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Noch mehr Spaß mit Klimamodellen: Es will partout nicht passen

Im März 2013 betitelte Joachim Müller-Jung einen Artikel in der FAZ sehr treffend mit

Wer die Welt simuliert, hat die Wahrheit nicht gepachtet
Wie viel Realität steckt in Klimamodellen? Fakt ist: Die Komplexitäten nehmen zu, die Unsicherheiten aber auch. Wie kann die Forschung da glaubwürdig bleiben?

Weiterlesen auf faz.net.

Wir wollen heute einen weiteren Streifzug durch die Modellierungswelt wagen. Die Branche befindet sich bekanntlich in einer tiefen Sinnkrise. Man hatte eifrig drauflos modelliert aber die zahlreichen Prognosefehlschläge gehen mittlerweile an die Substanz. Eine erste Welle der Selbstkritik geht durch die Fachwelt. Nicht alles ist so rosig wie man es lange nach außen hin und gegenüber den staatlichen Geldgebern dargestellt hatte.

Am 21. Februar 2013 gab die Universität Göteborg eine Pressemitteilung heraus, dessen Titel bereits aufhorchen lässt: „Die Klimamodelle sind nicht gut genug“. Im Rahmen eines Promotionsprojektes wurde herausgefunden, dass Klimamodelle die in den letzten 50 Jahren in China beobachteten Veränderungen der extremen Regenfälle nicht nachvollziehen können:

Climate models are not good enough
Only a few climate models were able to reproduce the observed changes in extreme precipitation in China over the last 50 years. This is the finding of a doctoral thesis from the University of Gothenburg, Sweden. Climate models are the only means to predict future changes in climate and weather. “It is therefore extremely important that we investigate global climate models’ own performances in simulating extremes with respect to observations, in order to improve our opportunities to predict future weather changes,” says Tinghai Ou from the University of Gothenburg’s Department of Earth Sciences. Tinghai has analysed the model simulated extreme precipitation in China over the last 50 years. “The results show that climate models give a poor reflection of the actual changes in extreme precipitation events that took place in China between 1961 and 2000,” he says. “Only half of the 21 analysed climate models analysed were able to reproduce the changes in some regions of China. Few models can well reproduce the nationwide change.”

Probleme mit der Regenmodellierung gibt es aller Orten. Auch in den USA kriegen die Modelle die historische Niederschlagsentwicklung einfach nicht in den Griff, wie Mishra et al. (2012) und Knappenberger und Michaels (2013) zeigen konnten. Ähnliches fanden Stratton & Stirling (2012) und Ramirez-Villegas et al. (2013) auf globaler Ebene. Auszug aus der Kurzfassung des zuletzt genannten Papers:

Climatological means of seasonal mean temperatures depict mean errors between 1 and 18 ° C (2–130% with respect to mean), whereas seasonal precipitation and wet-day frequency depict larger errors, often offsetting observed means and variability beyond 100%. Simulated interannual climate variability in GCMs warrants particular attention, given that no single GCM matches observations in more than 30% of the areas for monthly precipitation and wet-day frequency, 50% for diurnal range and 70% for mean temperatures. We report improvements in mean climate skill of 5–15% for climatological mean temperatures, 3–5% for diurnal range and 1–2% in precipitation. At these improvement rates, we estimate that at least 5–30 years of CMIP work is required to improve regional temperature simulations and at least 30–50 years for precipitation simulations, for these to be directly input into impact models. We conclude with some recommendations for the use of CMIP5 in agricultural impact studies.

Soncini & Bocchiola (2011) hatten sich den Schneefall in den Italienischen Alpen angeschaut. Auch hier wieder das gleiche Bild: Die real gemessene Entwicklung kann von den Modellen nicht reproduziert werden. Schlimmer noch, die Zukunftsprojektionen verschiedener Modelle weichen stark voneinander ab. Hier die Kurzfassung der bemerkenswerten Arbeit:

General Circulation Models GCMs are widely adopted tools to achieve future climate projections. However, one needs to assess their accuracy, which is only possible by comparison of GCMs’ control runs against past observed data. Here, we investigate the accuracy of two GCMs models delivering snowfall that are included within the IPCC panel’s inventory (HadCM3, CCSM3), by comparison against a comprehensive ground data base (ca. 400 daily snow gauging stations) located in the Italian Alps, during 1990–2009. The GCMs simulations are objectively compared to snowfall volume by regionally evaluated statistical indicators. The CCSM3 model provides slightly better results than the HadCM3, possibly in view of its finer computational grid, but yet the performance of both models is rather poor. We evaluate the bias between models and observations, and we use it as a bulk correction for the GCMs’ snowfall simulations for the purpose of future snowfall projection. We carry out stationarity analysis via linear regression and Mann Kendall tests upon the observed and simulated snowfall volumes for the control run period, providing contrasting results. We then use the bias adjusted GCMs output for future snowfall projections from the IPCC-A2 scenario. The two analyzed models provide contrasting results about projected snowfall during the 21st century (until 2099). Our approach provides a first order assessment of the expected accuracy of GCM models in depicting past and future snowfall upon the (Italian) Alps. Overall, given the poor depiction of snowfall by the GCMs here tested, we suggest that care should be taken when using their outputs for predictive purposes.

 

Bloß aus den Wolken gegriffen? (weiterlesen …)

Spaß mit Klimamodellen: Pleiten, Pech und Pannen

Das schöne in der Wissenschaft ist, dass man sich ganz phantastische Modelle ausdenken kann und dabei seine Kreativität voll ausleben kann. Und weil es nicht nur einen Wissenschaftler gibt, sondern ganz viele, gibt es auch eine ganze Reihe von Alternativmodellen. Schlimm wird es erst, wenn der Tag der Wahrheit naht. Hefte raus Klassenarbeit. Wenn also die verschiedenen Prognosen mit den real eingetretenen Messwerten verglichen werden. Wer hatte den richtigen Riecher und wer sollte sich schleunigst ein besseres Modell einfallen lassen?

Wenn sich dann herausstellen sollte, dass alle Modelle danebenliegen, sind die Modelle falsifiziert, entpuppen sich also als wertlos. Die Überprüfbarkeit von Modellen ist ein Grundprinzip der Wissenschaft, wie bereits Richard Feynman in einem seiner legendären Vorträge erläuterte:

 

Fehlgeschlagene Hypothesen hat es in der Wissenschaft sehr oft gegeben. Eine schöne Zusammenstellung der größten Wissenschaftsflops gibt es auf WUWT. Leider gehören auch die Klimawissenschaften in diese Kategorie. Roy Spencer hat einmal eine ganze Palette von 73 Klimamodellen mit der realen Temperaturentwicklung vergleichen, und alle schossen weit überhitzt über das Ziel hinaus:

Und gleich noch so ein Fehlschlag: Im August 2009 hatten Judith Lean und David Rind in den Geophysical Research Letters eine mutige Mittelfrist-Klimaprognose gewagt. Sie hatten für den Fünfjahreszeitraum 2009 bis 2014 eine Erwärmung von 0,15°C vorhergesagt. In Wahrheit erwärmte es sich in diesem Zeitraum überhaupt nicht. Eine bittere Pleite.

In den letzten Jahren dämmerte es den Forschern, dass vielleicht doch nicht nur das i-Tüpfelchen in den Modellen fehlte. Zu offensichtlich waren die Fehlprognosen. Kein einziges der vormals hochgelobten Klimamodelle hatte den mittlerweile seit 16 Jahre anhalten Erwärmungsstopp für möglich gehalten. Im September 2011 räumten Crook & Forster in einem Artikel im Journal of Geophysical Research ein, dass die vordergründige Reproduktion der realen Temperaturentwicklung in einem Klimamodell noch lange nicht bedeutet, dass die Mechanismen vollständig verstanden wären. Zu vielfältig sind die frei einstellbaren Parameter, die in der Regel bewusst so gewählt werden, dass eine Übereinstimmung aktiv herbeigeführt wird. Eine Vorhersagekraft kann sich daher hieraus nicht automatisch ableiten. Hier ein Auszug aus der Kurzfassung von Crook & Foster (2011):

In this paper, we breakdown the temperature response of coupled oceanatmosphere climate models into components due to radiative forcing, climate feedback, and heat storage and transport to understand how well climate models reproduce the observed 20th century temperature record. Despite large differences between models feedback strength, they generally reproduce the temperature response well but for different reasons in each model.

In der Mitgliederzeitschrift der American Geophysical Union (AGU), Eos, beschäftigte sich Colin Schultz mit dem Artikel und nahm kein Blatt vor den Mund:

Climate model’s historical accuracy no guarantee of future success
To validate and rank the abilities of complex general circulation models (GCMs), emphasis has been placed on ensuring that they accurately reproduce the global climate of the past century. But because multiple paths can be taken to produce a given result, a model may get the right result but for the wrong reasons.

Die Ernüchterung hat mittlerweile auch auf die IPCC-nahen Blogs übergegriffen. In einem Gastbeitrag auf Real Climate stellten Geert Jan van Oldenborgh, Francisco Doblas-Reyes, Sybren Drijfhout und Ed Hawkins am 15. April 2013 klar, dass die im aktuellen 5. IPCC Klimazustandsbericht verwendeten Modelle für regionale Klimaprognosen gänzlich ungeeignet sind: (weiterlesen …)

9. ExtremWetterKongress vom 6.-10. Oktober 2014 in Hamburg: Ist die Einladung an die Kalte Sonne in der Post verloren gegangen?

Vom 6. bis 10. Oktober 2014 findet in Hamburg die 9. Auflage des ExtremWetterKongresses statt. Das Vortragsprogramm finden Sie auf der Webseite der Veranstaltung. Der direkte Link zum Programm-pdf ist hier. Hauptsponsor ist pikanterweise die MunichRe. Sie steht im Verdacht, von der Verbreitung der Klimaangst direkt zu profitieren und daher befangen zu sein (siehe “Spiegel Online zweifelt an Katastrophenszenarien der Münchener Rückversicherung“).

Veranstalter des Kongresses ist das “Institut für Wetter- und Klimakommunikation” (IWK), wie man am unteren Rand der Webseite erfährt, wenn man über ein unleserliches rundliches Logo fährt. Der Link geht dann jedoch auf die Webseite wetterspiegel.de, die ziemlich wild und wenig akademisch aussieht. Gibt es vielleicht gar keine eigene Webseite des IWK? Wer steckt dahinter? Wir googlen. Das Ergebnis ist ernüchternd: Es existiert offenbar wirklich keine eigene Internetplattform des Instituts. Schauen wir also ins Impressum von wetterspiegel.de. Dort ist tatsächlich das “Institut für Wetter- und Klimakommunikation GmbH” angegeben. Als Geschäftsführer werden Frank Böttcher und Alexander Hübener aufgeführt. Frank Böttcher? Genau da war doch was: “Extremwetter-”Experte” Frank Böttcher kennt die neueste Literatur nicht: Aktuelle Forschungsergebnisse zur globalen Wirbelsturmentwicklung schaden seinem klimaalarmistischen Geschäft“. Ohne Klimaangst und Extremwetteralarm wäre der Besucherzuspruch für den kommerziellen ExtremWetterKongress sicher begrenzt. Es verwundert daher nicht, dass Böttcher aus Werbegründen kräftig den klimatischen Weltuntergang predigt, um Besucher in seine Hallen zu locken.

Stöbern wir ein wenig in der Vortragsliste. Mit dabei ist z.B. Paul Becker vom Deutschen Wetterdienst, ein eingefleischter Klimaalarmist. Peter Höppe von der MunichRe darf bei der einleitenden Pressekonferenz auftreten, haben sich die Sponsorengelder doch gelohnt. Vielleicht hätten wir von der kalten Sonne ebenfalls etwas spenden sollen, denn erneut haben wir keine Referenten-Einladung erhalten (siehe unseren Beitrag aus dem Vorjahr “Hamburger Extremwetterkongress vom 23.-27. September 2013: Wann kommt die Einladung an die Autoren der kalten Sonne?“). Sprechen wird hingegen Mojib Latif. Ob er wohl den Mut aufbringen wird, einige unbequeme Dinge zu enthüllen, die er bislang nur versteckt in der Fachwelt einräumte? Siehe “Mojib Latif: Der Nachweis des anthropogenen Klimabeitrags gestaltet sich schwierig, da die natürlichen Ozeanzyklen dominieren” und “Mojib Latif im Fachvortrag in den USA: Die CO2-Klimasensitivität ist vom IPCC zu hoch angesetzt worden“.

