News und Termine

Mysteriöse Häufung von Schellnhubers Veröffentlichungen in Zeitschrift der National Academy of Science: Wussten Sie, dass Mitglieder ihre PNAS-Gutachter selber auswählen dürfen?

Haben Sie sich auch schon einmal gewundert, weshalb Hans Joachim Schellnhuber vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) so fleissig in den Proceedings of the National Academy of Science of the USA (PNAS) publiziert? Manchmal ist auch sein Kollege Stefan Rahmstorf als Coautor mit von der Partie. Ein kürzlicher Nachrichtenbeitrag von Peter Aldhous in Nature vom 18. Juni 2014 könnte Schellnhubers mysteriöse Präferenz erklären. Aldhous schreibt:

In April, the US National Academy of Sciences elected 105 new members to its ranks. Academy membership is one the most prestigious honours for a scientist, and it comes with a tangible perk: members can submit up to four papers per year to the body’s high-profile journal, the venerable Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS), through the ‘contributed’ publication track. This unusual process allows authors to choose who will review their paper and how to respond to those reviewers’ comments. For many academy members, this privileged path is central to the appeal of PNAS. But to some scientists, it gives the journal the appearance of an old boys’ club. “Sound anachronistic? It is,” wrote biochemist Steve Caplan of the University of Nebraska, Omaha, in a 2011 blogpost that suggested the contributed track could be used as a “dumping ground” for some papers.

Das ist ja er Hammer: Mitglieder der National Academy of Sciences (NAS) können sich die Gutachter ihrer eingereichten Manuskripte offenbar selber aussuchen. Ein Verfahren mit fadem Beigeschmack. Die Mitgliederliste der NAS ist im Internet frei verfügbar bzw. durchsuchbar. Und dreimal dürfen Sie raten: Hans Joachim Schellnhuber ist seit 2005 Mitglied in der NAS. Auffällig ist die Häufung von Arbeiten in den PNAS nach 2005. Davor hatte Schellnhuber dort kaum publiziert, nach seiner Wahl in die NAS kommt es dann zur regelrechten Paper-Lawine. Hier ein Auszug aus Schellnhubers Publikationsliste:

Ludescher, J., Gozolchiani, A., Bogachev, M. I., Bunde, A., Havlin, S., and Schellnhuber, H. J. (2014). Very Early Warning of Next El Niño, PNAS 111, 2064 (doi/10.1073/pnas.1323058111)

Petoukhov, V., S. Rahmstorf, S. Petri and H.J. Schellnhuber, 2013: Quasiresonant amplification of planetary waves and recent Northern Hemisphere weather extremes. Proceedings of the National Academy of Science of the USA, 110, 5336–5341, doi:10.1073/pnas.1222000110 .

Schellnhuber, H. J., Frieler, K., Kabat, P. (2013). Global Climate Impacts: A Cross-Sector, Multi-Model Assessment Special Feature – Introduction: The elephant, the blind, and the intersectoral intercomparison of climate impacts. doi:10.1073/pnas.1321791111 [Link]

Piontek, F. et al. (including Schellnhuber, H. J.) (2013). Global Climate Impacts: A Cross-Sector, Multi-Model Assessment Special Feature: Multisectoral climat impact hotspots in a warming world. doi:10.1073/pnas.1222471110 [Link]

Ludescher, J. et al. (including Schellnhuber, H. J.) (2013). Improved El Niño forecasting by cooperativity detection. Online First: doi: 10.1073/pnas.1309353110

Dangerman, J., Schellnhuber, H. J. (2013). Energy Systems Transformation. PNAS, 10.1073/pnas.1219791110

Donges, J. et al. (including Schellnhuber H. J.) (2011). Nonlinear detection of paleoclimate-variability
transitions possibly related to human evolution. PNAS 108, 20422

Schellnhuber, H. J. (2011). Geoengineering: The good, the MAD, and the sensible. PNAS 108, 20277

Wu, Y., Zhou, C., Xiao, J., Kurths, J., Schellnhuber, H. J. (2010). Evidence for a bimodal distribution in human Communication. PNAS  107, 18803

Hall, J., Held, H., Dawson, R., Kriegler, E. and Schellnhuber, H. J. (2009). Imprecise probability assessment of tipping points in the climate system. PNAS 106, 5041

Hofmann, M. and Schellnhuber H. J. (2009). Ocean acidification affects marine carbon pump and triggers extended marine oxygen holes. PNAS 106, 3017

Schellnhuber, H. J. (Ed.) (2009). Tipping Elements in Earth System. Special Feature PNAS 106, 20561-20621 [Link]

Schellnhuber, H. J. (2009). Tipping Elements in the Earth System (Introductory Perspective). PNAS 106, 20561

Lenton, T., H. Held, E. Kriegler, J. Hall, W. Lucht, S. Rahmstorf, and H. J. Schellnhuber, 2008: Tipping elements in the Earth’s climate system. Proceedings of the National Academy of Sciences, 105, 1786-1793.

Schellnhuber, H. J. (2008): Global warming: Stop worrying, start panicking? – Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America. PNAS 105, 38

Bei freier Wahl der Gutachter sind Gefälligkeitsgutachten Tür und Tor geöffnet. Wie unabhängig war das Begutachtungsverfahren der zahlreichen Schellnhuber-Arbeiten in den PNAS wirklich? Zeit für Antworten.

 

Mit Dank an WUWT.
Siehe auch "Zweifel an Hans-Joachim Schellnhuber mehren sich: Teile der deutschen Politik haben genug von seinem Klimaalarmismus"

—————————-

Die Sonnenaktivität ist nicht stabil, sondern schwankt innerhalb bekannter Grenzen. Was genau diese Schwankungen auslöst, ist noch immer schlecht bekannt. Rodolfo Gustavo Cionco und Willie Soon präsentieren im Fachjournal “New Astronomy” ein Modell, in dem solare Minima entstehen, wenn die Sonne dem sogenannten Baryzentrum am nächsten kommt. Mit Baryzentrum (griechisch „Schwerezentrum“) bezeichnet man in der Himmelsmechanik den Massenmittelpunkt eines Systems von zwei oder mehreren Himmelskörpern, in diesem Fall des Sonnensystems mit den Planeten. Auf Basis dieser Hypothese spekulieren die beiden Forscher auch über kommende solare Minima im 200-Jahrestakt, die offenbar dem Suess/de Vries-Rhythmus folgen. Im Folgenden die Kurzfassung der Arbeit: (weiterlesen …)

Verwirrung bei der Neuen Zürcher Zeitung: Wer sind die wirren Experten?

Schlimmer Klimaalarmismus in der Sächsischen Zeitung am 25. Juli 2014:

Mehr Hitzetage im Osterzgebirge
Die Klimamodelle und die Expertenprognosen sind eindeutig. Sie bringen neue Herausforderungen.

Eindeutige Expertenprognosen? Dann werden auch Kinder eindeutig vom Storch gebracht und Weihachtsgeschenke eindeutig vom Santa Claus, keine Diskussion.

Die Intensität und Häufigkeit wetterbedingter Katastrophen steigt spürbar. Die meisten sind menschengemacht.

Menschengemacht. Da sind wir mal gespannt. Die Wissenschaft ist hier nämlich noch ziemlich unsicher. Aber wenn der Redakteur der Sächsischen Zeitung das sagt, muss es wohl stimmen. Vermutlich hat er ein vieljähriges klimatologisches Abend- oder Fernstudium als fachliche Grundlage.

Von Überschwemmungen und Tsunamis in Südostasien, sintflutartigen Regenfällen und Schneestürmen in den USA bis hin zu Erdbeben in Mittelmeerregionen berichten Medien in immer kürzeren Abständen. Wetterextreme häufen sich.

An dieser Stelle entlarvt sich der Autor dann leider selber als Stümper. Tsunamis werden durch Erdbeben ausgelöst, haben nun wirklich nichts mit dem Klimawandel zu tun. Dasselbe gilt für Erdbeben in der Mittelmeerregion. Überschwemmungen hat es zudem im östlichen Asien stets gegeben:

 

Schneestürme in den USA durch die Klimaerwärmung? Witz komm raus, Du bist umzingelt. Und warum berichten die Medien in immer kürzeren Abständen? Das müsste man mal die Medien fragen. Vielleicht weil es heute viel mehr Medien gibt und die Leser per iphone, ipad & Co immer hochfrequenter informiert werden wollen? Einen Hinweis auf den Klimawandel gibt dies jedenfalls nicht.

Eigentlich lohnt es sich bei dieser Einleitung gar nicht mehr weiterzulesen. Aber wir machen es trotzdem:

Doch nicht nur in weiter Ferne, auch bei uns nehmen sie zu. Das haben Wissenschaftler jetzt erstmals in Langzeitmodellen für einzelne Regionen Deutschlands erfasst und auch für Laien anschaulich dargestellt. Auf der Internetseite Klimafolgenonline.com können sich Interessierte über das Klima der Zukunft informieren.

Die Berechnungen von Forschern des Potsdam-Instituts für Klimafolgeforschung zeigen auf, welche Herausforderungen auf einzelne Regionen durch die globale Erwärmung zukommen. Anhand von zwei Modellen haben das die Wissenschaftler anschaulich gemacht. Das erste Modell rechnet mit gutem Klimaschutz. Es geht von einem Anstieg der weltweiten Durchschnittstemperatur von bis zu zwei Grad aus, beim zweiten von einem Anstieg um vier Grad, erklärt Wissenschaftler Thomas Nocke. Sicher sei davon auszugehen, dass die globale Erwärmung irgendwo zwischen beiden Modellen liegen wird. „Das hängt auch davon ab, inwieweit sich Staaten über gemeinsame Klimaziele einigen. Derzeit geht die Entwicklung deutlich in Richtung des Modells von vier Grad“, sagt Nocke.

