise 20. Mai 2015 auf die auf der Helmholtz-Webseite hinterlassene Frage und bot folgenden Erklärungsversuch an: (weiterlesen …)

Steigender oder fallender Wasserstand der Great Lakes: Schuld hat stets der Klimawandel

Das schweizerische Boulevardblatt Blick brachte am 25. April 2015 einen Artikel, der einen klassischen Denkfehler enthält:

Arktis-Staaten beraten über Klimawandel
[...] Der Klimawandel sei eine der grössten Herausforderungen überhaupt, sagte US-Aussenminister John Kerry. “Wir tun die notwendigen Schritte, um uns auf den Klimawandel vorzubereiten, aber wir teilen auch eine Verantwortung, um alles uns Mögliche zu tun, um die Erwärmung zu verlangsamen”, fügte er hinzu. Die Arktis erwärmt sich zweimal schneller als der Rest der Welt. Im vergangenen Winter war das Packeis nach US-Angaben so stark geschmolzen wie seit Beginn der Satellitenbeobachtung Ende der 70er Jahre nicht. Das Schmelzen des Packeises lässt den Meeresspiegel dramatisch ansteigen, öffnet aber auch neue Handelsrouten zwischen Asien und Europa. Zudem weckt es Begehrlichkeiten wegen freiwerdender riesiger Erdöl- und Erdgasvorkommen.

Mit Packeis ist das Meereis gemeint. Die gute Nachricht: Wenn das Meereis schmilzt, steigt der Meeresspiegel nicht nennenswert an. Das Meereis verdrängt so viel Wasser, wie es selber an Volumen beisteuert, wenn es schmilzt. Sehr peinlich. Aber auch die Behauptung, die Arktis erwärme sich zweimal schneller als der Rest der Welt ist irreführend. Hier werden zyklische Entwicklungen, Datenlücken und Temperaturkorrekturen einfach übersehen. Siehe unseren Blogbeitrag “Arktische Turboerwärmung auf dem Prüfstand: Ein Konzept auf wackeligen Beinen“.

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Auf dem historischen Höhepunkt des Klimaalarms, im Jahr 2007, vermeldete Der Standard einen vermuteten Klimawandelschaden von den Great Lakes in den USA:

Größter See Nordamerikas auf tiefstem Wasserstand seit 81 Jahren: Zusammenhang mit Klimawandel wird befürchtet
Der Obere See, der größte der fünf großen Seen zwischen den USA und Kanada, ist einem Zeitungsbericht zufolge auf den tiefsten Wasserstand seit 81 Jahren gesunken. Der Wasserspiegel liegt laut “USA Today” 50 Zentimeter unter dem Durchschnitt und 30 Zentimeter unter dem Tiefststand vom vergangenen Jahr. Wissenschafter der Universität von Minnesota untersuchten derzeit, ob der Wasserverlust mit der globalen Erwärmung zusammenhängt. Die Durchschnittstemperatur des Wassers sei seit 1979 um ungefähr zwei Grad gestiegen.

Man konnte sich damals vor acht Jahren einfach nicht vorstellen, dass es eine natürliche Klimavariabilität gibt, die den Wasserstand beeinflussen könnte. Jede Veränderung schlug man automatisch dem menschengemachten Klimawandel zu. Geologen konnten zwischenzeitlich jeoch die natürliche Zyklik des Wasserstands eindrucksvoll dokumentieren (siehe unseren Blogartikel “Wasserstand der Großen Seen in Nordamerika schwankte die letzten 70 Jahre im 12-Jahrestakt: Steckt die Sonne dahinter?“).

Mittlerweile sind auch die letzten Klimaalarmisten verstummt, wenn es ums Thema “Große Seen” geht. Denn der Wasserstand der Great Lakes ist in den vergangenen Jahren raketenhaft nach oben geschossen und liegt nun deutlich über dem langjährigen Durchschnittswert. Nun macht man sich nicht mehr Sorgen über Wassermangel, sondern Überflutungen. Die Internetplattform Capcon fasste die für IPCC-Anhänger peinliche Thematik sehr schön im folgenden Artikel zusammen:

Low or High, Great Lakes Water Levels Always Blamed on Global Warming
Michigan legislators once tried restricting the sale of bottled water for fear of running out. Today, water levels are once again high and rising. Last spring, Great Lakes water levels rose above what’s considered average, based on the brief 97-year period that they have been continuously measured. Since then, the lakes have risen enough to cause the sort of concerns associated with high-water periods of the Great Lakes cycle. Those concerns include disappearing beaches, flooding near waterfront dwellings, menacing waves, and even trouble for rescue teams. Great Lakes water levels rose so quickly compared to other periods that numerous claims – posted on various websites during the most recent trough of the cycle – that low-water levels were evidence of man-made global warming still reside on the Internet. Other residue from the low water level period includes echoes of the political clamor it caused in the mid-2000s. The 2000 to 2013 low-water level period of the Great Lakes cycle lasted a few years longer than the declines that began in 1926 and 1964. It also became politicized. Former Gov. Jennifer Granholm seized the issue and made it her own.

Weiterlesen auf Capcon.

 

Norwegens Finanzministerin zweifelt daran, dass der Mensch Hauptursache des Klimawandels ist

Norwegens Finanzministerin Siv Jensen hat im April 2015 in einem Interview mit der Zeitung Aftenposten Zweifel angemeldet, dass der Mensch als Haupttreiber hinter dem Klimawandel des 20. Jahrhunderts steckt. Die ABC News (via WUWT) berichteten:

Norway’s finance minister says she doubts that global warming is man-made, seemingly contradicting the country’s official position in U.N. climate talks. In an on-camera interview posted on the Aftenposten newspaper’s website on Tuesday, Siv Jensen answered “no” to a question about whether she was convinced that climate change was caused by humans. Asked to clarify whether she was in doubt about man-made warming, she said “yes.”

Die mutige Positionierung der norwegischen Ministerin passt gut in die realistische Sichtweise der Forschungsinstitutionen Norwegens, die wir an dieser Stelle bereits mehrfach thematisiert haben:

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Das SRF vermeldete am 23. April 2015 eine schlimme “Klimapanne” aus der Schweiz:

Klimawandel: Warum es in den Bergen trotzdem kälter wurde
Im Winter 2011/12 mass man auf dem Jungfraujoch den kältesten Winter seit über 40 Jahren. Und in den vergangenen 20 Jahren wurden die Winter in den Schweizer Bergen deutlich kühler – trotz Klima-Erwärmung. Deutsche Forscher erklären nun, dass gerade der Klimawandel die Ursache sei.

Winter immer kälter. Wie passt das zu den Warnungen an die Skiliftbetreiber in den Alpen, dass ihnen demnächst wohl der Schnee ausgehen wird? Die Schweizer sind verzweifelt:

«Das ist eine signifikante Abkühlung», erklärt Stephan Bader vom Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie ( MeteoSchweiz), «seit Anfang der 90er-Jahre stellen wir in den Gebirgsregionen einen Abwärtstrend fest. Heute sind wir wieder ungefähr im gleichen Bereich wie vor dem Temperatursprung Ende der 80er-Jahre.»