Eingeladen wurde auch Hans von Storch, der hoffentlich einige kritische Punkte ansprechen können wird. Siehe “Klimaforscher Hans von Storch: Klimamodelle berücksichtigen möglicherweise Änderungen der Sonnenaktivität zu wenig” und “Judith Curry prognostiziert Erwärmungspause bis in die 2030er Jahre: Hans von Storch fordert in einem solchen Fall Misstrauensvotum gegen CO2“. Am 7. Oktober wird um 9:15 Uhr Hartmut Graßl sprechen. Sein Thema lautet “ Aberglauben bei Wetter und Klima”. Dabei hätten wir viel lieber etwas über seine Klimaprognose von 1990 gehört (siehe “Graßl’s Erwärmungsprognose von 1990 droht dramatisch zu scheitern“).

 

Wie kalt wird ein Winter in zwei Jahren? AW-Studie zeigt: Klimamodelle tun sich schwer mit mittelfristigen Klimaprognosen

Pressemitteilung des Alfred-Wegener-Instituts (AWI) vom 4. Dezember 2012 (Fettsetzung ergänzt):

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WIE KALT WIRD EIN WINTER IN ZWEI JAHREN?
NEUE STUDIE ZEIGT: KLIMAMODELLE TUN SICH NOCH SCHWER MIT MITTELFRISTIGEN KLIMAPROGNOSEN

Wie gut sind die weltweit wichtigsten Klimamodelle geeignet, um die Wetterbedingungen für das kommende Jahr oder gar Jahrzehnt vorherzusagen? Die Potsdamer Wissenschaftler Dr. Dörthe Handorf und Prof. Dr. Klaus Dethloff vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in der Helmholtz-Gemeinschaft (AWI) haben 23 Klimamodelle getestet und ihre Ergebnisse in der aktuellen Ausgabe der internationalen Fachzeitschrift Tellus A veröffentlicht. Ihr Fazit: Der Weg zu verlässlichen regionalen Vorhersagen auf saisonalen und dekadischen Zeitskalen ist noch weit. Keines der getesteten Modelle ist heute schon in der Lage, die wetterbestimmenden Muster von Hoch- und Tiefdruckgebieten so gut vorauszuberechnen, dass die Wahrscheinlichkeit eines kalten Winters oder eines trockenen Sommers verlässlich prognostiziert werden kann.

Wie sich der globale Klimawandel regional und mittelfristig auswirken wird, gehört aktuell zu den wichtigsten Fragen der Klimaforschung. Diese sind Gegenstand nationaler und internationaler Forschungsprogramme und werden auch im nächsten Weltklimabericht eine große Rolle spielen. Denn Gesellschaften, die sich auf klimatische Änderungen einstellen müssen, sollten wissen, welche konkreten Veränderungen auf sie zukommen. Für die Energie- oder Landwirtschaft beispielsweise wäre es ein enormer Gewinn, wenn die mittelfristig vorherrschenden Wetterbedingungen in einer Region einigermaßen verlässlich prognostiziert werden könnten. Vor diesem Hintergrund ist die Vorhersagequalität gängiger Klimamodelle für den Zeitraum von Jahreszeiten bis hin zu einem Jahrzehnt von großer Bedeutung.

Das Wettergeschehen auf der Erde wird ganz wesentlich von großräumigen Zirkulationsmustern der Atmosphäre bestimmt. Ein Beispiel ist die nordatlantische Oszillation. Sie beeinflusst Stärke und Lage der Westwinde über dem Nordatlantik und legt damit die Zugbahnen der Tiefdruckgebiete über Nord- und Mitteleuropa fest. Solche auch als „Telekonnektion“ bezeichneten Zirkulationsmuster sind über die gesamte Erde verteilt und bestimmen die räumliche und zeitliche Verteilung von Hoch- und Tiefdruckgebieten über große Entfernungen hinweg. Wissenschaftler sprechen dabei von der Ausbildung „meteorologischer Aktionszentren“, die das Wetter einer ganzen Region prägen. Im Fall der nordatlantischen Oszillation sind das zum Beispiel die bekannten Wetterzentren „Islandtief“ und „Azorenhoch“.

„Kurzfristige Wettervorhersagen sind mittlerweile sehr verlässlich. Die Probleme für saisonale und dekadische, also mittelfristige Vorhersagen sind die enorme [natürliche] Variabilität und die vielfältigen Rückkopplungseffekte, denen die atmosphärische Zirkulation unterliegt“, erläutert AWI-Meteorologin Dörthe Handorf die besondere Herausforderung für Modellierer. Um die Vorhersagequalität der 23 wichtigsten Klimamodelle zu testen, haben die AWI-Wissenschaftler überprüft, wie gut diese Modelle die großräumigen Zirkulationsmuster der vergangenen 50 Jahre reproduzieren können. Insgesamt wurden 9 bekannte Zirkulationsmuster rückblickend untersucht, vier davon besonders eingehend. Ergebnis: Die räumliche Verteilung atmosphärischer Zirkulationsmuster wird von einigen Modellen bereits sehr gut beschrieben. Wie stark oder schwach Islandtief, Azorenhoch und andere meteorologische Aktionszentren zu einem bestimmten Zeitpunkt der letzten 50 Jahre ausgeprägt waren, die zeitlichen Verteilungsmuster also, konnte allerdings keines der Modelle zufriedenstellend reproduzieren.

„Gegenwärtig arbeiten Klimaforscher in aller Welt daran, die Auflösung ihrer Modelle und die Leistungsfähigkeit von Klimarechnern zu erhöhen“, beschreibt AWI-Forscherin Dörthe Handorf eine naheliegende und wichtige Möglichkeit, um die mittelfristige Vorhersagequalität von Klimamodellen weiter zu verbessern. Dadurch können klimatische Veränderungen räumlich und zeitlich kleinskaliger abgebildet werden. „Es wird aber nicht reichen, die reine Computer-Power zu erhöhen“, so die Potsdamer Wissenschaftlerin, die sich bereits seit 1997 mit Fragen der Klimavariabilität beschäftigt. „Wir müssen weiter daran arbeiten, die grundlegenden Prozesse und Wechselwirkungen in diesem komplizierten System „Atmosphäre“ zu verstehen. Denn auch ein Hochleistungsrechner kommt an seine Grenzen, wenn die mathematischen Gleichungen eines Klimamodells die wirklichen Zusammenhänge nicht exakt genug beschreiben.“

Eine Schlüsselrolle für die Optimierung von Klimamodellen spielt die Arktis. Sie gehört zu den wichtigsten Motoren des Klima- und Wettergeschehens, ist gleichzeitig eine der Regionen, in denen das Klima sich gegenwärtig am stärksten verändert. Gleichzeitig ist der Hohe Norden noch immer so unwirtlich, dass viel zu wenig Daten über die Arktis existieren. Künftige Forschungsarbeiten der Potsdamer Wissenschaftler gehen deshalb in zwei Richtungen. Zum einen entwickeln sie ein Klimamodell, das die oft kleinskaligen, wetterbestimmenden Prozesse in der Arktis besonders gut auflösen kann. Das Projekt namens TORUS wird im Rahmen des Forschungsprogrammes „MiKlip-Mittelfristige Klimaprognosen“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und von Dörthe Handorf koordiniert. Da Modellverbesserungen aber nur möglich sind, wenn umfangreiche Datensätze in hoher Qualität vorliegen, ist für den Zeitraum 2018-2019 eine große internationale  Messkampagne in der Arktis geplant. Sie wird den beteiligten Wissenschaftlern einiges abverlangen. Denn Teil der Messkampagne soll eine internationale arktische Driftstation sein, bei der ein Forscherteam im arktischen Winter mehrere Monate mit dem Meereis durchs Nordpolarmeer treibt.

Der Originalartikel heißt: Handorf, D. and K. Dethloff: How well do state-of-the-art Atmosphere-Ocean general circulation models reproduce atmospheric teleconnection patterns?, Tellus A, 2012, 64, 19777, (doi: 10.3402/tellusa.v64i0.19777).

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Siehe auch Beitrag zum Paper auf WUWT.

 

Totgesagte leben länger: Angebliches Klimaopfer erwacht von den Toten

Immer wieder wurde der Klimawandel verdächtigt, das Leben auf der Erde nachhaltig zu schädigen. Empört vermeldete man das Aussterben zahlreicher Arten und rechnete für die Zukunft bereits mit dem Schlimmsten. Das Ende sei nahe, der Weltuntergang wäre nur noch eine Frage der Zeit. Es wurden zahlreiche üppig dotierte Forschungsprojekte gestartet, die das angebliche Massensterben detailliert untersuchen sollten. Aber oh Wunder, es kam etwas ganz anderes heraus.  Siehe z.B. unsere Blogartikel “Ökosysteme reagieren auf Klimaerwärmung durch Zunahme der Artenvielfalt” und “Drei neue Studien dokumentieren: Der Amazonas Regenwald würde sogar die IPCC-Hitzeprognosen gut meistern“.

Am 20. September 2014 berichtete Axel Bojanowski nun auf Spiegel Online über eine wundersame Wiederentdeckung eines totgeglaubten angeblichen Klimaopfers, der Schnecke Rhachistia aldabrae:

Da bist du ja wieder, schönes Tier! Rhachistia aldabrae, eine schmucke Schnecke mit schwarz-rot-gestreiftem Gehäuse, lebt seit Urzeiten auf dem Seychellen-Atoll Aldabra. Doch Ende der Neunzigerjahre schien die Schnecke verschwunden zu sein. Verantwortlich sei wohl der Klimawandel, berichtete ein Forscher 2007. Wahrscheinlich habe Regenmangel im Westen des Indischen Ozeans Rhachistia aldabrae aussterben lassen, schrieb Justin Gerlach vom Naturschutzverband Nature Protection Trust of Seychelles. Das Verschwinden des Weichtiers bestärkte den Uno-Klimarat IPCC, in seinem Sachstandsbericht vor einem Artensterben aufgrund des Klimawandels zu warnen. Rhachistia aldabrae galt als eines der wenigen Beispiele für Tiere, die dem Klimawandel bereits zum Opfer gefallen sein könnten. Umso größer war nun die Freude über die Wiederbegegnung. “Wir wurden schier verrückt, es war so beeindruckend”, erzählte Shane Brice, Mitglied einer Seychellen-Expedition der Nachrichtenagentur AP. Experten bestätigten den Fund: Es könne sich nur um Rhachistia aldabrae handeln, sagte der Molluskenforscher Vincent Florens von der University Mauritius der AP. Die Entdeckung bringt die renommierte britische Wissenschaftsakademie Royal Society in Bedrängnis. In ihrem Fachblatt “Biology Letters” war jene Studie von Justin Gerlach erschienen, die das Aussterben der Schnecke behauptete. Forscher um Clive Hambler von der University of Oxford jedoch widersprachen der Arbeit bereits 2007 – doch die Royal Society habe den Abdruck verweigert, berichtet die “Times”.

Weiterlesen auf Spiegel Online.

 

Mit Dank an Notrickszone.com.

 

Neues aus der wunderbaren Welt der Temperaturdaten-Korrekturen

In der Welt der Temperaturdaten-Archive gibt es eine ganze Reihe von kreativen „Gestaltungsmöglichkeiten“, mit denen die Originalmessdaten „bearbeitetet“ bzw. „korrigiert“ werden, bevor sie als offizieller Messdatensatz veröffentlicht werden. Zum Teil sind dies sogar sehr sinnvolle Modifikationen. Wenn sich zum Beispiel Messgeräte ändern oder Messstationen örtlich etwas verlagert werden, müssen selbstverständlich entsprechende Anpassungen vorgenommen werden, um die Daten vergleichbar zu machen und künstliche Brüche und Artefakte zu vermeiden.

Aber wo endet die wissenschaftlich berechtigte „Korrektur“ und wo beginnt die fragwürdige Manipulation? Die Klimawissenschaften haben sich in den letzten Jahrzehnten zu einem hochpolitisierten Fach entwickelt, indem kleine Eingriffe in die Datenbasis eine große politische Wirkung entfalten können. Sollten sich einige „Korrekturen“ bei einer unabhängigen Überprüfung als unnötig und ideologisch getrieben herausstellen, könnte dies durchaus eine Straftat sein. Bereits 1907 hatte der US-amerikanische Wettdienst vor solchen Manipulationen gewarnt (Scan mit Dank an Real Science).