Weiterlesen in der Sächsischen Zeitung (nur für Abonnenten)

Tja, und es sieht leider so aus, als wenn die wahre Erwärmung deutlich unter dem geringsten Szenario auf der genannten Webseite liegt. Das PIK sollte schleunigst Karten für CO2-Klimasensitivitäten von 2,0°C und 1,0°C/CO2-Verdopplung nachlegen. Ansonsten sind die Karten und Prognosen dort wenig sinnvoll.

—————————-

Unerwartete Meldung am 20. Juni 2014 in Spektrum der Wissenschaft: (weiterlesen …)

Medienwissenschaftler Sebastian Vehlken: Klimamodelle haben ein Eigenleben entwickelt, bei dem harte Messdaten manchmal nur stören

Ähnlich wie die deutsche Regierung kurzerhand die Atomkraft in Deutschland verboten hat, träumen nun grüne Thinktanks davon, den großen Erdölfirmen die Ölreservern wegzunehmen und ihren Börsenwert damit zu entwerten. Begründet wird dies mit der angeblich drohenden Klimakatastrophe. Es wird das Bild einer “Kohlenstoffblase” (genauer müsste es eigentlich CO2-Blase heißen) skizziert, die irgendwann platzt und die Erde in den Hitzetod schickt. Die österreichische Zeitung Die Presse berichtete am 5. Juli 2014 über die Kampagne:

„Wenn die Lebensumstände unerträglich werden, greifen irgendwann auch die renitentesten Regierungen ein“, ist Emanuel Heisenberg überzeugt. Der Enkel des großen Physikers treibt für den Berliner Thinktank, Stiftung Neue Verantwortung, die Debatte voran. Die zweite Zahl: 900 Gigatonnen. Diese Menge an Kohlendioxid dürfen wir noch durch Verbrennung fossiler Energieträger in die Atmosphäre blasen, wenn wir die Zwei-Grad-Grenze mit einer Wahrscheinlichkeit von 80 Prozent einhalten wollen. Dieses CO2-Budget haben die Analysten von Carbon Tracker errechnet, auf Basis der Modelle der Internationalen Energieagentur (IEA).

Irrt der Markt? Erst die dritte Zahl bereitet Kopfzerbrechen: 2860 Gigatonnen. So viel CO2 steckt in den nachgewiesenen Reserven an Erdöl, Erdgas und Kohle. Sie gehören Staaten oder privaten Energiekonzernen, die sich ihr Kapital an den Börsen holen. Die Menge ist über dreimal so hoch wie das gerade noch klimaverträgliche CO2-Budget. Wird sie zur Gänze verbrannt, sagt Heisenberg, „steuern wir kerzengerade auf weit über vier Grad zu – auf den Kollaps“. Aber die Konzerne scheint das nicht zu beeindrucken: Sie explorieren eifrig weiter. Das kostet sie jährlich fast 700 Mrd. Dollar. Die Blase bläht sich also weiter auf.

Was passiert, wenn sie platzt? Dass Reserven nachgewiesen sind, bedeutet auch: Sie stehen in den Büchern. An der Börse bestimmen die ungehobenen Schätze den Marktwert mit. Das zeigte sich etwa, als Shell 2004 sie buchhalterisch um ein Fünftel reduzieren musste. Der Kurs brach um zehn Prozent ein, der Energiemulti war plötzlich um 4,4 Mrd. Euro weniger wert. Nun geht es aber um andere Dimensionen: Nach der Logik von Carbon Tracker sind die Reserven um zwei Drittel überbewertet. Die Großbank HSBC schätzt: Müssen die Konzerne so massiv abwerten, bricht ihre Börsenwert um 40 bis 60 Prozent ein.

Der Zusammenbruch der Erdölkonzerne ist das erklärte Ziel der Aktivisten. Ein Spiel mit dem Feuer. Das Verbot der Atomkraft hat in Deutschland die großen Energiekonzerne ins Taumeln gebracht. Die fehlgeleitete Energiewende hat die Strompreise exlodieren lassen. Auf stetig fließendes russisches Gas kann man sich nicht mehr verlassen. Und nun soll auch noch das Öl zerstört werden? Wo ist der Speicher, der erneuerbaren Strom puffert, so dass die Erneuerbaren Energien grundlastfähig werden? Weiß der Enkel des berühmten Heisenbergs eigentlich was er da tut?

Zum Glück lässt Die Presse auch kritische Stimmen in der gleichen Ausgabe zu Wort kommen. Der Energieexperte Geoffrey Styles bringt es auf den Punkt: Vieles deutet momentan daraufhin, dass die CO2-Klimasensitivität vom IPCC viel zu hoch angesetzt ist. Nimmt man realistischere Werte an, so erwärmt sich die Erde nicht um die von Heisenberg Jr. Jr. genannten vier Grad, sondern vermutlich nur um ein oder zwei Grad.

Unsichere Daten, unreife Alternativen zu Öl und Gas: US-Energieexperte Geoffrey Styles glaubt nicht an die Blase.

DIE PRESSE: Gibt es eine Kohlenstoffblase? (weiterlesen …)

Deutsche Studie fordert eine stärkere Berücksichtigung natürlicher Schwankungen bei der Meeresspiegelbetrachtung

Der Meeresspiegel ist ein wichtiges Thema in der aktuellen Klimadiskussion. In Anlehnung an die Sintflut schüren Anhänger des Klimakatastrophengedankens immer wieder Angst in der Bevölkerung. Sie behaupten, der Meeresspiegelanstieg hätte sich in letzter Zeit beschleunigt, was jedoch bei nüchterner Betrachtung der Fakten schlichtweg falsch ist (siehe hier, hier, hier). Auch haben wir mehrfach darauf hingewiesen, dass die Meeresspiegelentwicklung maßgeblich durch Ozeanzyklen mitgeprägt wird, die üblicherweise im Maßstab von mehreren Jahrzehnten (oft 60 Jahre) operieren (siehe hier, hier, hier).

Allmählich trauen sich immer mehr Wissenschaftler, den alarmistischen Meeresspiegelthesen zu widersprechen. So erschien Anfang August 2014 eine Arbeit in den Geophysical Research Letters eines Teams um Sönke Dangendorf von der Universität Siegen. Die Forscher warnen, dass die natürliche Variabilität bei der Meeresspiegelbetrachtung zu wenig berücksichtigt wurde. Insbesondere bei der Frage, ob sich der Meeresspiegel in letzter Zeit beschleunigt hat, müssen natürliche Schwankungen viel mehr einbezogen werden. Bereits im Oktober 2013 hatte eine Wissenschaftlergruppe der University of Colorado Boulder in derselben Fachzeitschrift eine Studie herausgebracht, in der sie zeigen konnten, dass Ozeanzyklen den Meeresspiegelanstieg in den letzten 20 Jahren verstärkt haben.

Im Folgenden die Kurzfassung der neuen Arbeit von Dangendorf und Kollegen (Fettsetzung ergänzt):

EVIDENCE FOR LONG-TERM MEMORY IN SEA LEVEL
Detection and attribution of anthropogenic climate change signals in sea level rise (SLR) has experienced considerable attention during the last decades. Here we provide evidence that superimposed on any possible anthropogenic trend there is a significant amount of natural decadal and multidecadal variability. Using a set of 60 centennial tide gauge records and an ocean reanalysis, we find that sea levels exhibit long-term correlations on time scales up to several decades that are independent of any systematic rise. A large fraction of this long-term variability is related to the steric component of sea level, but we also find long-term correlations in current estimates of mass loss from glaciers and ice caps. These findings suggest that (i) recent attempts to detect a significant acceleration in regional SLR might underestimate the impact of natural variability and (ii) any future regional SLR threshold might be exceeded earlier/later than from anthropogenic change alone.

Im September 2013 hatte ein Team um Thomas Wahl aus dem selben Institut der Universität Siegen in einer Arbeit im Fachjournal Earth Science Reviews darauf hingewiesen, dass der Meeresspiegel in der Nordsee seit 100 Jahren mit konstanter Geschwindigkeit steigt und hier keinerlei Beschleunigung zu erkennen ist. Umso kurioser erscheint daher der Hinweis in der Dangendorf-Arbeit auf einen möglicherweise schnelleren Anstieg als bislang gedacht. Vermutlich war dies ein Kompromiss, da einer der Autoren – Diego Rybski – vom Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK) stammt und sich sonst seine wissenschaftliche Zukunft in Potsdam verstellt hätte.

 

Bericht der EU-Kommission: Erwärmung um zwei Grad könnte europäische Ernten steigern

Der Focus kann das Spiel mit dem Klimaalarmismus einfach nicht lassen. Am 4. Juli 2014 war auf Focus Online zu lesen:

Stürme, Erdbeben, Hagel – Kommt die Versicherungspflicht für Elementarschäden?
Hochwasser, Starkregen und Erdbeben können sogenannte Elementarschäden verursachen. Versicherungen greifen bei dieser Art von Schäden in der Regel nicht – ein neues Versicherungsmodell soll nun Abhilfe leisten. [...] Starkregen, Stürme, Hagel, Hochwasser und zuletzt auch Erdbeben – die Elementarschäden nehmen auch in Deutschland zu. Während dies heute noch überwiegend dem sorglosen Umgang mit der Natur und Naturgefahren zuzurechnen ist, wird dies in Zukunft auch durch den Klimawandel getrieben. Da sind sich die Experten weltweit einig. Anpassung an den Klimawandel bedeutet, sich auf diese Entwicklungen vorzubereiten und besser zu schützen. Und zwar sowohl durch Schutzmaßnahmen an Gebäuden wie durch die geringere Bebauung in Risikogebieten. Ein wichtiges Element der Vorsorge ist aber auch eine bessere Versicherung.

Eine gesetzlich vorgeschriebene Versicherungspglicht gegen Extremwetter, das wäre für die Versicherungskonzerne doch wirklich herrlich. Unzählige neue Kunden die per gesetzlicher Verfügung in die Arme der Versicherungen getrieben werden. Paradiesische Zustände für Herrn Kaiser und seine Kollegen. Als Begründung für diesen Schritt wird der Klimawandel genannt. Zu blöd nur, dass sich die Extremwettergefahr in den letzten Jahrzehnten trotz Erwärmung gar nicht erhöht hat und dies wohl auch in der Zukunft nicht tun wird. Hoffentlich merkt dies keiner, dann würde das Riesengschäft platzen.