Wird der IPCC jetzt den Schweizern die Weltklimaratszentrale in Genf wegnehmen? Deutsche IPCC-Freunde springen den Nachbarn zur Seite:

Einen Erklärungsversuch präsentierten Klimaforscher des deutschen Alfred-Wegener-Instituts. Kältere Winter, so die Fachleute, gebe es nicht trotz Klimaerwärmung, sondern gerade wegen ihr. Die Ursache für die Abkühlung in West- und Mitteleuropa sehen sie in der fernen Arktis: Der Temperaturunterschied zwischen der kalten Arktis und den warmen Tropen verursache Westwinde, die im Winter eher mildere Luft zu uns bringen.

Eine nett gemeinte Hilfestellung. Allerdings hatte sich die renommierte ETH-Zürich bereits mit dieser Idee beschäftigt und sie als untauglich verworfen (siehe unseren Blogbeitrag “Neue Studie der ETH Zürich lehnt schwindendes arktisches Meereis als Hauptauslöser für kalte europäische Winter ab“). Es wird daher allmählich brenzlig im Alpenlande. Ganz offensichtlich boykottiert die heimische Bergwelt die Erwärmungsvorgaben des Weltklimarats. Reise in eine ungewisse Zukunft…

Eine ganz andere Strategie als das SRF scheint das Boulevardblatt Blick zu fahren. Hier ignoriert man einfach die wissenschaftlichen Fakten und behauptet frech das Gegenteil. Offenbar fühlt man sich ziemlich sicher, dass niemand aus der Leserschaft die Fachliteratur und wahren Daten kennt. Blick.ch behauptete am 24. April 2015 frech:

Klimawandel: In den Bergen wird es schneller warm
In Hochgebirgen wie den Alpen, den Rocky Mountains und dem Himalaya schreitet der Klimawandel schneller voran als in Tiefländern. Wassermangel könnte schnell zum Problem werden.

Siehe auch unseren Beitrag "Bald kein Schnee mehr in den Schweizer Alpen? MeteoSwiss-Studie widerspricht und belegt Zunahme der Schneemengen seit 2000".

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Es ist schon kurios: Keines der IPCC-Klimamodelle hat die Erwärmungspause der letzten 17 Jahre vorhergesagt. Eine böse Panne. Forscher wie Stefan Rahmstorf waren bestürzt und stritten öffentlich ab, dass es überhaupt eine Pause im Temperaturanstieg gäbe. Diese Strategie konnte auf lange Sicht natürlich nicht erfolgreich sein. Am 23. April 2015 publizierte eine Forschergruppe um Matthew England einen Artikel in Nature Climate Change, in dessen Titel der Erwärmungshiatus nun auch endlich offiziell eingeräumt wird:

Robust warming projections despite the recent hiatus

In der Kurzfassung der Arbeit heißt es:

The hiatus in warming has led to questions about the reliability of long-term projections, yet here we show they are statistically unchanged when considering only ensemble members that capture the recent hiatus. This demonstrates the robust nature of twenty-first century warming projections.

Eine tolle Strategie. 95% aller Modelle liegen falsch (siehe Abbildung von Roy Spencer). Also nimmt man einfach die verbliebenen 5% der Modelle und erklärt sie kurzerhand als “robust” und verlässlich prognosefähig. Eine echte Witznummer.

 

Spurious Correlations: Es ist nicht ganz das, als was es erscheint

Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung hat seine Mitarbeiter offenbar handverlesen. Nur wer fest an die Klimakatastrophe glaubt, bekommt dort einen Büroplatz. Der PIKler Christopher Reyer, Coautor der Studie “Turn Down The Heat”, hat nun in einem Interview am Rande einer Weltbank-Tagung in Marrakesch der Huffington Post erklärt, dass die extremen Hitzeprognosen des IPCC auf keinen Fall eintreten könnten. Denn zuvor würde die Weltwirtschaft zusammenbrechen und damit der CO2-Ausstoß abrupt absinken. Eine interessante klimatische “Schutzfunktion”. In der Huffington Post wird Reyer wie folgt zitiert:

“I guess it should be between three and four degrees hotter. We used to think that we were headed for +8°C, but that will never happen. We are not even on track for +6°C because economies will be collapsing long before we get there. We know that after +2°C, dangerous things start happening, and we start passing crucial tipping points, like the West Antarctica ice sheet collapse, which has reportedly already begun.”

Kollaps des Antarktischen Eisschildes? Vor wenigen Wochen hatte das PIK doch noch eine ganz andere Prognose abgegeben. Siehe “Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung: Antarktisches Inlandeis wird im Zuge der Erderwärmung anwachsen” und “Klimakatastrophe in der Antarktis abgesagt: Eisschild ist weitgehend stabil und Modellierungen prognostizieren Zunahme der antarktischen Eismasse“. Hatte man Reyer nicht über die inhaltliche Kehrtwende informiert?

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CO2 ist ein starkes Treibhausgas, sagt der IPCC. Dazu bräuchte man nur den Verlauf des CO2 und der Temperatur in den letzten 100 Jahren anschauen: Beides stieg an. Fertig ist der Beweis.

Abbildung: Verlauf von CO2 (grün und blau) und globaler Temperatur (rot) während der vergangenen 110 Jahre. Quelle: IPCC-nahe Webseite Skeptical Science.

 

Überzeugt? Tyler Vigen hat in der großen weiten Welt der Statistiken nach ähnlichen Korrelationen gesucht und wurde fündig. Auf seiner Webseite “Spurious Correlations” hat er die interessantesten Korrelationen zusammengestellt. Unter den dort aufgeführten 30.000 Beispielen findet sich auch die folgende Kurve. Hätten Sie gedacht, dass die Anzahl der in Schwimmbecken ertrunkenen Unfallopfer bestens mit der Anzahl von Filmen korreliert, in denen der Schauspieler Nicolas Cage mitwirkt?

 

Interessant auch das nächste Chart. Dort erkennt man eine ziemlich gute Korrelation zwischen dem Alter von Miss America und der Anzahl von Mordfällen bei denen heißer Dampf und andere heiße Objekte eine Rolle gespielt haben:

 

Sehr überzeugend auch die folgenden beiden Kurven. Es scheint einen deutlichen Zusammenhang zwischen der Anzahl weltweiter nichtkommerzieller Weltraum-Raketenstarts mit den Soziologie-Promotionsabschlüssen in den USA zu geben: (weiterlesen …)

Sickerstellen!

Von Frank Bosse

Dieser Schreckensruf erschütterte in den letzten Tagen die Klimaszene. Wenn etwas einsickert droht ein Damm zu brechen oder ein Dach ist undicht. Was ist also gemeint? Mit dem Blick auf das offizielle NASA- Diagramm der Temperaturen gab es seit einiger Zeit Dutzende von Arbeiten, die den stark verlangsamten Anstieg der Temperaturen seit Beginn des aktuellen Jahrtausends zu erklären versuchten. Sie nannten den nahezu konstanten Abschnitt aus Bild 1 den Hiatus oder die Pause.

