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Ist das in Ordnung? Klimawissenschaftler betreiben in der Donau Elektrofischerei

Die American Association of Petroleum Geologists (AAPG) hatte sich nach einem frühen Engagement in der Klimadiskussion in den letzten Jahren auffällig zurückgehalten. Offenbar wollte man den Klimahütern keine Angriffsfläche bieten und im Sinne des Appeasements Ärger vermeiden. Vielleicht glaubte man, dass sich die wissenschaftliche Wahrheit auch so irgendwie duchsetzen würde. Damit hatte man sich jedoch verrechnet. Mit üppig ausgestattetem Budget geht das Mobbing gegen die Ölbranche weiter. Investoren ziehen sich lauttösend zurück, theatralische Klimaklagen werden vor Gericht ausgefochten und Mitarbeiter persönlich verhöhnt.

Schließlich ist es wohl selbst der AAPG zuviel geworden. Am 16. April 2016 gab es in der Mitgliederzeitschrift ‘Explorer’ jetzt die Kehrtwende zu bestaunen. Das AAPG-Mitglied Lee Gerhard durfte dort endlich einmal wieder das ausdrücken, was die meisten Betroffenen nur hinter vorgehaltener Hand geflüstert hatten:

Climate Debate “More Political Than Scientific”

In the January issue of the EXPLORER, Robert Yeats called on AAPG to be part of the conversation on climate change. He concludes his commentary by stating, “AAPG members are scientists. Let’s take a leadership position so that the argument is based on science and not politics.” The human role in climate change has split the science community into two camps: those who believe in a human cause for climate change, and those who see climate change as a result of largely natural processes. Adherents to either human-caused or naturally-caused climate change have politicized the discussion, all too often engaging in a battle of invective and ad hominem attacks.

AAPG is a scientific organization. We advocate that the sole way to resolve the scientific climate debate is through the use of the scientific method by rigorous and open testing of competing hypotheses. As Popper stated in 1963, “the scientific status of a theory is its falsifiability, or refutability, or testability.” Dr. Yeats does not seem to be aware that AAPG has been heavily involved in attempting to bring clinical science and the scientific method to the debate for almost 20 years. Lee Gerhard initiated the Association’s effort in a 1996 paper in AAPG’s Environmental Geosciences. AAPG consequently held a series of panel discussions, debates and technical sessions on the subject of climate change, and in 1998 established an ad hoc committee, chaired by Bruno Hanson to look at the issue of global climate change.

Weiterlesen auf aapg.org.

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Bei der Lektüre des folgenden Artikels vom 18. April 2016 in der Mittelbayerischen stockte einem für ein paar Sekunden der Atem:

Umwelt: Fische zählen ist nicht so einfach
Wissenschaftler nutzen dafür die Elektrofischerei. Die Daten verraten, wie sich der Klimawandel auf die Donau auswirkt.

Man kennt die Elektromethode aus Stammtischerzählungen, wo ruppige Burschen östlicher Herkunft gerne mal ein Starkstromkabel in den Teich halten und anschließend den kompletten Fischbestand Bauch-oben treibend von der Wasseroberfläche abschöpfen. Nasdrowje! Ist vermutlich nur so eine Geschichte. Trotzdem erscheint die Kombination Elektrofischerei aus Klimaforschungsgründen doch etwas gewöhnungbedürftig. Angeblich sollen die Fische dabei überleben, was in der Tat schön wäre.

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Helmut Kuntz am 17. April 2016 auf EIKE:

Nordkorea unterschreibt den neuen Welt-Klimavertrag

Eine der wichtigen Meldungen ist über den Nachrichtenticker gekommen. Nordkorea unterschreibt am 22. April 2016 in New York den neuen Klimavertrag[1][3]. Nachdem nun so wichtige Staaten mit dabei sind ist vollkommen klar dass unsere Frau Hendricks gar nicht anders kann, als vorbildhaft das Gleiche zu tun. Der große Unterschied dürfte nur sein, dass Deutschland mit seiner Unterschrift einer der ganz großen Zahlmeister des Klimafonds wird, während Nordkorea bei aller Begeisterung, den Westen durchgängig als reines Teufelspack anzusehen und auch so zu behandeln erkannt hat dass es wohl so schnell keine bessere und sicherere Möglichkeit mehr geben wird als die von diesem Teufelspack durch die Unterschrift über den Klima-Hilfsfond Geld fordern zu können.

Denn wie in praktisch allen despotischen Staaten (Bsp. ehemalige kommunistische Länder und aktuell Simbabwe) wurde als erstes die Landwirtschaft vollkommen ruiniert und Hunger ein Alltagsthema[2]. Und nachdem es Simbabwe[5] und die kleinen Inselstaaten[4][7] vormachen wie man den Klimafonds für sich anzapft ist wohl auch Nordkorea „einsichtig“ geworden. Dafür will es seinen CO2-Ausstoß gegenüber dem Niveau von 1990 um 37,4% reduzieren (was das Volk dort ganz bestimmt „begrüßen“ wird).

Es würde nicht wundern, wenn Nordkoreas Führungsriege für diese Reduzierung später einige zusätzliche „Leckerli“ z.B. in Form von CO2-Zertifikate-Geldtransfers bekommen. Deutschland bietet sich dafür an, denn es stößt anstelle weniger ja immer mehr von dieser zum Gift erklärten Pflanzennahrung aus. Und die Melediven bekommen dafür ja auch von Deutschland schon extra Unterstützung[6].

Fundstellen

[1] Climate Home, Published on 13/04/2016: North Korea set to sign Paris climate deal http://www.climatechangenews.com/2016/04/13/north-korea-set-to-sign-paris-climate-deal/

[2] Climate Home, Published on 19/12/2011: Is climate change the real ticking time bomb in North Korea?

http://www.climatechangenews.com/2011/12/19/is-climate-change-the-real-ticking-time-bomb-in-north-korea/

[3] Klimaretter.Info, 14. April 2016: Nordkorea will Paris-Vertrag unterschreiben

http://www.klimaretter.info/politik/nachricht/21042-nordkorea-will-paris-vertrag-unterschreiben

[4] EIKE 14.12.2015: Gehen die Südseeinseln wirklich wegen des Klimawandels unter, Teil 3 Die Marshall-Inselgruppe – (kein) Beispiel für einen Untergang

[5] kaltesonne, 3. März 2016: Simbabwes Diktator beantragt 1,5 Milliarden Dollar an UNO-Klimaschutzgeldern – und lässt sich gleichzeitig seine Geburtstagsparty mit 800.000 Dollar sponsorn

[6] EIKE, 17.09.2015: Gehen die Südseeinseln wirklich wegen des Klimawandels unter, Teil 1 Die Malediven

[7] www.klimaretter.info/…/20912-marshall-inseln-ratifizieren-klimavertrag

23.03.2016 – Die Marshall-Inseln haben als drittes Land der Welt das Klimaabkommen ratifiziert, das vergangenen Dezember in Paris beschlossen worden 

www.klimaretter.info/politik/…/20988-malediven-ratifizieren-klimavertr
06.04.2016 – Das Parlament der Malediven hat Medienberichten zufolge das Pariser Klimaabkommen ratifiziert, das im Dezember von der Weltgemeinschaft …

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Ganz schön clever. Anstatt den Ursachen des irdischen Klimawandels auf der Erde nachzugehen, beschreiten findige Wissenschaftler nun ganz neue, kreative Wege. Sie wollen den Klimawandel jetzt auch auf unseren Nachbarplaneten erforschen. Dabei werden natürlich keine Kosten gescheut. Das Netzpiloten Magazin meldete am 18. April 2016:

Die Erkundung des Mars im Kampf gegen den Klimawandel auf der Erde

Weiterlesen auf Netzpiloten Magazin

Dabei ist hoffen, dass nach Abschluss der planetaren Arbeiten dann vielleicht doch auch das Zentrum unseres Planetensystems näher unter die Lupe genommen wird. It’s the Sun, Stupid!

 

Neue Studie: Steigender CO2 Gehalt wird Wassereffizienz von Weizen bis 2080 um mehr als ein Viertel erhöhen

Am 16. April 2016 brachte das Klimaretter-Blog einen verspäteten Aprilscherz:

Klimawandel: “97-Prozent-Studie” bestätigt
Was in der Wissenschafts-Gemeinde seit Jahren Konsens ist, aber in der Öffentlichkeit von Zeit zu Zeit angezweifelt wird, hat eine neue Metastudie untermauert: Der Klimawandel wird nach übereinstimmender Ansicht der Wissenschaft vor allem durch menschliche Tätigkeit verursacht.

Der Begriff “97-Prozent” ist mittlerweile zum wahren Scherzwort geworden. Ob die Klimaretter dies wissen? Daher war es schwer, bei der Lektüre des Blogartikels ein Schmunzeln zu unterdrücken. Die Originalstudie sagt nämlich etwas gänzlich anderes aus, als vom Klimaretter behauptet. 97% der Befragten halten einen wie auch immer gearteteten anthropogenen Einfluss auf das Klima für möglich. Das hört sich doch gleich ganz anders an als die falsche Klimaretter-Version “vor allem durch menschliche Tätigkeit“.

Das neue (2016) Aktivistenpaper hat den lustigen Titel:

Consensus on consensus: a synthesis of consensus estimates on human-caused global warming

Der ehemalige IPCC-Leitautor Richard Tol hatte bereits im Originalpaper schwerwiegende Fehler in er Studie gefunden und 2014 in einem Kommentar benannt. Es dauerte nicht lang, da entzauberte Tol auch die Neuauflage der 97-Prozent-Saga. In seinem Blog betitelte er seinen Artikel vom 20. April 2016 treffend:

Nonsensus on nonsensus

Eine Woche zuvor hatte Tol bereits diesen Beitrag im Blog gebracht:

Misrepresentation and the consensus

Im Prinzip ein unsinniges Thema (“Nonsensus”), mit dem wir nicht unsere Zeit verschwenden sollten. Vielen Dank an Richard Tol, der trotzdem gegen diesen Murks vorgeht. Weitere Hintergrundinformationen auch in Uli Webers Beitrag “Das siebenundneunzig Prozent-Problem: Welcher Konsens?“.

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Unschöner Filz: Die Weltwoche berichtete am 13. April 2016 in der Rubrik “Personen-Kontrolle” über eine fragwürdige Verflechtung der Schweizer Klimaalarmisten-Szene mit der Versicherungswirtschaft:

Am Swiss Global Change Day, den die Schweizer Klimaforscher am Dienstag in Bern feierten, trat auch David Bresch als Referent auf: Der Chefexperte von Swiss Re sitzt für seinen Konzern in den Gremien zur Klimapolitik und lehrt jetzt auch als Professor an der ETH – an seinen Interessenkonflikten stört sich niemand. Der Klimagemeinde hatte David Bresch allerdings wenig Erfreuliches zu verkünden. Er wollte in einer Studie zeigen, wie sich das Kreditrisiko von Staaten aufgrund des Klimawandels erhöht, um sie zum Handeln zu bewegen. Er kam aber zum «ziemlich ernüchternden Befund», dass das Risiko von volkswirtschaftlichen Schäden aufgrund von Naturkatastrophen, das heute in wenigen Ländern erheblich ist, bis ins Jahr 2050 nur unwesentlich zunimmt. Hauptsache, Swiss Re schrieb in den letzten Jahren üppige Gewinne, weil die Naturkatastrophen, vor denen die Rückversicherung warnte und für die sie kräftig an ihren Prämien schraubte, nicht eintraten.

Passend zum Thema der folgende Beitrag von Larry Bell am 17. April 2016 auf EIKE:

Alarmistische Meeresspiegel-Daten lassen Kosten für Versicherung gegen Überschwemmungen steigen
Die Federal Emergency Management Agency FEMA in den USA, welche Landeigentümern in Hochrisikogebieten unrealistisch billige Versicherungen gegen Überschwemmungen anbietet, erlebt gerade eine hausgemachte Katastrophe – nämlich ein Bilanzdefizit, dass 24 Milliarden Dollar ,unter Wasser’ liegt. Die geplante Rettungsaktion sieht vor, die potentiellen Überschwemmungsgebiete aufgrund hypothetischer Projektionen des Meeresspiegel-Anstiegs neu zu kartieren. Damit sollen die Prämien steigen – und nicht das Bauen in für Überschwemmungen anfälligen Gebieten bestraft werden.

Weiterlesen auf EIKE

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Kommen wir nun zur allseits geschätzten Rubrik ‘Neue Forschungsergebnisse, die Sie in keiner deutschsprachigen Zeitung lesen können’. Am 18. April 2016 berichtete das Earth Institute at Columbia University in einer Pressmitteilung, wie der steigende CO2-Gehalt der Atmosphäre das Pflanzenwachstum anfacht und negative Effekte durch erhöhte Temperaturen ausgleicht:

Could Global Warming’s Top Culprit Help Crops?
Study Looks at How Carbon Dioxide Might Cut Effects of Rising Heat

A new study tries to disentangle the complex question of whether rising amounts of carbon dioxide in the air might in some cases help crops. It suggests that while greater warmth will reduce yields of some, higher carbon dioxide could help mitigate the effects in some regions, unless other complications of global warming interfere. (weiterlesen …)

Einige Alpengletscher wachsen wieder. Und früher sind sie auch schon mal geschmolzen.

Die Webplattform nachrichten.at hatte am 15. April 2016 zur Abwechslung einmal Gutes vom Klimawandel zu berichten:

Ein kleiner Gletscher, der dem Klimawandel trotzt
KLAGENFURT. Das Eiskar in den Karnischen Alpen ist seit 2007 um fast sieben Meter gewachsen – Alle anderen Eisfelder gehen deutlich zurück. [...] “Nach den sehr trockenen 1980er- und 1990er-Jahren hat in den Karnischen Alpen eine langsame Trendwende mit viel Schnee im Winter eingesetzt”, sagt [Gerhard] Hohenwarter [von der ZAMG Kärnten]. So habe man im Juni 2015 am Eiskar nicht weniger als 18 Meter Schnee gemessen. Der taue im Sommer nicht ab: “Deshalb kann sich eine schützende Schneeschicht bilden, und der Gletscher wächst.”

Weiterlesen auf nachrichten.at

Das erinnert ein wenig an das von den Römern umzingelte gallische Dorf. Eine interessante Sonderentwicklung? Nicht ganz. Der Standard hatte ein Jahr zuvor, am 15. Mai 2015, ebenfalls Gletscherzuwachs zu vermelden:

Für die Sonnblick-Gletscher war es ein guter Winter
ZAMG meldet Zunahme der Eismasse Wien
Österreichs Gletscher haben im vergangenen Winter offenbar überdurchschnittlich viel Masse zugelegt. Zumindest die im Bereich des Hohen Sonnblicks von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) vermessenen Gletscher gehen heuer mit einer um fünf Prozent größeren Masse in das Sommerhalbjahr als im Mittel der vergangenen Jahre, teilte die ZAMG mit.

Weiterlesen im Standard

Kurz zuvor (8.4.2015) hatte sogar die FAZ Ähnliches berichtet:

Erholungspause für die Eisriesen Österreichs
Die Gletscher in Österreich schmelzen weiter. 2014 war der Rückgang aber geringer als in den Jahren davor. Einige Eisriesen konnten sogar etwas zulegen.
2014 war in Österreich – wie auch global – im Durchschnitt das wärmste Jahr, seit Temperaturen aufgezeichnet werden, doch für die alpinen Gletscher gab es eine Erholungspause von den Rekordschmelzen vergangener Jahre. Das geht aus dem diese Woche vorgestellten Gletscherbericht 2013/14 des österreichischen Alpenvereins hervor. Zwar gingen die meisten der österreichischen Gletscher weiter zurück, jedoch nicht in so großem Ausmaß wie zuvor, und es gab (wie schon 2013) wieder einige Eisriesen, die etwas zulegen konnten.

Weiterlesen in der FAZ.

In den meisten Artikeln zu den Alpengletschern bleibt zudem leider unerwähnt, dass das Schmelzen im Prinzip nichts Neues ist. Vor 1000 Jahren, zur Zeit der Mittelalterlichen Wärmeperiode, schmolzen die Gletscher in ähnlicher Weise dahin. Im Rahmen unseres Kartierprojektes zur Mittelalterlichen Wärmeperiode (MWP) haben wir uns mittlerweile von der Iberischen Halbinsel nach Frankreich und Italien vorgearbeitet. In den entsprechenden Alpensegmenten ist die MWP deutlich ausgeprägt. Die roten Punkte in den Französischen Alpen auf der untenstehenden Karte zeigen eine deutliche MWP-Erwärmung mit Gletscherschrumpfen an.

Abbildung 1: Fallstudien zur Klimasituation in der Mittelalterlichen Wärmeperiode. Rot=warme MWP, gelb=trocken, grün=feucht, grau=unklar oder ohne Trend. Zur interaktiven Online-Karte geht es hier.

 

Beispiel Le Roy et al. 2015 mit einer Studie zum Mont Blanc Massif, veröffentlicht in den Quaternary Science Reviews. Die Forscher datierten vom Eis überfahrene Baumstümpfe und fanden eine auffällige Altershäufung zwischen 800-1200 n.Chr.. Zu dieser Zeit muss also die untersuchte Fläche eisfrei gewesen sein. Später weiteten sich die Gletscher aus, töteten den Wald ab und konservierten die Baumreste. Hier die Highlights und Kurzfassung der Arbeit, die zudem weitere Gletscherschmelz- und Wachstumszyklen aus den letzten 4000 Jahren beschreibt:

Highlights

  • A new dendrochronologically-based Neoglacial glacier record for the European Alps.
  • At least ten advances of Mer de Glace occurred during the last 3600 years.

  • Near-Neoglacial maxima occurred in the 7th, 12th and 13th centuries AD.

  • First LIA/Neoglacial maximum occurred in the 14th century AD.

  • We review evidence for Neoglacial glacier advances in the Alps.