Lesen wir weiter im Focus:

Die Versicherung gegen Elementarschäden ist in Deutschland rar. Derzeit sind nur etwa 30 Prozent der Gebäude gegen diese Risiken versichert – mit Ausnahme von Sturm und Hagel. Nach Schätzungen des GDV werden es bundesweit auch nicht mehr als 35 Prozent der Gebäudeeigentümer, die man mit Werbe- und Aufklärungskampagnen zu einem Versicherungsabschluss bewegen kann. Die vernünftigste Lösung ist daher eine Versicherungspflicht.

Eine staatlich verordnete Verdreifachung der Kundenbasis, was könnte schöner sein? Weiter im Focus:

In Deutschland scheitert diese Vernunftlösung bislang vor allem am Widerstand der Politik. Denn die setzt lieber auf Soforthilfen statt vorsorgende Versicherung, auch weil damit Wahlen zu gewinnen sind. Dieses „System des Ad hoc“ aber ist ungerecht und willkürlich.

“Vernunftslösung”, Wahltricks? Man wird das Gefühl nicht los, dass der Text durch einen Versicherungslobbyisten geschrieben sein könnte. Als Autor ist “FOCUS-Online-Experte Reimund Schwarze” genannt. Wenn man auf Schwarzes Focus-Artikelübersicht klickt, wird schnell klar, dass es sich um einen IPCC-nahen Aktivisten handelt. In seinen Artikeln geht es meist um die große Gefahr der Klimakatastrophe, um die böse Kohle, um die Sintflut und andere Wetterstrafen, die uns der Himmel wegen unserer CO2-Sünden auf die Erde herunterschickt.

Weiteres Googlen deutet an, dass es sich wohl um Professor Reimund Schwarze vom Leipziger Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung handelt. Die fragwürdige Verbandelung von Schwarze und der Versicherungswirtschaft zeigt sich dann in einem Bericht, den der Professor offenbar für den Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) mitverfasst hat. Seltsamerweise sind in der “Machbarkeitsstudie Starkregenrisiko 2050” keine Autoren aufgeführt (pdf). Schwarze selber listet diese Publikation aber in seinem Lebenslauf im Internet in seiner Publikationsübersicht. Man darf also daher davon ausgehen, dass Schwarze an der GDV-Studie mitgearbeitet hat. Hat er hierfür ein Honorar, Projektgelder und Reisegelder erhalten? Weshalb setzt sich Schwarze so sehr für die Versicherungsbranche ein, wenn er im Hauptjob an einem Institut beschäftigt ist, das ergebnisoffene, neutrale Forschung durchführen soll?

—————————-

Welt am 8. April 2014:

Klimawandel: Turbulenzen auf Transatlantikflügen werden heftiger
Auf manchen Flügen könnten Passagiere künftig ordentlich durchgerüttelt werden. Denn der Klimawandel führt zu häufigeren und heftigeren Turbulenzen. Das zumindest behaupten britische Forscher. [...] “Unsere Ergebnisse legen nahe, dass der Klimawandel Mitte dieses Jahrhunderts zu holprigeren Transatlantik-Flügen führen wird”, schreiben Paul Williams (University of Reading) und Manoj Joshi (University of East Anglia in Norwich). [...] Bei ihrer Analyse beschränken sich die Forscher auf die Flugzone über der nördlichen Hälfte des Nordatlantiks in den Wintermonaten von Dezember bis Februar. Mithilfe von Klima-Modellsimulationen berechnen sie, dass Turbulenzen dort in etwa 40 Jahren um 40 bis 170 Prozent häufiger auftreten könnten. Außerdem könnten sie um 10 bis 40 Prozent heftiger ausfallen.

Ganzen Artikel auf welt.de lesen.

Eine spektakuläre Geschichte. Aber es bleiben unbeantwortete Fragen zurück, an die Bishop Hill erinnert: Im Winter soll es über dem Atantik turbulenter werden, und was ist mit dem Sommer? Wie sieht es bei Trans-Pazifikflügen aus? Wird es dort dann weniger Turbulenzen geben? Welche Klimamodelle haben die Forscher verwendet? Sind es jene, die den Erwärmunsgsstopp seit 1998 nicht nachvollziehen können und mit überhöhten CO2-Klimasensitivitäten rechnen? Wie haben sich die Flugturbulenzen in den letzten 50 Jahren entwickelt? Ist hier bereits ein Trend zu erkennen? Falls nein, scheinen die Vorhersagen nicht kalibriert zu sein und sind eher fragwürdig.

—————————-

Berner Zeitung am 2. Juli 2014:

Klimaguide 2.0: Mit der neuen App des Oeschger-Zentrums für Klimaforschung der Universität Bern können sich Wanderer in der Jungfrau Region neu vor Ort über die lokalen Auswirkungen des Klimawandels informieren. [...] Mit dem Klimaguide 2.0 können Wanderer auf sieben Klimapfaden in der Jungfrau Region Hintergrundwissen über die Auswirkungen der globalen Erwärmung vor Ort abrufen.

Die Webseite zur App ist hier. Das gute Stück ist für € 0,89 für das iphone herunterladbar. Lohnt sich das? Oder bekommt man dafür nur IPCC-Propaganda geliefert? Greifen wir einmal wahllos Klimapfad D (Mürren: Grütschalp – Mürren) heraus: (weiterlesen …)

Vaclav Klaus: Klimaaktivismus als Gefahr für die Gesellschaft

Nevertheless, there is another threat on the horizon. I see this threat in environmentalism which is becoming a new dominant ideology, if not a religion. Its main weapon is raising the alarm and predicting the human life endangering climate change based on man-made global warming.

Vaclav Klaus
ehemaliger Ministerpräsident und Staatspräsident der Tschechischen Republik

 

Schornsteinfeger retten das Erdklima: Oh, wie schön ist Panama!

Der Deutschlandfunk meinte am 14. Juli 2014 berichten zu müssen:

Klimawandel: Zahl wetterbedingter Naturkatastrophen nimmt zu
Nach einem Bericht der Welt-Meteorologie-Organisation WMO sterben pro Jahr im Schnitt 45.000 Menschen an den Folgen von Hitzewellen, Hochwasser, Wirbelstürmen und anderen Wetterextremen.

Das wollen wir genauer wissen. Was genau soll hier zugenommen haben? Der Deutschlandfunk erläutert:

Wobei die Zahl der Fälle offenbar zunimmt. Die indische Expertin Debby Guha Sapir, Direktorin des Forschungszentrums für die Epidemiologie von Katastrophen an der Universität Löwen in Belgien. Von dort stammen die Daten für den neuen WMO-Atlas. “Wenn man Naturkatastrophen unterteilt in geophysikalische und meteorologische, dann kann man sehen: Es gibt einen klaren Trend der Zunahme von wetter- und klimabedingten Katastrophen – während die Zahl von Desastern durch Vulkanausbrüche, Erdbeben und Tsunamis mehr oder weniger gleich geblieben ist. Das muss nicht unbedingt heißen, dass Wetterextreme selbst häufiger geworden sind. Nur münden sie immer öfter in eine Katastrophe. Jochen Luther nennt die Gründe: “Überall auf der Welt kommt es zu Wertzuwächsen, aber auch zu einer Zunahme der Bevölkerung in gefährdeten Gebieten, insbesondere Küsten oder Flussauen.”

Also wie jetzt? In der Überschrift zum Beitrag stand doch, dass die Wetterextreme zugenommen hätten. Und jetzt heißt es plötzlich, dass sich nur die Werte gesteigert hätten und sich das Extremwetter selber vielleicht gar nicht verändert hätte? Peinliche Panne. Der Deutschlandfunk befindet sich noch immer fest im Würgegriff der Klimaalarmisten. Warum schreitet niemand ein?

—————————-

Der blöde Klimawandel. Jetzt lässt er auch noch die Bäume kräftiger wachsen als zuvor, wie der Schwarzwälder Bote am 12. Juli 2014 schrieb:

Kreis Rottweil: Klimawandel lässt Bäume wuchern
Das Problem wächst der Straßenbauverwaltung buchstäblich fast über den Kopf. Die Gehölzpflege, eine Pflichtaufgabe, ist in den vergangenen Jahren immer aufwendiger geworden. Sogar der Klimawandel kann sich am wachsenden Aufwand ablesen lassen.Dies berichtete Gerold Günzer, Leiter des Straßenbauamts, im Kreistagsausschuss Umwelt und Technik auf eine Anfrage der Kreistagsgruppe Bündnis 90/Die Grünen. Die hat eine Tendenz ausgemacht, Bäume an den Straßen mehr und mehr nur noch als Gefahrenquelle zu sehen, was an zahlreichen Rodungen und “sogenannten Pflegeaktionen” zu bemerken sei. [...] Günzers Blick in die Zukunft fiel nicht optimistisch aus: “Wenn es noch wärmer wird, ist die Straßenbauverwaltung mit dem Naturschutz überfordert.” Der Ausschuss nahm die Ausführungen Günzers zur Kenntnis.

Erst hieß es, der Klimawandel tötet den deutschen Wald, und jetzt soll er ihn wuchern lassen? Was denn nun eigentlich?

—————————-

Hilfe von unerwarter Seite: Die deutschen Schornsteinfeger reinigen nicht nur rauchende Schlote im Zusammenhang mit der Verwendung fossiler Brennstoffe, sondern schützen seit neuestem auch noch das Klima, wie schornsteinfegermeister-haltern.de berichtete: (weiterlesen …)

Jetzt kommt es ganz bitter: Klimawandel lässt Rothaarige aussterben und macht Fische einsam

Mitte 2012 hatten wir an dieser Stelle über eine alarmistische Meeresspiegelprognose einer Gruppe um Stefan Rahmstorf für North Carolina berichtet, die jedoch vom dortigen Senat als wenig wahrscheinlich schnell verworfen wurde.