 

Vor etwa zwei Jahren, Mitte 2012, haben wir an dieser Stelle eine Einführung in das Thema gegeben (siehe unseren Blogartikel „Die wunderbare Welt der Temperaturdaten-Korrekturen: Und plötzlich hatte sich der Trend ins Gegenteil verkehrt…”.). Der Artikel wird auch heute noch regelmäßig über Google gefunden und gelesen und hat bereits vielen Lesern die Augen geöffnet. Nein, es handelt sich leider nicht um eine Verschwörungstheorie der „Klimaskeptiker“, es ist ein reales Problem, das zu lange unter dem Radar geblieben ist. Im Folgenden wollen wir uns anschauen, wie sich die Diskussion zur Temperaturdaten-Korrektur in den letzten 24 Monaten weiterentwickelt hat.

Am 7. Juli 2014 veröffentlichte Zeke Hausfather auf Judith Currys Klimablog Climate Etc. unter dem Titel „Understanding adjustments to temperature data“ einen Rechtfertigungsversuch, weshalb alle Korrekturen als legitim zu betrachten wären. Zeke Hausfather ist ein Energiesystem-Analyst und Umweltökonom, der einst an der BEST-Temperaturstudie der University Berkeley beteiligt war. Hausfather räumt gleich zu Beginn seiner Abhandlung ein, dass die modifizierten US-Temperaturen stark von den ursprünglichen Messwerten abweichen:

Adjustments have a big effect on temperature trends in the U.S., and a modest effect on global land trends. The large contribution of adjustments to century-scale U.S. temperature trends lends itself to an unfortunate narrative that “government bureaucrats are cooking the books”.

Die Materie ist technisch und schwierig. Bereits zuvor hatten Hausfathers Ansichten auf WUWT Kritik hervorgerufen (Beiträge von Bob Dedekind und Willis Eschenbach im Juni 2014). Wer liegt richtig, wer liegt falsch? Im Mai 2014 hatten Anthony Watts und Hausfather auf WUWT sogar einen gemeinsamen Artikel, der Diskrepanzen im Temperaturdatensatz des United States Historical Climatology Network (USHCN) zum Thema hatte. Im Gegensatz zu Steve Goddard sieht Klimaskeptiker Watts einen Teil der Temperaturkorrekturen durchaus als gerechtfertigt an. Trotzdem gab es im Juni 2014 dann doch einen Vorfall bei dem Watts Goddard Recht gab und USHCN in die Pflicht nahm. Die Fronten in dieser Diskussion sind daher alles andere als klar. Ende Juni 2014 brachte Judith Curry eine gute und wohlgewichtete Bestandsaufnahme der für Außenstehende verworrenen Diskussion.

Grundsätzlich ist es schon etwas verdächtig, wenn stets die Vergangenheit künstlich kälter gemacht wird als ursprünglich gemessen. Ohne „Korrektur“ würden die heutigen Temperaturen der USA lediglich auf dem Niveau der 1930er Jahre liegen. Eine Erwärmung wäre dann für die letzten 80 Jahre nicht erkennbar. Im Gegenteil, es wäre sogar eine Abkühlung eingetreten.

 

In einem Manuskript bemängelte 2012 auch Frank Lansner die erheblichen Modifikationen, die am US-Temperaturdatensatz durchgeführt wurden: (weiterlesen …)

Jetzt wird es ganz verrückt: Wärmeliebende Arten angeblich durch Klimaerwärmung gefährdet

Interessante Entwicklung im Focus. Am 8. September 2014 brachte Redakteur Michael Odenwald einen nachdenklichen Artikel zur Klimawirkung der Sonne, die sich wohltuend von der sonst üblichen IPCC-Katastrophenberichterstattung abhebt:

Sonne auf Spar-Flamme

Unser Tagesgestirn ist faul geworden. Auf seiner Oberfläche brodelt’s kaum mehr. Forscher streiten, ob die stille Sonne sogar die Erderwärmung aufhält. Droht uns deshalb eine kleine Eiszeit?

Die Sonne scheint zu ruhen, auf ihrer Oberfläche ist kaum etwas los. Dabei sollte es auf unserem Zentralgestirn brodeln. Denn vor Kurzem hat sein aktueller Aktivitätszyklus ein Maximum erreicht. Doch es entstanden gerade halb so viele Sonnenflecken wie auf dem Höhepunkt des vorangegangenen Zyklus. Die dunklen Magnetwirbel sind ein Maß für die solare Aktivität. Dabei war die Sonne in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts über mehrere Zyklen noch ungewöhnlich aktiv. Solarphysiker nennen solche Phasen „Große Maxima“.

Die derzeitige geringe Aktivität des kosmischen Glutofens hat für die Erde womöglich dramatische Folgen: Unser Planet könnte abkühlen. Vielleicht steckt die matte Sonne auch hinter einem anderen Phänomen, über das die Wissenschaftler seit Längerem rätseln: Etwa um das Jahr 2000 kam die globale Erwärmung zum Stillstand.

Tatsächlich glauben manche Klimatologen, dass der wahre Antreiber des Klimawandels unser Tagesgestirn ist. Einige warnen sogar vor einer neuen Kleinen Eiszeit. In dieser Kaltphase, die vom 15. bis ins 19. Jahrhundert auf der Erde das Regiment führte, froren in den Wintern regelmäßig die Gewässer zu, zweimal sogar die Ostsee.

Weiterlesen auf focus.de.

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Klartext am 3. September 2014 auf afrika.info. Her mit der Kohle!

Sambia: Bargeldprogramme gegen den Klimawandel
Staatliche Unterstützungen sollen Anpassungsmaßnahmen finanzieren

Bezirk Pemba. “In der letzten Saison habe ich wegen der lang anhaltenden Dürre auf einem ganzen Hektar Land meine Erdnussernte verloren”, erzählt Josephine Chaaba aus dem Bezirk Pemba im Süden Sambias. “Mein Einkommen hängt von Erdnüssen ab.” Die Bargeld-Transfer-Programme der Regierung könnten Abhilfe schaffen und für Klimanpassungsmaßnahmen eingesetzt werden. In der Region, die von der Sambischen Meteorologischen Behörde als regenarm eingestuft wird, hängen die meisten Familien von der Landwirtschaft ab. Sie haben schon alle die Erfahrung gemacht, einen Teil der Ernte zu verlieren. Doch immer wenn das Klima zuschlägt, erweisen sich die Familien als erstaunlich widerstandsfähig. “Die Niederschläge werden immer unberechenbarer”, berichtet Chaaba. [...] Der 22-jährige Allens Malambo aus Pemba ist ein Waise. Wie er berichtet, hat sich der Überlebenskampf für ihn und seine sechs Geschwister aufgrund des klimabedingten Ertragsrückgangs verschärft. Deshalb ist er froh, dass er sich für ein Cash-Transfer-Projekt qualifizieren konnte.

Zunächst einmal ist es gut, dass Dürreopfern geholfen wird, keine Frage. Das Leben in ariden Gebieten ist schwer und entbehrungsreich. Wenn dann einmal der Regen ausbliebt, wird es hart. Aber bei Dürren handelt es sich um ‘Wetter’, nicht ‘Klima’. Wurde der Begriff ‘Klima’ vielleicht verwendet, um die Cashprogramme mit westlichen Klimazahlungen aufzufüllen? Würde der reiche Norden etwa nicht zahlen, wenn es ‘nur’ Wetter wäre?

Wir begeben uns auf Spurensuche. Sind die Niederschläge in Sambia heute seltener, unberechenbarer und weniger ergiebig geworden als früher? Sambia liegt im südlichen Afrika, zwischen Angola, Mosambik, Tansania, Kongo und Botswana. Zunächst einmal fällt auf, dass der Artikel keine einzige Silbe auf die enorme natürliche Klimavariabilität verschwendet, die in Afrika stets zu einem Wechsel von trockenen und feuchten Phasen geführt hat. Wir haben an dieser Stelle bereits ausführlich darüber berichtet:

 

Aber wie sieht es nun in Sambia selber aus? Nur wenige Google-Klicks später werden wir auf langmead.com fündig: (weiterlesen …)

Gute Nachrichten: Mais trotzt dem Klimawandel

Wall Street Journal Deutschland via Die Welt am 30. August 2014:

Energiewende ist deutsche Jahrhundertwette

Nicht nur die Industrie, auch viele Bürger sehen die Entwicklung der Energiewende mit Sorge. Die Kosten von bis zu einer Billion Euro könnten das Projekt zu einer Belastung für ganz Europa machen. [...]

Energiewende belastet womöglich ganz Europa

Viele Unternehmen, Volkswirte und sogar Nachbarn Deutschlands fürchten jedoch, dass die gewaltigen Kosten, die für die Umstellung des gegenwärtigen Energiesystems nötig sein werden, Deutschlands industrielle Basis schwächen und letztlich die gesamte europäische Wirtschaft belasten werden.

Das zweite Quartal, in dem das deutsche BIP aufs Jahr hochgerechnet um 0,6 Prozent schrumpfte und so das Wachstum in der gesamten Euro-Zone dämpfte, könnte dann nur ein schwacher Vorgeschmack gewesen sein.

Die durchschnittlichen Stromkosten für Unternehmen sind in den vergangenen fünf Jahren als Folge von Zusatzkosten durch die staatlichen Subventionen für Erzeuger erneuerbarer Energien um 60 Prozent nach oben geschossen. Damit sind die Energiepreise inzwischen mehr als doppelt so hoch wie etwa in den USA.

“Die deutsche Industrie verliert schleichend an Wettbewerbsfähigkeit, wenn nicht schnell und entschlossen gegengesteuert wird”, sagt Kurt Bock, Vorstandschef des weltgrößten Chemiekonzerns BASF.

Ganzen Artikel auf welt.de lesen.

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Florian Freistetter machte sich am 30. August 2014 in seinem Astro-Blog Sorgen über den Golfstrom. Der Klimawandel könnte ihn stoppen, trauerte er:

Wenn sich die Durchschnittstemperatur immer weiter erhöht, dann schmilzt das Eis. Wenn das Eis (das ja aus Süßwasser besteht) in der Arktis schmilzt, sinkt dort der Salzgehalt. Dadurch werden die unterseeischen Strömungen gestört und der Golfstrom bricht ab. Das warme Wasser bleibt im Süden und bei uns wird es kalt – trotz Erderwärmung… [...] Ein kalter Sommer wie er gerade stattgefundenen hat, ist eine Ausnahme. Wenn der Golfstrom aber irgendwann einmal ausfallen sollte, könnte dieser Zustand aber auch zur Normalität werden…

Zum Glück müssen wir uns nicht auf Mutmaßungen verlassen, denn es gibt ja Messdaten. Und die geben Entwarnung. Siehe unseren Blogartikel “Golfstrom bleibt laut neuen Messdaten stabil: Stefan Rahmstorfs Modell beginnt zu wackeln“).

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Die Webplattform china.org.cn hatte am 1. September 2014 unerwartete Neuigkeiten:

Frauen sind überproportional vom Klimawandel betroffen
Frauen werden vom Klimawandel oft stärker betroffen, als Männer, insbesondere bei Naturkatastrophen. Dies sagte der Stellvertretende Leitende Direktor von UN Women. Der weltweite Klimawandel wird einer der Hauptdiskussionspunkte während einer Konferenz der Entwicklungsländer auf Kleinen Inseln (SIDS) sein, die Anfang September auf Samoa stattfindet. Die über 50 in SIDS zusammengeschlossenen Länder und Gebiete wurden von den Vereinten Nationen als Regionen anerkannt, die besonderen sozialen, wirtschaftlichen und Umweltherausforderungen gegenüberstehen. Daniel Dickinson befragte John Hendra von UN Women, inwieweit sich in SIDS lebende Frauen mit besonderen Problemen auseinandersetzen müssen.

Weiterlesen auf china.org.cn

Eine steile These. Die genauen Hintergründe bleibt uns UN Women leider schuldig. Werden Frauen vielleicht leichter von den Stürmen hinweg gepustet, weil sie leichter sind? Beginnen sie bei Kältewellen früher an zu frieren, weil sie nicht so viel Speck auf den Rippen haben wie die Männer? Ein mysteriöser Fall.

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Gute Nachrichten am 1. September 2014 auf Proplanta.de:

Mais trotzt dem Klimawandel
Der Klimawandel bringt massive Folgen für die weltweite Ernährungssituation mit sich. Das betrifft nicht nur die Erzeugung von Nahrungsmitteln, sondern nach neuesten Erkenntnissen auch deren Nährstoffgehalt.
Amerikanische Wissenschaftler zeigten nun auf, dass mit einem steigenden Kohlendioxid-Gehalt in der Luft ein geringerer Gehalt an Eisen, Zink und Proteinen in vielen Pflanzen einhergeht. Wie das Deutsche Maiskomitee e.V. (DMK) unter Berufung auf eine Veröffentlichung in der Fachzeitschrift Nature berichtet, betrifft dies vor allem C3-Pflanzen wie Weizen oder Reis. Der Mais trotzt dem Klimawandel. Die Forscher führten das darauf zurück, dass der Mais als C4-Pflanze CO2 besser binden könne als C3-Pflanzen und somit weniger empfindlich für Schwankungen in der CO2-Konzentration sei.