 

Calendar-dated glacier variations in the western European Alps during the Neoglacial: the Mer de Glace record, Mont Blanc massif
Holocene glacier records from the western European Alps are still sparse, although a number of sites are well suited to constraining pre- and early- Little Ice Age (LIA) glacier advances. The present study provides the first dendrochronologically-based and calendar-dated Neoglacial glacier chronology for the Mont Blanc massif, French Alps. It is based on the analysis of over 240 glacially buried Pinus cembra subfossil logs and wood remains found either embedded-in-till or as detrital material in the Mer de Glace right lateral moraine. Only a few of the samples were found to be ‘formally in situ’ but we show that some logs were ‘virtually in situ’ (not rooted but showing little or no evidence of reworking) and could be used to accurately reconstruct past glacier margin behavior in space and time. Uncertainties regarding the other samples may relate to original growth location and/or to outer wood decay. The resulting dates (followed by a ‘+’) were therefore considered maximum-limiting ages for glacier advances. The main burial events – interpreted as glacier advances – occurred between ca 1655+ and 1544+ BC, between ca 1230+ and 1105+ BC, between ca 1013+ and 962+/937+ BC, at ca 802–777 BC, after 608+ BC, between 312 and 337 AD, between ca 485+ AD and 606+ AD, between 1120 and 1178 AD, between ca 1248 and 1278+/1296 AD, and after 1352+ AD. These advances predate the late LIA maxima known from historical sources. The magnitude of the advances gradually increased to culminate in three near-Neoglacial maxima during the 7th, 12th and 13th centuries AD, followed by a first LIA/Neoglacial maximum in the second half of the 14th century AD. The pattern of Neoglacial events described here is coherent with Central and Eastern Alpine glacier chronologies. This indicates marked synchronicity of late Holocene glacier variability and forcing at a regional scale, although occasional differences could be detected between ‘Western’ and ‘Eastern’ records. The Mer de Glace record also confirms the link between the timing of sediment erosion in a high-elevation glaciated Alpine catchment and subsequent deposition in the sub-alpine Lake Bourget.

Bei dieser Gelegenheit möchten wir uns herzlich bei Uli Weber und M.B. für weitere Spenden zum MWP-Kartierprojekt  bedanken. Die Datenerfassung wird sich nun im Mittelmeergebiet ostwärts nach Griechenland, Türkei und den Mittleren Osten weiterbewegen. Angedacht ist eine erste Synthese zur MWP in Afrika und benachbarten Randgebieten, die bei einem Fachjournal eingereicht werden soll. Allen Förderern des Projektes ein großes Dankeschön.

Bleiben wir noch kurz in den Alpen und springen in die Schweiz. Ein Team um Lukas Glur veröffentlichte 2015 in The Holocene eine Studie zur Gletscherentwicklung in den Schweizer Zentralalpen. Auch hier schrumpften die Gletscher während der Mittelalterlichen Wärmeperiode dramatisch. Die Forscher fanden zudem eine Reihe von Gletschervorschubsphasen während der letzten 2000 Jahre, die oftmals mit solaren Schwächeperioden zusammenfielen. Hier die Haupt-Abbildung aus der Arbeit (graue markierte Zeiten markieren Gletschervorschübe):

Abbildung 2: Gletscherentwicklung in den Schweizer Zentralalpen während der letzten 2000 Jahre. Grau-markierte Zeiten (Ausschlag der blauen Kurve ‘MAR Trüebsee’ nach oben) entsprechend Kaltepisoden mit Gletschervorschub. Quelle: Glur et al. 2015.

 

Die klimatisch bewegte Gletscherentwicklung der Alpen wurde auch von einem Team um Irene Schimmelpfennig 2012 in Geology beschrieben. Phys.org berichtete damals über die Arbeit:

Cold spell gripped Europe 3,000 years before ‘Little Ice Age,’ says study
Human civilization arose during the relatively balmy climate of the last 10,000 years. Even so, evidence is accumulating that at least two cold spells gripped the northern hemisphere during this time, and that the cooling may have coincided with drought in the tropics. Emerging research on climate during this Holocene period suggests that temperature swings were more common than previously thought, and that climate changes happened on a broad, hemispheric scale.

In a new study in Geology, Irene Schimmelpfennig, a postdoctoral researcher at Columbia University’s Lamont-Doherty Earth Observatory, and her colleagues find that one glacier in the Western Alps was bigger than today during at least two periods in the last 10,000 years—during the well-documented Little Ice Age between 1300 AD and 1850 AD, and at an earlier time, from 3,800 to 3,200 years ago.

Between 2006 and 2010, Schimmelpfennig and colleagues traveled to Switzerland’s Tsidjiore Nouve Glacier to collect rocks dragged downhill by past advancing glaciers. As temperatures warmed and the ice retreated, the ridges of rock or sediment, or moraines, left behind were bombarded by cosmic rays.

Weiterlesen auf Phys.org.

Im August 2015 wurde dann der Fund eines Baumes aus der mittelholozänen Wärmeperiode bekannt, als das Eis noch viel weiter zurückwich als heute bzw. in der Mittelalterlichen Wärmeperiode. Der ORF Kärnten berichtete am 25. Juni 2015:

Pasterze gibt 6.000 Jahre alten Baum frei
Die Pasterze am Fuße des Großglockners hat eine Zirbe freigegeben, die auf ein Alter von 6.000 Jahre datiert wurde. Ende Juni wurden die beiden Baumteile mit dem Hubschrauber vom Gletscher geholt, unterstützt von Experten der Uni Graz. [...] Im Jahr 1990 entdeckte der Gletscherforscher Heinz Slupetzky zwei Holzstammreste. Dieser „Pasterzenbaum“ wuchs vor mehr als 9.000 Jahren und ist eine ungefähr 300 Jahre alte Zirbe. Die rasch zurückschmelzende Gletscherzunge gibt in den letzten zehn Jahren verstärkt Holzfragmente und Torfstücke frei. All diese Funde belegen, dass in den Bereichen, wo es heute nur Eis, Schutt, Sand und Wasser gib, vor 9.000 und auch zwischen 7.000 und 3.500 Jahren alte, teilweise hochstämmige Zirben wuchsen. [...] Entdeckt wurde der nun geborgene Zirbenstamm schon im September 2014 von zwei Mitarbeitern der Grossglockner Bergbahnen/Gletscherbahn. Erste Analysen durch Andreas Kellerer-Pirklbauer (Uni Graz) und Kurt Nicolussi (Uni Innsbruck) ergaben ein Alter von circa 6.000 Jahren.

Ganzen Artikel beim ORF Kärnten lesen.

Interessant auch Alex Reichmuths Artikel in der Weltwoche vom 26. August 2015:

Gletschersterben: Schmilzt das Eis, warten blühende Landschaften
Steigen die Temperaturen in diesen Tagen über dreissig Grad, wird auch das Lamento über den Rückzug des «ewigen Eises» wieder einsetzen. Unzählige Medienbeiträge beklagen das «Gletschersterben» – gerade so, als wären die Eiszungen Persönlichkeiten.

«Die Gletscher in Grindelwald leiden derzeit täglich», titelte SRF. Stets folgen düstere Mahnungen von «Fachleuten», endlich dem Klimawandel Einhalt zu gebieten.

Welch ein Unsinn!

Seit Jahrtausenden stösst die Gletscherbedeckung vor oder zieht sich ­zurück. Noch bis ins 19. Jahrhundert beteten Bergbewohner zu Gott, er möge die Gletscher stoppen. Ihre Sorgen waren berechtigt, überfuhren doch wachsende Eiszungen regelmäs­sig wertvolles Weideland oder machten ganze Siedlungen platt. Schmelzende Gletscher aber bedrohen nichts und niemanden. Selbstverständlich verändern sich, übers Jahr gesehen, die Pegelstände von Bächen und Flüssen, wenn in höheren Regionen Eismassen verschwinden. Das kann heissen, dass die Wasserversorgung in landwirtschaftlichen Gebieten angepasst werden muss oder dass die Bedingungen für die Gewinnung von Energie wechseln. Doch es bleiben Jahrzehnte für entsprechende Veränderungen.

Wären fehlende Gletscher eine Bedrohung, wie es ständig suggeriert wird, müssten in Regionen ohne Eis Notstände herrschen – schon seit Jahrhunderten. Aber die Teile der Alpen, in denen schon heute Gletscher fehlen, sind weder verödet, noch leiden deren Bewohner Durst.

Weiterlesen in der Weltwoche.

Angesichts der überdeutlichen Zeichen aus der Gletschergeschichte erscheint ein fast zeitgleich erschienener Beitrag des SRF plump alarmistisch:

Jetzt schmelzen die Gletscher im Höllentempo
Noch nie schmolzen die Gletscher rascher als in den ersten zehn Jahren des 21. Jahrhunderts. Der Welt-Gletscher-Beobachtungsdienst an der Universität Zürich kommt zu dramatischen Ergebnissen: Bei gleichbleibendem Klimawandel werden bis Ende des Jahrhunderts 90 Prozent des Eises verschwunden sein.

Der Tonfall (Jetzt! Höllentempo!) macht sofort klar, hier kann kein normaler natürlicher Zyklus am Werke sein – oh nein, der Allmächtige behüte uns vor solch ketzerischen Wahngespinsten – sondern nur der postmoderne Höllenfürst himself, d.h. Ober-Diabolus CO2, muss hier seine teuflische Regie führen… Wie so oft in der Klimadiskussion stellt sich die Frage, ob man lachen oder weinen soll. “Höllentempo” und “Welt-Gletscher-Beobachtungsdienst” erinnern eher an Momo und die Grauen Herren als an wissenschaftlichen Diskussionstil.

 

Ist der Klimawandel Schuld an den Balkan-Überschwemmungen 2014? PIK ignoriert natürliche Variabilität der Extremniederschläge

Die Deutsche Meteorologische Gesellschaft (DMG) gab 2015 ein umstrittenes Positionspapier heraus. DMG-Mitglied Walter Fett reichte hierzu einen Leserbrief ein, der jetzt in den Mitteilungen DMG 01 / 2016 auf Seite 24 dankenswerterweise abgedruckt wurde. Walter Fett geht darin insbesondere auf den Erwärmungshiatus seit 1998 ein und kritisiert die mediale Überinterpretation einzelner Hitzespitzen des seit 17 Jahren anhaltenden Erwärmungsplateaus.

Das Autorenteam des DMG-Statements 2015 ließ sich die Gelegenheit natürlich nicht nehmen und druckte auf der nachfolgenden Seite 25 eine Replique ab. Dabei wird eingeräumt, dass die Erwärmung nicht gleichmäßig abläuft. Jedoch wird gleichzeitig versäumt zu erwähnen, dass die mittlere Erwärmungsrate sich entsprechend halbiert, wenn sich die Erwärmungsschübe mit Hiaten bzw. Phasen leichter Abkühlung abwechseln. Die DMG-Autoren verweisen auf die fortgesetzte Erwärmung der oberen Ozeanschichten, ignoriert jedoch die Ozeanzyklen, die 1977-1998 vermutlich den Ozeanen Wärme entzogen hat und die atmosphärische Erwärmung damit verstärkte. Die DMG-Autoren ‘schmunzeln’ über Walter Fetts Statistik, was ziemlich arogant wirkt, insbesondere weil Fett wichtige Punkte anspricht. Am besten, Sie lesen sich die beiden Briefe einmal selber durch und entscheiden dann selbst, ob – und über wen – sie schmunzeln. Das pdf ist hier.

Immerhin hat die DMG den Leserbrief abgedruckt, wofür man dankbar sein sollte. Anlässlich einer Tagung traf Walter Fett einige der Autoren des DMG-Positionspapiers und freute sich über eine unerwartet freundliche Begegnung. Überrascht zeigte sich Fett auch über die offenbar geringe Beteiligung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) an der Veranstaltung:

Die – dreijährig stattfindende – DMG-Tagung 2016, dieses Mal in Berlin, umfaßte eine dreistellige Zahl an Teilnehmern wie auch an Ausstellungspostern. Im DACH-Gebiet sind die drei Wetterdienste wohl die personalstärksten, jedoch nur aufgrund ihrer “Dienstleister”. Als Institut ist dagegen das PIK in Potsdam mit seinen Hunderten an Mitarbeitern gewiß das größte auf dem Gebiet der atmosphärischen Forschung. Da verwundert es schon, daß es auf dieser führenden Tagung lediglich mit nur einem einzigen Mitarbeiter (12 min Vortrag plus 1 Poster, also jeweils < 1% Anteil!) auf sich aufmerksam machte! Auch von deren leitenden Personen habe ich keinen bemerken können; es hat sich – so weit ich weiß – jedenfalls keiner öffentlich zu erkennen gegeben. Zeichen des Eingeständnis der eigenen Unbedeutendheit? Oder Arroganz? So weit ist doch Potsdam von Berlin-Dahlem auch nicht entfernt (zumindest äußerlich)!?

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Keines der Klimamodelle hat den angesprochenen Erwärmungshiatus kommen sehen. Die prognostizierten Temperaturen schießen meilenweit über das Ziel hinaus. Das gefällt den Aktivisten natürlich gar nicht. Sie tricksen daher bei den Graphiken was das Zeug hält. Judith Curry diskutiert in ihrem Blog einen solchen Versuch von Gavin Schmidt, Klimaaktivist und seines Zeichens Direktor des NASA-GISS-Instituts in New York.

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Vor zwei Jahren (2014) gab es auf dem Balkan heftige Überschwemmungen. Das PIK gab nun eine Pressemitteilung heraus und erklärte, solche Extremregenfälle hätten in ihrer Intensität seit 1950 spürbar zugenommen:

Rekord-Fluten im Balkan hängen mit Störung riesiger Luftströme zusammen
Die verheerenden Fluten im Balkan vor zwei Jahren hängen wahrscheinlich mit der zeitweisen Verlangsamung riesiger Luftströme in der Atmosphäre zusammen, wie Wissenschaftler jetzt herausfanden. Diese umkreisen den Erdball in Form gigantischer Wellen, die zwischen Äquator und Nordpol auf und ab schwingen und sich dabei normalerweise ostwärts bewegen. Vor zwei Jahren aber stockte ihre Vorwärtsbewegung für mehrere Tage – zugleich setzte sich ein Wettersystem über Bosnien, Herzegovina, Serbien und Kroatien fest, aus dem sich Rekordmengen von Regen ergossen. Die Studie der Wissenschaftler bringt neue Belege, dass die so genannte Resonanz planetarer Wellen ein Schlüsselmechanismus für Wetterextreme im Sommer ist. Zudem zeigen die Forscher, dass extreme Regenfälle im Balkan stark zugenommen haben. Dies übertrifft sogar noch die weltweit beobachtete Zunahme.

Eine Kleinigkeit bleibt in diesem Eingangsabsatz unerwähnt. Der statistische Beobachtungszeitraum ist nämlich ziemlich mager und reicht schlappe 65 Jahre zurück. In der Mitte der Meldung wird man da etwas präziser:

Während die durchschnittlichen Tagesniederschläge im Balkan seit 1950 nur wenig zugenommen haben, wuchs die Intensität der stärksten Regenfälle um ein Drittel, so ermittelten die Forscher. Im Mai 2014 waren die Niederschläge örtlich heftiger als jemals zuvor in dem untersuchten Zeitraum. Die Häufigkeit solch seltener und potenziell verheerender Extreme hat sich im Balkan in den vergangenen 60 Jahren verdoppelt. „Das ist beunruhigend, um so mehr weil wir eine Zunahme extremer Regenfälle an vielen Orten der Erde beobachten“, sagt Ko-Autor und PIK-Projektleiter Dim Coumou. „Die Veränderungen über dem Balkan sind erheblich größer als das, was aufgrund der einfachen Erwärmung der Luft zu erwarten wäre.“ In der Region wurde es seit Mitte des vergangenen Jahrhunderts rund ein Grad wärmer; wärmere Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen und lässt pro Grad Erwärmung die maximal mögliche Regenmenge um 7 Prozent zunehmen. „Die beobachteten Veränderungen der Regenfälle im Balkan sind aber etwa fünfmal so stark – es müssen also andere Faktoren ins Spiel gekommen sein.“

Am Ende der Pressemitteilung greift das PIK nochmal in die psychologische Trickkiste. Der unvermeidliche Stefan Rahmstorf spielt auf der Emotionsklaviatur und sorgt sich um den Fortbestand der Menschheit:

„Unsere Ergebnisse liefern weitere Belege dafür, dass die planetaren Wellen Wetterextreme auslösen können“, sagt Ko-Autor Stefan Rahmstorf, Leiter des PIK-Forschungsbereichs Erdsystemanalyse. „Wenn diese Wellen sich durch Resonanz aufschaukeln, kann dies ernste Folgen für die Menschen haben. Ich mache mir Sorgen, dass der laufende Klimawandel günstigere Bedingungen für diese Art von Resonanzereignissen schafft.“

Tja, und wir machen uns Sorgen, dass hier auf Basis viel zu kurzer Zeitreihen Klimapanik erzeugt wird. Der Blick in die Literatur dokumentiert die enorme natürliche Variabilität des Klimas im Mittelmerrraum während der letzten Jahrhunderte und Jahrtausende. Dies gilt insbesondere für Extremniederschläge und Überflutungen. Erst im Juni 2015 erschien hierzu in CATENA eine wichtige Arbeit eines Teams um Gerado Benito vom Naturkundemuseum in Madrid. Die wissenschaftliche Realität: Es gab immer wieder Perioden mit erhöhten Extremniederschlägen. Besonders lange Phasen ereigneten sich im Mittelmeerraum 7400–7150, 4800–4600, 4100–3700, 3300–3200, 2850–2750, 2300–2100, 1700–1600, 1500–1400, 950–800, ca. 300, 200–100 Jahre vor heute. Da erscheint die anthropogene Erklärung des PIK-Kurzzeitrends schon fast lächerlich. Im Folgenden die Kurzfassung der Arbeit des Benito-Teams, welche von den PIK-Kollegen natürlich nicht zitiert wurde:

Holocene flooding and climate change in the Mediterranean
Mediterranean fluvial hydrology is characterised by decadal-to-multi-centennial length wet and dry episodes with abrupt transitions related to changes in atmospheric circulation. Since the mid-1990s site-based flood chronologies from slackwater deposits in bedrock rivers and regionally aggregated flood histories from alluvial deposits have developed increasingly higher resolution chronological frameworks, although regional coverage is still uneven. This paper analyses the spatial and temporal distribution of extreme Holocene hydrological events recorded in fluvial stratigraphy in the Iberian Peninsula (Spain and Portugal), southern France, southern Italy, Northern Africa (Morocco and Tunisia) and eastern Mediterranean (Greece, Crete, Turkey, Cyprus and Israel). This study constitutes the most comprehensive investigation of Holocene river flooding ever undertaken in the Mediterranean and is based on the analysis of 515 14C and 53 OSL dates. It reveals that flood periods in different regions cluster into distinct time intervals, although region-wide flooding episodes can be identified at 7400–7150, 4800–4600, 4100–3700, 3300–3200, 2850–2750, 2300–2100, 1700–1600, 1500–1400, 950–800, ca. 300, 200–100 cal. BP. Periods with more frequent floods in the western Iberian region coincide with transitions to cool and wetter conditions and persistent negative NAO mode. In Northern Africa increased flood frequency coincides with periods of generally drier climate, while in the eastern Mediterranean there is a higher incidence of extreme flood events under wetter conditions. Our meta-data analysis identifies an out-of-phase pattern of extreme events across the Mediterranean over multi-centennial timescales, which is particularly evident between the western Iberian and eastern Mediterranean regions. This centennial-to-multi-centennial see-saw pattern in flooding indicates that bipolar hydroclimatic conditions existed in the Mediterranean during the Holocene.