Zwei Jahre später – im Juli 2014 – hat nun der US-Bundestaat weitere Maßnahmen gegen apokalyptische Szenarien vorgenommen. Ab sofort sollen Meeresspiegelplanungen nur noch 30 Jahre in die Zukunft schauen. Dies erlaubt eine fortwährende Kalibrierung an die reale Entwicklung, ohne dass fragwürdige Trends gleich für ein ganzes Jahrhundert in die Zukunft fortgeschrieben werden. Die neue Regelung stößt vor allem bei Hausbesitzern an der Küste auf Zustimmung, die ansonsten durch stark überhöhte Überflutungs-Versicherungsprämien und Wertverfall bestraft worden wären.

—————————-

Kennen Sie schon den Film “Snowpiercer” aus dem letzten Jahr (2013)? Ein Geoengineering-Projekt zur Erdabkühlung läuft aus dem Ruder. Im Jahr 2031 kommt es zur Vereisung des Planeten. Die Klimakatastrophe schlägt voll zu.

Wikipedia kennt die genaue Handlung des Films.

—————————-

Mitte Juli 2014 war es soweit: Die Sonne war nahezu fleckenlos. Der 24. Zyklus der Sonne ist einer der schwächsten der gesamten letzten 100 Jahre. The si weather schreibt:

Ten days ago, the sun was quite active and peppered with several large spots. Now the sun has gone quiet and it is nearly completely blank. It appears that the solar maximum phase for solar cycle 24 may have been reached and it is not very impressive. It looks as if this solar cycle is “double-peaked” (see below) which is not all that uncommon; however, it is somewhat rare that the second peak in sunspot number during the solar max phase is larger than the first. In fact, this solar cycle continues to rank among the weakest on record which continues the recent trend for increasingly weaker cycles. The current predicted and observed size makes this the smallest sunspot cycle since Cycle 14 which had a maximum of 64.2 in February of 1906. Going back to 1755, there have been only a few solar cycles in the previous 23 that have had a lower number of sunspots during its maximum phase. For this reason, many solar researchers are calling this current solar maximum a “mini-max”. Solar cycle 24 began after an unusually deep solar minimum that lasted from 2007 to 2009. In fact, in 2008 and 2009, there were almost no sunspots, a very unusual situation during a solar minimum phase that had not happened for almost a century.

Weiterlesen auf The si weather.

—————————-

Am 19. Juli 2014 brachte nachrichten.at eine interessante Analyse zum Klimawandel: (weiterlesen …)

Späte Einsicht: Ehemalige Vorgesetzte von James Hansen und Michael Mann bereuen, dass sie die beiden eingestellt haben

Wenn es schon bei den mittleren Jahrestemperaturen nicht wärmer wird, muss man halt nur kleinere Zeitabschnitte wählen. Irgendwo muss sich doch noch ein kleiner Hitzerekord für die verunsicherte Öffentlichkeit fabrizieren lassen. Das wäre doch gelacht. Wie wärs zum Beispiel mit “heißeste neun Uhr der gesamten Temperaturgeschichte”? In diesem Sinne war die Freude beim ZDF Heute-Team groß, als sich der Juni 2014 mächtig ins Zeug legte.

So einen heißen Juni hat es auf der Erde seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1880 noch nicht gegeben: Die Durchschnittstemperatur lag bei 16,22 Grad Celsius – das war 0,72 Grad mehr als der monatliche Durchschnittswert im 20. Jahrhundert. Damit wurde der bisherige Rekord vom Juni 2010 gebrochen. [...] Die kombinierte Durchschnittstemperatur an der Land- und Meeresoberfläche habe bei 16,22 Grad Celsius gelegen, teilte die US-Wetterbehörde NOAA mit. Im gesamten 20. Jahrhundert lag die Durchschnittstemperatur bei 15,5 Grad Celsius. Den bisherigen Juni-Rekord gab es im Jahr 2010.

Ganz Super. Dabei ging ein anderer Rekord im Trubel leider unter: Mit -22,4°C ereignete sich nämlich 2014 auch der kälteste Juni der jemals in der Antarktis gemessen wurde. Das sind satte 6,6°C unter dem Normalwert. Fast wäre es auch der kälteste Monat überhaupt geworden, allerdings liegt hier in der Gesamtwertung immer noch der September 1953 mit -23,5°C vorn.

Aber nochmal zurück zum heißesten Juni, der auf dem NCDC-Datensatz der NOAA basiert. Die polaren Gebiete sind in diesem Datensatz nur sehr unzureichend repräsentiert. Im Unterschied zu den äquatorialen Temperatur-Anomalien waren beide Pole relativ kühl und drückten so die globalen Werte. Besser wird das in der Reihe GISS  abgebildet, die keinen Juni-Rekord 2014 verzeichnete.

Mit Dank an WUWT.

—————————-

Sie haben es sicher schon irgendwo gelesen, Australien hat seinen Emissionshandel wieder abgeschafft. Börse Online berichtete am 17. Juli 2014:

Australien hat als erstes Land der Welt eine Klimaschutzsteuer ersatzlos abgeschafft. Die zweite Parlamentskammer, der Senat, stimmte am Donnerstag wie erwartet mehrheitlich für das Abschaffungsgesetz.

—————————-

Der Klimawandel als Motor für die Forschungsförderung. Über eine weitere Blüte berichtete am 10. Juli 2014 der Bayerische Rundfunk (BR):

Klimawandel Zerstört das Wetter unsere Baudenkmäler?
Schimmel, abblätternde Fresken oder einsturzgefährdete Dachstühle: Wissenschaftler erforschen, wie der Klimawandel unseren Baudenkmälern zusetzt und was man dagegen tun könnte. Unter anderem im EU-Projekt „Climate for Culture“. [...] Durch Klimamodellierung und Gebäudesimulationen schaffen die Forscher von “Climate for Culture” Projektionen bis zum Jahre 2100. So können Aussagen über kommende Klimabedingungen in Innenräumen und damit verbundene Schädigungsrisiken getroffen werden. Daraus lassen sich Strategien ableiten, um unsere Baudenkmäler beispielsweise mit Heizung oder Lüftung fit für die Klimazukunft zu machen.

Climate for Culture, ein schöner Slogan. Auf deutsch lässt sich das in etwas übersetzen in “Klima fürs Klo” bzw. Klimagelder für den Lokus. Da können die Klimamodelle nicht einmal die Erwärmungspause der letzten 16 Jahre nachvollziehen und trotzdem sollen sie als Grundage für die Dimensionierung für Klimaanlagen bis 2100 dienen. Hoffentlich bauen die Forscher auch Fenster in ihre Gebäudesimulationen ein. Nach langem Modellieren werden sie dann vermutlich herausfinden, dass man die Fenster öffnet, wenn es warm ist und entsprechend geschlossen hält, wenn es kalt wird.

Auf der Webseite des EU-Projekts Climate for Culture betrauert man allerdings schon, dass sich Ende des Jahres (2014) der Geldhahn wieder schließen wird. Nichtsdestotrotz hat man es auf der Abschlusskonferenz in der edlen Münchener Residenz Mitte Juli 2014 noch einmal richtig krachen lassen. Die Keynote Lecture wurde vom ehemaligen IPCC-Mann Guy Brasseur vom Hamburger Climate Service Center gehalten. (weiterlesen …)

FAZ: Bauchlandung für die Klimavorhersagen: El Nino flaut früh ab, kein Super-Klimachaos

In einer Zeit der stagnierenden Temperaturen kann kurzfristig nur noch ein El Nino helfen. Klimaalarmistisch veranlagte Forscher wie Stefan Rahmstorf hatten ihn sich für dieses Jahr sehnlichst hergewünscht. Am 28. Mai 2014 schrieb der Potsdamer in seinem Blog:

Kommt ein starker El Niño?
Starke El-Niño-Ereignisse im tropischen Pazifik können weltweit das Wetter durcheinander bringen – und die Börsen. Viele Anzeichen deuten immer deutlicher darauf hin, dass noch in diesem Sommer oder Herbst ein El Niño eintreten wird. Als Erste vorhergesagt haben dies deutsche Wissenschaftler – schon im September 2013.

Schon am 9. Jui 2014 hatten wir an dieser Stelle Bedenken:

Bis Ende Mai [2014] ist eine Vorhersage sehr, sehr schwierig, auch wenn Computer-Modelle mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit (97% ?) von einem El Nino ausgehen, bereits seit Monaten. Sie irren häufig genug , wie wir wissen! Was wir jedoch beobachten: Die Troposphäre reagiert diesmal kaum oder gar nicht. Ein ganz guter Indikator ist der SOI (Southern Oscillation Index)  und der zeigt momentan auf „neutral“. Auch die Differenz der SST zwischen West- und Ostpazifik ist sehr weit weg von den Werten, die im Sommer 1997 verzeichnet wurden. Daher deuten die Zeichen momentan eher auf ein kleineres Ereignis oder gar keins hin.

Am 1. August 2014 erhärteten wir unsere Skepsis (siehe “Australisches Meteorologisches Institut sieht geringe Chancen für El Nino in 2014“). Zehn Tage später stand es dann auch in der FAZ:

El Nino flaut früh ab – Kein Super-Klimachaos
Bauchlandung für die Klimavorhersagen: Vor wenigen Wochen hatten die Experten noch einen der stärksten El Ninos der letzten Jahre mit globalen Folgen prognostiziert. Jetzt macht sich das Klimaphänomen im Pazifik offenbar voreilig dünne. [...] In der Prognose des amerikanischen Wetterdienstes und Klima- und Ozeanforschungszentrums NOAA von Ende vergangener Woche heißt es jetzt im monatlichen Bulletin: Die von den Bojen gemessenen Temperaturen hätten sich beinahe wieder normalisiert, „das Fehlen kohärenter atmosphärischer El-Nino-Muster und die Rückkehr zu durchschnittlichen Oberflächenwasser-Temperaturen im Zentralpazifik spricht für neutrale El-Nino-Bedingungen“.