 

 

Abb. 1: Die globalen Temperaturen mit einem 5-jährigen gleitenden Mittelwert (rot). Quelle: NASA/GISS

 

Einigen Hardcore-Propagandisten konnte dies nicht gefallen und so schrieb ein Team um den Psychologen Stephan Lewandowski eine Arbeit die das „Einsickern“ von Argumenten und Formulierungen aus dem Umfeld nicht ganz so gläubiger Betrachter in den heiligen Gral der Klimawissenschaften beklagt. Die „Pause“ dient in der genannten Arbeit als Beispiel dafür.  Die Verwendung eines einfachen gleitenden Mittelwertes wie in der Abbildung der NASA und die Bezeichnung „Pause“ für das Plateau nach 2000 ist nach Lewandowski u.a. schon ein Sakrileg.

Das wollten einige realistischere Vertreter der Klimawissenschaften so nicht gelten lassen.  Richard Betts, der Chef des britischen MetOffice, schrieb auf einem Blog eine geharnischte Kritik an der Arbeit. Er fasst seinen Standpunkt zusammen mit den Worten:

„Die Autoren lassen jeden Nachweis für ihre Spekulationen vermissen. Ihre Schlussfolgerungen sind m.E. falsch.“

Er betont, dass Klimawissenschaften nicht nur den Nachweis der menschgemachten Erwärmung antreten sollen und die natürlichen Schwankungen bestenfalls als Rauschen zu betrachten hätten sondern es um die Erforschung des Klimasystems insgesamt geht und damit auch um die natürliche Variabilität, die wohl für die  „Pause“ verantwortlich zeichnet.

Demgegenüber vertritt Stephan Rahmstorf vom PIK eine ganz andere Meinung: Es gibt keine Pause und die Verwendung solcher Vokabeln in der Wissenschaftswelt ist Abweichlertum. So droht Rahmstorf ganz offen: “Ich kann nur jedem Kollegen empfehlen, den Aufsatz von Lewandowsky et al zu lesen“. Es ist schon interessant, dass mehr als 60 Arbeiten von Klimawissenschaftlern über etwas geschrieben wurde, das es angeblich gar nicht gibt!

Mit allerlei Spielereien wird versucht, die GISS- Abbildung 1 zu relativieren, z.B. indem völlig zutreffend gezeigt wird, dass der Trend des Anstieges der globalen Temperaturen seit 1970 keinen Unterschied aufweist wenn man als Endpunkt das Jahr 2000 oder das Jahr 2014 wählt. Aber was sagt das genau?

Abb.2: Die Trends seit 1970 für die Beobachtungen nach GISS und den Mittelwert der  Klimamodelle

 

Die dunkelblaue Kurve in Abb. 2 zeigt die Steigungen der Trends mit dem konstanten Anfangsjahr 1970. Tatsächlich ist der Wert bis 2014 mit ca. 0,16K/Dekade recht genau gleich zum Anstieg bis 2000. Es wird nur vergessen zu erwähnen, dass er 2006-2007 nahezu 0,18K/Dekade betrug und seitdem zurückgeht. Dies ist nur zu erklären, wenn sich die Temperaturen genau so verhalten wie Abb. 1 es zeigt. Das ist natürlich statistisch nicht signifikant aber eben klar sichtbar, vor allem wenn man wie die NASA eine Glättung der jährlichen Werte vornimmt. Im oben verlinkten Blogartikel von Rahmstorf vermeidet er daher eine solche sinnvolle Operation, die sehr oft angewendet wird, z.B. wenn man die globalen Temperaturen von den El Nino-Schwankungen befreien will.

Und die Abb. 2 zeigt noch mehr: Das Auseinanderklaffen zwischen Modellprojektionen und  der Realität. Die CMIP5-Modelle sind die, die für sämtliche Vorhersagen der klimatischen Zukunft im letzten Bericht des IPCC benutzt wurden. Sie sind nach wie vor der „Stein der Weisen“ der Klimafolgenforscher. Und genau da liegt auch deren Problem mit der „Pause“: Das Verhalten des realen Klimasystems wie es Bild 1 zeigt, passt nicht zu den Rufen nach sofortiger Verhinderung des Kollapses wie er in Bild 2 mit Hilfe der Modelle (rot) annonciert wird. Dort nämlich nimmt der Trend auch zukünftig immer mehr zu und das blaue reale Dümpeln mit der Abwärtsrampe zum Ende hin lockt wohl keinen Entscheider hinter dem Ofen vor. Wie weit sich die Modellwelt inzwischen vom „richtigen Leben“ entfernt hat zeigt dieses Bild:

Abb. 3: Die prozentuale Überschätzung des Erwärmungstrends seit 1970 durch Modelle ab 2000.

 

Die Überschätzung der Erwärmungstrends seit 1970 wächst recht gut linear an. In 2000 wurde der Trend noch gut (mit nahe 100% Genauigkeit) abgebildet, inzwischen sind wir bei stolzen 29% Überschätzung denn wir haben keinen Trend von 0,21 K/ Dekade Erwärmung.  Auch ein noch etwas wärmeres Jahr 2015 als 2014, wie es sich durch einen gerade eingetretenen  El Nino andeutet, kann an der wachsenden Kluft nur Marginales ändern. Dazu sind die Trends seit 1970 nämlich zu lang.

Es scheint sich also wirklich ein Dammbruch oder ein undichtes Dach durch Sickerstellen anzukündigen: Im Gebäude der Lewandowskis, Rahmstorfs und Co. Denn die Welt der Wissenschaft funktioniert nicht so, wie die es gerne hätten: Ein Wissenschaftler wird sich nicht vorschreiben lassen, dass er das Wort „Pause“ oder „Hiatus“ beim Anblick von Abbildung 1 nicht benutzen soll, denn das sei „Lingua non Grata“. Wenn offensichtliche Sachverhalte nicht mehr benannt werden dürfen, weil es nicht in die politisch motivierte Gedankenwelt einiger Katastrophen-Propheten passt, dann hat dies mit Religion mehr zu tun als mit Wissenschaft. Hans von Storch drückte es auf einer Veranstaltung der Leibnitz- Gesellschaft in Geesthacht im September 2014 so aus:

„Jede Woche wird eine neue Sau durch das Dorf getrieben, und man kann recht gut vorhersagen, aus welchem Hause die entsprechende Publikation kommt. Viele dieser Studien sind auch gemeint als Unterstützung für die vermeintlich gute Sache, für die große Transformation, die die Welt zu einem besseren Ort macht, für Ökosysteme und für Kinder und Kindeskinder….Insofern beschädigt sich Wissenschaft durch laufende Kompetenzüberschreitungen und dem Gefallen an dramatisierenden Zuspitzungen selbst.“

 

Späte aber wichtige Erkenntnis: CO2-Klimasensitivität sinkt, extreme Hitzemodelle werden verworfen, Ozeanzyklen als wichtiger systematischer Klimafaktor anerkannt

Neuere Studien zeigen immer deutlicher, dass die Klimawirkung des CO2 wohl lange Jahre lang signifikant überschätzt wurde (siehe hier, hier, hier). Am 30. März 2015 erschien nun im IPCC-nahen Fachblatt Nature Climate Change eine weitere Arbeit, die dem CO2 einen Teil seiner Klimakraft entreißt. Eine schwedisch-US-amerikanische Forscherguppe um Daniel Johannson präsentierte in der Studie einen neuen Mittelwert für die CO2-Klimasensitivität, der gegenüber dem 4. Klimazustandsbericht (AR4) des IPCC deutlich niedriger liegt.