Weiterlesen auf Proplanta.de.

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Interview am 2. September 2014 in der FAZ mit dem PIK-Klimaökonomen Ottmar Edenhofer:

Der Endbericht des neuen Weltklimarates wird in wenigen Wochen veröffentlicht. Gerüchte über eine neue Gangart des zwischenstaatlichen Gremiums machen die Runde. Was dran ist, sagt einer der Autoren, der Potsdamer Klimaökonom Ottmar Edenhofer.

FAZ: Das heißt, es wird nichts Neues drin stehen im Endbericht?

EDENHOFER: Der Synthesis Report bietet eine Zusammenschau und soll den Entscheidungsträgern einfach nochmal vor Augen führen, was die Risiken des Klimawandels sind. Da muss nichts Neues enthalten sein.

Beim IPCC nichts Neues. Dabei wäre es höchste Zeit, die UN-Klimahysterie nun allmählich zurückzufahren. Es wird immer klarer, dass die CO2-Klimasensitvität deutlich geringer ist als in den vorangegangenen Berichten verkündet. Man hatte aber im aktuellen Bericht nicht den Mut, diese Schlappe einzugestehen. Wenn der IPCC nicht die Kurve kriegt, wird er schon bald im hohen Gras landen. Eine vertane Chance. Dem IPCC-Personal kann man es nicht verdenken. Für Edenhofer, Rahmstorf und Co steht viel auf dem Spiel. Für die Anhänger der Klimakatastrophe gibt es stets nur eine Richtung, immer extremer, immer gefährlicher. Die Natur spielt jedoch schon lange nicht mehr mit. Seit nunmehr 16 amüsiert sie sich über die Klimamodelle und weigert sich standhaft, sich weiter zu erwärmen.

 

Neue Studie in Palaeo3: Temperaturen im östlichen Zentralatlantik lagen in den 1930er Jahren bereits einmal auf dem heutigen Niveau

Das Neue Deutschland berichtete am 26. August 2014:

Klimawandel bereitet Südasien Sorgen
Martin Ling über die Prognose der Asiatischen Entwicklungsbank [ADB]

Extreme Wetterereignisse – ob Unwetter, Überschwemmungen oder Dürren – nehmen durch die Klimaerwärmung zu, das hat sich schon in den letzten Jahren signifikant in den Statistiken niedergeschlagen und war nach aller Wahrscheinlichkeit »nur« das Vorgeplänkel. [...] Die ADB sieht Südasien mit seinen bevölkerungsreichen Staaten Indien, Bangladesch, die wie auch Sri Lanka und die Malediven zudem über lange Küstenstreifen verfügen, besonders gefährdet – vor allem durch das weitere Abschmelzen der Gletscher und dem dadurch ansteigenden Meeresspiegel. Die Dimensionen sind gewaltig: 750 Millionen Menschen in Südasien wurden zwischen 1990 und 2008 von einer Naturkatastrophe betroffen, 230 000 bezahlten laut ADB mit ihrem Leben.

Falsch. Extreme Wetterereignisse sind in den letzten Jahren im Vergleich zur vorindustriellen Zeit NICHT häufiger geworden. Siehe:

 

Bangladesch bald überflutet? Seltsam, die Landsfläche ist kürzlich sogar angewachsen. Das Geheimnis: Das Deltasystem transportiert soviel Sediment, dass sich die Küste in Anpassung an den Meeresspiegelanstieg aufschottert. Siehe: Bangladesch und die Pazifikinseln wachsen trotz steigendem Meeresspiegel: Klimamodellierer benötigen dringend Nachhilfe in Geologie. Was hier wirklich Sorge bereitet, ist die alarmistische Berichterstattung im Neuen Deutschland…

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Im Guardian vom 4. August 2014 konnte man Seltsames lesen:

World’s top PR companies rule out working with climate deniers
Ten firms say they will not represent clients that deny man-made climate change or seek to block emisson-reducing regulations

Some of the world’s top PR companies have for the first time publicly ruled out working with climate change deniers, marking a fundamental shift in the multi-billion dollar industry that has grown up around the issue of global warming. Public relations firms have played a critical role over the years in framing the debate on climate change and its solutions – as well as the extensive disinformation campaigns launched to block those initiatives. Now a number of the top 25 global PR firms have told the Guardian they will not represent clients who deny man-made climate change, or take campaigns seeking to block regulations limiting carbon pollution. Companies include WPP, Waggener Edstrom (WE) Worldwide, Weber Shandwick, Text100, and Finn Partners.

Weiterlesen im Guardian.

Das sind im Prinzip gute Nachrichten, denn dann könnten diese PR-Firmen auf jeden Fall für die kalte Sonne arbeiten (falls wir ein Budget hätten, haha). Ein Grenzwert bei der CO2-Klimasensitivität ist im Artikel nämlich nicht angegeben worden. Vielleicht sollte der Guardian genauer werden: Können die Agenturen z.B. für Organisationen arbeiten, die von einer Erwärmung von 1,0°C pro CO2-Verdopplung ausgehen? Oder liegt die Grenze eher bei 2,5°C? Dann dürften die PR-Firmen nicht einmal mehr für den IPCC tätig werden, der inoffiziell wohl unterhalb dieser Marke angelangt ist, ohne es in Form eines “best estimate” zuzugeben. Der “best estimate” wurde im letzten Bericht aus taktischen Gründen einfach ausgelassen. Ganz schön schlaue Schlingel.

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Überraschung in der Oktoberausgabe 2014 des Fachblatts Palaeogeography, Palaeoclimatology, Palaeoecology. Wu et al. untersuchte die Temperaturentwicklung im östlichen Zentralatlantik für die letzten 140 Jahre. Und oh Wunder, die Temperaturen in den 1930er Jahren lagen bereits einmal auf dem heutigen Niveau. Klimaerwärmung seitdem Fehlanzeige.

Mit Dank an The Hockey Schtick

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Der Sommer 2014 in Deutschland war nicht so toll. Immerhin gab es keine zweimonatige Hitzewelle, wie Klimaapokalyptiker einst warnten. Trotzdem will man auf seine Klimakatastrophe nicht verzichten. Egal wie der Sommer ausfällt, immer hat der angeblich vorrückende Klimawandel schuld, sagt der Deutsche Wetterdienst (DWD). So schrieb die Badische Zeitung am 30. August 2014:

Wechselhafter Sommer – ein Zeichen für den Klimawandel?
Hitze, Trockenheit, Regenfluten, tropische Schwüle und viele Unwetter haben den Sommer geprägt. Die Met eorologen des DWD sehen in den Extremen Zeichen für den Klimawandel. [...] Auch wenn es sich anders anfühlte: Auch dieser meteorologische Sommer sei in Deutschland 0,9 Grad wärmer gewesen als im langjährigen Mittel der Jahre 1961 bis 1990, teilte der DWD mit. Im Schnitt fielen seit Anfang Juni 272 Liter Regen pro Quadratmeter, 13 Prozent mehr als sonst.

Das langjährige Mittel enthält dummerweise die kalten 1960er/70er Jahre. Da kann es heute ja nur wärmer sein als früher. Zudem endet das Bezugs-Intervall 1990. Würde man die letzten 30 Jahre nehmen, würde der Sommer 2014 weniger spektakulär aussehen. Warum nimmt der DWD nicht gleich die Kleine Eiszeit vor 200 Jaren als Bezugsniveau? Schön wäre auch ein Vergleich mit der Mittelalterlichen Wärmeperiode. Dann müssten die DWDler einräumen, dass die Sommer damals vor 1000 Jahren wohl genauso warm waren wie heute. Das wäre aber peinlich. Ulli Kulke sieht die Problematik ähnlich und kommentierte auf Donner + Doria am 28. August 2014: (weiterlesen …)

Woher stammen die Gelder der European Science Foundation? Ausschuss des US-Senats beklagt fragwürdige Einflussnahme durch umweltaktivistischen Milliardärsclub

Der Klimarealismus in Deutschland lebt vor allem vom ehrenamtlichen Engagement. Akteure von kalte Sonne, EIKE, Notrickszone, ScienceSkepticalBlog und anderen Gruppen stecken viel Zeit in die dringend benötigte Aufklärung, angetrieben vor allem durch Zivilcourage. Es wird immer klarer: Ganz offensichtlich hat sich hier ein ganzer Wissenschaftszweig zu sehr von der Realität entfernt, angelockt durch Fördermittel, Karrieren, politischen Einfluss und Prestige. Die klimaalarmistische Gegenseite ist dabei finanziell üppig ausgestattet. So kümmert sich im PIK-Institut gleich eine ganze Öffentlichkeitsabteilung um die großflächige Verbreitung der schlechten Nachrichten. Und die Klimaaktivisten-Plattform “Klimaretter” bittet seine Leser regelmäßig um Spenden, um die Autoren der IPCC-gefärbten Artikel zu entlohnen.

In den USA haben die U.S Environment and Public Works (EPW) Committee Republicans Ende Juli 2014 die Ergebnisse einer Untersuchung veröffentlicht, in der die Geldströme der links-extremen Umweltbewegung recherchiert wurden. Das Resultat ist erschütternd: Angeblich unabhängige Umweltorganisationen entpuppten sich als von Milliardären gesteuerte Marionetten. Zudem flossen enorme staatliche Zuwendungen in Aktivistengruppierungen. Ähnlich wie in Deutschland ist das US-amerikanische Bundesumweltamt in erschreckender Weise eng mit der links-extremen Umweltbewegung verbandelt. Den Gesamtbericht finden Sie als pdf hier. Auszug aus der Pressemitteilung:

The Chain of Environmental Command

Key points from the report:

• The “Billionaire’s Club,” an exclusive group of wealthy individuals, directs the far-left environmental movement. The members of this elite liberal club funnel their fortunes through private foundations to execute their personal political agenda, which is centered around restricting the use of fossil fuels in the United States.

• Public charities attempt to provide the maximum amount of control to their donors through fiscal sponsorships, which are a legally suspect innovation unique to the left, whereby the charity essentially sells its nonprofit status to a group for a fee.

• Public charity activist groups discussed in this report propagate the false notion that they are independent, citizen-funded groups working altruistically. In reality, they work in tandem with wealthy donors to maximize the value of the donors’ tax deductible donations and leverage their combined resources to influence elections and policy outcomes, with a focus on the EPA.

• Environmental Grantmakers Association (EGA) is a place where wealthy donors meet and coordinate the distribution of grants to advance the environmental movement. It is a secretive organization, refusing to disclose their membership list to Congress.

• The Obama Administration has installed an audacious green-revolving door among senior officials at EPA, which has become a valuable asset for the environmental movement and its wealthy donors.

• Former environmentalists working at EPA funnel government money through grants to their former employers and colleagues.

• Under President Obama, EPA has given more than $27 million in taxpayer-funded grants to major environmental groups. Notably, the Natural Resources Defense Council and Environmental Defense Fund – two key activists groups with significant ties to senior EPA officials – have collected more than $1 million in funding each.

• EPA also gives grants to lesser-known groups. For example, the Louisiana Bucket Brigade received hundreds of thousands of grants under former Administrator Lisa Jackson despite challenges by state regulators over the use of such grants.

• In New York and Colorado, a pseudo grassroots effort to attack hydraulic fracturing has germinated from massive amounts of funding by the NY-based Park Foundation, as well as CA-based Schmidt Family Foundation and Tides Foundation.

• Bold Nebraska is another example of faux grassroots where a purportedly local organization is, in fact, an arm of the Billionaire’s Club. It is a shield for wealthy and distant non-Nebraskan interests who seek to advance a political agenda without drawing attention to the fact that they have little connection to the state.

• The circumstances surrounding the flow of money from 501(c)(3) and 501(c)(4) groups, and the likelihood of lax oversight, raises questions as to whether 501(c)(3) nonprofit foundations and charities are indirectly funding political activities.

• 501(c)(4) Green Tech Action Fund receives millions of dollars from green 501(c)(3) organizations, then distributes the funds to other 501(c)(4) groups that donate to political campaigns.

• The Billionaire’s Club knowingly collaborates with questionable offshore funders to maximize support for the far-left environmental movement.