Der Jahrgang 2014 will den Freunden des IPCC-Alarmgedankens einfach keine Freude bereiten…

—————————-

Im Juli 2014 erschien im Blog von Warren Business Consulting ein Beitrag zum Klimawandel von Sebastian Lüning. In einem ausgezeichneten Kommentar zum Artikel schreibt Keith Martin:

I am glad that different opinions are being expressed here. Dr Luning for example is a noted skeptic and the balance provided by different views provides perspective. It also demonstrates, that contrary to current dogma, the debate is far from over. There is no consensus on the relative weights of CO2-driven climate change and natural variability. Further, science has never progressed by following a consensus. This is true of Newton’s view on gravity, Einstein’s theory of relativity, or plate tectonics. In the last case, in the 1950′s the consensus view was that continents are fixed, and the fixists even had Einstein endorse their view in 1955 just before his death. Of course this was turned over by plate tectonic theory and its corroboration via global positioning system (GPS) data.

This is intended as constructive criticism. I was disappointed by the Warren questionnaire. To me, the questions were too simplistic. Almost all skeptics as well as warmists agree that CO2 is a greenhouse gas. Almost all agree that mankind is having some effect. But neither of these are the true issue. The real issue is the relative weight of CO2-driven climate change versus natural variability. Furthermore, the questionnaire went on to ask questions about policy for dealing with climate change. Obviously, such questions are based on the assumption that a) the scale of CO2-driven change is a problem, b) that we are capable of effecting change, and c) that even if a) and b) are true, it is economically worthwhile to attempt change now. For these reasons, this year I did not complete the questionnaire. (weiterlesen …)

Hans-Joachim Schellnhuber hofft auf Klima-Gandhis, die unpopuläre Klimaschutzmaßnahmen gegen den Volkswillen durchknüppeln

Noch im Wahlkampf erwähnte US-Präsident Barack Obama den Klimawandel mit kaum einer Silbe, jetzt allerdings dreht der Parteigenosse von Al Gore kräftig auf. Obama will das Klima retten und verliest hierzu fleissig Erklärungen und lässt Papiere erstellen. Nun kam jedoch heraus, dass Obamas neuestes Klimapapier auf einem Entwurf basiert, der von drei Aktivisten verfasst ist. Die Mail Online berichtete am 7. Juli 2014:

Revealed: How environmentalists were allowed to draft Obama’s White House energy policy

  • A trio of activists from the Natural Resources Defense Council wrote a 110-page draft that became Obama’s latest global-warming plan
  • Two lawyers and a graduate of a Berkeley program advocating a ‘sus­tainable envi­ron­ment and a just society’ crafted the document in 2010
  • The move is seen as revenge against the second Bush administration for allowing energy producers to advise the White House in secret meetings
  • The document’s lead scientific author now helps run a global-warming super PAC run by billionaire liberal Tom Steyer

Weiterlesen auf dailymail.co.uk.

————————-

Der Reggae und Hip Hop-Musiker Pierre Baigorry (Peter Fox, SEEED) sprach kürzlich mit Hans-Joachim Schellnhuber über den Klimawandel. Schellnhuber macht einen regelrecht geknickten Eindruck. Die Demokratie würde die Umsetzung seiner Klimaschutzvisionen verhindern. Ein Systemwechsel müsste her. Außerdem vermisst er bei Angela Merkel Größe. Er deutet an, sie würde nur auf Wählerstimmen schielen und hätte daher den tugendhaften Klimapfad verlassen. Es spricht viel dafür, dass er mittlerweile von der Kanzlerin abserviert worden ist. Noch vor etlichen Jahren in ihrer Phase als “Klimakanzerlin” hatte sie intensiv auf Schellnhuber gesetzt. Möglicherweise hat sie mittlerweile bemerkt, dass sich Schellnhuber mit seinen extremen Thesen weit vom Mainstream entfernt hat und auch vor antidemokratischen Maßnahmen zur Verwirklichung seines alarmistischen Klimaalbtraums nicht zurückschreckt.

Pierre Gosselin hat das Interview detailliert analysiert (Übernahme aus dem Notrickszone-Blog): (weiterlesen …)

Park Sanssouci klimatisch bedroht? Damals und heute – ein Vergleich

Von Walter Fett

Während seiner Regierungszeit 1740-1786 legte Friedrich der Große, genannt der „Alte Fritz“, den Park von Sanssouci in Potsdam an. Interessanterweise stieg bereits im Verlauf des 18. Jahrhunderts – wohlgemerkt bei niedrigstem CO2-Gehalt der Luft – die grob gemittelte Temperatur im Berlin-Potsdamer Raum um knapp ein Grad an. Dieses können wir aus der erfreulich weit zurückreichenden Beobachtungsreihe von Berlin-Dahlem schließen, nur 20 km von Sanssouci abgelegen (Abbildung 1). Es ist nicht bekannt, dass sich in der Zeit des Heranwachsens des Parks der Temperaturanstieg, direkt oder indirekt, besonders schädlich ausgewirkt hätte.

Ein ähnliches Schicksal könnte man nun auch zwei Jahrhunderte später erwarten. Da erlebte ein „Fritzchen Müller“ eine vergleichbare Temperaturerhöhung. Auch erreichte die Temperatur nicht mehr als nur das damalige Niveau. Man könnte daher meinen, dass das Schicksal der Parknatur dem damaligen – letztlich eher harmlosen – in etwa gleichen müsste. Abgesehen davon, dass angesichts des inzwischen wesentlich höheren CO2-Gehalts sogar mit einer Wachstumsförderung zu rechnen ist.

Wie seinerzeit nach dem Temperatur-Maximum die Umkehr zu einer Abkühlung erfolgte, erleben wir auch jetzt seit anderthalb Dutzend Jahren, dass die weltweite Temperatur nicht mehr zunimmt. Warum also sollte man sich um den Park besonders sorgen? Warum sollte es diesmal dem Park schlechter ergehen?

Ungeachtet dieser Entwicklung hält es die Stiftung für Preußische Schlösser und Gärten (SPSG) für geboten, wegen der „zu erwartenden Probleme“(!) eine dreitägige internationale Fachtagung „Historische Gärten im Klimawandel“ unter der apokalyptisch klingenden Ankündigung „Sanssouci in Klimanot“ zu veranstalten (siehe Presseinformation der SPSG unten). Nichts gegen generelle Untersuchungen über die Klimaabhängigkeit – auch die eines Parks. Jedoch das jedwede – und eventuell nicht unwillkommene – zeitgemäße Herhalten einer Klimadramatik erscheint uns doch bedenklich, – es sei denn, man hätte letztlich eine vorläufige Beruhigung der Öffentlichkeit im Auge, also dann sich schon treffender zumindest im Sinne einer Fragestellung geäußert, wie: „Sanssouci in Klimanot ?

Abbildung 1: Temperaturentwicklung in Berlin-Dahlem während der vergangenen 300 Jahre.

————————————-

Presse-Information der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG)

Internationale Fachtagung “Historische Gärten im Klimawandel”
Donnerstag, 4. September bis Samstag, 6. September 2014
Nikolaisaal, Wilhelm-Staab-Str. 10-11, und Orangerieschloss, Park Sanssouci, Potsdam

Sanssouci in Klimanot

Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg und Deutsche Bundesstiftung Umwelt richten Fachtagung zum Thema “Historische Gärten im Klimawandel” ausDie Auswirkungen des globalen Klimawandels sind in der Region Berlin-Brandenburg bereits heute nachzuweisen. Zunehmende Trockenheit, häufiger auftretende Wetterextreme mit Stürmen und Starkregen haben deshalb auch Folgen für Erhalt und Pflege der historischen Gärten der zum UNESCO-Welterbe gehörenden Potsdam-Berliner Kulturlandschaft. In welcher Weise die Gartendenkmalpflege darauf in Zukunft reagieren muss, um diese einzigartigen  Kulturdenkmale zu bewahren, ist bisher jedoch nur in Ansätzen fachlich diskutiert worden.

Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) wird deshalb vom 4. bis 6. September 2014 die von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderte Internationale Fachtagung “Historische Gärten im Klimawandel” in Kooperation mit der UNESCO und dem Internationalen Rat für Denkmalpflege ICOMOS ausrichten.

Neben national und international anerkannten Spezialisten der Gartendenkmalpflege haben renommierte Klimaforscher und Naturwissenschaftler ihre Teilnahme zugesagt. Zu den Referenten werden unter anderem der Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), Prof. Hans Joachim Schellnhuber, der ehemalige Bundesumweltminister Prof. Klaus Töpfer vom Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) und Dr. Hubert Weiger, der Vorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND), gehören. (weiterlesen …)

Hessischer Starkregen aus dem Juli 2014 eine Folge des Klimawandels? Eher unwahrscheinlich. Statistiken zeigen eine Abnahme schwerer sommerlicher Regengüsse während der letzten 100 Jahre

Endlich mal wieder schlechtes Wetter, darauf hatte man beim Potsdaminstitut für Klimafolgenforschung (PIK) schon gehofft: Ein Gewitter in Hessen musste jetzt als Kronzeuge für den Klimawandel herhalten. Die Welt bot dem PIK am 16. Juli 2014 die entsprechende Bühne:

Gewitterserie über Mittelhessen könnte Folge des Klimawandels sein
Die tagelangen Gewitter mit schweren Regenfällen in Mittelhessen könnten Folgen des Klimawandels sein. Klimaforscher sehen deutliche Hinweise dafür. «Das passt ins Bild», sagt Peter Hoffmann vom Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK). Allerdings sei die Datenbasis noch zu gering, um solche Einzelereignisse eindeutig direkt dem Klimawandel zuzuordnen.