Der Mittelwert im AR4 betrug 3°C Erwärmung pro CO2-Verdopplung. Im 5. IPCC-Bericht (AR5) wollte man sich offensichtlich nicht die Blöße geben, einen verringerten Wert anzugeben – also gab man einfach gar keinen an und nannte nur die weite Spanne von 1,5-4,5°C. Einzige Neuerung war die Herabsetzung der unteren Grenze der Spanne von 2,0 auf 1,5°C. Daniel Johannson und seine Kollegen sprachen nun aus, was eigentlich der IPCC schon vor zwei Jahren hätte einräumen müssen. Die mittlere Klimasensitivität liegt nun ein halbes Grad niedriger als zuvor, nämlich bei 2,5°C. Hätte man dies zur Zeit der AR5-Herausgabe transparent berichtet, so hätte dies politisch sicher “das falsche Signal” ausgesandt, hatte man sich sicher gedacht. Also verfiel man in Trickserei. Im Folgenden die Kurzfassung der neuen Arbeit:

Equilibrium climate sensitivity in light of observations over the warming hiatus
A key uncertainty in projecting future climate change is the magnitude of equilibrium climate sensitivity (ECS), that is, the eventual increase in global annual average surface temperature in response to a doubling of atmospheric CO2 concentration. The lower bound of the likely range for ECS given in the IPCC Fifth Assessment Report (AR5; refs 1, 2) was revised downwards to 1.5 °C, from 2 °C in its previous report3, mainly as an effect of considering observations over the warming hiatus—the period of slowdown of global average temperature increase since the early 2000s. Here we analyse how estimates of ECS change as observations accumulate over time and estimate the contribution of potential causes to the hiatus. We find that including observations over the hiatus reduces the most likely value for ECS from 2.8 °C to 2.5 °C, but that the lower bound of the 90% range remains stable around 2 °C. We also find that the hiatus is primarily attributable to El Niño/Southern Oscillation-related variability and reduced solar forcing.

Im Schlußabschnitt wird nun endlich auch erkannt, dass Ozeanzyklen wohl die wahrscheinlichste Erklärung für die Erwärmungspause sind. Dies hatten wir 2012 bereits in unserem Buch “Die kalte Sonne” erklärt, ernteten aber von der deutsche Klimaforschung damals nur Kritik. Ebenfalls interessant ist im Abstract der Hinweis auf die Klimawirkung der reduzierten Sonnenaktivität. Auch dies war vor 3 Jahren noch komplett undenkbar. Die Sonne wurde als Teufelszeug abqualifiziert. Jeder, der die Sonne als Klimafaktor ins Spiel brachte, wurde sogleich als gefährliche Klimahexe gebrandmarkt. Nur gut, dass die Scheiterhaufen der heiligen Inquisition auf den Marktplätzen nicht mehr in Betrieb sind.

Am 21. April 2015 legte dann die Duke University in der Nature-Tochterzeitschrift Scientific Report nach. Ein Autorenteam um Patrick Brown schaltete den Common Sense an und konzedierte, dass Klimasensitivitäten im oberen Bereich der vom IPCC genannten Spanne eher unwahrscheinlich sind und nicht zur realen Temperaturentwicklung der Vergangangenheit passen. Man könne die Worst-Case-Szenarien daher wohl zu den Akten legen. Die beobachtete Erwärmungspause von mittlerweile 17 Jahren lässt sich mit einem sehr stark erwärmenden CO2 nicht vereinbaren, das die natürliche Variabilität in solch einem Falle klar übertrumpfen müsste.

Patrick Brown und seine Kollegen fordern insbesondere, dass man zunächst die natürlichen Klimazyklen verstehen müsse, welche die Erwärmung steigern aber auch bremsen können. Diese “neue” Erkenntnis von Brown et al. spiegelt exakt unser Modell in der “kalten Sonne” wieder, wo wir eine Verstärkung der Erwärmung 1977-1998 durch die Ozeanzyklen PDO und AMO beschrieben hatten. Auch Brown und Kollegen warnen nun davor, die Erwärmungsraten solch kurzer Zeiträume als langfristige Trends fehlzuinterpretieren. Späte aber wichtige Erkenntnisse der offiziellen Klimawissenschaften. Im Folgenden die Pressemitteilung der Duke University zum neuen Paper:

Global Warming More Moderate Than Worst-Case Models
A new study based on 1,000 years of temperature records suggests global warming is not progressing as fast as it would under the most severe emissions scenarios outlined by the Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC).  “Based on our analysis, a middle-of-the-road warming scenario is more likely, at least for now,” said Patrick T. Brown, a doctoral student in climatology at Duke University’s Nicholas School of the Environment. “But this could change.”

The Duke-led study shows that natural variability in surface temperatures — caused by interactions between the ocean and atmosphere, and other natural factors — can account for observed changes in the recent rates of warming from decade to decade. The researchers say these “climate wiggles” can slow or speed the rate of warming from decade to decade, and accentuate or offset the effects of increases in greenhouse gas concentrations. If not properly explained and accounted for, they may skew the reliability of climate models and lead to over-interpretation of short-term temperature trends.

The research, published today in the peer-reviewed journal Scientific Reports, uses empirical data, rather than the more commonly used climate models, to estimate  decade-to-decade variability. “At any given time, we could start warming at a faster rate if greenhouse gas concentrations in the atmosphere increase without any offsetting changes in aerosol concentrations or natural variability,” said Wenhong Li, assistant professor of climate at Duke, who conducted the study with Brown. The team examined whether climate models, such as those used by the IPCC, accurately account for natural chaotic variability that can occur in the rate of global warming as a result of interactions between the ocean and atmosphere, and other natural factors.

To test how accurate climate models are at accounting for variations in the rate of warming, Brown and Li, along with colleagues from San Jose State University and the USDA, created a new statistical model based on reconstructed empirical records of surface temperatures over the last 1,000 years. “By comparing our model against theirs, we found that climate models largely get the ‘big picture’ right but seem to underestimate the magnitude of natural decade-to-decade climate wiggles,” Brown said. “Our model shows these wiggles can be big enough that they could have accounted for a reasonable portion of the accelerated warming we experienced from 1975 to 2000, as well as the reduced rate in warming that occurred from 2002 to 2013.”