Auch Marcel Severijnen hat sich vor einiger Zeit im Klimaatblog mit dem Thema Balkan-Überschwemmungen beschäftigt. Dabei wertete er Daten ab 1935 für Belgrad aus und fand keine größeren Trends:

 

 

 

Zum Schieflachen: Klimaalarmistischer Diskussionsleitfaden “Ungewissheit gekonnt vermitteln”

Mit etlichen Jahren Verspätung hält nun das Elektroauto verstärkt Einzug. Nahezu lautlos gleiten die schick designten Schlitten durch die Gegend. In Norwegen sind die Elektrokutschen sogar zum Teil billiger als Benziner, dank großzügiger Förderung durch den Staat. Nord- und Westeuropa sowie die USA sind von einem Netz von Supercharger-Aufladestationen überzogen, wo man seinen Wagen während einer kurzen Imbisspause wieder aufladen kann. Ereilt die Benziner-Kutsche schon bald das gleiche Schicksal wie die Pferde-Kutsche vor 100 Jahren? Wikipedia beschreibt den historischen Wandel des Personenkraftverkehrs:

Mit dem 20. Jahrhundert lösten motorisierte Wagen in nahezu allen Bereichen die von Zugtieren gezogenen Fuhrwerke mehr und mehr ab. In der Geschichte des Automobils gab es mehrfach einen technischen Wandel. So wurden im Jahr 1900 in den Vereinigten Staaten 40 Prozent der Automobile mit Dampf betrieben, 38 Prozent elektrisch, und nur 22 Prozent fuhren mit Benzin. Mitte des 20. Jahrhunderts fuhren weltweit praktisch alle Autos mit einem Verbrennungskraftstoff. Anfang des 21. Jahrhunderts spielen elektrische Antriebe wieder eine zunehmende Rolle.

Back to the roots? Die große Frage ist jedoch, wie ‘sauber’ der Strom aus der Steckdose wirklich ist. Noch immer gibt es keine effektive Speichermöglichkeiten für Strom. An sonnigen Starkwindtagen wird ein Großteil des erzeugbaren Stroms mangels Speicher verschenkt. Autos fahren jedoch auch an Flautetagen und nachts. Dann kommt der Strom aus Kohlekraftwerken, die mehr CO2 ausstoßen als bei Verwendung von Benzin und Diesel. Wie sieht die CO2-Bilanz wirklich aus? Ein gutes Beispiel kommt aus Hong Kong, wo der vermehrte Einsatz von Elektrofahrzeugen einen Anstieg der CO2-Emissionen zur Folge hat. Bloomberg berichtete am 14. April 2016:

Teslas May Be Making Hong Kong’s Pollution Worse
Electric vehicles in Hong Kong may indirectly be the cause of almost 20 percent more carbon dioxide emissions than gasoline-fueled motors, undermining the city’s efforts to get ‘green’ cars on the road, according to Sanford C. Bernstein. That’s because Hong Kong relies on coal for more than half its power generation, according to Neil Beveridge, a Hong Kong-based analyst at Bernstein. The city should focus on shifting its power mix toward natural gas and renewables first before encouraging the use of electric vehicles through incentives like tax breaks, he said. “Electric vehicles only make sense in countries where the carbon intensity of electricity generation is low,” Beveridge wrote in a report published Wednesday. “In Hong Kong, and more broadly China, electric vehicles are increasing rather than reducing pollution, with taxpayers effectively being asked to subsidize this.”

Weiterlesen bei Bloomberg

Auch in Singapur gibt es Probleme, auf die Die Welt am 14. März 2016 hinwies:

Strafzahlung: Warum ein Tesla in Singapur als Dreckschleuder gilt
10.000 Euro – Zuschüsse in dieser Höhe sind in manchen Ländern beim E-Autokauf üblich. In Singapur musste der Käufer eines Tesla jedoch einen Import-Aufschlag in dieser Höhe zahlen. Warum bloß? [...] Stammt der Strom aus regenerativer Erzeugung, wirkt sich das positiv auf die CO2-Bilanz aus. Je mehr die Elektrizität jedoch aus fossilen Brennstoffen gewonnen wird, desto weniger öko sind Elektroautos. Für Mr. Nguyens Tesla hat Singapurs Verkehrsbehörde LTA (Land Transport Authority) dem Zeitungsbericht zufolge einen Verbrauch von 444 Wattstunden je gefahrenem Kilometer ermittelt. Sie beruft sich dabei auf einen Standard der Wirtschaftskommission für Europa der Vereinten Nationen (ENEC). Darauf basierend, sei Nguyens Tesla für eine CO2-Emission von 222 g/km verantwortlich, der Hersteller geht dagegen von 90 g/km aus.

Ganzen Artikel in der Welt lesen.

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Heute möchte sich kaum noch ein Klimaalarmist an die Jugendsünden seiner Branche erinnern. Die Mann’sche Hockeystick-Kurve behauptete eine vollkommen ereignislose vorindustrielle Klimageschichte – eine schlimme Fehlinterpretation, wie man heute weiß. Zudem versuchte man lange, die Kritiker mit dem Slogan “The Science is settled” pauschal mundtot zu machen. Auch dies stellte sich als grob falsch heraus. Im letzten IPCC-Bericht wird sogar explizit eingeräumt, dass die gängigen Klimamodelle die heute empirisch gut belegte Mittelalterliche Wärmeperiode nicht reproduzieren können. Superpeinlich. Aber Konsequenzen hatte es auch nicht. Die Klimamodelle wurden ohne Führerschein fahrend stark alkoholisiert auf der Autobahn erwischt. Die Klimapolizei scheint es jedoch nicht zu kratzen. Sie lässt den Klimaflitzer einfach weiterfahren, als wäre nichts gewesen. Unglaublich aber wahr.

Nun ist guter Rat natürlich teuer. Angesichts der kippenden wissenschaftlichen Faktenlage sehen sich die Klima-Lobbyisten immer stärkerer Kritik ausgesetzt. Die Klimaaktivistenplattform SkepticalScience hat nun für seine Anhänger einen Leitfaden zur Diskussion mit Andersdenkenden herausgegegeben, deren Lektüre zum mitleidigen Schmunzeln anregt:

Ungewissheit gekonnt vermitteln
Hatten Sie schon irgendwann einmal Probleme damit, die Unsicherheiten beim Thema Klimawandel zu vermitteln? Sind sie frustriert über die Klima-Zweifler, die diese – in jedem komplexen wissenschaftlichen Gebiet vorkommende – Ungewissheit als Rechtfertigung ausnutzen, um politische Antworten hinauszuzögern? Dann ist “Ungewissheit gekonnt vermitteln” der richtige Ratgeber für Sie.

Nochmals: Dies ist kein Witz. Dies ist die Einleitung einer realen auf SkepticalScience vorgestellten Broschüre, auf die uns Leser Mr.U. dankenswerterweise hinwies. Mitverfasser der Handlungsanweisung ist der Hardcore Aktivist und experimentelle Psychologieprofessor Stephan Lewandowsky. Hier die Zehn – Verzeihung, Zwölf – Gebote der ungewissen Klimadiskussionsgesprächsführung:

1. Steuern Sie die Erwartungen Ihrer Zielgruppe

Soll heißen: Stellen Sie sicher, dass die Diskussionspartner nicht merken, wie wackelig das ganze Klimakatastrophengebäude ist. Am besten wäre es, wenn sie schon bei der bloßen Erwähnung eines heißen Sommertages Klimaalarmkrämpfe bekämen.

2. Beginnen Sie mit dem, was Sie wissen, nicht mit dem, was Sie nicht wissen

Problematisch, denn für die meisten klimaalarmistisch Diskutierenden wäre dann nämlich die Diskussion ziemlich schnell zuende. Testdiskussionen auf der Klimaretter-Webplattform zeigen dies in erschreckender Weise.

3. Stellen Sie den wissenschaftlichen Konsens deutlich heraus

Oder andersherum: Vermeiden Sie es tunlichst, die vielen Diskrepanzen und Probleme des klimaalarmistischen Konzepts zu erwähnen. Versuchen Sie Ihre Gesprächspartner vom Elefanten im Raum abzulenken. 

4. Verlagern Sie den Schwerpunkt von “Ungewissheit” zu “Risiko”’

Erstellen Sie ein totgefährliches Alarmszenario, das die gesamte Erde auslöscht, auch wenn das Risiko nur 0,03 Promille beträgt. Für etliche Zeitgenossen ist dies schon genug, ihr Leben vollkommen umzukrempeln. Vermeiden Sie dabei auf jeden Fall, andere nichtklimatische Probleme zu erwähnen, die bereits heute real existieren, also ein 100%-’Risiko’ darstellen. Die dem Klimawandel zugedachten Gelder fehlen der Bekämpfung der aktuellen Missstände. Stichworte sauberes Trinkwasser, Bildung, Diskriminierung, schlechte Staatsführung, Umweltverpestung durch Abrennen von tropischem Regenwald zum Anbau von Palmöl, etc. etc.

5. Machen Sie deutlich, über welche Art von Ungewissheit Sie reden
Eine häufige Strategie derjeniger, die den wissenschaftlichen Konsens ablehnen, ist es, absichtlich Verwirrung zu stiften und verschiedene Arten der Ungewissheit in einen Topf zu werfen. Es ist deshalb entscheidend, dass Sie deutlich machen, über welche Art von Ungewissheit Sie reden – Ursachen, Auswirkungen, Politik oder Lösungen – und die jeweils passende Sprache einzusetzen.

Was ist das für ein Unsinn?

6. Verstehen Sie, was die Meinungen der Leute zum Klimawandel beeinflusst
Die Ungewissheit über den Klimawandel ist bei Personen höher, die bei ihren politischen Werten nach rechts tendieren. Es gibt mittlerweile jedoch eine zunehmende Zahl von Forschungsergebnissen, die Wege aufzeigen, wie über den Klimawandel so berichtet werden kann, ohne dass das konservative Wertesystem bedroht wird, oder das eine Sprache verwendet wird, die bei Personen, die von Werten rechts der Mitte geprägt sind, Anklang findet.

Trick 17

7. Die wichtigste Frage zu Auswirkungen des Klimawandels ist “wann” und nicht “ob”

Falsch. Die wichtigste Frage ist “wieviel”. Welchen Wert hat die CO2-Klimasensibilität?

8. Verwenden Sie Bilder und Geschichten

Eines Tages ging Tante Trixi mit Hund Bello einkaufen. Auf dem Weg zum Kaufmannsladen wurden sie von einer Dürre überrascht. Schuld daran waren all die bösen Nachbarn von Tante Trixi, die mit dem Auto zur Arbeit fuhren und damit das Klima auf dem Gewissen hatten. Daraufhin beschloss sie, Klimaaktivistin zu werden. In unregelmäßigen Abständen stoch sie seither Autoreifen auf, um die Leute vom klimaschädlichen Autofahren abzuhalten. Anlässlich der Weihnachtsfeier erhielt Trixi die Große Klimaauszeichnung am grünen Bande.

9. Heben Sie die “positiven” Seiten der Ungewissheit hervor

Wieso sollte es positiv sein, wenn auf dieser wackeligen Basis weitreichende gesellschaftliche Veränderungen begründet werden?

10. Kommunizieren Sie effektiv über die Auswirkungen des Klimawandels

Dürfte schwierig sein, wenn die wissenschaftlichen Fakten so uneindeutig sind.

11. Führen Sie eine Unterhaltung und kein Streitgespräch
Trotz der überproportionalen Aufmerksamkeit, die “Skeptikern” in den Medien eingeräumt wird, reden oder denken die meisten Menschen vergleichsweise wenig über den Klimawandel nach. Dies bedeutet, dass schon alleine eine Unterhaltung über den Klimawandel – aber kein Streitgespräch oder eine simple Wiederholung eines Slogans – eine wirksame Methode hin zu mehr Engagement sein kann.

Der pure Hohn. Die Medien sind noch immer fest in der Hand der Klimaalarmisten. Meist verwehren sich die Aktivisten sogar einer Diskussion. Ist das wirklich alles, was die Aktivistenseite zu bieten hat? Aufforderung zur “simplen Wiederholung eines Slogans“?

12. Erzählen Sie eine menschliche Geschichte und keine wissenschaftliche

Warum? Weil die Wissenschaft den Klimaalarm nicht mehr deckt. Daher muss jetzt Tante Trixi ran.

 

Es geht auch anders: Drei tolle Klimalesetipps

Haben Sie Interesse an einem spannnenden und ausgewogenem Artikel zur Paläoklimatologie? Sehr empfehlenswert ist der folgende Beitrag von Roland Knauer, der am 5. April 2016 in Spektrum der Wissenschaft erschienen ist:

Polarforschung: Ein Whiskey und der Klimawandel
In den Polargebieten entwickelten Gletscher-Forscher Methoden, mit denen sie im dortigen Eis das Klima-Archiv einiger hunderttausend Jahre entzifferten. Klar ist seither: Kohlendioxid treibt den Klimawandel voran.

Eine Luftblase perlt aus dem Eiswürfel und steigt taumelnd durch den goldfarbenen Whiskey auf. Claude Lorius vom Nationalen Zentrum für wissenschaftliche Forschung (CNRS) in Frankreich hat solche Blasen schon oft beobachtet. An diesem Tag im Jahr 1965 aber kommt die Luft nicht aus irgendeinem Eiswürfel. Nein, die Forscher feiern einen großen Erfolg: Sie haben tief in den Eispanzer gebohrt, der sich mehrere tausend Meter hoch über der Antarktis auftürmt. Dort unten ist das Eis viele tausend Jahre alt, eine genaue Analyse könnte wichtige Informationen über Temperaturen und das Klima jener Zeit liefern. Auf diese erfolgreiche Bohrung stoßen die Forscher an  – natürlich kühlen sie den Whiskey mit Eiswürfeln aus der Tiefe. Ein kleiner Luxus im sonst so rauen Leben in den eisigen Stürmen rund um den Südpol muss auch mal sein.

Weiterlesen auf Spektrum der Wissenschaft

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Wo wir gerade bei den Leseempfehlungen sind. Ebenfalls hochinteressant der folgende Bericht von Tim Staeger, der am 24. März 2016 auf der Wetterseite von tagesschau.de erschien:

Die Regenmacher: Kann man das Wetter beeinflussen?
Das künstliche Auslösen von Niederschlägen wird weltweit seit rund 60 Jahren betrieben, doch wie gut es funktioniert ist nach wie vor umstritten. Die Forschungen hierzu nahmen kurz nach dem 2. Weltkrieg in Labors des US-Militärs ihren Anfang. Als der Kalte Krieg begann, war man auf der Suche nach alternativen Formen der Kriegsführung. Da war die Vorstellung verlockend, den Feind mit Hilfe künstlicher Niederschläge im Schlamm stecken bleiben zu lassen oder ihn mit verheerenden Dürren zu schwächen.

Weiterlesen auf der Wetterseite von tagesschau.de

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Bereits am 11. März 2016 hatte Staeger an gleicher Stelle ein anderes spannendes Thema besprochen:

Abrupte Klimawechsel

Während der letzten Eiszeit war das Klima innerhalb weniger Jahrzehnte extremen Schwankungen unterworfen. Wie kam es dazu?

Im Zuge der Klimaerwärmung ist die mittlere Temperatur auf der Erde innerhalb der letzten 100 Jahre um etwa 1 Grad angestiegen. Doch während der letzten Eiszeit, die vor etwa 10 000 Jahren zu Ende ging, gab es auf der Nordhalbkugel Klimaschwankungen von über 10 Grad innerhalb weniger Jahrzehnte. Diese wurden durch Umstellungen der Meeresströmungen verursacht, welche sehr empfindlich auf Änderungen des Salzgehaltes reagierten.

Die Klimaforscher staunten nicht schlecht, als sie in den 1990iger Jahren die starken Temperaturschwankungen in den Grönländischen Eisbohrkernen entdeckten. Während der letzten Eiszeit, der sog. Würm- oder Weichsel-Kaltzeit, die von etwa 100 000 bis 10 000 Jahren vor heute andauerte, fanden sich über 20 kurzeitige Erwärmungen, die innerhalb weniger Jahrzehnte einsetzten und dann für mehrere Jahrhunderte andauerten. Nach ihren Entdeckern nennt man sie Dansgaard-Oeschger-Ereignisse, kurz DO-events.

Weiterlesen auf tagesschau.de

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Uli Weber, Autor des Buches “Klimahysterie ist keine Lösung“, studierte die drei oben genannten Artikel aufmerksam und fand leider auch hier immer noch Spuren von Klimaalarm.Vermutlich ist diese Alarm-Prise notwendig, um veröffentlicht zu werden. Weber schreibt:

“Die Artikel in Ihren heutigen Lesetipps sind wissenschaftlich wirklich ganz gut geschrieben, aber leider nicht ganz frei von Klimaalarm. Eine Kernaussage von Roland Knauer in Spektrum der Wissenschaft vom 5. April 2016 war CO2-Forcing, Zitat Titel mit Untertitel:

„Polarforschung: Ein Whiskey und der Klimawandel

In den Polargebieten entwickelten Gletscher-Forscher Methoden, mit denen sie im dortigen Eis das Klima-Archiv einiger hunderttausend Jahre entzifferten. Klar ist seither: Kohlendioxid treibt den Klimawandel voran…“

Dieser Beitrag endet dann mit den Sätzen:

„… Die aus dem Whiskey von Claude Lorius aufsteigende Luftblase und die daraus entwickelte Analysemethode von Eisbohrkernen zeigt also eindeutig, dass Kohlendioxid das Klima sehr stark beeinflusst und die moderne Zivilisation mit dem Verbrennen von Öl, Kohle und Erdgas die Temperaturen auf der Erde kräftig in die Höhe treibt. Am Ende des Kinofilms über seine Forschung meint Claude Lorius mit Blick auf den Klimaschutz: ‚Jetzt wissen die Menschen Bescheid – was werden sie tun?‘”

Und im 3. Artikel hatte Staeger am 11. März 2016 auf der Wetterseite von tagesschau.de offenbar implizit einen klimatischen „Kipp-Punkt“ beschrieben:

„… Auch wenn das hier beschriebene dynamische Verhalten für die vergangenen Eiszeiten typisch war, ist nicht auszuschließen, dass bei einem Überschreiten einer noch unbekannten Temperaturschwelle im Zuge der globalen Erwärmung noch unerforschte Prozesse in Gang kommen, die dann innerhalb weniger Jahrzehnte ebenfalls heftige Reaktionen im Klimasystem hervorrufen könnten.“ “

 

Die Sonne im März 2016, ein versiegender El Nino und die berüchtigten „Tipping Points“

Von Frank Bosse und Fritz Vahrenholt

Unser Muttergestirn  war im März  wiederum unternormal aktiv: die festgestellte SSN (SunSpotNumber) betrug 54,9, dies sind nur etwa 2/3 des mittleren Wertes (82,5)  für diesen Zyklusmonat. In der regelmäßigen Graphik an diesem Ort unserer Kolumne sieht dies so aus:

Abb.1: Der Verlauf des aktuellen Zyklus 24 (Solar Cycle: SC)  seit seinem Beginn im Dezember 2008 ( Monat 1) bis zum März 2016 ( Monat 88) in rot, ein mittlerer Zyklus aus den bisherigen Zyklen 1-23 ( blau) und der seit Monat 76 recht ähnliche Zyklus 5 ( schwarz), der von Mai 1789 bis Dezember 1810 festgestellt wurde.