Eine schöne Formulierung, an der hatte die PIK-Mannschaft sicher lange gefeilt: “Das passt ins Bild”. Aber eigentlich weiss man gar nichts. Der PIK-Mann räumt selber ein, dass in der historischen Entwicklung von Gewittern kein ungewöhnliches Muster zu erkennen ist. Wieso dann dieser Artikel? Nach der selben Masche könnte man dann auch andere Meldungen texten:

Mond könnte aus Käse sein
Forscher wiesen jetzt darauf hin, dass der Mond an manchen Nächten so gelblich wie ein Käse erscheint. Sie schließen daher nicht aus, dass unser Erdtrabant aus Leerdammer besteht. “Das würde ins Bild passen” sagt zum Beispiel auch der Freiburger Käsologe Karsten Lochmeister. Allerdings ist die Datenbasis noch zu gering, um die Zusammensetzung abschließend klären zu können.

Ähnlich hilflos argumentierte auch die Tagesschau am 17. August 2014:

Starkregen und Klimawandel: Ist der Klimawandel schuld an den heftigen Gewittern der vergangenen Tage?
Diese Frage steht im Raum, denn dieser Sommer scheint bisher von Gewittern mit heftigem Platzregen geprägt zu sein. So fielen beispielsweise in Rotenburg (Wümme) am Sonntag binnen weniger Stunden 71 Liter pro Quadratmeter. Vielerorts regnete es zuletzt innerhalb von 24 Stunden annähernd so viel, wie sonst im ganzen Juli. Jedoch sollte man mit voreiligen Schlussfolgerungen vorsichtig sein, denn der Klimawandel lässt sich nicht an einzelnen Witterungsabschnitten fest machen. [...] Somit ist es durchaus plausibel, dass es in Deutschland im Zuge der globalen Erwärmung vermehrt zu heftigen Gewittern kommen kann. Eine systematische Diagnose der vergangenen Jahrzehnte könnte hier mehr Klarheit schaffen. Den Klimawandel als Erklärung für einzelne Wetterphänomene heranzuziehen ist jedoch unangebracht.

Man müsste mal die Trends der letzten Jahre und Jahrzehnte untersuchen, heißt es. Ist die Datenbasis wirklich so mager? Der Deutsche Wetterdienst erläuterte Mitte Juli 2014 die Probleme auf seiner Webseite und fordert die PIK-Forscher dabei indirekt auf, dramatisierende Schilderungen in der Öffentlichkeit bis zur wissenschaftlichen Klärung zu unterlassen: (weiterlesen …)

Wer Wind sät…

Am 18. August 2014 erschien in der Welt ein Artikel von Fritz Vahrenholt zum Thema Windparks mit dem Titel “Wie die Energiewende Deutschlands Natur zerstört“. Im Folgenden die ungekürzte Urfassung:

————————-

Wer Wind sät…

Von Fritz Vahrenholt

Dankwart Guratzsch hat in überzeugender Weise die Zerstörung der Natur durch die Energiewende beschrieben. Der grüne Oberbürmeister von Tübingen hat ihm geantwortet: Alles nicht so schlimm. „Die Auswirkungen von Windparks auf die Natur sind nahezu Null. Die einzig relevante Beeinträchtigung der Windkraftf bleibt die optische. Viele Windparks ziehen Besucher an, die sie nicht abstoßend finden.“

Welch verheerende Verdrängungsleistung des  grünen Oberbürgermeisters!  Aber er reiht sich ein in die fatale Mißachtung der Naturzerstörung der GRÜNEN, die, akkordiert von WWF und Greenpeace, Prokon, JUWI und anderen windigen Geschäftemachern den Wald und hochwertige Naturräume öffnen und den Eingriff in die Natur durch Windkraftanlagen kleinreden.

Immer mehr Bürger spüren, wie die Energiewende den Natur-und Umweltschutz in Deutschland in Bedrängnis bringt. Bislang nur in tausenden von örtlichen Bürgerinitiativen, kaum miteinander verbunden, formiert sich der Graswurzelprotest gegen die Vermaisung der Landschaft mit den Folgen für die Artenvielfalt, gegen die Gefährdung der heimischen Vogelwelt durch Windkraftanlagen in deutschen Wäldern und gegen die Beeinträchtigung einzigartiger Kultur-und Landschaftsräume durch Photovoltaik-Exzesse.

Von den 115 häufigsten deutschen Brutvogelarten sind in den letzten 20 Jahren 51 signifikant zurückgegangen. Der Leiter des Biosphärenrerservats Schorfheide, Dr. Martin Flade, spricht von einem „Biodiversitäts-Desaster“ auf Grund „der hektischen Klima-, Energie- und Agrarpolitik“. Auf den Maisanbauflächen haben Feldvögel keine Chance – die Feldbearbeitung fällt in die Brutzeit, und später finden sie in diesen Monokulturen kaum Insekten als Nahrung. Von den 30 häufigsten Arten gibt es gerade 4, die ihre Bestände noch halten können, alle übrigen nehmen spätestens seit 2007 ab“. Der Schreiadler, auch Pommernadler genannt, ist nur noch  mit 108 Brutpaaren in Deutschland vertreten und ist seit dem letzten Jahr in Sachsen-Anhalt ausgestorben. Er findet immmer weniger Nahrung im  zurückgehenden Grünland  und der offenen Flur. Die Wege zwischen Brutplätzen und Nahrungsarealen werden immer länger und diese werden nun auch noch zunehmend durch Windkraftanlagen zugestellt.

Vornehmlich Länder mit grünen Ministern  (Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Brandenburg und Hessen) haben durch Winderlasse die Nutzung von Wäldern durch Windkraftanlagen freigegeben. Um alle 500 Meter eine Windkraftanlage im Wald zu platzieren, sind  6 Meter breite befestigte Schneisen in den Wald zu schlagen, um die 100 Tonnen schweren Turbinen transportieren und später warten zu können. Um jede Turbine muss ein 5 ha großes freies Feld geschaffen werden, um den Flügelkranz durch riesige Kräne hochzuhieven. Wie ein solcher Windkraft-Wald aussieht, kann man mittlerweile in Deutschland besichtigen: Etwa im Soonwald, einem Teil des Hunsrücks, eines der letzten großen, weitgehend unberührten Waldgebiete in Rheinland-Pfalz mit einer hohen Biodiversität und dem Vorkommen zahlreicher hoch bedrohter Arten. Dort hat der Projektentwickler JUWI  trotz des Protestes der Bürger 8 Windkraftanlagen mitten im Wald errichten lassen und anschließend den Park an einen österreichischen Energieversorger verkauft. Konfrontiert mit den Bildern demonstrierender Bürger fiel der zuständigen Ministerin Evelin Lemke (Grüne) nicht mehr ein als: „Ohne das Klima zu schützen, wird’s hier keine Artenvielfalt mehr geben.“ (weiterlesen …)

Klimamodelle des Hamburger Max-Planck-Instituts für Meteorologie geben Grund zur Hoffnung: Große Teile des Sahels werden bis zum Ende des 21. Jahrhunderts ergrünen

Die Fakten lassen sich nicht mehr verdrängen: Anstatt in bedrohlicher Weise auszutrocknen – wie einige Klimaapokalyptiker prophezeit hatten – wurde die Sahelzone in den letzten Jahrzehnten trotz CO2-Anstiegs immer lebendiger (siehe Beitrag “Satellitenbildauswertung der Universität Bayreuth: Vegetationsdichte im westafrikanischen Sahel hat in den letzten 30 Jahren zugenommen“). Noch 2010 hatte Greenpeace das glatte Gegenteil behauptet, weil es doch so gut zu passen schien:

Ceuta, Grenze zwischen Afrika und Europa: «Wir sind hier, weil wir keine andere Wahl haben», sagt Mahouda aus Mali. Er ist vor drei Jahren aus seinem Dorf in der Sahelzone aufgebrochen, um nach Europa zu fliehen, und steckt nun seit Monaten in Ceuta fest, der kleinen spanischen Exklave auf afrikanischem Boden. Bei einem der Massenanstürme auf den sechs Meter hohen Zaun, der Europa von Afrika trennt, hat er es über die Grenze geschafft und sich dabei einen Fuss gebrochen. Doch er lacht darüber: «Was ist schon ein gebrochener Fuss gegen Europa?» Tatsächlich musste er auf der Reise Schlimmeres durchmachen: Mit einer Flüchtlingsgruppe ging er den Grossteil des Weges zu Fuss – quer durch die Sahara. Viele sind auf diesem Weg gestorben, sagt er. «Jeder von uns weiss, dass er auf der Fahrt sterben kann», sagt Mahouda. «Aber im Sahel kann man nicht mehr leben, seit der Regen ausbleibt. Wir müssen für unsere Familien sorgen, die verhungern sonst. Für uns heisst es: Europa – oder den Tod.» Ouahigouya, Sahel, Burkina Faso: Die Sahelzone trocknet aus. Keine andere Region der Erde ist vom Klimawandel so massiv betroffen.

Das Hamburger Max-Planck-Institut für Meteorologie hat sich nun Gedanken über die zukünftige Entwicklung im Sahel gemacht. In einer kürzlich im Journal of Climate erschienenen Studie ließ eine Gruppe um Sebastian Bathiany und Institutsdirektor Martin Claußen das Geschehen gleich durch drei Klimamodelle laufen. Interessanterweise kamen alle Modelle zu dem Schluss, dass bis zum Ende des 21. Jahrhunderts mit einem weiteren Ergrünen der zentralen und östlichen Sahelzone zu rechnen ist (Auszug aus der Kurzfassung):

Until the end of the 21st century, the three models agree on a substantial greening in the central and eastern Sahel due to increased CO2-levels.

In der Folge würde die Vegetation dann aber wieder zurückgehen, sagen die Hamburger, vor allem im westlichen Sahel. Allerdings kann man den Modellen auch nicht richtig trauen, räumen Bathiany und Kollegen selber ein, da jedes Modell andere Prozesse in den Mittelpunkt stellt:

…the vegetation cover changes are driven by different processes in different models (most importantly precipitation change and CO2-fertilisation). As these processes tend to oppose each other, the greening and browning trends are not a reliable result despite the apparent model agreement.