In Europa wird die links-extreme Klimabewegung durch die European Climate Foundation (ECF) gesteuert. Laut eigenem Jahresabschlussbericht (S. 42), hatte die ECF im Jahr 2013 üppige 23,2 Millionen Euro zur Verfügung. 15,3 Millionen Euro gingen an Aktivisten und Projekte. Woher kommen bloß diese enormen Gelder? Bei der kalten Sonne beläuft sich das Jahresbudget auf etwa 25 Euro.  Die ECF hat also ca. eine Millionen mal mehr Gelder für ihre Aktionen zur Verfügung als unser Blog.

Die ECF führt auf ihrer Webseite sechs Hauptsponsoren für 2013 auf: The Children’s Investment Fund Foundation, ClimateWorks Foundation, McCall Macbain Foundation, Oak Foundation, Velux Fonden und die Nationale Postcode Loterij. Das hört sich zum Teil ziemlich amerikanisch an. Lesen wir daher im EPW-Bericht auf Seite 47 etwas näher nach: (weiterlesen …)

Neue Zürcher Zeitung: Das Holozän-Rätsel – Unklarer Temperaturtrend in den letzten 7000 Jahren

Hobbyklimatologin Sabine Ehrentreich am 21. August 2014 in der Badischen Zeitung:

Sturmschäden in Lörrach – ein Fingerzeig auf den Klimawandel
150 bis 200 Bäume müssen in Lörrach gefällt werden – Folgen des Sturmes vom 6. Juli. Und, wie BZ-Redakteurin Sabine Ehrentreich betont: Folgen des Klimawandels.[...] Fällt ein Baum beim nächsten starken Wind, weil er trotz innerer oder äußerer Verletzungen stehen blieb, ist der Aufschrei laut. So werden demnächst viele Bäume weichen – und vielfach anderen Arten Platz machen, die den sich ändernden Umweltbedingungen besser gewachsen sind. Wo sie denn sei, die Klimaerwärmung, wird so mancher fragen angesichts der kühlen Augusttage. Und doch passt vieles auch in diesem Jahr zu den Langfristprognosen. Der warme Winter, die Trockenperiode im Frühsommer, die Häufung bei Unwettern und Starkregen – so oder ähnlich wird es nicht immer, aber immer öfter sein.

In Lörrach sind bei einem Sturm ein paar Bäume umgefallen. Schuld soll der Klimawandel haben. Zu blöd, die wissenschaftlichen Fakten sprechen leider eine ganz andere Sprache. Zur Zeit der Kleinen Eiszeit, vor 200 Jahren, sind in Lörrach nämlich noch viel mehr Bäume umgefallen. Und damals war es ein Grad kälter als heute und trotzdem stürmischer (siehe unseren Blogartikel “Eine unbequeme Wahrheit: Während der Kleinen Eiszeit waren die Stürme in Europa stärker als heute“). “Der warme Winter“? Die Winter davor waren knackig kalt. Schon vergessen? Liebe Frau Ehrentreich, das war eine mutige Hypothese, leider aber komplett unbrauchbar.

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Die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) berichtet dankenswerterweise auch über Klimathemen, die nachdenklich machen:

Das Holozän-Rätsel: Unklarer Temperaturtrend in den letzten 7000 Jahren

Für das Holozän zeigen Modelle eine Erwärmung, Rekonstruktionen der Temperatur aber eine Abkühlung. Den Grund für die Diskrepanz kennt man noch nicht.

Ein neues Rätsel bereitet Klimaforschern Kopfzerbrechen. Dabei geht es um die Klimageschichte des Holozäns. Seit ungefähr 7000 Jahren kühlt sich die Luft an der Erdoberfläche vermutlich ab, vor allem auf der Nordhalbkugel. Darauf deuten jedenfalls Rekonstruktionen der Temperatur hin. Klimasimulationen ergeben für den gleichen Zeitraum aber eine Erwärmung. Der Unterschied zwischen den beiden Temperaturtrends betrage rund ein Grad Celsius, berichtet nun ein Team um Zhengyu Liu von der University of Wisconsin-Madison. Möglicherweise gebe es deutliche fehlerhafte Abweichungen in den rekonstruierten Temperaturen und in den Klimamodellen.¹

Die Studie wurde durch die Arbeit am letzten Bericht des IPCC (Uno-Weltklimarat) veranlasst. Als eine Abbildung erstellt werden sollte, die den Temperaturverlauf während des Holozäns zeigt, nahmen die Diskussionen kein Ende. Daraufhin entschlossen sich die Autoren, zunächst eine Studie zu dem umstrittenen Thema zu schreiben.

Weiterlesen in der NZZ.

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Christina Steinlein und Lisa Kleine am 22. August 2014 im Focus: (weiterlesen …)

Öko-Pionier Friedrich Schmidt-Bleek: Unser Umweltschutz schadet der Umwelt

Kritik am Klimaaktionismus am 16. August 2014 in der österreichischen Tageszeitung Die Presse:

Öko-Pionier: “Unser Umweltschutz schadet der Umwelt”
Öko-Pionier Friedrich Schmidt-Bleek attackiert die Klimaretter. Die Energiewende schade mehr, als sie nütze. Solaranlagen, Hybridautos oder Wärmedämmung sind in seinen Augen nur “grüne Lügen”.

DIE PRESSE: Sie gelten als Urvater des deutschen Umweltschutzes. In Ihrem jüngsten Buch preisen Sie plötzlich Plastiksackerln und alte VW-Käfer, verdammen die Energiewende und bezeichnen die Umweltpolitik als „grüne Lügen“. Was ist da passiert?

FRIEDRICH SCHMIDT-BLEEK: Ich habe Ende der 1980er-Jahre mit dem Wirtschaftsberater von Michail Gorbatschow geredet, ob er nicht auch über Umweltpolitik nachdenken wolle. Er sagte: Njet! Die Sowjetunion sei nicht reich genug, um sich unsere Art Umweltschutz zu leisten. Und er hatte recht. Unser nachsorgender Umweltschutz ist eine aufgesetzte Wirtschaft, sehr teuer und bringt wenig.

Weiterlesen auf diepresse.com.

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Klimaalarmisten fordern unglaubliche Summen, um die Welt auf die vermeintlich bald hereinbrechende Klimakatastrophe vorzubereiten. Nun hat ein Ökonom einmal genauer nachgerechnet und herausgefunden, dass man für die gleiche Summe den Mars bewohnbar machen könnte. Auszug aus The Telegraph vom 19. August 2014:

We can terraform Mars for the same cost as mitigating climate change. Which would you rather?

One frequently quoted study of the global costs of mitigating climate change put them at around $3 trillion by 2100, with the main benefits being felt between 2100 and 2200. Here is alternative way to spend around the same amount of money with around the same timescale of payback: terraforming Mars. A standard estimate is that, for about $2-$3 trillion, in between 100 and 200 years we would be able to get Mars from its current “red planet” (dead planet) status to ” blue planet” (i.e. a dense enough atmosphere and high enough temperature for Martian water in the poles and soil to melt, creating seas) – achievable in about 100 years – and from there to microbes and algae getting us to “green planet” status within 200 to 600 years.

Und wenn man die wissenschaftlichen Fakten endlich in den Griff bekommen könnte, würde man schnell merken, dass keine 2-3 Trillionen Dollar notwendig sein werden, da es gar keine Klimakatastrophe gibt…

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Das Blog ‘The IPCC Report‘ erinnerte am 19. August 2014 daran, dass ein angeblich wissenschaftlicher Konsens noch lange keine Garantie für die Richtigkeit einer Theorie ist. Dies ist eines der Grundmuster der Wissenschaftsgeschichte: (weiterlesen …)

Verrücktes Ökostrom-Subventionschaos: Spanische Solarstromproduzenten lassen ihre Kollektoren nachts mit Dieselgenerator-Licht bestrahlen

Anlässlich des Erscheinens einer bedeutenden neuen chinesischen Studie beschäftigte sich Mitte August 2014 die Weltwoche in einem lesenswerten Artikel mit der bislang unterschätzten Klimawirkung der Sonne:

Flecken im Auge

Von Markus Schär

Immer mehr Studien weisen darauf hin, dass die Sonne schwächelt, weshalb sich das Klima abkühlen könnte. Berner Forscher erklären die starke Sonnenaktivität der letzten sechzig Jahre zum einzigartigen Ereignis. Und bestreiten dennoch den Einfluss der Sonne auf das Klima.

Die Klimaerwärmung solle endlich kommen, frotzelt derzeit manch ein Witzbold. Wer hierzulande unter dem kühlen, nassen Sommer litt, konnte nur müde über die von Schweizer Medien beflissen verbreiteten Meldungen der US-Wetterbehörde NOAA lächeln, die den Juni und den Juli als weltweit heisseste Monate seit Beginn der Messungen ausrief. Die Staatsmeteo­rologen stiessen denn auch auf die Kritik, dass sie mit frisierten Daten nur die Klimaoffensive von US-Präsident Barack Obama unterstützen sollten. Denn es gibt keinen Grund für Klimaalarm. Die offiziellen Temperaturdaten zeigen seit bald achtzehn Jahren keine Erwärmung mehr an.

Das Eis in der Arktis schmolz in diesem Sommer deutlich weniger stark als in den vergangenen Jahren, und das Eis in der Antarktis dehnt sich gar so weit aus wie noch nie. Anfang August mass die gesamte Eisfläche auf den Weltmeeren deshalb 25,2 Millionen Quadrat­kilometer, ein gutes Prozent mehr als im Durchschnitt der Jahre 1981 bis 2010. Inzwischen gibt es denn auch Studien, die nicht auf eine Erwärmung, sondern auf eine Abkühlung des globalen Klimas hindeuten, unter anderen pikanterweise auch solche von Berner Wissenschaftlern, die eifrig die Warnungen des Weltklimarates IPCC predigen: Sie weisen darauf hin, dass die Sonne in den kommenden Jahrzehnten schwächer scheinen könnte.

«Natürliche Effekte»

«Die kalte Sonne» nannten der Chemieprofessor Fritz Vahrenholt und der Geologe Sebastian Lüning schon ihr Buch, in dem sie Anfang 2012 erklärten, weshalb die Klimakatastrophe nicht stattfinde. «Es steht ausser Frage, dass CO2, ­Methan und andere Klimagase einen begrenzten erwärmenden Effekt auf unser Klima ausüben», stellten die deutschen Wissenschaftler fest. «Es besteht aber auch kein Zweifel, dass ein grosser Teil der bisher festgestellten Erwärmung auf natürliche Effekte zurückgeführt werden kann. Den stärksten Einfluss hat die Sonne.» Das Gestirn, ohne das es auf der Erde kein Leben gäbe, schwächele jedoch:

«Die Sonne wechselt derzeit in eine langanhaltende Phase schwächerer Aktivität, die uns eine jahrzehntelange Abkühlungsperiode bescheren wird.»

Die Sonne scheint nicht immer gleich stark, sondern durchläuft elfjährige Zyklen: Das lässt sich aufgrund der Sonnenflecken beobachten, was die Menschen seit dem 17. Jahrhundert tun. Sonnenflecken sind dunklere, also kühlere Gebiete, darum herum strahlt die Sonne aber umso mehr. Eine grosse Zahl von Sonnen­flecken deutet auf eine stärkere Aktivität hin.

Im aktuellen Zyklus 24, der seit Dezember 2008 läuft, sollte seit dreissig Monaten das Maximum erreicht sein. Die Beobachter zählten aber über lange Zeit kaum die Hälfte der zu ­erwartenden Sonnenflecken, am 17. Juli keinen einzigen.

Weltweit setzt sich unter den Astrophysikern der Konsens durch, dass ein weiterer Rückgang der Sonnenaktivität bevorstehe, ähnlich wie im Dalton-Minimum (1790–1830) oder sogar wie im Maunder-Minimum (1645–1715): Damals litten die Menschen unter der Kleinen Eiszeit, die Hungersnöte und Seuchenzüge brachte.

Ein Team der angesehenen chinesischen Akademie der Wissenschaften zieht in einer aktuellen Studie den naheliegenden Schluss: Es stellt fest, die stärkere Sonnenaktivität, die sich bisher ein Jahrhundert lang beobachten liess, entspreche exakt dem wärmeren Weltklima: «Dies zeigt, dass die Sonnenaktivität die Temperaturveränderungen auf der Erde über die Jahrhunderte nicht vernachlässigbar beeinflusst.»

Weiterlesen auf weltwoche.ch (für Abonnenten) oder EIKE (ganzer Artikel verfügbar, mit Dank an die Weltwoche).

