KKK: Künstler kapern Klimalarm

Anfang Oktober 2014 hatten wir hier über schimmelnde Kirchenorgeln berichtet, eine angebliche Folge des Klimawandels. Es hat bis zum Weihnachtsfest und noch darüber hinaus gedauert, bis der Focus diese Geschichte entdeckte und am 27. Dezember 2014 ein schön-schauriges Klimahorrorstück daraus machte:

Klimawandel sorgt für Schimmel in Kirchen-Orgeln
„Der vielbeschworene Klimawandel ist inzwischen in unseren Kirchen angekommen“, sagte der Orgel-Revisor der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannovers, Axel Fischer. Zu den Ursachen zählt ein stetiger Anstieg der Luftfeuchtigkeit seit etwa 15 Jahren, außerdem wird in vielen Kirchen seit einiger Zeit aus Spargründen weniger geheizt als früher. Schimmelsporen nisteten sich gerne auf verstaubten Flächen ein, sagte der Baudirektor der Landeskirche, Werner Lemke. Die Landeskirche will dem Schimmel-Problem mit einer Arbeitsgemeinschaft nun generell auf den Grund gehen.

Wir wollen der angekündigten Arbeitsgemeinschaft gerne unter die Arme greifen. Wie hat sich die Luftfeuchtigkeit in den letzten 15 Jahren in Norddeutschland entwickelt? Hat sie in den letzten Jahrzehnten im Zuge des Klimawandels wirklich zugenommen? Dazu schauen wir uns Daten aus Braunschweig an, die wir der Webseite des norddeutschen Klimamonitors entnehmen (Abbildung 1). Oh Schreck, die relative Luftfeuchte hat in den letzten 50 Jahren sogar abgenommen. Freispruch für den Klimawandel! Es scheint eher die mangelnde Beheizung der Kirchen zu sein, die den Schimmel fördert. Keine Ursache, gern geschehen. Wenn mal wieder ein klimatisches Problem ansteht, helfen wir wieder mit.

Abbildung 1: Entwicklung der relativen Luftfeuchte in Braunschweig. Quelle: norddeutscher Klimamonitor.

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Lange hatte man angenommen, dass das CO2 die Temperaturen in den letzten anderthalb Jahrhunderten nach oben getrieben hat. Nun hat man aber bemerkt, dass man einen wichtigen Faktor offenbar übersehen hatte. Durch Zufall entdeckte man jetzt, dass die Temperaturkurve eine hohe Übereinstimmung mit der Entwicklung der US-amerikanischen Briefpostpreise aufweist (Abbildung 2). Hieraus ergibt sich der Verdacht, dass wohl auch das gestiegene Porto erwärmend gewirkt haben muss. Erste Wissenschaftler beginnen nun, die Briefpreise in ihre Klimamodelle miteinzubeziehen. Noch ist unklar, wie hoch der Strahlungsantrieb ausfällt. Sicher ist nur eines: Enorme Forschungsgelder werden notwendig sein, um die volle Klimaschädlichkeit des Posttransports zu quantifizieren.

Abbildung 2: Globale Temperaturkurve (NCDC, orange), US.amerikanische Briefpostgebühren (blau) und atmosphärischer CO2-Gehalt (weiß). Kurve: Andrew Dart auf JoNova. Mit Dank an EIKE für den Hinweis.

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Das Goethe-Institut hat 2014 einen Band mit dem Titel “Klima Kunst Kultur” herausgegeben, über den die Tiroler Landeszeitung am 23. Dezember 2014 schrieb: (weiterlesen …)

Eine Botschaft für die Zukunft? Dr. David Evans Notch-Delay Theorie. Zweiter Teil

Von David Evans
(Originalartikel auf JoNova, übersetzt und bearbeitet von Johannes Herbst)

 

Die “Kraft X” reguliert die eintreffende Wärmeenergie

Dr. David Evans ging davon aus, dass es einen Einfluss gibt, der die Solarstrahlung so verändert, dass aus der bekannten TSI- Kurve eine globale Temperaturentwicklung wird, die in den bekannten Temperatur-Graphen ersichtlich wird. Er nannte diesen Einfluss “Kraft X” (Force x) und definierte ihn so:

  1. Wenn die Kraft X größer ist, wird die Erde wärmer
  2. Änderungen  in der Kraft X verzögern sich wahrscheinlich um die Hälfte eines vollen solaren Zyklus  (0der 180°) nach den Änderungen der Solareinstrahlung, oder: Kraft X und TSI liegen in einem gegenläufigen Zyklus. Das ist ca. 11 Jahre, aber es variiert von 8 bis 14 Jahren.
  3. Die Kraft X beeinflusst die Erdtemperatur durch Veränderung der Albedo (Reflektion der einfallenden Sonnenstrahlen durch Meer, Schnee, Eis und Wolken)
  4. Die Kraft X nimmt zu wenn das Sonnenmagnetfeld stärker wird und ist am schwächsten wenn das Sonnenmagnetfeld seine Polarität ändert.