Ein gesundes Mißtrauen ist sicher angebracht, vor allem für die Szenarien der weiten Zukunft, also Aussagen zum 22. Jahrhundert, wenn noch nicht einmal der Erwärmungsstopp der letzten 16 Jahre von den Modellen korrekt vorhergesagt wurde.

 

Rückmeldung aus der Politik an das Hamburger Climate Service Center: “Artikel aus Ihrem Newsletter überzeugen mich nicht”

Vor kurzem feierte das Hamburger ‘Climate Service Center’ (CSC) sein 5-jähriges Jubiläum. Auf seiner Webseite beschreibt sich das CSC wie folgt:

Die Mitarbeiter des Climate Service Center liefern ein breites, wissenschaftsbasiertes Informations- und Dienstleistungsangebot. Das Ziel ist, den wachsenden Beratungsbedarf zu Klimafragen zu erfüllen und Informationslücken zwischen Wissenschaft und Praxis zu schließen. [...] Das Climate Service Center wurde von der Bundesregierung als ein wesentliches Element der “Hightech-Strategie zum Klimaschutz” ins Leben gerufen und ist eine Einrichtung des Helmholtz-Zentrums Geesthacht. Gefördert wird die Einrichtung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Unterstützt wird die Initiative zudem vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) und Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS). Das Climate Service Center zieht Bilanz: Ende Mai 2014 endete die fünfjährige Förderphase des BMBF für das Climate Service Center, das im Anschluss als selbstständige wissenschaftliche Serviceeinrichtung des Helmholtz-Zentrums Geesthacht verstetigt wurde.

Der Direktor des CSC war bislang der Belgier Guy Brasseur. Brasseur hat als einer der Hauptautoren den vierten Sachstandsbericht des Weltklimarats (IPCC) koordiniert, ist also eng mit dem IPCC verbandelt. Seit Juni 2014 führt nun die Klimamodelliererin Daniela Jacob die Geschäfte. Auch Daniela Jacob selbst ist übrigens Teil der IPCC-Familie. Sie ist eine der Hauptautoren für den 5. Sachstandsbericht des IPCC. Jacob fiel uns kürzlich in der Presse durch ihre knallharte klimaalarmistische Linie auf (siehe unseren Beitrag “Ein Fall von Schleichwerbung? Versicherungswirtschaft platziert beunruhigenden Extremwetterartikel bei Schleswig Holsteiner Tageszeitungsgruppe“).

Im Rahmen der Bewerbung der Klimaapokalypse gibt das CSC regelmäßig Newsletter heraus. So war in der Ausgabe aus dem März 2014 Folgendes zu lesen:

Global verlangsamter Klimawandel: regional nicht zu erkennen
Der zurzeit beobachtete verlangsamte Anstieg der globalen Jahresmitteltemperatur darf nicht mit einer allgemeinen Verlangsamung des Klimawandels gleichgesetzt werden. Darauf weist eine Studie hin, die globale und regionale Werte miteinander vergleicht. Die Wissenschaftler machen darauf aufmerksam, dass der Fokus bei der Beurteilung klimatischer Veränderungen nicht nur auf der globalen Mitteltemperatur liegen sollte. Von weitaus größerer Bedeutung sei die Betrachtung regionaler Veränderungen, wie zum Beispiel die monatliche Entwicklung extremer Temperaturen über Landflächen. Denn nur bei diesem klein-skaligeren Ansatz ist es überhaupt möglich, regionale und saisonale Trends wahrzunehmen. Hierbei zeigen die Ergebnisse, dass der global verlangsamte Temperaturanstieg auf regionaler Ebene nicht bestätigt werden kann. Regional steigt die Temperatur vielerorts nach wie vor an. Aus diesem Grund kann man nur dann von einem verlangsamten Klimawandel sprechen, wenn der Trend nicht nur bei globalen Jahresmittelwerten zu erkennen ist, sondern gleichfalls in regionalen Datenreihen mit kürzeren Beobachtungsintervallen, d.h. wenn sich der beobachtete Trend auf das allgemeine Verhalten des Klimasystems bezieht.

Seneviratne, S.I. et al. (2014): No pause in the increase of hot temperature extremes, Nature Climate Change 4, 161–
163 doi:10.1038/nclimate2145

Ganz offensichtlich behagt dem CSC die langjährige Erwärmungspause wenig, so dass man händeringend nach Erklärungsmöglichkeiten sucht und entsprechende Ideen in der Öffentlichkeit sogleich breit streut, auch wenn sie so vage wie im zitierten Paper sind. Im Prinzip haben sich die Autoren in der Studie auf die Suche nach Regionen gemacht, in denen in den letzten fünfzehn Jahren eine Erwärmung stattgefunden hat. Da das Klima komplex ist, fanden sich natürlich einige geeignete Kurven in der großen weiten Welt, die daraufhin stolz präsentiert wurden: Seht her, und es wärmt sich doch!

Ein in der deutschen Politik tätiger Leser wunderte sich über den plumpen Artikel in den CSC-News und schrieb an die zuständige Redakteurin Sandra Pingel: (weiterlesen …)

Surprising facts about climate change in Portugal: Why the climate catastrophe is not happening

Von Sebastian Lüning und Fritz Vahrenholt

As Portugal came out of its second unusually wet winter in a row, some people already fear these could be the first signs of global climate change. Can the seemingly endless rainy period be blamed on ourselves because we are driving our cars to work, heating and air-conditioning our homes, and flying on holidays or on business to Brazil? Undoubtedly the atmospheric carbon dioxide (CO2) concentration has been steadily increasing over the past 150 years. In its latest report released last September the United Nations Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) warned of dire consequences should CO2-emissions not be drastically curtailed in the near future.

Among the contributors to the IPCC report were also two Portuguese academics, Dr Pedro Viterbo, Director at the Portuguese Instituto de Meteorologia, and Professor Filipe Duarte Santos of the Lisbon University’s Faculty of Sciences, both serving as review editors for the IPCC. In conjunction with the report’s launch Santos warned that Portugal would be among the European countries most vulnerable to climate change. He suggested that the country in the future will suffer from more extreme weather events like heat-waves and droughts, which in turn will lead to more forest fires and reduced agricultural output. Santos prognosis sees an overall drop in rainfall but with the threat of short bursts of torrential rains that will raise the risk of flooding. Moreover, the Lisbon-based professor expects sea level to rise by more than half a metre before the end of this century, which would put two thirds of Portugal’s coastline at risk for a loss of terrain.

 

But is it really so? Checking the facts

Are these scary IPCC future scenarios really justified? This is an important question, especially as the European Union has decided to spend at least 20 percent of its entire 2014-2020 European Union budget on climate-related projects and policies – money that is already lacking in other fields. It is clear that the global temperature has risen by nearly one degree since 1850. A similar amount of warming has occurred also in Portugal, as evidenced by historic temperature measurements and geological investigations in the Tejo delta area.

What is interesting, however, is that there has been no warming in Portugal over the last 19 years. This corresponds with the global situation, which has not warmed in the past 16 years, a situation that all of the IPCC’s highly praised climate models failed to foresee. Scientists have been taken by surprise and are now nervously discussing what might have gone wrong in their models. A first explanation emerging is that important 60-year natural ocean cycles apparently had been overlooked. Historical temperature data recorded by weather stations in Lisbon and Coimbra during the last 140 years confirm these stunning cycles. Hardly known today is the fact that around 1950 temperatures in Portugal were as warm over a ten-year period as they are today. And 60 years before that, during the late 19th century, another warm peak had occurred in Portugal, though temperatures were not quite as high as modern levels. Strangely many high temperatures recorded at many places around the world during the 1940s and 1950s have been “corrected” downwards recently by official climate agencies such as NASA’s Goddard Institute for Space Studies (GISS). Whether these data alterations are justified is today the subject of heated debate among some climate scientists.

 

How stable was the climate before CO2 levels rose?

To better understand the context of global warming since the industrial period started in 1850, it is also important to study pre-industrial temperature development when atmospheric CO2 concentrations were low and fairly stable at about 280 ppm. Obviously any change in climate during those pre-industrial times would essentially have to be owing to natural factors. Geological studies from all over the world have documented the occurrence of significant climate fluctuations during the last 10,000 years. Warm phases and cold phases alternated about every thousand years, often in sync with changes in solar activity. For example 1000 years ago, during the Islamic Period in Portugal, average global temperatures were at or above the present-day level. This period is referred to as the Medieval Warm Period and coincides with a phase of high solar activity.

A research team led by Fatima Abrantes from the Laboratório Nacional de Energia e Geologia (LNEG) investigated this period and examined a sediment core they had drilled out of the Tagus delta. In their report published in 2005 in the Quaternary Science Reviews journal, the scientists document temperatures that were on average more than half a degree warmer than today for the Lisbon area. The water discharge of the Tagus during this time was less.

Figure: Temperature development of the Tagus delta near Lisbon over the past 2000 years. From Abrantes et al. 2005.

 

A few years later Fatima Abrantes and her team expanded their studies to the Porto area. Not surprisingly the data confirmed the existence of the Medieval Warm Period also at this location. In their study the researchers recorded persistently elevated temperatures between AD 960-1300 and documented climatic conditions for northern Portugal that were at times more than one degree warmer than today. Studies in Spain show similar results. (weiterlesen …)

Neue Studie der Technischen Universität München: Europäische Eichen wachsen heute sehr viel schneller als noch vor 100 Jahren

Im November 2011 schockte die WAZ-Gruppe ihre Leser mit einer schlimmen Nachricht:

Baumsterben: Durch den Klimawandel sterben in Dortmund die Eichen
Das Waldsterben trifft den Dortmunder Wald mit voller Wucht. Besonders die Eichen halten dem Klimawandel und dem damit verbundenen Schädlingsbefall nicht stand. Jede zweite Eiche ist krank. Ein drittes Stress-Jahr werden die Eichen nicht überstehen, so die Einschätzung des Umweltamtes. Es ist zu warm. Es ist zu trocken. Und es gibt zuviele Schädlinge. Die Eiche leidet.