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Anthony Watts erinnert auf WUWT (in Kooperation mit Bishop Hill) an verrückte spanische Subventionen für die Solarstromerzeugung, die einige Produzenten sogar dazu brachten nachts mithilfe von Dieselgenerator-angetriebenen Lampen “Solarstrom” zu erzeugen. Verrückt aber wahr: Es lohnte sich finanziell! Könnte dieses kreative Solarstrommodell vielleicht auch auf Deutschland übertragbar sein? Somit könnten vielleicht die solarstromarmen Nachstunden überbrückt werden, hahaha.

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Die IPCC-nahen Alarmforscher erleben derzeit einen der schwärzesten Momente ihrer Karriere. Die Temperaturen wollen entgegen den vormals in den Himmel gelobten Prognosen einfach nicht steigen. Erst hat man versucht, die Erwärmungspause zu leugnen, jetzt hat es einen Strategiewechsel gegeben, und es werden serienweise Papers verfasst, die die fehlende Erwärmung nachträglich zu erklären versuchen. Mitte August 2014 war nun die ETH Zürich in Person von Markus Huber und Reto Knutti dran (“Natural variability, radiative forcing and climate response in the recent hiatus reconciled”). In Nature Geoscience schrieb man, dass die Klimasensitivität des CO2 in den Modellen bestens erfasst wäre, die Klimagefahr des Kohlendioxids also immer noch absolut gefährlich sei. Die ausgebliebene Erwärmung wäre eine Folge von kühlenden Ozeanzyklen und schwächelnder Sonne. Das hört sich recht modern an, könnte fast aus unserem Buch “Die kalte Sonne” kommen. Aber nicht zu früh freuen, denn Huber und Knutti streuen den Lesern dann noch eine kräftige Prise stratosphärische Aerosole in die Augen, zogen also den berühmten Aerosol-Kältejoker, ohne den das CO2 schon lange auf viel ungefährlichere Klimasensitivitäten zurückgestuft worden wäre.

Mal sehen, wie lange die Tricksereien noch weitergehen. Mittlerweile gehen andere Forscher davon aus, dass die Erwärmungspause bis in die 2030er Jahre andauern wird. Da werden noch jede Menge Hilfshypothesen und Reparatur-Patches notwendig sein, um das Phantasiegebäude der bevorstehenen Klimakatastrophe am Leben zu halten.

Auf 20 Minuten beschäftigte man sich sogleich mit dem Artikel: (weiterlesen …)

Unglaublich aber wahr: Politikdoktorand und ehemaliger Greenpeace-Aktivist trimmt Wikipedia-Klimaartikel auf IPCC-Linie

Gute Nachrichten: Das von Menschen gemachte FCKW- und Ozonloch-Problem ist gelöst, berichtete Johannes Pennekamp in der FAZ am 13. August 2014:

Klimawandel: Abschied vom Ozonloch

Vor 25 Jahren zitterten Mensch und Wirtschaft vor der Zerstörung der Ozonschicht. Heute ist das Ozonloch aus den Köpfen der Menschen dem Klimawandel gewichen – die Katastrophe ist ausgeblieben. Wie konnte das gelingen?

In wenigen Wochen ist es so weit, dann wird die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) ihren neuen Bericht über die Ozonlochproblematik vorlegen. Fast 300 Forscher aus aller Welt haben an dem rund 500 Seiten starken Report mitgearbeitet, der bis zum 16. September unter Verschluss gehalten wird. „Er wird keine großen Überraschungen enthalten“, sagt Martin Dameris, einer der Hauptautoren. Und dann sagt der Geophysiker des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt Erstaunliches: „Das von Menschen gemachte FCKW-Problem ist gelöst, diese Gefahr ist definitiv gebannt.“ Behalten die Forscher recht, dann ist das Ozonloch im Jahr 2050 Geschichte – vielleicht auch schon ein paar Jahre früher.

Weiterlesen auf faz.net.

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Erinnern Sie sich noch an den Wikipedia-Skandal, bei dem ein IPCC-Anhänger die englischsprachigen Klimartikel der bekannten Online-Enzyklopädie alarmistisch “geschärft” hatte (siehe den Blogartikel “Klima-Fälscher Connolley: Der Mann, der unser Weltbild umschrieb“)?

Auch beim deutschen Wikipedia haben leider Klimaalarmisten kräftig mitgeschrieben. In der Frühphase hatte sich hier interessanterweise ein studierter Diplompolitologe namens Nils Simon eifrig beteiligt, ein ehemaliger Greenpeace-Aktivist. So wurden von ihm die folgenden Artikel “wesentlich mitgestaltet”: EU-EmissionshandelFolgen der globalen ErwärmungFolgen der globalen Erwärmung in der ArktisGletscherschmelzeGlobale ErwärmungKontroverse um die globale ErwärmungKyoto-ProtokollMeeresspiegelanstiegVersauerung der Meere. Zudem wurden zahlreiche andere Wikipedia-Klimaartikel vom Aktivisten Simon angelegt (Liste hier). Obwohl der heute zweiunddreißigjährige Doktorand offenbar von den naturwissenschaftlichen Grundlagen wenig Ahnung hatte, schrieb er kräftig drauf los, z.T. unter Verwendung des Zweitnamens “Hadern”. In einem Beitrag auf der Webseite der ‘Stiftung Wissenschaft und Politik’ (SWP) aus dem Jahr 2011 lässt Simon keinen Zweifel an seiner IPCC-nahen klimaapokalyptischen Neigung:

Wer die grüne Transformation der Weltwirtschaft voranbringen will, muss die Vereinten Nationen umbauen, sagen Nils Simon, Marianne Beisheim und Steffen Bauer. Rio 2012 ist dafür die einmalige Chance, die die Staats- und Regierungschefs nicht verpassen sollten.

“Das Schneckentempo der Klimaverhandlungen, die Ohnmacht des UNEP oder zuletzt das Scheitern der UN-Kommission für nachhaltige Entwicklung, die sich bei ihrem Jahrestreffen im Mai 2011 nicht einmal auf eine Abschlusserklärung einigen konnte, demonstrieren nachdrücklich, wie dringend eine grundlegende institutionelle Neuausrichtung der Vereinten Nationen im Bereich Umwelt und nachhaltige Entwicklung ist. Ein gestärktes Mandat gepaart mit politischer Führungsstärke als Rückendeckung, effektivere Verhandlungsprozesse und Umsetzungsinstrumente sowie hinreichende und gesicherte finanzielle Mittel sind unerlässliche Elemente einer solchen Reform.”

Auf Simons persönlicher Wikiversity-Webseite finden sich ausschließlich Links zu Klimaalarm-Organisationen wie PIK, Real Climate, James Hansens ehemaligem GISS-Institut sowie dem IPCC. Im Wikipedia Benutzer-Profil ist das klimatisch suboptimale Qualifikationsprofil von Nils Simon von ihm selbst schön herausgestellt worden. Ist dies vielleicht ein erstes Anzeichen für späte Einsicht und der Versuch, seine jugendliche Aktivistenphase aufzuarbeiten? Er zitiert dort die Einschätzung eines Wikipedia-Users über ihn:

„Mich beeindruckt immer wieder, mit welcher Hartnäckigkeit hier Leute ohne jedes Hintergrundwissen auf Teufel komm raus rumstreiten, weil sie vielleicht einmal „Eine unbequeme Wahrheit“ und „The Day After Tommorrow“ gesehen haben und nun glauben alles über Klimatologie zu wissen.“ – ein Benutzer über mich [Nils Simon]

Interessanterweise ist Nils Simon noch immer an erster Stelle des Wikipedia-Projekts “Klimawandel” als Mitarbeiter gelistet. Die Projektseite dient der Koordination der Arbeit an den Wikipedia-Artikeln rund um das Thema ‘Globale Erwärmung’. Die Gruppe beschreibt ihre Ziele auf der Seite unverblümt: (weiterlesen …)

Bildzeitung hat genug vom klimatischen Weltuntergang: “Apocalypse? Nö!”

Die Bildzeitung hat genug vom ständigen Alarmgeschrei und brachte dies am 11. September 2014 deutlich zum Ausdruck:

Welt verweigert Untergang: Apocalypse? Nö!

Ozonloch, Vogelgrippe, Maya-Fluch oder „El Niño“: Wie uns Berufs-Pessimisten, Esoteriker, Astro- und Öko-Freaks immer wieder das nahe Ende der Welt einreden wollen.

30 Jahre lang haben wir uns vor dem Ozonloch gefürchtet, das uns schutzlos den heimtückischen UV-Strahlen ausliefert. Bis Mittwoch. Da verkündete die Uno plötzlich: Die Ozonschicht ist auf dem besten Weg dazu, sich vollständig zu regenerieren. Es ist nicht das erste Mal, dass sich finstere Endzeit-Szenarien im Rückblick als eine Mischung aus Panikmache und selbstverschuldeter Apokalypse-Faszination entpuppen, der die Menschheit seit jeher erliegt. [...]

Der Klimawandel lässt die Pole schmelzen

Über kaum etwas liegt die Wissenschaft tiefer im Clinch, als über die Frage, wie stark der Mensch den Klimawandel verursacht. Unbestreitbare Tatsache ist, dass der Luft-Anteil von Kohlenstoffdioxid und anderen „Treibhausgasen” seit Beginn der Industrialisierung stark gestiegen ist, zuletzt auf neue Rekordwerte. Und auch der Anstieg der durchschnittlichen Temperaturen (derzeit global um 0,13 Grad pro Jahrzehnt) ist Fakt. Andererseits haben sich Warnungen vor dem dramatischen Abschmelzen der Pole und Horror-Überflutungen armer Pazifik-Inseln als überzogen erwiesen. Derzeit steigt der Meeresspiegel um 3,2 Millimeter pro Jahr. Und die Polschmelze? Vergangenen Sommer wuchs die Eisfläche in der Arktis im Vorjahresvergleich um 60 Prozent. 20 Schiffe mussten von Eisbrechern befreit werden.

Ganzen Artikel auf bild.de lesen.

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Abgehobene Klimadiskussion am 15. Mai 2014 in der FAZ zwischen Ulrich Beck und Bruno Latour. Auszüge:

Beck: Wer soll denn im Kampf gegen die globale Erwärmung gegen wen mit vorgehaltener Waffe vorgehen? Sollen wir die Klimaleugner verhaften? Oder nehmen wir Fukushima: Sollen wir Staaten verhaften, die uns die Atomkraft als „grüne“ Technologie verkaufen wollen? All diese Beispiele enthalten dieselbe Botschaft: Die Freund-Feind-Ontologie gehört in eine andere Welt. Ich stimme dir aber zu, Klimapolitik stößt auf großen Widerstand.

Latour: Ich würde nicht von Widerstand sprechen. Es ist ausdrücklich ein Kampf. Mit „Naturzustand“ meine ich, dass es in der Vorstellung der Klimaleugner einen übergeordneten Schiedsrichter gibt (der Fortschritt, der Markt, Gott, die Wissenschaft oder die Natur selbst), der die Sache bereits entschieden hat. Und dann entwickelt sich die Geschichte bloß als Ausdruck dieses transzendenten Prinzips. In der Klimadebatte zeigt sich aber gerade, dass es keinen Schiedsrichter gibt. Das meine ich mit Krieg. Das hat nichts mit Staat zu tun. Das Ende der Modernisierung ist die Erkenntnis, dass es keinen Schiedsrichter gibt – wir sind zur Politik verdammt.

Klimaleugner verhaften? Warum nicht gleich auf den elektrischen Stuhl, wie ein Grazer Musikprofessor vor einiger Zeit forderte? Als Schiedsrichter sollte man übrigens nur einen akzeptieren, nämlich die Natur. Und die macht bekanntlich seit 15 Jahren was sie will und will sich einfach nicht an die IPCC-Vorgaben einer rapiden Erwärmung halten.

Ganz verschroben und mysteriös wird es dann in dieser Passage des Gesprächs:

Latour: [...] Im Gegenteil, es müssen ziemlich konkrete Grenzen gezogen werden, beispielsweise zwischen denjenigen, die von „Klimawandel“ reden, und denen, die von „globaler Erwärmung“ reden. Ich möchte mit jemandem, der von Klimawandel redet, nicht innerhalb derselben Grenzen leben. So jemand ist mein Feind. Wir leben in unterschiedlichen Welten, und ich muss mich gegen seine Übergriffe wehren.

Diese Philosophen sind schon ein bisschen schwer zu verstehen. Es scheint, als wenn Latour hier den Begriffswechsel von “Klimaerwärmung” hin zu dem neutraleren “Klimawandel” kritisiert. Da es aber nun wirklich seit anderthalb Jahrzehnten nicht mehr wärmer wird, gab es dazu gar keine Alternative, ohne die Idee der Klimakatastrophe aufzugeben. Ist der IPCC jetzt Latours Feind? Die Klimarealisten sind es offenbar sowieso. Latour gegen den Rest der Welt, nur Rahmstorf ist noch auf seiner Seite.