Further comparative analysis of the models revealed another intriguing insight. “Statistically, it’s pretty unlikely that an 11-year hiatus in warming, like the one we saw at the start of this century, would occur if the underlying human-caused warming was progressing at a rate as fast as the most severe IPCC projections,” Brown said. “Hiatus periods of 11 years or longer are more likely to occur under a middle-of-the-road scenario.” Under the IPCC’s middle-of-the-road scenario, there was a 70 percent likelihood that at least one hiatus lasting 11 years or longer would occur between 1993 and 2050, Brown said.  “That matches up well with what we’re seeing.” There’s no guarantee, however, that this rate of warming will remain steady in coming years, Li stressed. “Our analysis clearly shows that we shouldn’t expect the observed rates of warming to be constant. They can and do change.”

 

Klimawissenschaften in Not: Immer mehr Nachwuchwissenschaftler entscheiden sich gegen eine Karriere im von Denkverboten eingeengten Klimafach

Am 7. April 2015 brachte das führende Wissenschaftsblatt Nature einen Nachrichtenbeitrag, der hellhörig und stutzig machte. Die Klimawissenschaften haben offenbar arge Nachwuchsprobleme. Universitätsabsolventen der Fachrichtungen Mathematik und Physik wollen nicht mehr in die Klimatologie einsteigen und ziehen Karrieren in Astrophysik und Kosmologie vor. Vielleicht sind es die vielen Denkverbote, Pflicht zur Einhaltung der IPCC-Parteilinie und Seilschaften-Klüngelei, die den jungen Wissenschaftlern den Spass an den Klimawissenschaften verderben?

Interessant ist auch die Feststellung, dass es noch eine ausreichende Anzahl an ungeklärten fundamentalen Fragen im Bereich der Klimawissenschaften gäbe, so dass sich ein Einstieg in das Fach noch lohne. Möglicherweise hat da der ein oder andere Jungforscher noch den Slogan “The Science is Settled” im Ohr, was sich nun gleich in mehrfacher Weise rächt. Wo alles erforscht ist, braucht man auch keine Forscher. Dumm gelaufen. Im Folgenden ein Auszug aus dem angesprochenen Nature-Beitrag:

Climate science needs more mathematicians and physicists. So say prominent climatologists who are trying to spark enthusiasm for their field in budding researchers who might otherwise choose astrophysics or cosmology. Talented physical scientists are needed to help resolve mysteries that are crucial to modelling the climate — and, potentially, saving the planet — the group says, such as the ways in which clouds are formed. There is a misconception that the major challenges in physical climate science are settled. “That’s absolutely not true,” says Sandrine Bony, a climate researcher at the Laboratory of Dynamic Meteorology in Paris. “In fact, essential physical aspects of climate change are poorly understood.”

In einer Sache hat Nature jedoch nur halb Recht: Natürlich brauchen die Klimawissenschaften Mathematiker und Physiker für Modellierungen. Aber noch dringender werden eigentlich Geowissenschaftler benötigt, um die lange vernachlässigte paläoklimatologische Seite zu stärken. Wo ist die geowissenschaftliche Initiative, die schon lange überfällig ist? Vor einem Jahr wurde Kalte-Sonne-Coautor Sebastian Lüning von offizieller Seite her angeboten, einen Klimabeitrag für das geowissenschaftliche Nachrichtenblatt GMit zu verfassen. Als der Text dann fertig war, herrschte nur noch Schweigen im Walde: Politisch zu brisant. Veröffentlichung abgesagt. Noch immer überwiegt hier offenbar die Angst vor wissenschaftspolitischen Repressalien. Offene Diskussion unerwünscht.

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Meldung des NABU Schleswig Holsteins am 10. Februar 2015:

Strenges OVG-Urteil zur Windkraftplanung
NABU: Landesregierung muss aus Fehlern lernen!
Mit der Rechtswidrigkeit der Teilfortschreibungen der Regionalpläne, mit denen zuvor mehr als 13.000 ha zusätzliche Flächen für die Windenergienutzung ausgewiesen wurden, sieht der NABU das Land in der Pflicht, Fehler der Vergangenheit umfassend zu korrigieren.

Weiterlesen beim NABU Schleswig Holstein

Bereits 2009 hatte die Umweltgruppe Kritik am ungezügelten Ausbau der Windkraft im nördlichsten Bundesland geübt:

NABU kritisiert mangelnde Bodenhaftung der Windkraftlobby
Übergeordnete Vorgaben der Landesplanung sind zu berücksichtigen
Windenergie-Lobby und einige Kommunen ignorieren übergeordnete Aspekte des Vogel- und Fledermausschutzes bei der Planung neuer Windparks in Ostholstein. Der NABU Schleswig-Holstein ist nicht begeistert.

Weiterlesen beim NABU Schleswig Holstein. Siehe weitere Artikel zum Thema hier und hier.

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Kürzlich verriet US-Präsident Barack Obama, weshalb er fest an eine drohende Klimakatastrophe glaubt. Sein Aha-Erlebnis ereignete sich als seine heute sechzehnjährige Tochter Malia im Alter von vier Jahren Asthma-Attacken erlitt. Damals wurde ihm klar, dass es böse um das Weltklima bestellt ist. The Hill berichtete am 8. April 2015: (weiterlesen …)

Abrupter Klimawandel während der letzten Eiszeit: Temperaturen in Grönland und der Antarktis entwickelten sich gegensätzlich

Das Klima ist komplexer als es viele früher angenommen hatten. Eine der Seltsamkeiten ist, dass sich das Klima an Nord- und Südpol zeitweise entgegengesetzt entwickelt. Über dieses Phänomen hatten wir bereits im Oktober 2012 an dieser Stelle berichtet (siehe: “Die unbequeme Klimaschaukel: Natürliches Wechselspiel zwischen Arktis und Antarktis“). Im April 2015 hat nun eine Forscherguppe um Christo Buizert von der Oregon State University weitere Details hierzu in Nature veröffentlicht. Fazit: Während der letzten Eiszeit gab es wiederholte starke natürliche Erwärmungsereignisse, die sich zunächst in Grönland ereigneten und erst 200 Jahre später in der Antarktis auftraten, als sich Grönland schon wieder abkühlte. Volker Mrasek berichtete am 30. April 2015 im Deutschlandfunk:

Das Rätsel der polaren Klimaschaukel
Während der letzten Eiszeit – die vor 12.000 Jahren endete – standen die beiden Pole in einem rätselhaften Wechselverhältnis: War es auf Grönland warm, so herrschte in der Antarktis Kälte und umgekehrt. Lange blieb unklar, wodurch diese Fernverbindung zustande kam. Eine neue Studie bringt jetzt Licht ins Dunkel.
Während der letzten Eiszeit war die Erde im Mittel vier Grad Celsius kühler als heute – und Grönland sogar 20 Grad. Doch das nicht permanent! Immer wieder entzog sich die größte Insel der Welt dem Klammergriff der Eiseskälte. Rund zwei Dutzend Male erwärmte sie sich im Laufe der Eiszeit – um bis zu zehn Grad Celsius, und das jedes Mal ziemlich flott, innerhalb von ein, zwei Jahrzehnten. Der Paläoklimatologe Christo Buizert von der Oregon State University in Corvallis in den USA: “Diese Klimaschwankungen sind die abruptesten und stärksten, die wir aus den historischen Aufzeichnungen kennen. Es waren regionale Klimaveränderungen. Im Nordatlantik und insbesondere in Grönland.” Während dieser Fieberschübe verhielt sich die Antarktis offenbar genau umgekehrt: Sie kühlte sich ab. Und immer dann, wenn die Temperaturen auf Grönland wieder fielen, kletterten sie auf dem Süd-Kontinent.