Überlegt hatte sich diese Zusammenhänge der Dortmunder Umweltamtsleiter Dr. Wilhelm Grote. Allerdings ist er kein Baumforscher, und schon gar kein Klimawissenschaftler. Da wurde es Zeit, dass sich einmal Experten mit der Thematik befassten. Im März 2014 veröffentlichte nun Hans Pretzsch von der Technischen Universität München zusammen mit Kollegen im Fachblatt Forest Ecology and Management eine Studie zur europäischen Waldentwicklung während der letzten 150 Jahre. Die Überraschung war groß, als die Forscher feststellten, dass die Eichen heute sehr viel schneller wachsen als noch vor hundert Jahren. Das Wachstum ist dabei so rasant, dass die heutigen Bäume im direkten Vergleich von Schwellengrößen gegenüber ihren Vorfahren mehrere Jahrzehnte Vorsprung haben.

Im Folgenden die Kurzfassung der Arbeit, die so gar nicht in das Konzept des klimawandelbedingten Waldsterbens zu passen scheint:

Changes of forest stand dynamics in Europe. Facts from long-term observational plots and their relevance for forest ecology and management

Hans Pretzsch, Peter Biber, Gerhard Schütze, Kamil Bielak

 Nearly one and a half centuries ago, far-sighted Central European forest scientists established a network of long-term observational plots, many of them being under observation up to the present day. Especially the untreated plots reveal significant anthropogenic impacts on the structure and dynamics of forest ecosystems. Based on 14 observational plots, this study shows that tree size and stand parameters of oak (sessile oak, Quercus petraea (MATT.) LIEBL. and pedunculate oak, Quercus robur L.) presently develop much faster than in the past, which is highly relevant for forestry in Central Europe. Thus, certain threshold sizes are reached decades earlier compared with the past. Due to the accelerated stand development, stem numbers per unit area are presently lower than at the same stand age in the past, while at the same time, stand density is higher. As we can show, also the level of the tree growth rate vs. tree size allometry increased significantly. These changes have major consequences for forest ecology and management, forest modeling, and eco-monitoring.

 

Mit Dank an das NIPCC.
Siehe auch unseren Blogbeitrag "Die Nachricht die keine Zeitung im Titel sehen will: Dem deutschen Wald geht es wieder besser"

 

Sorge um Objektivität der Max-Planck-Gesellschaft: Klimaalarmistischer Beitrag zur Teeproduktion entpuppt sich als Ente

Solarify ist nach eigenen Angaben ein “unabhängiges Informationsportal” für Erneuerbare Energien, Klimawandel und Energiewende, betrieben von der Agentur Zukunft und der Max-Planck-Gesellschaft. Am 22. Juni 2014 brachte Solarify den folgenden Klimahorrorbeitrag:

Klimawandel in Kenia – starke Einbußen beim Teeanbau
In Kenia machen sich mehr und mehr die Folgen des Klimawandels bemerkbar. Das bekommen jetzt die Landwirte zu spüren. Daniel Njau, ein Kleinbauer aus dem Landkreis Nyeri in Zentralkenia, muss eine schwere Entscheidung treffen. Entweder bleibt er beim Teeanbau, dem der Klimawandel stark zusetzt, oder aber er wechselt zu Agrarprodukten, die nicht so anfällig für den Klimawandel sind. „Tee reagiert sehr sensibel auf jede noch so kleine Wetteranomalie“, sagt er. [...] Die Folgen des Klimawandels haben sich in den letzten Jahren verschlimmert. Die Ernten und Einnahmen verringern sich.

Was genau soll der “Klimawandel” dem Tee angetan haben, dass er jetzt nicht mehr richtig wächst? Ist es wirklich der anthropogene Klimawandel oder nur eine Reaktion auf natürliche Klimaschwankungen, wie es sie in der Vergangenheit stets gegeben hat? Details bleibt der Beitrag unter Betiligung der Max-Planck-Gesellschaft schuldig. Deshalb wollen wir kurz auf der Webseite des Deutschen Teeverbands vorbeischauen, der weitere Informationen zum Teeanbau in Kenia hat:

Kenia ist mit Abstand der größte Tee-Produzent Afrikas und zählt sogar seit Jahrzehnten zu den fünf größten Tee-Produzenten der Welt. Darüber hinaus zählt Kenia seit einigen Jahren zu den weltweit führenden Tee-Exporteuren. Aktuelle Zahlen zur kenianischen Teeproduktion finden Sie in unseren Jahresberichtsbänden “Tee als Wirtschaftsfaktor” in der Rubrik Wirtschaft.

In der verlinkten Broschüre vom Juni 2013 findet sich dann auf Seite 11 eine Überraschung:

Kenia ist mit 346.777 t der weltweit größte Tee-Exporteur, der sein Exportvolumen zum Vorjahr um knapp 1.500 t minimal steigern konnte.

Aber was sagen schon zwei einzelne Jahre aus. Auf Seite 11 finden wir eine Tabelle mit den kenianischen Tee-Produktionszahlen für 2010, 2011 und 2012:

In der Tat ist 2010-2012 der Teeanbau in Kenia zurückgegangen. Aber auch drei Jahre sind statistisch nicht richtig aussagekräftig. Schauen wir uns daher lieber die letzten 10 Jahre an: (weiterlesen …)

Auf Klima-Jobsuche? Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit sucht per Stellenanzeige Berater für Anpassung an den Klimawandel im Niger

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (giz) sucht derzeit per Stellenanzeige via greenjobs.de einen “Berater/in für Anpassung an den Klimawandel in Niger”. Im Ausschreibungstext heißt es:

Das Programm Förderung der produktiven Landwirtschaft konzentriert sich im Niger hauptsächlich auf die Kleinbewässerungslandwirtschaft, die verschiedene Bewässerungssysteme umfasst und ProduzentInnen hauptsächlich im Bereich des Gemüseanbaus unterstützt. Auf nationaler Ebene und in drei Pilotregionen werden Maßnahmen zur nachhaltigen Produktion entwickelt und umgesetzt. Dabei kommt es darauf an, die immer stärker variierenden Klimabedingungen durch angepasste Produktionssysteme auszugleichen und die Kommunen in ihrer Rolle als Träger der lokalen Entwicklung und Anpassung zu stärken.

Gegen eine landwirtschaftliche Beratertätigkeit im Niger ist nichts einzuwenden, ein lobenswertes Stück Entwicklungshilfe im ärmsten Land der Erde. Aber was meint die giz mit “immer stärker variierenden Klimabedingungen”? Sind der Organisation eigentlich die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse bekannt? Eine kürzliche Satellitenbildauswertung der Universität Bayreuth zeigte, dass die Vegetationsdichte im westafrikanischen Sahel in den letzten 30 Jahren zugenommen hat. Dies sollte doch eigentlich positive Auswirkungen auf die Landwirtschaft im Niger haben.

Schauen wir weiter in der Stellenausschreibung, welche Aufgaben für die Position angedacht sind (Fettsetzung ergänzt):

Ihre Aufgaben:

  • Sie überprüfen die existierenden Analysen über den Klimawandel sowie die Anpassungsmöglichkeiten und erarbeiten Empfehlungen für die Kleinbewässerung.
  • Sie unterstützen das Programm in der Einführung von wasserschonenden und-sparenden Maßnahmen in der Kleinbewässerung (Bewässerungstechnologiern, Wasserntuzerkommittees).
  • Sie stellen einen kontinuierlichen Informationsaustausch mit betroffenen Organisationen und innerhalb des Programms zum Thema sicherund begleiten die Sensibilisierung der Kommunen.
  • Sie unterstützen das Programm in der Bewertung der ökologischen Auswirkungen seiner Interventionen.
  • Sie untersuchen die Möglichkeiten von Finanzierungen über internationale Konventionen zugunsten der nachhaltigen Landbaus.

 

Bei der Analyse des Klimawandels im Niger helfen wir vom kalte Sonne-Blog gerne kostenfrei mit, kein Problem. Die Studie der Universität Bayreuth hatten wir oben schon genannt. Die Weltbank sieht Dürren als die größte Bedrohung für den Niger. Dies ist sicher richtig. Eine Steigerung der Dürren in den letzten Jahrzehnten ist jedoch nicht zu erkennen. Im Gegenteil, die Situation war in den 1970er Jahren sehr viel prekärer (siehe unseren Blogbeitrag “Wer hat Schuld an den Saheldürren?“). Natürliche Schwankungen im Dürregeschehen hat es im Sahel stets gegeben (siehe “Alle tausend Jahre eine neue Saheldürre – lange vor dem industriellen CO2“). Entsprechend der schwierigen Lebensbedingungen im Sahel, sind es die Menschen dort gewohnt, sich an die wechselnden Gegebenheiten zu adaptieren (siehe “Von wegen Klimaflüchtling: Studie findet, dass Migration im Sahel traditionell stark verankert ist“).

Empfehlenswert ist auch ein Blick in die Fachliteratur, z.B. Essouassi & Mahé 2007. Dort ist doch tatsächlich eine Niederschlagskurve für die Hauptstadt Niamey veröffentlicht, die einen Anstieg der Niederschläge im Niger seit den 1980er Jahren zeigt:

 

Ausgestattet mit diesem kleinen Schnellkurs in Sachen Klimawandel im Niger, besitzen Sie nun das nötige klimatische Rüstzeug, um sich mit der giz über das Projekt fachlich zu unterhalten. Besitzen Sie zudem ein Diplom in Umweltwissenschaften, Biologie oder Land- /Forstwirtschaft, sprechen Französisch und hätten die kommenden zwei Jahre Zeit? Dann bewerben Sie sich hier.