 

Im Vergleich der aufsummierten SSN der Zyklen untereinander fällt der aktuelle SC gegen die meisten anderen weiter zurück:

Abb. 2: Die aufsummierten Anomalien (dies sind die Differenzen zwischen dem mittleren Zyklus, blau in Abb.1,  und den jeweils festgestellten monatlichen SSN- Daten der einzelnen Zyklen) für die bisher systematisch beobachteten Sonnenzyklen seit 1755.

 

So wenig aktiv wie der aktuelle SC 24 waren nur die drei (SC 5,6 und 7) des „Dalton Minimums“( 1790-1830) wobei die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass dessen SC7 im weiteren Verlauf noch unterboten werden wird. Unsere Sonne ist ein sehr „mittelmäßiger“ Stern der Spektralklasse https://de.wikipedia.org/wiki/Spektralklasse   G2 ( ein „Allerweltstyp“ in unserer Galaxis wie auch ein Nachbarstern namens Alpha Centauri A ). Dies ist eine Voraussetzung dafür, dass auf unserer Erde der Evolution genug Zeit verblieb, intelligentes Leben hervorzubringen. Viel aktivere Sterntypen hätten dies sehr wahrscheinlich nicht zugelassen, sie neigen dazu, durch ungleich stärkeren „Sternenwind“ die Atmosphäre eines Planeten recht schnell zu „verblasen“. Schön ist das an einem aktuellen Bild des Weltraumteleskops „Hubble“ zu sehen:

Abb. 3: Der helle bläuliche Stern innerhalb  der „Blase“ aus Staub und Gasen ist sehr aktiv. Er erzeugt durch den Druck seines Sternenwindes die nahezu ideal kugelförmige Gestalt  der etwa 10 Lichtjahre großen „Blase“. In der Umgebung des Sternes wäre ein Planet mit einer Atmosphäre kaum denkbar. Bildquelle: NASA

 

Sind jedoch einzelne Superflares (extrem starke Eruptionen auf der Sternoberfläche) bei der Sonne völlig ausgeschlossen? Eine aktuelle Studie von Forschern um Christoffer Karoff von der Universität Aarhus in Dänemark kommt zu dem Schluss: Nein, so etwas könnte passieren! Es gibt Hinweise darauf, dass im Jahre 775 ein Flare auftrat, der viel stärker war als der recht gut nachvollziehbare stärkste in moderneren Zeiten, der „Carrington- Event“ 1859.

Eine mächtige Explosion auf der Sonne, die 100 mal stärker sein könnte, ist zwar recht unwahrscheinlich jedoch nicht ausgeschlossen. Wäre ein solcher Flare erdgerichtet, würde das sehr unangenehm, da alle langen Leitungen davon betroffen wären: Unsere modernen Energie- und Kommunikationswege wären wohl global  abgeschnitten für längere Zeiten. Die Voraussetzung: ein riesiger komplexer Sonnenfleck. Mit seinem Auftreten wäre eine Vorwarnung gegeben, nur welche Maßnahmen könnten dann noch  getroffen werden? Bis dato bleibt nur die Hoffnung, dass wir von einem solaren Energieauswurf dieser Größenordnung verschont bleiben werden.  Die dänische Studie gibt uns aber ein wenig das Gefühl zurück, wie abhängig die Erde von der  Kraft der Sonne, ihrer elektromagnetischen Strahlung als auch ihren Magnetfeldern,  ist.

 

Ein verblühender El Nino und seine Einordnung

In unserer Monatsmitteilung  widmeten wir uns wiederholt (zuletzt hier) dem ElNino, der nun bis hin zum Frühsommer verebbt. Alle Modelle sehen es ähnlich, hier sei das der Columbia-Universität zitiert:

 

Abb. 4: Die Vorhersage der El Nino/ La Nina Bedingungen, Quelle: IRI

 

Die Wahrscheinlichkeit für El Nino- Bedingungen noch im Juni stehen aktuell nur bei 22%, viel wahrscheinlicher ( 56%) sind neutrale Bedingungen. Im Herbst (ab Oktober 2016) ist die Wahrscheinlichkeit für eine kühlende La Nina bei  70%. Dabei ist eine solche nicht etwa das Gegenteil eines El Nino, vielmehr sind es nur verstärkte Normalbedingungen.  Wenngleich alle Modelle ihre Grenzen haben, so spricht auch die Wahrscheinlichkeit dafür, dass einem sehr starken ElNino sehr oft eine ausgeprägte LaNina folgt. Ein anderes Modell der NOAA wagt auch eine Vorhersage der Temperaturen bis in eine Tiefe von 300m: (weiterlesen …)

CO2 als Wachstumshelfer: Linde düngt niederländische Gewächshäuser mit jährlich 350.000 Tonnen Kohlenstoff aus Ölraffinerie

Früher spielten die Kinder mit Puppen und Holzeisenbahn, heute gehen sie offenbar eher juristischen Hobbies nach oder lassen sich politisch instrumentalisieren. Ein siebenjähriges Mädchen hat nun sein Heimatland Pakistan verklagt, weil die Regierung den Klimawandel nicht aktiver bekämpft. Ecowatch berichtete am 6. April 2016:

7-Year-Old Files Climate Change Lawsuit with the Supreme Court of Pakistan
A 7-year-old girl, Rabab Ali, through her father and pro bono environmental attorney Qazi Ali Athar, and on behalf of all the Pakistani people, filed a climate change lawsuit Tuesday against the Federation of Pakistan and the Province of Sindh in the Supreme Court of Pakistan. The Constitution Petition asserts that, through the exploitation and continued promotion of fossil fuels, in particular dirty coal, the Pakistan and Sindh governments have violated the Public Trust Doctrine and the youngest generation’s fundamental constitutional rights to life, liberty, property, human dignity, information and equal protection of the law.

Weiterlesen und staunen bei Ecowatch

 

 

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Kleiner Ausflug auf die Aktivistenseite Klimafakten. Dort wird behauptet:

Fakt ist: Ein Düngeeffekt von CO2 aufs Pflanzenwachstum in der Landwirtschaft wird von negativen Auswirkungen der Erderwärmung mehr als wettgemacht
Etwaige Düngeeffekte durch höhere CO2-Konzentrationen sind längerfristig gering oder null, da die Wirkung anderer für das Wachstum entscheidende Faktoren stärker ist. Mit weiter zunehmenden Kohlendioxid-Werten werden die negativen Effekte des Klimawandels für die Landwirtschaft in vielen Regionen überwiegen. Beispielsweise warnen Forscher, mehr CO2 in der Luft lasse den Eiweißgehalt von Weizen sinken – und damit die Güte des daraus gebackenen Brots.

Aber stimmt das auch? Wir prüfen in zwei Unterkategorien:

1) Kann CO2 als Dünger wirken?

2) Wirkt sich der Klimawandel vor allem negativ auf die Lebewelt aus?

zu 1)
Auf der Webseite der Linde Group finden wir die wahren Fakten aus der landwirtschaftlichen Praxis:

CO2 für Gewächshäuser

350.000 Tonnen Kohlenstoff strömen im Sommer in den Niederlanden von der Shell-Ölraffinerie bei Rotterdam in hunderte Treibhäuser. Durch diese intelligente Weiterverwendung des Treibhausgases werden jährlich die CO2-Emissionen einer westeuropäischen Großstadt vermieden.

Ohne Kohlendioxid gäbe es kein pflanzliches Leben, da Pflanzen für ihr Wachstum neben Licht auch CO2 für die Photosynthese benötigen. Diese biologische Gesetzmäßigkeit bildet die Grundlage für das Joint Venture OCAP (Organisches CO2 für die Assimilation in Pflanzen), das Linde mit dem niederländischen Bauunternehmen Volker-Wessels gegründet hat. Statt die vielen Gewächshäuser des Landes mit CO2 aus Gasheizungen zu “belüften”, um das Wachstum von Tomaten, Gurken und Salaten zu fördern, versorgt OCAP Gewächshäuser zwischen Rotterdam und Amsterdam mit Kohlendioxid, das eine Shell-Raffinerie bei Rotterdam zuvor in die Atmosphäre geleitet hatte.

Ein kleinerer Teil des Abgases wird an die Lebensmittelindustrie geliefert, die es zur Frischhaltung von Produkten nutzt. Das in den Wintern bislang noch ungenutzt verströmende Kohlendioxid wird in leere Erdgasfelder eingebracht. Die Kapazitäten vor Ort reichen aus, die Emissionen der nächsten 30 Jahre aufzunehmen.

Weiterlesen auf der Webseite der Linde Group

Zu 2)

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Der Wissenschaftsjournalist Christopher Schrader ist eingefleischter Anhänger der harten IPCC-Linie, die sich durch die Idee einer unmitelbar bevorstehenden Klimakatastrophe auszeichnet. Hier im Blog haben wir uns regelmäßig über Schraders Artikel in der Süddeutschen Zeitung (SZ) zum Klimawandel gewundert, bei denen es sich in der Regel um handverlesene klimaalarmistische Rosinen handelt. Andere, relativierende Studien haben degegen eher geringe Chancen, von Schrader aufgegriffen zu werden.

Seit einiger Zeit finden wir Christopher Schraders Klimaartikel auch in Spektrum der Wissenschaft. Dort heißt es in der Autorenbeschreibung

Der Autor ist Wissenschaftsjournalist in Hamburg

Auf Wikipedia ist Schrader hingegen noch als in München ansässig gelistet. Offenbar hat Schrader seinen Redakteur-Posten bei der SZ nun aufgegeben und arbeitet nun als freier Mitarbeiter bei mehreren Zeitungen und Zeitschriften. Im Prinzip sollte uns das herzlich egal sein. Jeder kann dort wohnen und arbeiten, wo er möchte. Andererseits handelt es sich bei Schrader um einen der wichtigsten Multiplikatoren der Presseberichterstattung zum Klimawandel. Hatte die SZ genug von der Klimaalarm-Dauerberieselung? Vom Gefühl her sind die Klima-Artikel in der SZ in den letzten Monaten tatsächlich ausgewogener geworden. Um die Jahreswende 2015/2016 hatten wir uns bereits einmal gewundert:

Sogar die Süddeutsche Zeitung berichtete am 20. Dezember 2015 über das Thema:

Weiße Weihnachten – ein Mythos
Minus 13,5 Grad: Den kältesten Heiligabend erlebte München im Jahr 1879. Sonst ist Schnee an den Feiertagen eher die Ausnahme – auch wenn man das gerne verdrängt.

Nun werkelt Schrader also bei Spektrum der Wissenschaft. Am 5. April 2016 erschien dort eines seiner typischen Alarmstücke:

Extremwetter: Schuld ist der Klimawandel
Flut, Sturm, Dürre - alles Menschenwerk? Moderne Methoden können inzwischen recht genau bestimmen, welchen Anteil die globale Erwärmung an Naturkatastrophen hat.

Das ist natürlich Illusion. Selbst im letzten IPCC-Bericht wird eingeräumt, dass sich das Extremwetter in den meisten Disziplinen noch in keinster Weise aus dem Bereich der natürlichen Schwanlungsbreite entfernt hat. Und selbst bei den Hitzelwellen hinkt der Vergleich, denn natürliche Warmzeiten wie die Mittelalterliche oder Römische Wärmeperiode fehlen in der Regel im Vergleichsdatensatz. Lesen Sie trotzdem einmal in Schraders Artikel rein. In der Mitte seines Beitrags kommen doch tatsächlich auch Kritiker zu Wort. Das ist erfreulich. Am Ende des Artikels dann aber doch noch einmal der typische Schrader:

Es geht den Forschern nicht mehr darum, nachzuweisen, dass der Klimawandel existiert; dieser Punkt ist abgehakt. Sie wollen erkennen, wie stark er wirkt.

Trivial. Es gibt kaum einen Skeptiker, der den Klimawandel bestreitet. Im Gegenteil, ein großer Teil der Skeptiker hält sogar eine spürbare Erwärmungswirkung des CO2 für möglich. Weshalb führt Schrader seine Leser mit diesem Scheingegensatz in die Irre? Muss das sein? Es ist zu hoffen, dass die Chefredaktion von Spektrum der Wissenschaft hier in Zukunft noch etwas besser nachschaut, bevor sie mit Schraders Artikeln in Druck geht. Das ist das populärwissenschaftliche Blatt seinen Lesern schuldig.

 

Erwärmung vor 55 Millionen Jahren an der Paläozän/Eozän-Grenze doch schwächer als gedacht?

Das Paläozän/Eozän-Temperaturmaximum (PETM) vor etwa 55 Millionen Jahren war eine kurze Periode einer globalumfassenden starken Klimaerwärmung, die in einem Warmklima erfolgte und laut gängigen Modellen mit einem erhöhten Eintrag von Treibhausgasen verbunden war. Lange ging man davon aus, dass die Temperaturen während des PETM innerhalb von ca. 20.000 Jahren um 6° stiegen. Das PETM wird oftmals als Beispiel für die Klimakraft des CO2 herangezogen. Dabei wird jedoch vergessen zu erwähnen, dass es in der Klimagleichung eine erschreckende Erkenntnislücke gibt. Der im Verlauf des PETM erfolgte starke Anstieg der atmosphärischen Kohlendioxid-Konzentration kann nämlich nur zwischen 1 und 3,5 Kelvin des beobachteten Temperaturanstiegs erklären. Nach einer 2009 in Nature veröffentlichten Studie ist von weiteren, bislang unbekannten Ursachen oder verstärkenden Rückkopplungen auszugehen. Daher ist es außerordentlich schwer, die Rolle des CO2 zu quantifizieren.

Nun ist ein weiteres großes Fragezeichen aufgetaucht. Offenbar hatte man wichtige pH-Wert-Korrekturen nicht berücksichtigt, so dass die PETM-Erwärmung möglicherweise überschätzt wurde. Ein Team um David Evans publizierte hierzu am 6. April 2016 in Climate of the Past. In den Conclusions nimmt man kein Blatt vor den Mund:

Using a combination of new and compiled data on the relationship between foraminifera Mg/Ca and seawater carbonate chemistry, we show that pH exerts a large control on Mg incorporation into planktic foraminiferal calcite. Using these data, we present new calibrations of how differential modern and ancient pH may be corrected for. This correction is on the order of 5–20 % per 0.1 unit pH shift between pH7.7 and 8.3 (total scale), and has the implication that both absolute and relative Mg/Ca-derived temperature changes are likely to be inaccurate and imprecise if secular variation in carbonate chemistry is unaccounted for. We apply these findings to the PETM and EOT. Over the PETM, the 0.3 unit pH shift (Penman et al., 2014) may be counteracted to an extent by the recent finding that the sensitivity of the relationship between Mg/Ca and temperature was likely lower in the Paleogene (Evans et al., 2016), although the uncertainty in relative temperature and hydrology change is substantially greater than previously thought. However, coupled with the effect that pH exerts on foraminifera 18O (Spero et al., 1997), we show that at most sites peak-PETM sea surface hydrology was likely characterised by a shift to less saline conditions relative to the pre-onset baseline.

Noch 2011 hatte Spektrum der Wissenschaft die Situation dramatisch dargestellt:

Was lehrt uns die letzte Erderwärmung?
Vor 56 Millionen Jahren ereignete sich die rasanteste globale Erwärmung in vorgeschichtlicher Zeit. Lange galt sie als warnendes Beispiel für die Gegenwart. Doch nun fanden Forscher heraus, dass der damalige Temperaturanstieg wesentlich langsamer als gedacht vonstattenging. Der heutige Klimawandel ist viel dramatischer.

Die Dramatik verpuffte dann jedoch im Dezember 2014 als die University of Utah in einer Pressemitteilung die Zeit-Verhältnisse wieder ins rechte Lot brachte:

Past Global Warming Similar to Today’s: Size, Duration Were Like Modern Climate Shift, but in Two Pulses

The rate at which carbon emissions warmed Earth’s climate almost 56 million years ago resembles modern, human-caused global warming much more than previously believed, but involved two pulses of carbon to the atmosphere, University of Utah researchers and their colleagues found.

The findings mean the so-called Paleocene-Eocene thermal maximum, or PETM, can provide clues to the future of modern climate change. The good news: Earth and most species survived. The bad news: It took millennia to recover from the episode, when temperatures rose by 5 to 8 degrees Celsius (9 to 15 degrees Fahrenheit).

“There is a positive note in that the world persisted, it did not go down in flames, it has a way of self-correcting and righting itself,” says University of Utah geochemist Gabe Bowen, lead author of the study published today in the journal Nature Geoscience. “However, in this event it took almost 200,000 years before things got back to normal.” (weiterlesen …)

Folgen der Ozeanversauerung offenbar weniger dramatisch als gedacht

Erinnern Sie sich noch an früher, als uns erklärt wurde, die Ozeane wären bald Todeszonen? Der angebliche Schuldige: Die böse Ozeanversauerung. Etliche Jahre und viele Studien später hat sich dieses pauschale Schreckensszenario als falsch herausgestellt. Nun muss sogar die ansonsten dem Klimaalarm zugeneigte Redaktion des Deutschlandfunk (DLF) einräumen, dass die Dinge viel komplexer sind als lange angenommen. Am 6. April 2016 brachte der DLF den folgenden Beitrag:

Populationen einer Art kommen mit Ozeanversauerung unterschiedlich gut zurecht
Schon seit einigen Jahren beschäftigen sich Forscher mit der Frage, was passiert, wenn die Ozeane saurer werden. Denn wenn der Kohlendioxid-Gehalt in der Luft steigt, löst sich ein großer Teil des Kohlenstoffs im Meerwasser. Mit Labor- und Freilandexperimenten versuchen die Forscher abzuschätzen, wie Organismen auf diese Ozeanversauerung reagieren werden. Was sie dabei aber bisher wenig beachtet haben: Verschiedene Population derselben Art können offenbar recht unterschiedlich auf höhere CO2-Konzentrationen im Wasser reagieren.