Weiterlesen beim Deutschlandfunk.

Im Folgenden die Pressemitteilung der Oregon State University zur Studie:

Researchers find 200-year lag between climate events in Greenland, Antarctica
A new study using evidence from a highly detailed ice core from West Antarctica shows a consistent link between abrupt temperature changes on Greenland and Antarctica during the last ice age, giving scientists a clearer picture of the link between climate in the northern and southern hemispheres.

Greenland climate during the last ice age was very unstable, the researchers say, characterized by a number of large, abrupt changes in mean annual temperature that each occurred within several decades. These so-called “Dansgaard-Oeschger events” took place every few thousand years during the last ice age. Temperature changes in Antarctica showed an opposite pattern, with Antarctica cooling when Greenland was warm, and vice versa.

In this study funded by the National Science Foundation and published this week in the journal Nature, the researchers discovered that the abrupt climates changes show up first in Greenland, with the response to the Antarctic climate delayed by about 200 years. The researchers documented 18 abrupt climate events during the past 68,000 years.

“The fact that temperature changes are opposite at the two poles suggests that there is a redistribution of heat going on between the hemispheres,” said Christo Buizert, a post-doctoral research at Oregon State University and lead author on the study. “We still don’t know what caused these past shifts, but understanding their timing gives us important clues about the underlying mechanisms.

“The 200-year lag that we observe certainly hints at an oceanic mechanism,” Buizert added. “If the climatic changes were propagated by the atmosphere, the Antarctic response would have occurred in a matter of years or decades, not two centuries. The ocean is large and sluggish, thus the 200-year time lag is a pretty clear fingerprint of the ocean’s involvement.” (weiterlesen …)

Treffen der Initiative KlimaKontroverse am 21. Mai 2015 in Hannover

Nächstes Treffen der Initiative KlimaKontroverse am Do, 21. Mai 2015, 19:30, Freizeitheim Linden, Hannover

Das Hauptthema des nächsten Treffens ist die Dürre in Kalifornien. Wie historisch ist diese und spielt der Mensch dabei eine Rolle?
Weitere Themen: Neues über Temperaturmanipulationen, Rekordernten in der Sahel-Zone und mehr. (weiterlesen …)

Temperaturen auf Spitzbergen seit Beginn der Messungen vor 20 Jahren dramatisch gestiegen – allerdings nur auf das Niveau von 1930

Der Nabu Schleswig-Holstein stellte in einer Untersuchung fest, dass die vormals hochgelobten Biogasanlagen aus Sicht des Klima- und Umweltschutzes purer Unsinn sind:

Kein Beitrag zum Klimaschutz, ökologische Auswirkungen katastrophal: NABU-Hintergrundbericht zu Agrargasanlagen
Biogasanlagen sind weder energieeffizient, noch schützen sie das Klima. Zudem gefährdet der Maisanbau Boden, Grundwasser, Seen und Fließgewässer und die Biodiversität. Dies ist Fazit einer von Recherchen des NABU Schleswig-Holstein.

Weiterlesen auf nabu.de.

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NTV verbreitete am 6. April 2015 ungeprüfte Klimapropaganda:

“Der Klimawandel ist kein Scherz”: Kaliforniens Gouverneur sendet Alarmsignal
In Kalifornien kann man die Auswirkungen des Klimawandels schon jetzt beobachten. Seit vier Jahren leidet der US-Bundesstaat an einer Dürre. Gouverneur Brown nennt die Lage in Kalifornien ein “Alarmsignal”.

Offenbar kennt der Gouverneur die neueste Fachliteratur nicht. Siehe unseren Blogbeitrag: “NASA- und NOAA-Forscher: Kalifornische Dürre Anfang 2014 durch Ozeanzyklen augelöst. Kein langfristiger Austrocknungstrend in den vergangenen 100 Jahren erkennbar“. Alarm wieder abgeblasen! Man muss die Zyklen der Natur akzeptieren, leugnen bringt nichts.

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Was tut man, wenn andere die eigene Meinung nicht teilen? Man könnte fachlich diskutieren. Das ist aber anstrengend und birgt stets das Risiko, dass man argumentativ den Kürzeren ziehen könnte. Der grüne Aktivist Adam Weinstein fordert daher, dass Skeptiker der Klimakatastrophe juristisch bestraft werden müssen:

Man-made climate change happens. Man-made climate change kills a lot of people. It’s going to kill a lot more. We have laws on the books to punish anyone whose lies contribute to people’s deaths. It’s time to punish the climate-change liars.

In Nordkorea oder im Mittelalter wäre dies durchaus vorstellbar. Aber ist dies wirklich eine gute Lösung in der aufgeklärten Welt von heute? Kritik an Weinsteins Vorschlag gab es seitens der IPCC-Wissenschaftler übrigens keine. Auch dies ist äußerst bedenklich.

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Die Bundesregierung ist uns immer noch eine Antwort schuldig (siehe hier). Anstatt uns zu antworten, schob man lieber gleich noch einen weiteren Klimaalarm-Beitrag auf der Webseite des BMBF nach:

In der Arktis wird der Klimawandel besonders deutlich
Bundesforschungsministerin Johanna Wanka besucht die Arktis, die durch den Klimawandel und geopolitische Interessen immer mehr in den Mittelpunkt rückt. “Eine starke Polarforschung ist wichtig”, sagte die Bundesministerin.

Gegen Polarforschung ist nichts einzuwenden. Ein spannendes und nützliches Feld. Aber wie stehts dort mit dem “besonders deutlichen Klimawandel”? Das BMBF schreibt:

Die abnehmende Meereisbedeckung, schrumpfene Eisschilde und veränderte Ozeanströmungen haben erheblichen Einfluss auf die Entwicklung des gesamten Erdklimas.

Auf der Webseite “Entwicklungspolitik Online” (epo online) finden sich weitere Details:

Seit Beginn regelmäßiger Aufzeichnungen im Jahr 1993 haben sich die Lufttemperaturen auf Spitzbergen im Jahresmittel um 1,3 Grad Celsius pro Jahrzehnt erhöht. Insbesondere in den Wintermonaten Dezember, Januar und Februar sei die Erwärmung mit 3,4 Grad Celsius pro Dekade besonders ausgeprägt gewesen, teilten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der deutsch-französischen Forschungsbasis AWIPEV beim Besuch von Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU) in Ny-Ãlesund auf Spitzbergen mit.