Noch so eine Passage:

Latour: [...] Klimakonflikte sind sehr produktive Wege, Begriffe wie Macht, Ungleichheit und Gerechtigkeit neu zu definieren. Es geht, wie gesagt, nicht um eine Renaturalisierung – das Klima ist nicht Teil der Natur. Es ist Teil von Gaia. Und Gaia ist nicht die Natur, sondern ein System von Organismen, die alle möglichen Dinge tun.

Das Klima ist nicht Teil der Natur? Das ist natürlich großer Unsinn, daher brechen wir die Diskussion hier lieber ab. Wer sich trotzdem das ganze Gespräch antun will, kann es hier auf faz.net finden.

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Der renommierte US-amerikanische Atmosphärenphysiker Murray Salby fand vor einiger Zeit Anzeichen dafür, dass der CO2-Gehalt der Erdatmosphäre nicht etwa die Erwärmung antreibt, sondern möglicherweise das ganze Gegenteil der Fall ist: Die Erwärmung treibt durch komplizierte Bodenprozesse die Kohlendioxidkonzentration nach oben. Wir hatten an dieser Stelle bereits über die Hypothese berichtet (“CO2-Anstieg der letzten 160 Jahre durch Entgasung aus dem Ozean?” sowie “Videoaufzeichnung des Vortrags von Prof. Murray Salby in Hamburg am 18. April 2013“). Das gefiel dem IPCC natürlich gar nicht, daher begann man den Professor zu mobben, was in der Kündigung seines Arbeitsvertrages gipfelte (“Säuberungswelle an australischen Universitäten: Zwei klimaskeptische Professoren vor die Tür gesetzt“).

Der Wissenschaftsjournalist Rupert Darwall hat nun den Fall nachrecherchiert und in einem lesenswerten Artikel für die Sommer-2014-Ausgabe des City Journal aufbereitet. Darin enthalten sind neue schockierende Details, wie vom IPCC eingeschüchterte Herausgeber von Fachzeitschriften in fragwürdiger Weise Salbys Manuskripte ablehnten, obwohl sie schon fast angenommen waren. Darwalls aufrüttelndes Portrait zum querdenkenden Wissenschaftler kann auf der Webseite des City Journals in ganzer Länge nachgelesen werden: (weiterlesen …)

Mojib Latif: Der Nachweis des anthropogenen Klimabeitrags gestaltet sich schwierig, da die natürlichen Ozeanzyklen dominieren

Die Basis der Forschung ist die wissenschaftliche Methode. Gerade diese scheint jedoch im Bereich der Klimawissenschaften zum Teil verlorengegangen zu sein. Es verwundert doch sehr, wenn reale Messdaten heutzutage weniger wert sind als Computer-Modellierungen. Es werden Hypothesen aufgestellt, die praktisch nicht falsifizierbar sind, da ihr Eintreffen in eine fernere Zukunft verlegt wird. Und so weiter und so weiter. Schauen Sie sich hierzu dieses gut gemachte Video zur wissenschaftlichen Methode an. Auch früher gab es immer wieder mächtige Interessen, die die Forschung bedrängten und in eine vorgeschriebene Richtung zwangen.

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Die natürliche Klimavariabilität in Gestalt der Ozeanzyklen zieht gerade in die klimatischen Denkerhirne ein. Spät aber nicht zu spät, könnte man meinen. Im Februar 2014 war im Bulletin of the American Meteorological Society bei Chang et al. in den Concluding Remarks zu lesen:

Understanding Multidecadal Climate Changes

“Most climate change meetings have tended to focus on the forced, thermodynamically induced variability of the climate system, as represented by the upper left box in Fig. 1. In contrast, this meeting featured scientists who think outside of that box. The climate response to external forcing—especially on regional scales—is strongly influenced by dynamical processes in both the ocean and the atmosphere. Moreover, the existence of strong natural multidecadal to centennial variability makes the detection of anthropogenic climate change a challenge.”

Da die im Bereich von mehreren Jahrzehnten (“multidekadischen”) natürlichen Zyklen im Klima so stark ausgeprägt sind, fällt der Nachweis des anthropogenen Klimabeitrags ziemlich schwer, sagt das sechsköpfige Autorenteam. Als Coautor mit dabei ist auch der uns gut bekannte Mojib Latif aus Kiel. Wann wird er diese Erkenntnis in der deutschen Presse etwas genauer erklären?

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Der Deutsche Wetterdienst (DWD) ist bekanntlich fest im Griff der Klimaalarmisten. Da wundert es nicht, dass der Dienst jetzt schon einzelne Extremwetterereignisse dem Klimawanel zuordnet. Angeblich hätte der DWD längere Zeitreihen ausgewertet und für die letzten Jahrzehnte eine ungewöhnliche Häufung festgestellt, die wohl mit dem Klimawandel zu tun haben muss. Die Stuttgarter Zeitung schrieb hierzu am 11. August 2014:

Klimaforscher und ihre Kollegen von den Wetterdiensten reagieren normalerweise ablehnend, wenn sie in einer Hitzewelle oder nach schweren Unwettern gefragt werden, ob das die Zeichen des Klimawandels seien. Denn kurzfristige Wetterphänomene oder auch mehrtägige Großwetterlagen sagen, für sich genommen, nichts aus über langfristige Klimaentwicklungen. Das gilt auch für die gewaltigen Sommerunwetter, die am Sonntagabend in Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Teilen Bayerns große Schäden angerichtet haben. Doch der Deutsche Wetterdienst (DWD) schaut sich auch über längere Zeiträume die Häufigkeit bestimmter Großwetterlagen an. Auffallend finden die Wetterforscher in diesem Sommer das besonders häufige Auftreten einer Großwetterlage mit dem Namen Tief Mitteleuropa, kurz TM. „Für uns ist das ein weiteres Zeichen des Klimawandels“, resümierte Gerhard Lux, der Sprecher des DWD in Offenbach.

Im Yahoo-Nachrichtenportal kritisierte Dipl.-Met Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net. am 8. August 2014 den Unwetter-Alarmismus des DWD: (weiterlesen …)

FAZ: “Die Klimamodelle und mit ihnen die Forscher müssen etwas übersehen”

Joachim Müller-Jung arbeitete am 27. August 2014 in der FAZ wichtige Probleme der Klimawissenschaften heraus:

Extremes Wetter, pausierendes Klima: Genaueres gerne später
Harte Zeiten für Klimaforscher: Sie rechnen und rechnen – und bleiben dennoch Anworten schuldig. Das kann Jahrzehnte so gehen. Die globale Erwärmung pausiert, weshalb weiss keiner. Erstaunlich, was da alles zusammen kommt an Ideen. Geduld ist gefragt. Aber hat die auch die Politik? [...] Der Trend ist dem Potsdamer [PIK-] Modell zufolge eindeutig: Je wärmer die Welt, desto wahrscheinlicher werden Extremwetterlagen. So eindeutig sah vor etwa anderthalb Jahrzehnten allerdings auch der Trend für die globalen Temperaturen aus: Die Kurve zeigte mit steigendem Kohlendioxidgehalt in der Luft stetig aufwärts. Inzwischen ist klar: Die Klimamodelle und mit ihnen die Forscher müssen etwas übersehen. In den letzten fünfzehn Jahren ist die Globaltemperatur nach Angaben des Weltklimarates lediglich um 0,05 Grad gestiegen – deutlich weniger, als erwartet worden war. Für diesen Pauseneffekt, den Hiatus, hat man inzwischen mehr als ein Dutzend Lösungsmöglichkeiten angeboten:

Weiterlesen in der FAZ.

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Das Internetmagazin Erneuerbare Energien bemängelte am 7. August 2014:

Neue Klimastudie erschienen – ein Kommentar
Dresden ignoriert Klimawandel
Im Wahlkampf in Sachsen spielt die Energiewende keine Rolle – bisher. Denn jetzt hat die TU Dresden den Klimawandel im Freistaat unter die Lupe genommen. Die Zahlen sind alarmierend. In Dresden führt das aber nicht zum Umdenken in Sachen Energiepolitik.

Hilfe, der Klimawandel lässt Dresden zugrunde gehen! Eine steile These. Wie macht sich die aufziehende Katastrophe denn in Sachsen bereits bemerkbar? Das wollen wir genauer wissen. Lesen wir dazu etwas weiter:

Klimawandel ist in Sachsen angekommen
Diese Blockadepolitik wird sich Dresden nicht mehr lange leisten können. Dass auch in Sachsen mit dem Klima nicht alles in Ordnung ist, hat Umweltminister Kupfer jetzt schwarz auf weiß. Die Jahresmitteltemperatur ist in den vergangenen 30 Jahren um 0,6 Grad angestiegen. Das hat dazu geführt, dass im Freistaat die Anzahl der Tage im Jahr, an denen die Temperaturen 25 Grad Celsius übersteigen, um 17 Prozent zugenommen haben.

Tja, das Berkely-BEST-Projekt hat sich die Dresdner Temperaturdaten mal angeschaut und musste die Erwärmung ‘leider’ etwas herunterkorrigieren. Anstatt 0,6°C in 30 Jahren fanden die Kalifornier lediglich 0,75°C pro 100 Jahre. Und in den letzten 15 Jahren ist es dabei überhaupt nicht mehr wärmer geworden. Bei Betrachtung der realen Daten will die Klimakatastrophe einfach nicht so recht überzeugen. Lesen wir weiter bei den Erneuerbaren Energien:

Gleichzeitig hat der Klimawandel vor allem Auswirkungen auf die Wetterkapriolen. Während in den Monaten, in denen die Landwirtschaft den Regen braucht, zwölf Prozent weniger Regen auf Sachsen niedergehen, steigt das Risiko von Starkregen in den Monaten Juli bis September drastisch an. In diesen Monaten ist in den vergangenen 30 Jahren die Zahl der Gewitter um 18 Prozent angestiegen. Die Niederschlagsmenge stieg dabei um zwölf Prozent. Das sind die Ergebnisse einer Klimastudie, die das Institut für Hydrologie und Meteorologie der TU Dresden im Auftrag des sächsischen Umweltministeriums erstellt hat.

Es reicht leider nicht, die letzten 30 Jahre zu betrachten. Die bekannten Ozeanzyklen haben einen Umlauf von 60 Jahren und beeinflussen das Klimageschehen maßgeblich (siehe z.B. “Die Nordatlantische Oszillation beeinflusste die Arktis und Nordeuropa während der letzten 5000 Jahre in systematischer Weise“). In Zukunft mehr Starkregen und Überschwemmungen? Die Wissenschaft sagt eindeutig nein (“Neue begutachtete Studie in Nature Climate Change: Klimawandel lässt Hochwasser in Europa wohl in Zukunft seltener werden“). Und noch ein letzter Blick in den verunglückten Text:

Dass der Klimawandel an den sächsischen Landesgrenzen nicht Halt macht, weiß man im Freistaat schon lange. Niemand wird das „Jahrhunderthochwasser“ im Jahr 2002 vergessen. Das medienwirksame Krisenmanagement hat damals Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) den Posten gerettet.

Sächsisches Hochwasser als Folge des Klimwandels? Der Spiegel hat 2013 dazu den Klimawissenschaftler Hans von Storch befragt:

SPIEGEL: Herr Storch, Deutschland meldet Land unter. Sind die Fluten bereits eine Folge der globalen Erwärmung?

Storch: Mir sind keine Studien bekannt, nach denen Hochwasser heute häufiger auftreten als in früheren Zeiten. Ich war gerade auf einer Hydrologentagung in Koblenz. Auch bei den Gewässerkundlern hörte ich solche Erkenntnisse nicht.

Siehe auch unseren Beitrag “Was waren die wahren Hintergründe der mitteleuropäischen Flut 2013?“.

Jetzt wollen Sie sicher die Studie im Original selber nachlesen. Zwar findet sich die Projektbeschreibung im Internet, aber irgendwie ist die Studie selber nicht auffindbar. Im Sinne der Transparenz sollten die Ergebnisse nun schnellstmöglich im Internet als pdf zur Verfügung gestellt werden, damit die kühnen Behauptungen überprüfbar werden.