[...] Dass die Individuen der gleichen Art sehr unterschiedlich auf die Ozeanversauerung reagieren können, sollten Forscher in Zukunft stärker berücksichtigen, meint Hannah Wood. Denn wenn sich eine lokale Population von niedrigeren pH-Werten im Experiment nicht beeindrucken lässt, kann es dennoch sein, dass ihre Verwandten sehr wohl darunter leiden. [...] Auf der anderen Seite zeigen Woods Ergebnisse, dass es vielleicht in jeder Art Populationen oder zumindest Individuen gibt, die besser mit der Ozeanversauerung zurechtkommen. Das könnten vor allem Gemeinschaften sein, die sich in ihrem Lebensraum schon an andere Stressfaktoren gewöhnen mussten.

Ganzen Beitrag beim DLF lesen.

Bei aller Freude über den Beitrag merkt man trotzdem, dass der DLF dennoch krampfhaft nach etwas Negativem suchte. Der Satz “…kann es dennoch sein, dass ihre Verwandten sehr wohl darunter leiden” zeigt dies sehr schön. Alle Evolutionsbiologen wissen, dass es innerhalb jeder Tier- und Pflanzen-Art eine zwingende genetische Variabilität gibt, die bewirkt, dass sich bei Veränderungen der Lebensbedingungen, mindestens ein Teil der Population besser anpassen kann, als der Rest, und so zur Weiterentwicklung und zum Erhalt der Art beiträgt. Dies ist ein wichtiges Grundprinzip der Evolution von Arten, weil sonst jede kleine Umweltveränderung zum Aussterben einer Art führen könnte bzw. müsste.

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Bleiben wir beim Thema Ozeanversauerung. Am 1. April 2016 (kein Aprilscherz) erschien in den Geophysical Research Letters eine Arbeit eines Teams um Hamish McGowan zum CO2-Haushalt des Großen Barriereriff in Australien. Die Forscher berichteten dabei etwas überaus Spannendes: Das Hauptriff agiert nämlich als aktive CO2-Quelle! Die Lagunen sind dahingegen CO2-Senken. Ist das nicht verrückt: Das Riff produziert offenbar selber größere Mengen an CO2, genau den Stoff, den man immer als Gift für Korallenriffe hingestellt hatte. Hier der Abstract der Arbeit:

Direct measurements of air-sea CO2 exchange over a coral reef
Quantification of CO2 exchange with the atmosphere over coral reefs has relied on micro-scale measurements of pCO2 gradients across the air-sea interfacial boundary; shipboard measurements of air-sea CO2 exchange over adjacent ocean inferred to represent over reef processes, or ecosystem productivity modelling. Here we present by way of case study the first direct measurements of air-sea CO2 exchange over a coral reef made using the eddy covariance method. Research was conducted during the summer monsoon over a lagoonal platform reef in the southern Great Barrier Reef, Australia. Results show the reef flat to be a net source of CO2 to the atmosphere of similar magnitude as coastal lakes, while adjacent shallow and deep lagoons were net sinks as was the surrounding ocean. This heterogeneity in CO2 exchange with the atmosphere confirms need for spatially representative direct measurements of CO2 over coral reefs to accurately quantify their role in atmospheric carbon budgets.

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Bereits am 8. März 2016 hatte die James Cook University gute Neuigkeiten. In einer Pressemitteilung teilte die Universität mit, dass Hai-Babies offenbar keine Probleme mit der Ozeanversauerung haben und wider Erwarten gut gedeihen. Nicht ganz unerwartet, wenn man bedenkt, dass die Gruppe der Haie bereits 300 Millionen Jahre alt ist, also auch mit atmosphärischen Bedingungen klarkam, als die CO2-Konzentration ein Vielfaches des heutigen Wertes betrug. Hier die Pressemitteilung:

Shark babies remain strong in future acidic oceans

An Australian study published today has found that certain baby sharks are able to cope with the level of ocean acidification predicted for the end of this century.

Dr. Jodie Rummer from the ARC Centre of Excellence for Coral Reef Studies (Coral CoE) at James Cook University (JCU) and her co-authors studied epaulette shark embryos as they were developing. “Overall, there were no differences between growth and survival in sharks reared under current day conditions versus those reared under ocean acidification conditions predicted for the year 2100,” Dr. Rummer said.

However, she also conveys caution. Shark gills play an important role in helping correct pH disturbances—the team thinks that the risk of death under ocean acidification conditions may be highest before the embryo’s gills are fully developed. “This is when the embryos may be most vulnerable. So, future projections are still not the best-case scenario for the sharks,” Dr. Rummer explained. Those that got past this stage though, were able to carry on with business as usual.

Epaulette shark eggs normally incubate for 3–4 months before they hatch. Over the course of the study, the researchers raised epaulette shark eggs from 10 days after they were laid until 30 days after they hatched. During this time, the sharks were raised in one of two groups: today’s current ocean conditions or conditions meant to simulate ocean acidification predicted for the year 2100.

The researchers counted gill and tail movements of the developing embryos. They measured how much yolk the embryo was consuming and how much the embryo was growing. And, upon hatching, they further monitored survival and growth.

Carbon dioxide emissions into the atmosphere have been increasing dramatically since the industrial revolution. The oceans are absorbing approximately 30% of this carbon dioxide, causing ocean acidification. By the year 2100, it is predicted that the ocean’s acidity will have increased by 150% since pre-industrial times.

This is worrying particularly for calcifying organisms, such as corals and other marine animals with a shell: more acidic waters limit their ability to produce shells. However, little is known about how non-calcifying marine species, such as sharks, will fare.

Sharks, rays, and skates (elasmobranchs) are considered some of the most vulnerable of all marine vertebrates—currently, nearly a quarter of all elasmobranch species are threatened by extinction.

“We know that sharks, even the small ones, play an important role in balancing ecosystems as predators,” Dr. Rummer explained. “Healthy ecosystems need healthy predators. But, what about when water quality becomes challenging, such as what is happening with climate change?”

While some marine species can simply move when their environmental conditions become challenging, smaller species often do not have that luxury because of their size and/or risk of becoming another predator’s dinner. In these cases many small species use structures such as coral reefs for shelter. However, in these small hiding places, water quality conditions can become even more challenging.

Eggs, especially, cannot move if environmental conditions become unfavourable. The egg case also does not shelter the embryo from changes in water chemistry.

Dr. Rummer says that recent studies from her group suggest adult epaulette sharks, after prolonged exposure to high carbon dioxide to simulate ocean acidification, are not affected physiologically in terms of metabolic performance, or behaviourally in terms of food finding and shelter seeking. Her team thinks the reason behind this is that they are adapted to the fluctuating oxygen and carbon dioxide conditions in their hiding places.

“Therefore, if these sharks are able to tolerate challenging conditions as adults, they must also be able to early in life, and maybe even more so!” she said.

However, she warns that while this sounds like great news for this species, ocean acidification is predicted to pose huge challenges for reef-building corals that provide such critical habitat and shelter for this small shark.

“No matter how tough this species seems, if climate change takes away its shelter, it will be just as vulnerable as any other.”

Paper: Will ocean acidification affect the early ontogeny of a tropical oviparous elasmobranch (Hemiscyllium ocellatum)? by Martijn S. Johnson, Daniel W. Kraver, Gillian M. C. Renshaw,  and Jodie L. Rummer appears in Conservation Physiology, March 2016.

https://conphys.oxfordjournals.org/content/4/1/cow003.full

Auf Taucher.net griff man die Studie auf:

Epaulettenhaie widerstandsfähiger als gedacht
Einer australischen Studie zufolge, die kürzlich veröffentlicht wurde, sind bestimmte Babyhaie in der Lage, das für das Ende dieses Jahrhunderts vorhergesagte Niveau der Ozeanversauerung zu bewältigen

Weiterlesen auf Taucher.net

 

Jugendliche fühlen sich beim Thema Klimawandel uninformiert und fordern Youtube-Videos

Am 6. April 2016 berichtete The Times of India über aktuelle Ergebnisse aus der Solarforschung, die einen starken Rückgang der Sonnenaktivität seit 1995 und während der kommenden Jahrzehnte beschreibt. Ähnlichkeiten mit der Kleinen Eiszeit 1500-1850 werden aufgeführt und eine klimatische Abkühlung für die kommenden Jahre für möglich gehalten. Hier ein Auszug aus dem Artikel:

Sunspots point to looming ‘little ice age’
Our blazing sun has been eerily turn ing quiet and growing less active over the last two decades. Scientists and astronomers from Physical Research Laboratory in India and their counterparts in China and Japan are now relying on fresh evidence to indicate that we may be heading for another “little ice age” or even a more extended period of low solar activity -a Maunder Minimum -by 2020 as indicated by the lower than average sunspot number count. The Maunder Minimum was a period between 1645 and 1715 AD when the sun was almost completely spotless and when Europe and much of the earth witnessed extremely harsh winters. In a recently published research, `A 20 year decline in solar photospheric magnetic field: Inner heliospheric signatures and possible implications’ published in the Journal of Geophysical Research (JGR) recently , astronomers indicate that over the last 20 years there has been a steady decline in the sun’s photospheric (sun’s surface) and interplanetary or heliospheric magnetic fields.

Weiterlesen in The Times of India

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Die hohe Kunst der Propaganda. ORF Steiermark berichtete am 7. April 2016 über neueste Erkenntnisse aus der Psychologie, wie man das ideologische Konzept der Klimaapokalpyse am besten in junge Hirne hineinpressen kann:

Jugend mangelt es an Infos über Klimawandel
Wie Informationen zum Klimawandel bei jungen Menschen ankommen, haben Forschern der Universität für Bodenkultur untersucht. Die Ergebnisse werden am „Österreichischen Klimatag“ am Freitag in Graz präsentiert.

[...] Social Media, Websites und Youtube spielen als Informationskanäle eine große Rolle, „Twitter wird aber so gut wie gar nicht genutzt“. Daneben würden vor allem Fernsehen und Radio als Informationsquellen dienen. Mehr über den Klimawandel würden die Befragten am liebsten im Fernsehen oder Youtube erfahren. Eher weniger Interesse zeigten die Jugendlichen hingegen an Klima-Apps, Büchern und Klima-Veranstaltungen. Trockene Vorträge gehen gar nicht: Wer Jugendliche für den Klimaschutz begeistern will, muss kreativ sein und andere Formate wählen.

Hochinteressant. Das Fernsehen ist natürlich fest in Klimaalarmistenhand, da ist schwer dranzukommen. Aber vielleicht sollten wir uns die Mühe machen, fetzige Youtube-Filme zu produzieren? Ideen gibt es. Aber gibt es Zeit, Ressourcen und Mitmacher? Während die Klimaalarmseite große Organisationen und Produktionsstäbe hinter sich haben, sieht es bei den Klimarealisten eher dürftig aus. David gegen Goliath, das kennen wir doch aus anderen Lebensbereichen.

Aber es geht noch eine Stufe besser, mit Psycho-Hightech, wie Der Standard am 7. April 2016 meldete:

Psychologe: “Ignoranz gegenüber Klimawandel überwinden”

Künftig sollen virtuelle Assistenzsysteme unser Verhalten positiv beeinflussen. Cees Midden forscht an den psychologischen Grundlagen

STANDARD: Sogenannte Persuasive Technologies werden entwickelt, um das Verhalten von Menschen zu beeinflussen, etwa damit diese gesünder leben. Sie forschen unter anderem darüber, wie man sie für mehr Nachhaltigkeit einsetzen kann. Warum braucht man diese Art von Technik?

MIDDEN: Der Klimawandel ist im großen Ausmaß ein Problem des menschlichen Verhaltens. Er wurde von Menschen verursacht, und er muss von ihnen gelöst werden. Eine gute Lösung hängt davon ab, ob wir es schaffen, unsere Entscheidungen und unser Verhalten im Alltag zu verändern, um weniger Energie zu verbrauchen und weniger CO2 auszustoßen. Es geht also auch um ein soziales Problem. Der Erfolg hängt von uns allen ab. Das macht es kompliziert.

STANDARD: Warum müssen sich eigentlich die Menschen ändern? Kann das Problem nicht auch auf rein technologischem Weg gelöst werden?

Weiterlesen im Standard

Trotzdem: Die Leute sind nicht dumm. Der Klimaalarmismus greift nicht mehr richtig. Die Öffentlichkeit hat genug von der Dauerapokalypse, für die es immer noch keine verlässlichen Anzeichen gibt. Allmählich verschwindet der Alarm daher aus den Schlagzeilen. Die UNO macht sich deswegen große Sorgen, denn mit Hilfe der Klimapanik will man große Finanztransfers von reich zu arm rechtfertigen. Der International Fund for Agricultural Development (IFAD) äußerte diese Bedenken nun in einer Pressemitteilung. Es ist schon absurd, dass der Klimawandel hier zum “größten Problem der Menschheit” hochstilisiert wird, wenn die Welt aktuell unter wucherndem Terrorismus und Migrationskrisen leidet. Was geht in den Köpfen der Klimaromantiker bloß vor? Wollen oder können sie die Realität nicht mehr erkennen? Geht es um Geld? Oder Macht? Im Folgenden die IFAD-Pressemitteilung vom 6. April 2016, die einen staunend zurücklässt:

Despite being “the biggest threat facing humanity” climate change and its impacts fail to make headlines, says IFAD study

Even as 60 million people around the world face severe hunger because of El Niño and millions more because of climate change, top European and American media outlets are neglecting to cover the issues as a top news item, says a new research report funded by the International Fund for Agricultural Development (IFAD) today.

“It’s incredible that in a year when we have had record temperatures, 32 major droughts, and historic crop losses that media are not positioning climate change on their front pages,” said IFAD President, Kanayo F. Nwanze. “Climate change is the biggest threat facing our world today and how the media shape the narrative remains vitally important in pre-empting future crises.”

The report, “The Untold Story: Climate change sinks below the headlines” provides an analysis of the depth of media reporting around climate change in two distinct periods: two months before the 21st session of the UNFCCC Conference of the Parties (COP21) in Paris, and two months after. Specifically, it explores whether issues connecting climate change, food security, agriculture and migration made headlines, and if so, how much prominence these stories were given.

Among some of its key findings:

• Climate change stories were either completely absent or their numbers decreased in major media outlets in Europe and the United States before and after COP21.

• Coverage on the consequences of climate change, such as migration, fell by half in the months after COP21 and people directly impacted by climate change rarely had a voice in stories or were not mentioned at all.

• News consumers want climate change issues and solutions to be given more prominence in media outlets and, in particular, want more information on the connections between climate change, food insecurity, conflict and migration.

The release of the report comes just days before world leaders gather at the United Nations in New York to sign off on the Paris Agreement coming out of COP21. In December, the agreement made headlines and led news bulletins across the globe. But leading up to COP21 and in the months following it, coverage on climate change significantly fell off the radar of major media outlets across Europe and the United States. (weiterlesen …)

Die Zehn Gebote

Eine persönliche Beziehung zum Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) durchläuft in der Regel drei Stufen: Zu Beginn wundert man sich über die vielen Hiobsbotschaften, macht sich aber noch ernsthafte Sorgen um die Zukunft des Planeten. In einer zweiten Phase wird dann allmählich klar, dass hier Klimaalarmprofis am Werke sind und bezahlte Klimapropaganda am Fließband erzeugen. Schließlich überwiegt jedoch die Milde, wobei die PIK-Meldungen nun eher Schmunzeln und regelrechtes Mitleid hervorrufen. Am 7. April  2016 war es wieder soweit. Stufe drei. Das PIK hatte per Pressemitteilung Weltbewegendes zu verkünden:

Lebensmittelverschwendung vermeiden heißt Klimafolgen mindern
Etwa ein Zehntel der globalen Treibhausgasemissionen aus der Landwirtschaft könnte bis zur Mitte des Jahrhunderts allein auf die Verschwendung von Nahrungsmitteln zurückgehen, wie eine neue Studie zeigt. Wissenschaftler des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung haben erstmals für Länder rund um den Erdball umfassend untersucht, mit welchen Nahrungsmittelverlusten zu rechnen ist, und welche Emissionen damit verbunden sind. Derzeit findet ein Drittel der globalen Nahrungsmittelproduktion nicht den Weg auf unsere Teller. Dieser Anteil wird noch drastisch ansteigen, wenn Schwellenländer wie China oder Indien den westlichen Ernährungsstil übernähmen, so zeigt die Analyse. Dass ein umsichtigerer Umgang mit Lebensmitteln zur Ernährungssicherheit beitragen kann, ist bekannt. Gleichzeitig könnte das jedoch auch helfen, gefährlichen Klimawandel zu vermeiden.

Weiterlesen beim PIK.

Das Schema ist klar: Eine beliebige Common-Sense-Regel wird mit Gewalt in das Klimathema hineingebogen. Demnächst: Nach dem Duschen das Wasser ausschalten, da sich ansonsten die Atmosphäre aufheizt. Besonders, wenn man vorher heiß geduscht hat. Die Kinderseite von svz.de hatte am 6. April 2016 schon vorgemacht wie es geht. Autorin Maren Herbst leitet mit der gängigen Kinderklimapropaganda und einem knuddeligen Eisbärenfoto ein, um dann zu den trivialen Verhaltensanweisungen zu kommen:

Der Klimawandel geht uns alle an: Jeder einzelne kann etwas tun, zum Beispiel das Licht regelmäßig ausschalten
[...] Wir müssen also dringend handeln! Es ist gut, dass auf den Klimagipfeln beschlossen wird, weniger Kohlendioxid zu produzieren. Aber auch Ihr könnt etwas tun, indem Ihr möglichst wenig Energie verbraucht. Es bringt schon etwas, das Licht regelmäßig auszuschalten, mit dem Fahrrad statt mit dem Auto zu fahren und immer nur kurz und kräftig zu lüften, wenn die Heizung an ist.

Apropos Handlungsanweisungen. Die Zehn Gebote haben bekanntlich schon lange in den Klimadialog Einzug gefunden. Ein Übersetzungsversuch:

1. Du sollst an einen Gott glauben.

Erste Regel: Nur der IPCC hat Recht. Zweite Regel: Wenn der IPCC einmal nicht Recht hat tritt automatisch Regel eins in Kraft. Es gibt keine zweite Meinung. Willkommen in der Klimadikatatur.

2. Du sollst den Namen Gottes nicht verunehren.

Zweifle nicht an der Klimakatastrophe. Streiche klimaskeptisches Vokabular aus Deinem Wortschatz. Mache Dürren, Überflutungen und die Sintflut zu Deinem täglichen Thema.