Dramatische Erwärmung in Spitzbergen. In Worten klingt das bedrohlich. Gerne würden wir jedoch die Temperaturkurve dazu sehen. Die Entwicklung der GISS-Temperaturen kann man zum Glück mit wenigen Klicks anhand einer Auswahlfunktion auf einer Weltkarte aufrufen:

Abbildung 1: Temperaturentwicklung in Spitzbergen gemäß GISS-Temperatursatensatz.

 

Die Überraschung ist riesengroß: Zwar hat sich Spitzbergen von 1970 bis 2000 kräftig erwärmt, allerdings lediglich auf dasselbe Niveau, das das arktische Inselarchipel bereits in den 1930er Jahren besaß. Hier scheint eine zyklische Entwicklung vorzuliegen, die glatt verschwiegen wird. Eine ähnlich starke Erwärmung hat es bereits Anfang des 20. Jahrhunderts gegeben, als CO2 noch keine große Rolle spielte. Zu allem Überfluss scheint die Erwärmung in den letzten 15 Jahren auch noch zum Erliegen gekommen sein. Unter diesem Hintergrund bekommt Ministerin Wankas Aussage auf epo online eine schon fast karnevalistische Note:

“Nirgendwo sonst ist der Klimawandel so sichtbar wie in der Arktis. Dies macht die Bedeutung unseres Forschungsengagements deutlich”, sagte Wanka. [...] Gleichzeitig zeigen die Temperaturaufzeichnungen der letzten Jahrzehnte: Die Arktis erwärmt sich doppelt so schnell wie andere Regionen der Welt. Denn das komplexe Zusammenspiel von Ozean, Meereis und Atmosphäre führt zu Rückkopplungseffekten, welche die Erwärmung verstärken. Wissenschaftler sprechen von der sogenannten “€šArctic Amplification”.

Wäre Wanka vor 50 Jahren im Amt gewesen, hätte sie sich vermutlich Sorgen um eine bevorstehende Eiszeit gemacht. Eine langfristig doppelt so schnelle Erwärmung der Arktis ist Quatsch. Siehe auch unseren Blogbeitrag “Arktische Turboerwärmung auf dem Prüfstand: Ein Konzept auf wackeligen Beinen“.

Aber das BMBF lehnt sich sogar noch weiter aus dem Fenster. Auf epo online heißt es:

Zunächst klinge es paradox, so das BMBF, aber mit der Erwärmung der Arktis könnte sich die Häufigkeit kalter europäischer Winter erhöhen. Denn mit der Erwärmung scheinen sich auch die wetterbestimmenden Muster in der Atmosphäre und auf den Weltmeeren langfristig zu verändern.

Auch dies ist großer Unsinn, wie jüngst eine Studie der Colorado State Unversity herausfand. Siehe “Studie der Colorado State University findet keinen Zusammenhang zwischen Kälte- oder Hitzewellen und schrumpfendem Meereis“. Wir könnten nun wieder eine Email an das BMBF schicken, aber momentan erscheint deren Posteingang eher einem Schwarzen Loch zu gleichen. Wer hat Zugang zum Ministerium und könnte unseren Brief persönlich mit Empfehlung in Berlin vorbeibringen?

 

Loriot lässt grüßen: Entschließung des Europäischen Parlaments über Frauen und Klimawandel

Ende November 2015 heißt es wieder für tausende von Delegierten und Aktivisten Leinen los. Die 21. UN-Klimakonferenz lädt diesmal in die romantische Seine-Metropole Paris ein. Flug, Unterkunft, Essen, Trinken – alles umsonst. Die Konferenztouristen freuen sich jetzt schon auf Eifelturm, Louvre und leckere Croissants. Auch die letzten Treffen hatte man an hübsche Orte gelegt, darunter Cancun, Bali und Lima. Da wollten wir doch alle schon einmal hin.

Ärgerlich nur, dass das Ergebnis der vorangegangenen Konferenzen immer das selbe war: Keines. Der Klima-Chefverhandler Frankreichs, Paul Watkinson, hat jetzt ausgeplaudert, was er wirklich von diesen Konferenzen hält: Er würde sie am liebsten abschaffen! Er hält die Treffen für einen globalen Reisezirkus, bei denen man sich inhaltlich im Kreise drehe. Der energypost.eu sagte Watkinson am 23. März 2015 im Interview:

ENERGYPOST: Would you like to get rid of the COPs [the annual climate conferences]?

WATKINSON: I’d love to! I attended 16. I would love to end them one day. They are considered an enormous global circus where people keep saying the same things.

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Am 20. April 2012 machte das Europäische Parlament ernst und veröffentlichte die Resolution 2011/2197 mit dem Titel “Frauen und Klimawandel”. Vom Titel allein ist nicht ganz klar, worum es geht. Ist es vielleicht gar nicht so sehr ein “menschengemachter”, sondern vielmehr ein “frauengemachter” Klimawandel? Sollte man hier mit zusätzlichen Bildungsmaßnahmen der Damenwelt unter die Arme greifen, um klimaschädliche Ausgasungen im Haushalt zu begrenzen? Zum Beispiel: Ab heute keine Spülmaschine mehr!

Nein, im Gegenteil. Die EU sagt, dass vor allem die Männer das Klima schädigen, es sich also ganz klar um einen “männergemachten Klimawandel” handelt. Stöbern wir ein wenig im Text der Resolution (ab Seite 52 in diesem pdf auf europa.eu):

Entschließung des Europäischen Parlaments vom 20. April 2012 über Frauen und Klimawandel (2011/2197(INI))

Das Europäische Parlament [...]

A. in der Erwägung, dass der Klimawandel nicht geschlechtsneutral ist und je nach Geschlecht unterschiedliche Auswirkungen hat
[B-E]
F. In der Erwägung, dass es ohne eine wirkliche Gleichstellung der Geschlechter keine Klimagerechtigkeit geben wird und dass die Beseitigungder Ungleichheiten und der Kampf gegen den Klimawandel nicht als Widerspruch angesehen werden dürfen
[G-J]
K. In der Erwägung, dass durch Familienplanung die Gesundheit der Mütter und die Kontrolle über die Größe der Familie erheblich verbessert und letztendlich die Unabhängigkeit der Frauen gestärkt und ihre Arbeitsbelastung verringert werden können, da es in erster Linie immer noch die Frauen sind, die sich um die Kinder kümmern, und dass Frauen und ihre Familien sich so besser gegen die Auswirkungen des Klimawandels wappnen können, wie im 20-Jahres-Plan der Weltbevölkerungskonferenz festgehalten,
[L-T]

[1.-19]
20. fordert die Kommission und die Mitgliedstaaten auf, die geschlechtsspezifische Dimension in die Strategien zur Verhütung und zum Risikomanagement von Naturkatastrophen einzubeziehen und die Stärkung der Stellung der Frauen durch einen Kapazitätsaufbau vor, während und nach Klimakatastrophen und durch deren aktive Einbindung in Systeme für die frühzeitige Erkennung der Gefahr von Katastrophen, die Frühwarnung und die Verhütung von Katastrophen im Rahmen des Aufbaus ihrer Widerstandsfähigkeit zu fördern;
[21.-35.]
36. erkennt deshalb den bedeutenden Beitrag an, den Frauen aufgrund ihrer pädagogischen Fähigkeiten zu erfolgreicher Innovation sowohl in Unternehmen als auch im Haushalt leisten können.
[37-47]

Insgesamt erinnert das Dokument ziemlich an Loriots Vereinssitzung, wo es um die Aufnahme von Frau und Umwelt in den Karnevalsgedanken geht.