 

Protest gegen den Klimawandel: Italienischer Aktivist will ein Jahr auf einem grönländischen Eisberg ausharren

Endlich ist es wieder soweit: Am 16. und 17. September 2014 bringt Al Gore uns im Rahmen seiner klimareligiösen Veranstaltung “24 Stunden der Wahrheit” gleich 24 Gründe, weshalb die Klimakatastrophe uns vernichten wird, wenn wir nicht ganz genau das tun, was Gore fordert. Analog zu den erfolgreichen Tupperware-Parties fordert uns der spirituelle Klimaführer auf, anlässlich der Kampagne zuhause Klimapartys auszurichten, um Ungläubige bei einem Glas CO2-neutralem Wein von der Realität der bevorstehenden Apokalypse zu überzeugen. Interessierte Besucher können auf einer interaktiven Landkarte nach der nächstgelegenen Party suchen. Für Klimainteressierte aus Deutschland wäre die nächstgelegene Veranstaltung zum Beispiel in Johannesburg in Südafrika. In Europa selber ist bislang leider keine Gore-Klimaparty angekündigt.

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Der ETH-Klimawissenschaftler Reto Knutti mahnte am 13. Juni 2014 im ETH-Zukunftblog an, die Klimadiskussion möglichst wertfrei zu führen und die Gegenseite ernst zu nehmen. Man müsse sich die Argumente schon anhören und fachlich darauf reagieren, auch wenn sie für die eigene Position unbequem sind. Knutti schreibt:

Angespannte Klimadiskussion
Mit steigender politischer und wirtschaftlicher Relevanz gestaltet sich die Diskussion um die Klimaforschung in der Öffentlichkeit schwierig. Der Klimawandel ist für viele eine Glaubensfrage, und oft werden Fakten und Meinungen vermischt. Das erschwert eine sachliche Diskussion. [...] Mitunter wird der Klimawandel fast zur Glaubensfrage. Die Gründe dafür sind vielfältig. So beeinflussen etwa aktuelle Ereignisse unsere Meinung. An heissen Tagen glauben mehr Menschen an den Klimawandel. Gleiches tut unser Umfeld: Wir übernehmen, was andere glauben, die ähnliche Wertvorstellungen haben. Eine Studie hat vor kurzem gezeigt, dass es kaum einen Zusammenhang gibt zwischen Bildung und Informationsverfügbarkeit einerseits und der Besorgnis über den menschgemachten Klimawandel andererseits, jedoch klare Hinweise darauf, dass unsere Meinung von der Meinung in unserem nahen Umfeld dominiert ist. [...] Eine komplett wertfreie Diskussion und Interpretation der Fakten ist zwar kaum möglich. Aber zumindest müssen wir alle versuchen, einander ernst zu nehmen, und Fakten von Meinungen zu trennen. Das gilt selbstverständlich auch für die Wissenschaftler. Die Beobachtung und Voraussage des Klimawandels sollte objektiv möglich sein. Wie wir mit den Voraussagen umgehen, und welche Risiken wir in Kauf nehmen wollen, darüber können und werden sich die Geister scheiden.

Ganzen Blogbeitrag im ETH-Zukunftblog lesen.

Angesprochen fühlen sollten sich z.B. die BBC (siehe unseren Beitrag “Angst vor seriöser Sachdiskussion: Klimaalarmisten drängen BBC zur Zensur der öffentlichen Klimadebatte“), IPCC-nahe Fachjournale (“Geomar-Forscher wagt den Schritt an die Öffentlichkeit und bemängelt Publikations-Zensur: Kritik an IPCC-Modellen unerwünscht!“) und die Los Angeles Times (“Los Angeles Times bringt keine Leserbriefe mehr von Klimaskeptikern“). Aber auch die IPCC-dominierte deutsche Presse sollte endlich eine ausgewogenere Richtung einschlagen und endgültig aus der überholten klimaalarmistischen Ecke herauskommen.

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Ein italienischer Abenteurer plant im Frühling 2015 einen grönländischen Eisberg zu besteigen und dort mit seinem Zelt ein Jahr lang auszuharren. Alex Bellinis Ziel ist es, einerseits den Klimawandel mit eigenen Augen zu erleben und andererseits die Welt auf die drohende Klimaapokalypse aufmerksam zu machen. Vielleicht hätte man ihm sagen sollen, dass ein Jahr gar nicht ausreicht, und er schon dreißig Jahre auf dem Eisberg bleiben müsste, um einen einzigen Klimadatenpunkt zu sammeln. Dafür müsste er allerdings die Proviantmenge von 300 kg auf 9000 kg, also 9 Tonnen, erhöhen. Wer weiß, ob dies der Eisberg aushalten würde oder ob er unter diesem Gewicht zusammenbrechen würde. Hier die Projektbeschreibung des zukünftigen Klima-Eremiten:

 

Unpassend ist vielleicht auch, dass Bellini das Projekt gerade in dem Jahr ankündigt (2014), als das arktische Meereis die größte sommerliche Ausdehnung der vergangenen 5 Jahre erreicht hat (siehe Abbildung), von dem von Bellni behaupteten “beschleunigten Abschmelzen des Arktiseises” also keine Rede sein kann.

Abbildung: Arktische Meereisausdehnung. Schwarze Kurve: 2014. Grauer Bereich: Durchschnittspanne 1979-2000. Quelle: DMI.

 

Zeit zum Lesen wird der Abenteurer auf seinem Eisklotz sicher genug haben. Hier einige Leseempfehlungen:

 

Österreichische Tageszeitung ‘Die Presse’: Das Klima lässt die Pazifikatolle nicht untergehen!

Die Berliner Morgenpost berichtete am 5. August 2014 über einen neuen Höhepunkt im IPCC-Drehbuch der vermeintlichen Klimakatastrophe:

Klimawandel als Asylgrund
Neuseeland gewährt Zuflucht wegen des steigenden Meeresspiegels
Es ist die Flucht aus einem kleinen Paradies, die die Familie Alesana angetreten hat. Zusammen mit seiner Frau hat Sigeo Alesana seine Heimat, den Pazifik-Inselstaat Tuvalu, im Jahr 2007 verlassen – und sie werden nicht mehr zurückkehren. Denn sie sind die ersten anerkannten Flüchtlinge des Klimawandels. Von der Idylle Tuvalus ist nicht mehr viel geblieben, denn der steigende Meeresspiegel auf Grund des Klimawandels macht das Leben dort immer weniger paradiesisch. In Neuseeland haben Sigeo und seine Frau deshalb für sich und ihre beiden Kindern im Alter von fünf und drei Jahren um Asyl gebeten. Mit Erfolg: Erstmals hat damit ein Staat bei dem Antrag einer Familie auf Bleiberecht den Klimawandel als Gefahr berücksichtigt. Das teilte ihre Anwältin jetzt mit.

Weiterlesen auf morgenpost.de.

Tuvalu? Eine kleine Inselgruppe im Pazifik. Es gibt wohl kaum jemanden, der die Inseln auf einem Globus auf Anhieb zeigen könnte. So richtig rund läuft die Wirtschaft in Tuvalu nicht, wie Wikipedia weiß:

Die tuvaluische Wirtschaft ist wenig entwickelt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag 2013 bei 40 Millionen US-Dollar. Das jährliche Wirtschaftswachstum beträgt (Stand 2013) etwa ein Prozent.

Da wundert es nicht, dass der eine oder andere aus wirtschaftlichen Gründen abhauen möchte. Aber Witschaftsflüchtling ist bekanntlich kein Asylgrund. Eine ganz neue, vielversprechendere Sparte ist daher jetzt der Klimaasylant. In Tuvalu bietet sich das an, denn im Zuge der Klimahysterie scheint dies bei den westlichen Nationen gut zu funktionieren, wie das neuseeländische Beispiel zeigt.

Aber leider ist die Asylbehörde Neuseelands offenbar einem Schwindler auf den Leim gegangen. Denn bei Lektüre der aktuellen Fachliteratur wäre die Sache schnell aufgeflogen. Der Focus berichtete über eine wissenschaftliche Untersuchung aus dem Jahr 2010:

„Eine Studie von Meeresforschern der neuseeländischen Auckland University hatte unlängst gezeigt, dass die Fläche vieler Südseeinseln – darunter solche in Tuvalu und auch in Kiribati – in den vergangenen 60 Jahren sogar zunahm. Eine von ihnen wuchs sogar um 30 Prozent, und die drei am dichtesten besiedelten Inseln Kiribatis Betio, Bairiki und Nanikai gewannen zwischen 12,5 und 30 Prozent an Fläche. Nur vier kleinere Inseln verloren Teiles ihres Lands an die See. Laut dem Studien-Hauptautor Paul Kench wird mehr Material von dem Korallenriff angespült, das die Eilande gewöhnlich umgibt. Weil die Korallen dem steigenden Meeresspiegel hinterher wachsen, gibt es für den Prozess laufend Nachschub.“ 

Trotz Meeresspiegelanstieg haben sich viele pazifische Koralleninseln in den letzten Jahren und Jahrzehnten vergrößert. Die zitierte Studie von Paul Kench und Arthur Webb erschien im Fachmagazin Global and Planetary Change. Das wahre Hauptproblem auf Tuvalu ist zudem nicht der Klimawandel sondern vielmehr die Plattentektonik, die immer wieder zu ruckhaften Absenkungen und Hebungen auf Tuvalu geführt hat. Auch der Mond führt Böses im Schilde. Tuvalu wurde vor einigen Jahren von einer hinterhältigen Springtide heimgesucht, die den Meeresspiegel kurzzeitig 3,15 m über Normalniveau steigen ließ.

Sehr viel besser als die Berliner Morgenpost hat es die österreichische Zeitung Die Presse am 4. August 2014 gemacht: (weiterlesen …)

Rührende Alarmgeschichte im Klimaretter-Blog entpuppt sich als Murks: Gambischer Minister muss zur klimatischen Nachschulung

In einem Bericht in den Potsdamer Neuesten Nachrichten hatte der ehemalige PIK-Mitarbeiter Friedrich Wilhelm Gerstengarbe Ende Mai 2014 behauptet, dass EIKE-Mitglied Michael Limburg und kalte-Sonne-Autor Fritz Vahrenholt Temperaturgraphiken fälschen würden. Limburg ging daraufhin gegen diese falsche und ehrenrührige Aussage juristisch vor. Am Ende der Auseinandersetzung musste Gerstengarbe die Behauptung jetzt wieder zurücknehmen. Anfang September 2014 unterschrieb er eine mit Konventionalstrafe und Kostenübernahme versehene Unterlassungsverpflichtung. Lesen Sie hierzu den Beitrag von Michael Limburg “Ex-PIK-Professor Gerstengarbe gibt Konventionalstrafen bewehrte Unterlassungserklärung ab. Fälschungsvorwurf gegen EIKE VP Michael Limburg vom Tisch” auf EIKE.

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Nature Geoscience brachte im Juli 2014 eine IPCC-Katastrophenstory von Thomas Delworth und Fanrong Zeng:

Regional rainfall decline in Australia attributed to anthropogenic greenhouse gases and ozone levels
Precipitation in austral autumn and winter has declined over parts of southern and especially southwestern Australia in the past few decades. [...] Here we use a high-resolution global climate model to analyse the causes of this rainfall decline. In our simulations, many aspects of the observed regional rainfall decline over southern and southwest Australia are reproduced in response to anthropogenic changes in levels of greenhouse gases and ozone in the atmosphere, whereas anthropogenic aerosols do not contribute to the simulated precipitation decline. Simulations of future climate with this model suggest amplified winter drying over most parts of southern Australia in the coming decades in response to a high-end scenario of changes in radiative forcing. The drying is most pronounced over southwest Australia, with total reductions in austral autumn and winter precipitation of approximately 40% by the late twenty-first century.

Australien wird immer trockener wegen des CO2-Anstiegs. Ein schönes Ergebnis, das viele IPCC-Punkte und saftige neue Forschungsgelder einspielt. Aber halt: Haben die beiden Forscher vielleicht dieselben Klimamodelle verwendet, die auch den Erwärmungsstopp der letzten 15 Jahre nicht hatten kommen sehen? Haben Sie! Und würden die selben Klimamodelle eigentlich die zahlreichen Trockenphasen der letzten Jahrtausende nachvollziehen können (siehe unseren Blogbeitrag “Überraschung: Feucht- und Trockenphasen wechselten im Südpazifik in vorindustrieller Zeit stets ab“)? Nein können sie nicht. Ein weiteres Paper für die runde Ablage auf dem Fußboden. Schade um die verschwendeten Forschungsressourcen.

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Rührige Geschichte am 1. August 2014 im Klimaretter-Blog. Ein Afrikanischer Minister schildert, wie der Klimawandel angeblich sein Land ruiniert und weshalb die westlichen Staaten ganz schnell Klimareparationen zahlen müssen:

“UNSERE HAUPTSTADT VERSCHWINDET”: (weiterlesen …)