3. Du sollst den Tag des Herrn heiligen.

Zünde zu den alljährlichen internationalen Klimakonferenzen eine Kerze an und schließe Dich den Klimapilgern an. Kaufe CO2-freie Wanderschuhe.

4. Du sollst Vater und Mutter ehren, damit du lange lebest und es dir wohl ergehe.

Gehorche dem Klimaestablishment. Insbesondere dann, wenn Du eine Forscherkarriere anstrebst, damit du lange forschest und es dir wohl ergehe.

5. Du sollst nicht töten.

Kritisiere nicht die Klimaprediger und stoße sie nicht von der Klimakanzel. Ein Leben für den Klimaalarm. Ein unbedachtes Wort könnte das Karriereende bedeuten. Gemeint ist damit die eigene, nicht die des Klimaalarmisten.

6. Du sollst nicht Unkeuschheit treiben.

Doppelte Verneinung. Schwierig. Will heißen: Treibe Dich nicht auf klimaleugnerischen Internetseiten herum. Du könntest an der wissenschaftlichen Logik Gefallen finden. Stattdessen lies täglich ein Kapitel im IPCC-Bericht und bete ein CO2-Unser.

7. Du sollst nicht stehlen.

Klimaskeptisches Gut anzunehmen ist Diebstahl. Räuber werden von der Klimapolizei bestraft. Der Meeresspiegelanstieg wird Dich in den Ozean spülen.

8. Du sollst kein falsches Zeugnis geben.

Abweichlerische Ideen sind Lüge. Und Lügen darf man nicht sagen.

9. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Frau.

Insbesondere nicht wenn die Nachbarsfrau klimaskeptische Gedanken hegt.

10. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Gut.

Zum Beispiel den Privatjet von Leonardo diCaprio, der damit von Kontinent zu Kontinent fliegt, um den Leuten ein nachhaltigeres Leben nahezulegen. Wenn er sein Flugzeug doch wenigstens mit Olivenöl betrieben würde, würde man ihm gerne glauben wollen.

 

Unstatistik des Monats: “337 Prozent zu warm!”

Das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) vergibt allmonatlich den Negativ-Preis für die ‘Unstatistik des Monats’. Am 17. Februar 2016 nahm sich das RWI die klimaalarmistische Berichterstattung vor:

337 Prozent zu warm!
Schneekanonen funktionieren nicht mehr. Sonnenbaden im T-Shirt im Wiener Burggarten – die Unstatistik des Monats Februar ist die Berichterstattung der Tageszeitung „Österreich“ und des Wetter-Portals „wetter.at“ vom 7. Februar über den „wärmsten Winter aller Zeiten“. Ein Klimaexperte erklärte, jedes Kind wisse, dass der Ausstoß von Treibhausgasen daran schuld sei. Und die Journalisten hatten eine innovative Idee, die Erwärmung zu messen. Nicht in Celsius, sondern in Prozent: Im Jänner 337 Prozent zu warm! Wie fühlen sich 337 Prozent wärmer an? wetter.at berichtete, dass die übliche Durchschnittstemperatur in Wien im Jänner (deutsch: Januar) 0,8 Grad Celsius sei, während sie in diesem Jahr bei 3,5 Grad lag. Das ist ein Anstieg um 2,7 Grad. Aber auch um 337 Prozent – was dramatischer klingt. Dazu muss man nur 2,7 durch 0,8 teilen. Beschreibt man Veränderungen (egal, ob Anstiege oder Abfälle) in relativen statt absoluten Zahlen, so kann man damit rechnen, dass mehr Menschen beeindruckt sind. Dies haben wir wiederholt im Rahmen der „Unstatistik des Monats“ veranschaulicht, zuletzt anlässlich der Wursthysterie („18% höheres Darmkrebsrisiko“). Aber ein relativer Anstieg ist immer relativ zum Ausgangspunkt. Wenn man in Wien nicht mit Celsius, sondern mit Fahrenheit rechnen würde, wären relative Angaben weniger beeindruckend:

Weiterlesen beim RWI.

Es gibt offenbar auch Wetterfrösche, vor denen mit entsprechenden Schildern gewarnt werden sollte…

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Nun wird es ernst. Eine neue medizinische Studie fand jetzt, dass der größte medizinische Schaden des Klimawandels durch hysterischen Klimaalarm entsteht. Immer mehr Menschen müssen in psychologische Beratung, da sie krassen Visionen zur Klimaapokalypse erliegen. Die Uniformed Services University of the Health Sciences (USU) berichteten am 5. April 2016 in einer Pressemitteilung über den großen Psychoschaden, den der Klimaalarmismus anrichtet:

Threat of climate change found to be key psychological and emotional stressor

Climate change is a significant threat to the health of Americans, creating unprecedented health problems in areas where they might not have previously occurred, according to a report released April 4 by the White House.

The report, “The Impacts of Climate Change on Human Health in the United States: A Scientific Assessment,” was developed by the U.S. Global Change Research Program, and outlines the impacts climate change has on human health, including mental health and well-being. Contributing to this report and its findings, were doctors from the Center for the Study of Traumatic Stress at the Uniformed Services University of the Health Sciences (USU), to include the center’s director and chair of the USU Department of Psychiatry, Dr. Robert J. Ursano, and assistant chair of the USU Department of Psychiatry, U.S. Public Health Service Cmdr. (Dr.) Joshua Morganstein.

The threat of climate change has been found to be a key psychological and emotional stressor, and consequences can range from minimal stress and distress to clinical disorders, such as anxiety, depression, post-traumatic stress, and suicidal thoughts, according to the report.

Messages from the media as well as public communication about climate change, can affect perceptions of physical and societal risks, consequently affecting mental health and well-being, for example. An estimated 40 percent of Americans report hearing about climate change in the media at least once a month, and about half of Americans reported being worried about climate change in 2015, according to a survey, the report states.
In more extreme cases, such as natural disasters causing injuries and deaths, damaged homes and communities, individuals may experience post-traumatic stress disorder (PTSD), anxiety disorders, grief, and depression. All of these reactions have the potential to interfere with the individual’s functioning and well-being, according to the report.
The majority of affected people recover over time, although some will develop chronic psychological problems, according to the report. Among those most at risk for poor mental health outcomes are some groups previously shown to suffer high rates of disaster related psychological problems including farmers, immigrants, those with limited mobility, those living in coastal areas, those from Indigenous communities or tribes, and veterans.

Following exposure to Hurricane Katrina, veterans with pre-existing mental illness were at an almost 7 times greater risk for developing any additional mental illness, compared to those veterans without a pre-existing mental illness. Following hurricanes, increased levels of PTSD have been experienced by individuals who report less community support and help from neighbors and others.

Overall, the report continues, those who have been directly affected by a climate- or weather-related disaster are at increased incidence of suicidal thoughts and behaviors. Increases in both suicidal thoughts (from 2.8% to 6.4%) and actual suicidal plans (from 1.0% to 2.5%) were observed in residents 18 months after Hurricane Katrina. Following Hurricanes Katrina and Rita, a study of internally displaced women living in temporary housing found reported rates of suicide attempt and completion to be 78.6 times and 14.7 times the regional average, respectively.

Emerging evidence also shows those who are actively involved in climate change adaptation, or mitigation, might experience considerable health and well-being benefits, the report adds. These multiple psychological and environmental benefits do not necessarily minimize distress; however, when people do have distress related to relevant media exposure, or to thinking about climate change, taking action to address the issue can buffer against distress, the report states. Such engagement both addresses the threat and helps manage the emotional responses as people come to terms with—and adjust their understandings and lives in the context of—climate change.

In addition to mental health impacts, the report also outlines the effects of air quality, vector-borne diseases, water-related illnesses and food safety. For more information about the report, visit https://www.health2016.globalchange.gov.

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Bleiben wir kurz noch in den USA. Die HNA versuchte am 6. April 2016 mit fragwürdigem Klimaalarm zu punkten:

USA rechnen mit deutlich mehr Hitzetoten durch Klimawandel
Die USA rechnen als Folge des Klimawandels mit deutlich mehr Hitzetoten im nächsten Jahrzehnt. Das geht aus einer Studie hervor, die die Regierung von Präsident Barack Obama in Washington veröffentlich hat.

In Wahrheit ist jedoch Kälte ein viel größerer Killer, insbesondere wenn man innerhalb kürzester Zeit die Strompreise verdoppelt (siehe “Focus: Im Jahr 2014 gab es in Europa etwa 40.000 Wintertote, weil Millionen von Menschen ihre Stromrechnungen nicht mehr bezahlen konnten“). Das gilt natürlich auch in den USA, wie Sunshine hours am 7. April 2016 richtigstellte:

USA: Heat Kills 9,000 and Cold Kills 144,000

[...] Consider a rigorous study published last year in the journal Lancet that examined temperature-related mortality around the globe. The researchers looked at data on more than 74 million deaths in 384 locations across 13 areas: cold countries like Canada and Sweden, temperate nations like Spain, South Korea and Australia, and subtropical and tropical ones like Brazil and Thailand.

The Lancet researchers found that about 0.5%—half a percent—of all deaths are associated with heat, not only from acute problems like heat stroke, but also increased mortality from cardiac events and dehydration.

But more than 7% of deaths are related to cold—counting hypothermia, as well as increased blood pressure and risk of heart attack that results when the body restricts blood flow in response to frigid temperatures.

In the U.S. about 9,000 people die from heat each year but 144,000 die from cold.

A 2009 paper from the European Union expects that the reduction in cold deaths will definitely outweigh extra heat deaths in the 2020s. Even near the end of the century, in the 2080s, the EU study projects an increase in heat deaths of “between 60,000 and 165,000” and a decrease of cold deaths of “between 60,000 and 250,000.” In other words, the effects will probably balance each other out, but warming could save as many as 85,000 lives each year.

An academic paper published two years ago in Environmental Health Perspectives similarly shows that global warming will lead to a net reduction in deaths in both the U.K. and Australia. In England and Wales today, the authors write, statistics show that heat kills 1,500 people and cold kills 32,000. In the 2080s, they calculate that increased heat will kill an additional 3,500. But they find that cold deaths will drop by 10,000. In Australia the projections suggest 700 more heat deaths but 1,600 fewer cold deaths.

Globally, one estimate of the health effects of climate change, published in 2006 by Ecological Economics, shows 400,000 more respiratory deaths (mostly from heat) by midcentury, but 1.8 million fewer cardiovascular deaths (mostly from cold).

Ganzen Beitrag auf Sunshine hours lesen.

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Und hier noch ein Lesetipp: Falls Sie sich für Wissenschaft allgemein, Energiewende und Atomausstieg interessieren, stöbern Sie doch mal in Willy Marths gut gemachtem Rentnerblog. Es lohnt sich.

 

Verrückter Klimaalarm: “Antarktis-Eis könnte schneller als erwartet schmelzen”, legt in Wahrheit aber gerade sogar an Masse zu

Lesenswerter Artikel von Alexandra Endres am 1. April 2016 auf Zeit Online:

Was bewegt Roda Verheyen?: Wer sündigt, soll bezahlen
In Peru schmilzt ein Gletscher, die Anwältin Roda Verheyen will dafür den deutschen Konzern RWE bestrafen. Ist das verrückt oder konsequent?

[...]

Oft versucht …

Die Klage des peruanischen Bauern Saúl Luciano Lliuya gegen den deutschen Energiegroßkonzern RWE ist nicht der einzige Versuch, Unternehmen für ihre Mitschuld am Klimawandel juristisch zu belangen. Bereits im Jahr 2002 gründete Roda Verheyen mit anderen Anwälten das Climate Justice Programme, ein Netzwerk, das solche Klagen vorbereitet. 2013 versuchte die Stadt Kivalina den Ölkonzern ExxonMobil zu verklagen. Kivalina liegt im US-Bundesstaat Alaska, direkt an der Küste. Weil dort wegen der Erderwärmung das Meer nicht mehr gefriert, droht die Stadt bei Stürmen überflutet zu werden.

… oft gescheitert

Bislang wurden solche Klagen stets abgewiesen, weil es schwierig ist, einem Konzern eine konkrete Schuld nachzuweisen: Wie groß ist zum Beispiel der Anteil des Kraftwerks Neurath von RWE am Klimawandel? Sollten der peruanische Bauer und seine Anwältin Verheyen mit ihrer Klage gegen RWE durchkommen, würden sie Rechtsgeschichte schreiben.

[...]

Es gibt Experten, die halten Verheyens Ansatz für verrückt. Sicher, die Emissionen aus den Kohlekraftwerken von RWE tragen zum Klimawandel bei. Aber glaubt Verheyen ernsthaft, sie könnte einem einzelnen Konzern die Verantwortung für genau jene Gletscherschmelze nachweisen, durch die sich der Bauer in den peruanischen Anden bedroht fühlt? Um damit durchzukommen, müsste man genau beziffern, wie groß der Anteil von RWE an den Klimaschäden sei, sagt Michael Reder, der an der Hochschule für Philosophie in München über Unternehmensethik forscht. Man müsste Fragen klären, auf die es keine klare Antworten gebe: Wie viel Gletscherfläche taut wegen des vom Menschen verursachten Klimawandels – und wie viel aus anderen Gründen? Welcher Emittent genau trägt die Schuld? RWE? Oder ein anderer Energiekonzern, der ähnlich viel CO₂ produziert? “Das ist sauber nicht machbar”, sagt Reder.

Ganzen Artikel auf Zeit Online lesen.

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Bleiben wir noch kurz im Klimagerichtssaal. Dort sitzt momentan auch der Ex-Chef des Weltklimarats, Rajendra Pachauri. Er soll Mitarbeiterinnen unsittlich nachgestellt haben. Nun hat sich eine dritte Frau gemeldet, die sagt, sie sei von Pachauri sexuell belästigt worden. Angesichts dieser weitreichenden Verfehlungen schwindet auch das Vetrauen in seine Arbeit an der Spitze des IPCC immer mehr. Ob auch hier bald etwas ausgegraben wird?

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Ende März 2016 wurde wieder eine Klimasau durchs Dorf getrieben. Die gerne gewählte biblische Sintflut war diesmal dran. Auf Spiegel Online war zu lesen:

Klimaprognose: Antarktis-Eis könnte schneller als erwartet schmelzen
Wie stabil ist das Eis der Antarktis? Die Antwort auf diese Frage bestimmt langfristig darüber, wie hoch die Pegel der Weltmeere in Zukunft steigen werden. Eine neue Modellrechnung legt nun nahe, dass die Ozeane durch Schmelzwasser aus dem Süden bis zum Ende des Jahrhunderts deutlich stärker ansteigen könnten als es frühere Modelle vorhergesagt haben. Bisher rechnen die Experten des Uno-Weltklimarates mit vergleichsweise moderaten 18 Zentimetern Meeresspiegelanstieg durch geschmolzenes Eis aus der Antarktis bis zum Jahr 2100. Für dieses Jahrhundert sahen die Forscher stattdessen die Gletscherschmelze und den Rückgang des Eises in Grönland als wichtigste Faktoren für den Anstieg der Meere an. Computersimulationen der Forscher um Robert DeConto von der University of Massachusetts, die im Fachmagazin “Nature” veröffentlicht wurden, sehen aber im schlimmsten Fall allein durch das Eis der Antarktis einen Anstieg von bis zu einem Meter bis 2100 voraus.

Au Mann. Der antarktische Eisschild wächst derzeit, was Alarmisten nicht davon abhält, Stories mit gegenteiligem Inhalt zu erdichten. Hier die wahren Fakten:

Siehe auch Beitrag auf WUWT “DeConto and Pollard – An Antarctic Science (Fiction?) Disaster

 

Klimaaktivisten üben sich in Wunschdenken: “Bei der Bedrohung von Großvögeln durch Windanlagen handelt es sich um ein Scheinproblem”

Ist es nicht herrlich: Da schreddern tagtäglich Windkraftanlagen ungestraft eine große Anzahl von Vögeln, trotzdem halten sich Umweltverbände mit Protesten zurück, da der systematische Vogelmord  angeblich für die gute Sache geschieht. Die Energiewende – wir schaffen das! Auf der anderen Seite werden dann Studien angefertigt, wie der Klimawandel in einigen Jahrzehnten angeblich die Vogelbestände gefährden würde. Anstatt die offensichtlichen Probleme im Hier und Jetzt anzugehen, beschäftigen sich die begeisterten Energierevolutionäre lieber mit unsicheren Risiken des kommenden Jahrhunderts. Das mag jemand bitte mal verstehen. Schönes Beispiel in der Luzerner Zeitung vom 31. März 2016:

Klimawandel beeinflusst Vogelbestände
Ein internationales Forscherteam mit Beteiligung der Schweizerischen Vogelwarte Sempach zeigt erstmals, dass Vogelpopulationen in weit entfernten Erdteilen ähnlich auf Klimaveränderungen reagieren. Zu den Verlierern des Klimawandels gehört zum Beispiel das Schneehuhn.

Ein Wissenschaftlerteam unter der Leitung der britischen Durham University hat erstmals Datensätze über Klimaveränderungen und Vogelbestände in Europa und den USA kombiniert, um zu untersuchen, wie Vögel in den letzten Jahrzehnten auf den Klimawandel reagiert haben. Vom deutlichen Einfluss, den der Klimawandel auf die Bestände hat, berichten die Forschenden nun im Fachjournal “Science”.

Immerhin beschäftigten sich die Forscher mit echten Daten der letzten 30 Jahre, also nicht mit hypothetischen Modellierungen. Das ist erfreulich. Wie aber konnten die Wissenschaftler den Klimawandel als Ursache von Veränderungen identifizieren?

Anhand von Klimaaufzeichnungen der Zeitspanne 1980 bis 2010 teilten sie die Vögel für jedes europäische Land und jeden US-Bundesstaat in zwei Gruppen, je nachdem ob die dortigen Klimaveränderungen zunehmend bessere oder schlechtere Bedingungen für eine Art bedeuteten. Sie machten also für jedes Land und jeden US-Bundesstaat theoretische Annahmen, wie sich die Vogelbestände verändert haben müssten.

Im anschliessenden Vergleich mit Beobachtungsdaten aus der gleichen Spanne bestätigten sich die Voraussagen: In beiden Erdteilen wuchsen tatsächlich die Bestände von Vogelarten, welche die Forschenden als mögliche “Gewinner” des Klimawandels identifiziert hatten, während die zu den “Verlierern” zählenden Arten zurückgingen. “Wenn es keinen Einfluss des Klimas gäbe, hätten sich die Bestände der beiden Gruppen im Durchschnitt gleich entwickeln müssen”, erklärte Studienleiter Philip Stephens von der Durham University in der Mitteilung. “Aber die Unterschiede zeigen, dass die Klimaveränderungen der letzten Jahre bereits eine Gruppe von Arten gegenüber der anderen begünstigt hat.”