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Die Behörden von Oberösterreich schlagen auf ihrer Webseite Alarm:

Klimawandel global und in Österreich
Der natürliche Treibhauseffekt macht Leben auf der Erde erst möglich. Aber wir Menschen stören dieses empfindliche Gleichgewicht mit vermehrtem Treibhausgasausstoß. Die Klimaänderung ist bereits spürbar, auch in Österreich.

Der Klimawandel sucht Österreich heim. Gemeint ist damit sicher der “menschengemachte Klimawandel”. Was genau ist bisher im Alpenland passiert? Auf der Webseite heisst es: (weiterlesen …)

Spektrum der Wissenschaft: Klimagefahr durch auftauenden Permafrostboden wurde überschätzt

Immer wieder tauchen in der Klimadiskussion die Permafrostböden auf, deren allmählicher Rückgang im Zuge der Erderwärmung einige Zeitgenossen zu apokalyptischen Visionen inspirierte. Permafrostböden sind ab einer gewissen Tiefe das ganze Jahr hindurch gefroren. Sie bilden sich dort, wo die Jahresdurchschnittstemperatur −1 °C und der Jahresniederschlag 1000 Millimeter nicht übersteigt. Die großen Permafrostareale der Erde befinden sich in den arktischen und antarktischen Tundren, in großen Teilen der borealen Nadelwaldgebiete, aber auch in sämtlichen Gebieten, die die Voraussetzungen für Permafrost erfüllen, wie etwa Hochgebirge.

Ein schönes Beispiel für die Permafrostboden-Hysterie konnte man am 28. November 2012 in der Tageszeitung Die Welt bewundern:

Wenn Permafrostböden tauen, droht der Klima-Gau
UN-Experten warnen eindringlich vor Gefahr, die Folgen der auftauenden Dauerfrostböden weiter zu ignorieren: Durch die Schmelze heizen künftig riesige Mengen Kohlendioxid und Methangas dem Klima ein.

Natürlich war das ein schönes Thema, das auch das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) nur zu gerne befeuerte. Am 13. Februar 2013 brachte das Institut eine Pressemitteilung mit dem folgenden Titel:

Das Auftauen von Permafrost-Böden beschleunigt den Klimawandel – trotz mehr Pflanzenwachstum

Kritik an den klimatischen Katastrophenszenarien zum Permafrost war selbstverständlich unerwünscht. Der größte Teil der Presse spielte das Spiel lage Jahre mit und verbreitete ungefiltert die attraktiven populärwissenschaftlichen Gruselgeschichten. Umso größeren Respekt gebührt daher nun Spektrum der Wissenschaft, das sich in seiner März-Ausgabe 2015 mit der Thematik ausführlich und in kritischer Weise beschäftigt hat. Der Berliner Wissenschaftsjournalist Gert Lange beginnt seinen gut recherchierten 11-seitigen Artikel wie folgt:

Permafrost – die große Unbekannte im Klimawandel
Die Erderwärmung lässt dauerhaft gefrorene Böden in der Arktis tauen. Weil die dadurch freigesetzten Treibhausgase den Klimawandel beschleunigen, befürchteten manche Umweltschützer einen verhängnisvollen Teufelskreis. Genauere Untersuchungen in jüngster Zeit bestätigen zwar den Effekt, sprechen aber gegen eine drohende Katastrophe.

Keine Permafrost-Katastrophe! Eine gute Nachricht. In der Zusammenfassung zu seinem Beitrag schreibt Lange:

GEFAHR ÜBERSCHÄTZT?

1. Noch bis vor Kurzem geäußerte Warnungen vor einer drastischen Zunahme der Erderwärmung durch das Tauen von Permafrostböden beruhten auf qualitativen Überlegungen, groben Abschätzungen und punktuellen Beobachtungen.

2. Genauere Messungen aus den letzten Jahren, die insbesondere an einer deutsch-russischen Forschungsstation in Sibirien durchgeführt wurden, relativieren das Bild teils erheblich.

3. So sind weite Flächen der Permafrostböden seit dem Ende der letzten Eiszeit schon aufgetaut, und erhebliche Teile des enthaltenen organischen Kohlenstoffs wurden bereits bakteriell abgebaut und als Gas in die Atmosphäre freigesetzt.

4. Außerdem ist die sommerliche Auftauschicht, in der die Mikroben aktiv sind, trotz Erderwärmung nicht dicker geworden. Ob die Treibhausgasemissionen wesentlich zugenommen haben, erscheint deshalb fraglich.

5. Auch die bisherigen Versuche, diese Emissionen großräumig zu erfassen – was sehr schwierig ist –, ergaben keine dramatischen Steigerungen.

Lesen Sie den ganzen Artikel online in Spektrum der Wissenschaft (nur für Abonnenten). Das Einzelheft kann auch als pdf (€ 5,99) oder in Papierform (€ 8,20) bestellt werden. Die entsprechende Arbeit in Nature finden Sie hier.

 

Mit Dank an Hartmut Hüne für den Hinweis.
Siehe auch unsere Beiträge: "Ist der Permafrostboden in Gefahr? Vielleicht in ein paar tausend Jahren"), "Potsdamer Methan-Klimabombe erweist sich als Blindgänger: Karbonhaushalt in Tundra trotz Klimawandels stabil",  und "Wunder in der Arktis: Um schrumpfende Seen herum bildet sich neuer Permafrostboden".

Nachfrage bei Oxfam zu umstrittenem Klimabericht: Schweigen im Walde

An: Nikolai Link, Oxfam Deutschland; Abteilung Bildung, Entwicklungsfinanzierung, Gesundheit, Klima
Von: Sebastian Lüning

Gesendet: 18.4.2015
Antwort: unbeantwortet

 

Sehr geehrter Herr Link,

Wir haben am 16. April 2015 in unserem Blog über einen möglichen Fehler auf der Webseite des UN World Food Programme berichtet, der offenbar auf einen Oxfam-Bericht zurückgeht.

http://www.kaltesonne.de/um-antwort-wird-gebeten-welternahrungsprogramm-der-vereinten-nationen-beim-tricksen-erwischt-wann-wird-der-fehler-korrigiert/

Konkret geht es um eine angebliche Vervierfachung der klimabedingten Wetterdesaster. Wie Martin Schlumpf in seinen Ausführungen zeigt und wie auch der IPCC selbst schreibt, hat eine solche Vervierfachung jedoch gar nicht stattgefunden. Könnten Sie uns bitte die Oxfam-Sichtweise näher erläutern? Weshalb weicht Ihre Analyse von der des IPCC so sehr ab? Wir würden Ihre Antwort gerne bei uns im Blog www.kaltesonne.de bekanntgeben.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. habil. Sebastian Lüning