Theoretische Annahmen und eine etwas windig anmutende Logik. Das Schneehuhn wird von der Zeitung als Klimawandelverlierer erwähnt. Zum Glück gibt es aber auch Gewinner:

Zahlenmässig zugenommen hat hingegen der Bienenfresser, wie Daten der Vogelwarte Sempach zeigen, die in die Studie eingeflossen sind.

Der gemeine Bienenfresser profitiert also vom Klimawandel. Es war klar, dass hier vor allem die Bösewichte von der Klimakatastrophe profitieren. Die Wiener Zeitung berichtete ebenfalls über die Studie, setzte aber andere Schwerpunkte bei den Vogelarten:

In Österreich wurden bei Star, Türkentaube und Nachtigall eine deutliche Zunahme der Bestände registriert. Abgenommen hat hingegen die Zahl der Wintergoldhähnchen, Wacholderdrosseln oder Fitis.

Das wäre doch eine tolle Schlagzeile gewesen: “Die Nachtigall liebt den Klimawandel”. Wäre aber natürlich viel zu positiv. Natürlich haben auch die Klimaaktivistengruppen bereits bemerkt, dass sie sich mit dem anthopogenen, erneuerbaren Vogelmassaker selbst ein faules Ei ins Nest gelegt haben. Noch vor kurzem beklagte man sich über schrumpfende Bestände an seltenen Arten, die der Klimawandel angeblich schonungslos dahinrafft. Nun die 180°-Wende. Jetzt bemüht man sich krampfhaft die Vogelstatistiken schönzureden. Allen gefiederten Genossen gehe es super. Die kreisenden Windkraft-Häcksler wären vollkommen harmlos. Man hätte für die Vogelwelt jetzt Verbotsschilder aufgestellt: Bitte nicht in die Mühle fliegen! Lebensgefahr! Haha. Schönes Beispiel beim Klimaretter am 11. April 2016:

Vogelstudie erzürnt Windkraftgegner
Parallel zum Ausbau der Windenergie hat in Deutschland auch der Bestand gefährdeter Vogelarten zugenommen, hat eine Schweizer Studie ergeben. Die Zahl der Rotmilane hat demnach in den letzten 15 Jahren um 40 Prozent zugenommen. Ähnliches treffe auch für die Bestände von Schwarzstorch, Seeadler, Uhu und weiteren als “Windkraft-sensibel” geltenden Vogelarten zu, schreibt das Umweltbüro Kohle-Nusbaumer aus Lausanne, das die Untersuchung durchführte. Bei der Bedrohung von Großvögeln durch Windanlagen handle es sich um ein “Scheinproblem”, heißt es in dem Papier.

Einfach genial. Riesengroße Messer kreisen in der Vogel-Flugbahn, angeblich ein Scheinproblem. Vielleicht sollte man die Windmühlenflügel mal auf Kopfhöhe in der Fußgängerzone rotieren lassen. Keine Sorge, da passiert nichts. Alles nur ein Scheinproblem. Vielleicht ist damit eher ein ‘Geldschein’-Problem gemeint. Denn wenn die Windkraftanlagen aus Gründen des Vogelschutzes abgebaut werden müssten, dann bleiben auch die satten Gewinne mit kräftig im Portemonnaie raschelnden Geldscheinen aus. Das wäre natürlich tragisch.

Immerhin, selbst dem Klimaretter scheint die Sache nicht geheuer zu sein und schiebt schnell noch Kritik von NABU und Wildtierstiftung nach:

Nun aber kritisiert der Nabu ebenso wie die Deutsche Wildtier-Stiftung die neue Studie aus der Schweiz als “interessengeleitetes Lobby-Papier”. Mit “unhaltbaren Aussagen” werde der Eindruck erweckt, “dass ein Konflikt zwischen Windenergie und dem Schutz von Greifvögeln gar nicht existiert”, erklärte Nabu-Geschäftsführer Leif Miller. Die Gefahren für Vogelarten wie Rotmilan und Mäusebussard würden in der Studie verharmlost. Der Nabu sei “enttäuscht von der mangelnden Bereitschaft, ein real existierendes Artenschutzproblem anzuerkennen und gemeinsam an sinnvollen, von geltendem Recht gedeckten Lösungen für eine naturverträgliche Energiewende zu arbeiten”.

Einer der es verstanden hat, ist Enoch zu Guttenberg. Im März 2016 redete er im Bayerischen Rundfunk Klartext:

“Die Industrialisierung mit WIND- und PHOTOVOLTAIK-Anlagen ist ein Verbrechen”

 

Mit Dank an MUn.

 

Im Folgenden die Pressemitteilung der Deutschen Wildtierstiftung vom 6. April 2016:

Viel Wind um falsche Thesen

Die Deutsche Wildtier Stiftung warnt vor Windkraft-Lobbyisten, die die Gefahren für die Vogelwelt leugnen (weiterlesen …)

Neuer Fachartikel in Earth-Science Reviews: Klimaerwärmung nach Abzug der Ozeanzyklen viel weniger dramatisch

Im April 2016 erschien im anerkannten Fachblatt Earth-Science Reviews ein Paper von François Gervais, in dem er den großen Einfluss der 60-jährigen Ozeanzyklen auf das Klimageschehen darstellt. Nach Abzug dieser natürlichen Zyklik, fällt der klimatische Langzeittrend im 20. Jahrhundert deutlich weniger steil aus als lange vom IPCC dargestellt. Eine bemerkenswerte Studie, die es dankenswerterweise durch das Begutachtungssystem geschafft hat. Einen ähnlichen Ansatz hatten wir bereits vor 4 Jahren (2012) in unserem Buch “Die kalte Sonne” vorgestellt, wofür wir reichlich Kritik einstecken mussten. Nun ist es also amtlich und scharz-auf-weiß in der Fachliteratur veröffentlicht. Im Folgenden die Kurzfassung der Arbeit von François Gervais:

Anthropogenic CO2 warming challenged by 60-year cycle
Time series of sea-level rise are fitted by a sinusoid of period ~ 60 years, confirming the cycle reported for the global mean temperature of the earth. This cycle appears in phase with the Atlantic Multidecadal Oscillation (AMO). The last maximum of the sinusoid coincides with the temperature plateau observed since the end of the 20th century. The onset of declining phase of AMO, the recent excess of the global sea ice area anomaly and the negative slope of global mean temperature measured by satellite from 2002 to 2015, all these indicators sign for the onset of the declining phase of the 60-year cycle. Once this cycle is subtracted from observations, the transient climate response is revised downwards consistent with latest observations, with latest evaluations based on atmospheric infrared absorption and with a general tendency of published climate sensitivity. The enhancement of the amplitude of the CO2 seasonal oscillations which is found up to 71% faster than the atmospheric CO2 increase, focus on earth greening and benefit for crops yields of the supplementary photosynthesis, further minimizing the consequences of the tiny anthropogenic contribution to warming.

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Wo wir gerade bei den Ozeanzyklen sind. Neben der AMO (Atlantischen Multidekadenoszillation), schwingt auch die PDO (Pazifische Dekadenoszillation) im 60-Jahrestakt. Beide sind aneinander gekoppelt und sind im Verlauf zeitversetzt. Judith Curry und Kollegen hatten dieses Phänomen bereits beschrieben und verglichen es mit einer Stadionwelle beim Fussball. Ende Januar 2016 verfestigte sich nun das Konzept als eine Gruppe um Davide Zanchettin in den Geophysical Research Letters einen zeitlichen Verzug zwischen den beiden Zyklen von drei Jahrzehnten beschrieb. Hier die Kurzfassung:

A decadally delayed response of the tropical Pacific to Atlantic multidecadal variability
North Atlantic sea surface temperature anomalies are known to affect tropical Pacific climate variability and El Niño–Southern Oscillation (ENSO) through thermocline adjustment in the equatorial Pacific Ocean. Here coupled climate simulations featuring repeated idealized cycles of the Atlantic Multidecadal Oscillation (AMO) generated by nudging its tropical branch demonstrate that the tropical Pacific response to the AMO also entails a substantial decadally delayed component. The simulations robustly show multidecadal fluctuations in central equatorial Pacific sea surface temperatures lagging the AMO by about three decades and a subdecadal cold-to-warm transition of the tropical Pacific mean state during the AMO’s cooling phase. The interplay between out-of-phase responses of seawater temperature and salinity in the western Pacific and associated density anomalies in local thermocline waters emerge as crucial factors of remotely driven multidecadal variations of the equatorial Pacific climate. The delayed AMO influences on tropical Pacific dynamics could help understanding past and future ENSO variability.

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Allmählich scheinen auch die Klimamodelle die Ozeanzyklen besser zu verstehen. Im März 2016 publizierten O’Reilly und Kollegen zum bestmöglichen Ansatz in den Modellen.

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Hochkurios ein verzweifelter Alarmistenbeitrag auf reportingclimatescience.com vom 20.7.2015. In dem Artikel wird die Hoffnung verbreitet, die PDO könnte nun langfristig in die positive Phase umschwenken und endlich die Erwärmungspause beenden. Absolut verrückt, wenn man bedenkt, dass der Zyklus 60 Jahre dauert und erst um 2007 in die negative Phase eingetreten ist. Grundschulmathematik: sieben plus 30 ist 37, also 2037. Erst in den 2030er Jahren ist mit dem Umschwung in wärmere PDO-Zeiten zu rechnen. Peinlich, peinlich reportingclimatescience.com… Hier der Beginn des Beitrags:

Weiterlesen auf reportingclimatescience.com

 

Und hier die wahren PDO-Daten:

Abbildung: PDO Ozeanzyklus. Quelle: Wikipedia. By Giorgiogp2 (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0) or GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html)], via Wikimedia Commons

 

 

Müssen Klimaalarmisten ihre Opfer bald für verursachte psychologische Schäden entschädigen?

Stets informieren uns die Medien über Hitzewellen und andere Wärmeanomalien. Dabei gibt es natürlich auch gegenteilige Entwicklungen in der Welt. So haben sich im Gelben Meer 2011 die Oberflächentemperaturen unerwartet stark abgekühlt. Ein Forscherteam um Joon-ho Lee hat die Kälteanomalie nun unter die LUpe genommen und am 4. April 2016 darüber im Journal of Geophysical Research berichtet:

Contribution of the Yellow Sea Bottom Cold Water to the abnormal cooling of Sea Surface Temperature in the summer of 2011
Satellite-based sea surface temperature (SST) measurements revealed an abnormal cooling anomaly over the Yellow Sea (YS) in the summer of 2011. Using in situ hydrographic profiles, meteorological fields, and an ocean circulation model with a passive tracer experiment, we identified the cold SST anomaly and its connection with the YS Bottom Cold Water (YSBCW), which occupies the central part of the YS below the thermocline in the summer. The summer SST anomalies in the YS showed three cold peaks in 1993, 2003, and 2011 over the past 20 years, but the reasons for the cooling events were different, as one was due to weakened surface heating and the other was attributed to mixing with the YSBCW. In 1993 and 2003, relatively weak surface heating made the surface water cooler compared with that during the other years, whereas in 2011, a strong vertical mixing of water was induced by a typhoon that passed through the central YS, causing the surface water to cool by ∼8°C and the bottom water to warm up by ∼4°C. A tracer experiment further confirmed that the vertical heat transfers between the warm surface and the cold bottom water masses when the typhoon passed through the YS interior.

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EIKE am 3. April 2016:

Treibhäuser des Klima-Alarmismus – Mit welchen Tricks deutsche Universitäten abweichende Meinungen niederhalten

Ein Interview mit EIKE Vizepräsident Michael Limburg geführt von Fred. F. Mueller

Universitäten haben eigentlich die Aufgabe, die Freiheit der Forschung und Lehre zu verteidigen und den akademischen Nachwuchs anzuhalten, das Streben nach Wahrheit und Wissenschaftlichkeit zu seiner Leitschnur zu machen. An Zeiten, in denen dies anders war und nur Vertreter z.B. eines „gefestigtem Klassenstandpunkts“ geduldet wurden, erinnert man sich insbesondere in Deutschland eher mit unguten Gefühlen. Leider scheinen diese unguten Zeiten schon wieder heraufzudämmern, wenn man sieht, mit welcher Dreistigkeit deutsche Hochschulen inzwischen des Recht beugen, wenn es darum geht, sogenannten „Klimaleugnern“ die Erlangung akademischer Würden zu verweigern. So wie es dem Dipl.-Ing. Michael Limburg erging, dem die wissenschaftliche Anerkennung seiner Dissertation versagt wurde – nicht weil diese fachlich fehlerhaft war, sondern weil sie nicht in den Rahmen des aktuell politisch genehmen Klimalarmismus passte.

Weiterlesen auf EIKE.

 

 

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Trauma durch vorsätzlich geschürte Klimaangst: Müssen Klimaalarmisten ihre Opfer bald vielleicht sogar für verursachte psychologische Schäden entschädigen? Mittlerweile soll es sogar Paare geben, die sich aus Furcht vor dem Klimawandel gegen Kinder entscheiden, da sie in der klimatisch verseuchten Welt keinen lebenswerten Platz mehr erkennen können. Da bleibt einem echt die Spucke weg. Sektenähnlich werden hier Angstgebäude errichtet, die von den schwächeren und unkritischeren Mitgliedern der Gesellschaft für bare Münze genommen werden. Traurig und gefährlich.

Dave Bry in The Guardian am 2. April 2016:

Does climate change make it immoral to have kids?

Bringing children into a disintegrating environment used to be a theoretical fear. Now it’s a very real one

[...] The awfulness seems to be getting worse, especially now that climate change has sped up – sea level rise that was supposed to take centuries has recently been projected as taking just decades. This complicates the already difficult decision of whether to have a kid. We’re living through what scientists call the “Sixth Extinction”, an era of precipitous decline in the number of species able to live on the planet. The last mass extinction, the fifth, happened 66 million years ago, when a giant asteroid crashed into Earth and 76% of all the species on the planet perished. This time, we’re doing it to ourselves.

Der arme Mann…

Tip: WUWT.

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Am 4. April 2016 brachte das ZDF die Doku “Risiko Pol-Umkehr”:

Es ist nicht ausgeschlossen, dass magnetischer Nord- und Südpol die Plätze tauschen, was fatale Auswirkungen auf das Erdmagnetfeld und damit den Menschen und die Natur hätte.

Die Sendung steht auch in der ZDF Mediathek bereit. Ab Minute 34:40 wird dort ziemlich realistisch über Svensmark’s Modell zur Wolken- und Klimabeeinflussung durch kosmische Strahlung berichtet.

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Lesenswerter Artikel von Dr. U. Berner und Prof. Dr. A. Hollerbach (pdf hier):

Klimawandel und CO2 aus geowissenschaftlicher Sicht

Kurzfassung:
Klima zeichnet sich immer durch Wandel aus und die heutige Klimaänderung ist verglichen mit denen der Vergangenheit in ihrem Ausmaß noch sehr moderat und nicht ungewöhnlich. Kohlendioxid war und ist ein wichtiges Treibhausgas, aber es war nicht allentscheidend für die Klimawandel der Vergangenheit. Die bisherigen Untersuchungen liefern Argumente dafür, dass die Sonne einen deutlichen lenkenden Einfluss auf das Klima ausgeübt hat. Auch wenn die menschliche Gesellschaft durch Emissionsminderung nicht korrigierend auf klimatische Veränderungen einwirken kann – dies zeigen Modellrechnungen sehr deutlich – so ist Ressourcenschutz, vernünftiges Verhalten und nachhaltiges Wirtschaften keineswegs überflüssig, da unsere fossilen Energieträger endlich sind.

Weiterlesen (pdf hier).

 

Klimamodelle hinterfragt: Wasserhaushalt schwankte im 20. Jahrhundert weniger stark als erwartet

In einer wärmeren Welt gibt es mehr Verdunstung, was den durchschnittlichen Wasserdampfgehalt der Atmosphäre ansteigen lässt. Trotzdem hatten einige Forscher prognostiziert, dass es in Zukunft vermehrt Dürren geben würde. Intuitiv will dies nicht so richtig einleuchten. Kritik wurde jedoch stets mit Hinweis auf die außergewöhnlichen Fähigkeiten der verwendeten Supercomputer im Keim erstickt. Man solle den Black Boxes einfach vertrauen.

Die Phase der wilden Dürrespekulationen scheint nun vorerst vorbei zu sein. Ein Forscherteam um Fredrik Charpentier Ljungqvist von der Universität Stockholm hat in einer am 6. April 2016 in Nature erschienenen Arbeit die Vorhersagekraft der verwendeten Klimamodelle zur Niederschlagsentwicklung mit der realen Situation der letzten 1200 Jahre verglichen. Das Ergebnis ist ernüchternd: Die Modelle können die Niederschlagsschwankungen nicht nachvollziehen. Dadurch verlieren die Regen-Simulationen automatisch auch die ihnen vormals zugedachte Fähigkeit für Zukunftsmodellierungen. Ein schwerer Schlag für die Klimaprognostik.

Spiegel Online berichtete im Beitrag “Fehler in Klimamodellen: “Dürreprognosen sind wenig vertrauenswürdig” über die Studie und brachte ein Interview mit Eduardo Zorita vom Helmholtz-Zentrum in Geesthacht, einem Ko-Autor der Studie:

Eduardo Zorita: [...] Unsere Studie aber zeigt, dass die Klimamodelle Probleme haben, Veränderungen des Niederschlags zu berechnen.

SPIEGEL ONLINE: Das würde den Kern der Klimaprognosen treffen, denn die wichtigsten Prognosen handeln ja von Veränderungen des Niederschlags. Was ist von den Warnungen vor mehr Dürre zu halten?

Zorita: Diese Prognosen sind wenig vertrauenswürdig. Unsere Arbeit zeigt, dass die Ergebnisse der Klimamodelle deutlich abweichen von den Klimadaten zum Niederschlag.

[...]

SPIEGEL ONLINE: Bestätigen die Daten denn, dass sich das Klima bereits verändert hat, wie es die Modelle berechnet haben? Auch beim Niederschlag müsste sich ja spätestens im 20. Jahrhundert der Einfluss des Menschen zeigen.

Zorita: In unseren Daten sieht man im 20. Jahrhundert keine Auffälligkeiten, es war beim Niederschlag keine Besonderheit. Vom neunten bis zum elften Jahrhundert war es ähnlich trocken, und da gab es noch keinen menschengemachten Klimawandel. Auch schwere Dürren wie zuletzt im Westen der USA werden durch Daten aus dem Mittelalter relativiert. Die Niederschlagsmenge scheint zudem stärker zu schwanken als bislang vermutet wurde, auch das zeigen die Daten aus 1200 Jahren.

SPIEGEL ONLINE: Trockene Regionen sollen laut Klimaprognosen noch trockener, feuchte noch nasser werden – so lauten die Warnungen aus den Klimaprognosen. Können Sie wenigstens diese Annahme bestätigen?

Zorita: Nein. Obwohl das Szenario physikalisch plausibel ist, sehen wir es nicht in den Daten.

[...]

Zorita: Unsere Studie ist ein Warnsignal. Sie zeigt, dass wir die Klimamodelle besser testen müssen. Den Wasserkreislauf, das zentrale Klimaphänomen, können sie bislang kaum modellieren.

Ganzes Interview auf Spiegel Online lesen.

 

Die Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL, an der Ko-Autor David Frank beschäftigt ist, gab die folgende Pressemitteilung zur Publikation heraus:

Klimamodelle hinterfragt: Wasserhaushalt schwankte im 20. Jahrhundert weniger stark als erwartet

Auf der Nordhemisphäre gab es in den letzten 1200 Jahren stärkere Nass- und Trockenzeiten als im 20. Jahrhundert – trotz Klimaerwärmung. Dies belegt eine neue Studie in Nature. Sie hinterfragt die aktuellen Klimamodelle, die bei steigenden Temperaturen grössere Schwankungen im Wasserhaushalt für das 20. Jahrhundert zeigen, berichtet das internationale Forscherteam mit Beteiligung der Eidg. Forschungsanstalt WSL.

Dies ist überraschend, denn die gängigen Klimamodelle sagen eigentlich grössere Schwankungen des Wasserhaushalts im wärmeren 20. Jahrhundert voraus. Wichtige Daten hierzu fehlten bisher jedoch, da die Niederschlagsmessungen keine 200 Jahre zurückreichen, schreiben die Forschenden in Nature. Die neuen Resultate könnten dabei helfen, die Modelle zur Vorhersage der künftigen Wasserverfügbarkeit zu verbessern.

Früherer Wasserhaushalt rekonstruiert (weiterlesen …)

Studie der Yale University rüttelt auf: Anbau von Biotreibstoffen gefährdet afrikanischen Waldbestand mehr als Klimawandel

Immer wieder regen wir uns an dieser Stelle über die Tagesschau auf, die regelmäßig Klimaangst schürt, vermutlich auf Drängen politischer Lenker. Da ist es überaus erfrischend, dass es im Tagesschau-Team auch realistischere Sichtweisen zum Klimawandel gibt. Wochentäglich gibt es auf tagesschau.de die interessante Rubrik “Wetterthema”. Dabei beschäftigte sich Tim Staeger von der ARD-Wetterredaktion am 22. März 2016 mit der Klimageschichte. Hier ein Auszug:

Auch die als Optimum der Römerzeit bezeichnete, recht warme Periode zwischen 100 und 500 n. Chr. fällt wohl nicht ganz zufällig mit der Blütezeit des Römischen Reiches zusammen. Jedenfalls steht diese Epoche in deutlichem Gegensatz zu dem darauffolgenden Pessimum der Völkerwanderungszeit. Denn zwischen etwa 400 und 600 n. Chr. verschlechterten sich die klimatischen Bedingungen in Europa wieder und die ausbleibenden Ernten zwangen viele germanische Völker ihren angestammten Lebensraum zu verlassen und sich auf die Suche nach einer neuen Heimat zu machen. Darauf folgte zwischen 800 und 1300 das Mittelalterliche Optimum, in dem es ähnlich warm war, wie in der letzten Klimanormalperiode von 1961 bis 1990, deren Mitteltemperatur als Bezugswert verwendet wird. Da aus dieser Zeit keine direkt gemessenen Daten existieren, sondern beispielsweise die Breite von Baumringen oder Eisbohrkerne zu Rate gezogen werden, sind die Unsicherheiten aber größer als bei direkt gemessenen Temperaturwerten. Jedoch deuten viele deutsche Ortsnamen aus dieser Zeit auf Weinanbau in Regionen hin, in denen es bis vor Kurzem noch zu kühl dafür war. Des Weiteren besiedelten die Wikinger 982 zum ersten Mal Grönland, was übersetzt „Grünland“ bedeutet. Sie mussten jedoch etwa 200 Jahre später ihre Siedlungen dort wieder aufgeben, da erneut eine kühlere Klimaepochen, die sogenannte „Kleine Eiszeit“ begann.

Ganzen Beitrag auf tagesschau.de lesen. Auch die dort gezeigte Graphik zeigt die starke natürliche Klimadynamik der letzten 10.000 Jahre deutlich, was einen guten Kontext für die Moderne Wärmeperiode herstellt (klicken Sie auf die Graphik, um auf die große Version auf tagesschau.de zu gelangen).

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Am 6. April 2016 brachte Radio SRF 2 eine einstündige Klimagrusel-Orgie für Fortgeschrittene in 6 Einzelbeiträgen:

Nach uns die Sintflut: Klimawandel und die kommenden Generationen
Welche Erde hinterlassen wir unseren fernen Nachfahren? In der Klimaschutz-Diskussion denken wir kaum je über unsere Enkel hinaus. Warum und mit welchen Folgen? Welche Verantwortung haben wir für das Wohlbefinden künftiger Generationen? In welchem Zustand hinterlassen wir ihnen die Erde? Kontext stellt diese Fragen über die Generation unserer Kinder und Enkel hinaus und nimmt viel längere Zeiträume ins Visier. Denn neue Studien zeigen: Tun wir jetzt nicht genug gegen den Klimawandel, dann hat das Auswirkungen, auf viele, viele Generationen. Nach uns die Sintflut? Klimaforscher, Aktivisten und Jungpolitiker sowie Expertinnen und Experten aus Ethik, Ökonomie und Psychologie geben Antwort.

Man muss sich die knapp einstündige Sendung nicht als Ganzes anhören, auf der SRF-Webseite können die sechs Einzelbeiträge auch separat angewählt werden.

Gleich im ersten Beitrag konnte Thomas Stocker beweisen, dass er ein sogar noch grösserer Klima-Apokalyptiker ist, als selbst James Hansen. Fossiles CO2 soll laut seiner Weisheit nach 10.000 Jahre (!) in der Atmosphäre verbleiben und die arabische Halbinsel wäre 3015 nicht mehr bewohnbar. Kein Wunder, dass ein derartiger Katastrophen-Freund wie Stocker nicht IPCC-Präsident werden konnte. Er wäre selbst für solch einen ausgesprochenen Alarmisten-Club kaum tragbar gewesen. Da durfte freilich auch der Godfather der Klima-Alarm-Mafia nicht fehlen, und so erhielt James Hansen himself eine – natürlich – durch und durch unkritische und sympathisierende Würdigung durch sein SRF-Groupie Thomas Häusler.

Sehr witzig war auch ein Beitrag über das sogenannte “Nudging”, ein Manipulationsversuch, um IPCC-konformes Verhalten zu bewirken. Im Beitrag wird gleich am Anfang betont, dass man den Menschen auf keinen Fall “Angst vor der Klimazukunft” machen solle. Wahrlich amüsant, wie “konsequent” dieser Ratschlag während der gesamten einstündigen Sendung “befolgt” wurde… Der Grundtenor aller 6 Einzelbeiträge lautete: Wir müssen nicht nur für das folgende Jahrhundert, sondern schon für die nächsten Jahrtausende das Klima der Erde perfekt schützen, in dem wir möglichst sofort kein fossiles CO2 mehr freisetzen.

Falls die Menschen der Jungsteinzeit vor einigen tausend Jahren die gleiche Einstellung gehabt hätten, wie die heutigen Klima-Alarmisten, so hätten sie sagen müssen: “Wir dürfen keine Wälder für den Ackerbau roden, weil wir sonst die Brennholz- und Jagdwild-Resourcen der zukünftigen Generationen vernichten und so deren Lebensgrundlagen zerstören würden”. Folglich hätte es dann keine höhere Zivilisation gegeben und Homo Sapiens würde immer noch in nur kleinen Horden von Jägern und Sammlern durch die Wälder streifen. Allerdings wäre dieses triste Szenario wahrscheinlich wohl genau der Zustand der Menschheit und des Planeten, den heutige Öko-Fanatiker als ihr optimales Ideal anstreben.

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Es gab eine Zeit, da versuchten Forscher die ganze komplexe Welt stets nur mit einem Faktor zu beschreiben: CO2. Das Molekül hätte an allem und jedem Schuld. Bei dieser extremen Fokussierung ließ man dann leichtfertig viel wichtigere Faktoren außer acht. Allmählich scheint die Wissenschaft nun jedoch aus dieser Phase herauszukommen. Mittlerweile traut man sich jetzt wieder, offener zu argumentieren.

Am 28. März 2016 erschien im Fachblatt Global Change Biology eine neuen Arbeit eines Teams um Julie Aleman von Yale University. Die Forscher modellierten die Waldentwicklung für das südlich der Sahara gelegene Afrika für die kommenden 50 Jahre. Dabei fanden Aleman und Kollegen eine deutliche Abnahme des Baumbestandes. Die Ursachen hierfür waren jedoch einigermaßen überraschend. Klimatische Änderungen und damit verbundene Verschiebungen in den Niederschlägen hatten nur einen minimalen Einfluß auf das Geschehen. Der Haupttreiber der Waldzerstörung waren Änderungen in der Landnutzung. Explizit nennen die Autoren die Gefahr durch den vermehrten Anbau von Pflanzen zur Biotreibstoffherstellung, für den große Waldflächen gerodet werden. Ursprünglich zur Eindämmung der CO2-Emissionen konzipiert, verursachen die vermeintlich klimarettenden Maßnahmen einen noch viel größeren Schaden als der Klimawandel selbst. Im Folgenden die Kurzfassung der wichtigen Studie:

Land-use change outweighs projected effects of changing rainfall on tree cover in sub-Saharan Africa Land-use vs. rainfall effects on tree cover
Global change will likely affect savanna and forest structure and distributions, with implications for diversity within both biomes. Few studies have examined the impacts of both expected precipitation and land-use changes on vegetation structure in the future, despite their likely severity. Here we modeled tree cover in Sub-Saharan Africa, as a proxy for vegetation structure and land cover change, using climatic, edaphic and anthropic data (R2 = 0.97). Projected tree cover for the year 2070, simulated using scenarios that include climate and land-use projections, generally decreased, both in forest and savanna, although the directionality of changes varied locally. The main driver of tree cover changes was land-use change; the effects of precipitation change were minor by comparison. Interestingly, carbon emissions mitigation via increasing biofuels production resulted in decreases in tree cover, more severe than scenarios with more intense precipitation change, especially within savannas. Evaluation of tree cover change against protected area extent at the WWF Ecoregion scale suggested areas of high biodiversity and ecosystem services concern. Those forests most vulnerable to large decreases in tree cover were also highly protected, potentially buffering the effects of global change. Meanwhile, savannas, especially where they immediately bordered forests (e.g. West and Central Africa), were characterized by a dearth of protected areas, making them highly vulnerable. Savanna must become an explicit policy priority in the face of climate and land use change if conservation and livelihoods are to remain viable into the next century.

 

Internationale Baumringexperten: Mittelalterliche Wärmeperiode war heißer als gedacht. Klimamodelle scheitern bei Simulation

Allmählich nimmt das Millenniumsklima Fahrt auf. Am 15. Februar 2016 erschien in den Quaternary Science Reviews eine Arbeit eines Team um Rob Wilson, in dem die Temperaturentwicklung der nördlichen Hemisphäre auf Basis von Baumringen rekonstruiert wird. Und wer hätte es gedacht, die Forscher fanden eine Mittelalterliche Wärmeperiode von 900-1170 n.Chr., die länger und heißer als in den Vorgängerrekonstruktionen war. Das ist erfreulich, man scheint sich nun schrittweise der Realität anzupassen. Die dunklen Zeiten des Hockey Stick sind endgültig vorüber. Höchst bemerkenswert ist zudem die Feststellung der Autoren, dass die aktuellen Klimamodelle die Entwicklung der Mittelalterlichen Wärmeperiode nicht nachvollziehen können. Es muss also etwas Bedeutendes in den Modellen fehlen – eine wichtige Erkenntnis. Zukunftsmodellierungen auf Basis derselben Klimamodelle müsen entsprechend mit einer gesunden Portion Skepsis gesehen werden. Hier die Kurzfassung der Arbeit:

Last millennium northern hemisphere summer temperatures from tree rings: Part I: The long term context
Large-scale millennial length Northern Hemisphere (NH) temperature reconstructions have been progressively improved over the last 20 years as new datasets have been developed. This paper, and its companion (Part II, Anchukaitis et al. in prep), details the latest tree-ring (TR) based NH land air temperature reconstruction from a temporal and spatial perspective. This work is the first product of a consortium called N-TREND (Northern Hemisphere Tree-Ring Network Development) which brings together dendroclimatologists to identify a collective strategy for improving large-scale summer temperature reconstructions. The new reconstruction, N-TREND2015, utilises 54 records, a significant expansion compared with previous TR studies, and yields an improved reconstruction with stronger statistical calibration metrics. N-TREND2015 is relatively insensitive to the compositing method and spatial weighting used and validation metrics indicate that the new record portrays reasonable coherence with large scale summer temperatures and is robust at all time-scales from 918 to 2004 where at least 3 TR records exist from each major continental mass. N-TREND2015 indicates a longer and warmer medieval period (∼900–1170) than portrayed by previous TR NH reconstructions and by the CMIP5 model ensemble, but with better overall agreement between records for the last 600 years. Future dendroclimatic projects should focus on developing new long records from data-sparse regions such as North America and eastern Eurasia as well as ensuring the measurement of parameters related to latewood density to complement ring-width records which can improve local based calibration substantially.

Innerhalb weniger Wochen ist dies bereits die zweite Arbeit, die den Mißstand fehlschlagender Klimamodellierungen beklagt. Vor kurzem war es die Universität Gießen, die eklatante Unterschiede zwischen realer und simulierter Temperaturentwicklung während der letzten 2000 Jahre in Europa fand. Dies ist höchsterfreulich. Können wir den Betrieb dieses Blog also bald einstellen? Dies wäre zu hoffen, wenn sich der Klimarealismus nun endlich durchsetzen könnte.

Natürlich gibt es auch in der Wilson-Studie einige Problemchen. Die Moderne Wärmeperiode wird als deutlich wärmer als die Mittelalterliche Wärmeperiode dargestellt. Allerdings ist hier wohl vor allem die Auswahl der (wenigen) Proxy-Kurven Schuld. Es ließen sich also je nach Bedarf auch ganz andere Schluss-Segmente produzieren (Stichwort: Happy End vs. Tragic End). Siehe Beiträge auf Bishop Hill und WUWT. Ab der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts tritt zudem eine störende Divergenz zwischen Baumringen und der Temperatur auf, was eine verlässliche Klimaaussage in diesem Zeitabschnitt schwierig macht.

Generell ist der Baumring-Studie jedoch sicher zu trauen, auch wenn Baumringe nicht ganz pflegeleicht sind und es böse Fallen gibt, die es zu vermeiden gilt. In einer Pressemitteilung vom 27. Januar 2016 wies die University of Otago auf diese Komplikationen hin:

Uncertainties in tree-ring-based climate reconstructions probed
Current approaches to reconstructing past climate by using tree-ring data need to be improved on so that they can better take uncertainty into account, new research led out of New Zealand’s University of Otago suggests.

Tree growth rings are commonly used as climate proxies because they can be well-dated and the width of each ring is influenced by the climatic conditions of the year it grew in. In a paper appearing in the Journal of the American Statistical Association, statistics and tree ring researchers from Otago, the US and UK examined the statistical methods and procedures commonly used to reconstruct historic climate variables from tree-ring data.

The research was led by Dr Matthew Schofield of Otago’s Department of Mathematics and Statistics. His co-authors on the paper are departmental colleague Professor Richard Barker, Professor Andrew Gelman of Columbia University, Director of the Tree Ring Lab at Columbia Professor Ed Cook, and Emeritus Professor Keith Briffa of the University of East Anglia, UK. Dr Schofield says that their approach was to explore two areas where currently used approaches may not adequately account for these uncertainties. The first area involves the pre-processing of tree-ring data to remove non-climate related factors believed to be largely unrelated to climate effects on tree growth. Such factors include tree age, as the older a tree gets the less wide its rings tend to grow. “This is convenient to do and the resulting tree-ring ‘chronologies’ are treated as relating to only the climate variables of interest. However, it assumes perfect removal of the non-climatic effects from the tree-ring data and ignores any uncertainty in removing this information,” Dr Schofield says.

The second area of uncertainty the researchers studied involves the particular modelling assumptions used in order to reconstruct climate from tree rings. Many of the assumptions are default choices, often chosen for convenience or manageability. “This has made it difficult to evaluate how sensitive reconstructions are to alternate modelling assumptions,” he says. To test this sensitivity, the researchers developed a unified statistical modelling approach using Bayesian inference that simultaneously accounts for non-climatic and climatic variability. The team reconstructed summer temperature in Northern Sweden between 1496 and 1912 from ring measurements of 121 Scots Pine trees.

They found that competing models fit the Scots Pine data equally well but still led to substantially different predictions of historical temperature due to the differing assumptions underlying each model. While the periods of relatively warmer and cooler temperatures were robust between models, the magnitude of the resulting temperatures was highly dependent on the model being used. This suggests that there is less certainty than implied by a reconstruction developed using any one set of assumptions.

Am 23. März 2016 legte dann eine Gruppe um Juhani Rinne in Climate of the Past Discussions nach. Abschnitte mit spärlichen Daten bzw. Datenlücken würden zu falschen Trendaussagen führen. Hier der Abstract:

A universal error source in past climate estimates derived from tree rings
Recently it has been shown that climate estimates derived from tree rings often tend to show erroneous long-term oscillations, i.e. there are spectral biases at low frequencies. The result is independent of parameter studied (precipitation or temperature) or measured proxy (tree ring widths or maximum latewood densities). In order to find reasons for such universal errors, a new reconstruction method is introduced where no age dependence of the tree rings is determined. The aim, however, is not to generate better reconstructions but to study error variances of long-term oscillations. It is shown that paucities and data gaps due to missing trees increase the risk for erroneous low-frequency variability. A general approximate formula is introduced in order to estimate the presence of such a risk. A case study using Torneträsk data from Northern Sweden illustrates how longer periods with missing trees cause paucities and gaps leading to erroneous climatic oscillations. Systematic underestimation of the temperature around AD 1600 and after 1950 (“divergence”) is in the study case explained by such data gaps and paucities.