 

Der offensichtliche Kandidat für die Kraft X ist das Magnetfeld der Sonne, das für die Ablenkung der kosmischen Strahlen verantwortlich ist, so dass sie die Erde nicht so oft treffen als sie es normalerweise würden. Mehr kosmische Strahlung, die auf die Erde auftrifft erzeugt mehr mikroskopische Kondensationströpfchen, die mehr Wolken formen. Mehr Wolken reflektieren mehr Solarstrahlung zurück ins All und kühlen so die Erdoberfläche.

Wenn das Magnetfeld der Sonne stärker ist, wärmt es die Erde dadurch, dass es sie vor kühlenden Wolken schützt. Deshalb kann das Magnetfeld der Sonne die Albedo (also die Reflektionsfähigkeit der Erde) modulieren. Wenn die Solarstrahlung ihren höchsten Ausschlag hat, ist die Kraft X schwach und damit auch der Schutzschild vor der kosmischen Strahlung, wodurch mehr Wolke entstehen.
Es könnte aber auch irgendeine andere Wirkung sein, die mit den Magnetfeldschwankungen einhergeht.

 

Die Kraft X hat 10-20 mal mehr Einfluss auf die Erdtemperatur als die Änderungen des direkten erwärmenden Effekts der Solaren Einstrahlung (TSI). Die solare Einstrahlung hat wesentlich mehr Energie als die Kraft X, aber die Änderungen sind verhältnismäßig gering. Man betrachtete die Solare Einstrahlung sogar als konstant, bis Satelliten kleine Veränderungen fanden.

Die Kraft X beeinflusst die Albedo der Erde und damit wieviel solare Einstrahlung sofort wieder ins All reflektiert wird. Die Kraft X ist wie ein Wasserhahn, eine kleine Kraft, die den viel stärkeren Fluss der solaren Einstrahlung in das Klimasystem der Erde reguliert. (weiterlesen …)

Keine gemeinsamen Schwingungen: Dr. David Evans Notch-Delay-Theorie. Erster Teil

Von David Evans
(Originalartikel auf JoNova, übersetzt und bearbeitet von Johannes Herbst)

Die bisherigen Computermodelle können die Temperaturentwicklung der Vergangenheit und der Gegenwart nicht richtig wiedergeben. Dr. David Evans entwickelte ein einfaches Computer-Modell, das folgenden Umstand zu erklären versucht: Die solare Einstrahlung pulsiert ca. im 11-Jahres-Takt der Sonnenflecken. Das sollte sich ja irgendwie in der globalen Temperatur widerspiegeln. Tut es aber nicht. Es gibt keine Übereinstimmung.

 

Die Schwankungen der Solaren Einstrahlung stimmen nicht mit den Schwankungen der Globalen Durchschnitts-Temperatur überein. Man beachte auch die relativ schwachen Schwankungen um nur max. 1,5 Watt (die linke Skala geht bis 1369 Watt!)

 

Die Vorgehensweise

Das Temperatursystem der Erde wird nun wie eine Blackbox betrachtet:

  • Was geht hinein?
  • Was kommt heraus?
  • Und was geschieht im System?

 

1. Was hineingeht

Die totale solare Einstrahlung (TSI = Total Solar Insulation) wurde von Satelliten erst seit Ende 1978 gemessen. Sie befinden sich ja außerhalb der Atmosphäre und können die Sonneneinstrahlung ungefiltert messen. Die Anzahl der Sonnenflecken wurde jedoch seit 1610 aufgezeichnet, und die TSI war rekonstruiert worden nach der Anzahl der Sonnenflecken (Lean 2000). Die wesentlichen TSI-Datensätze sind die PMOD-Satellitenbeobachtungen seit Ende 1978, Leans Rekonstruktion von 1610 bis 2008 und die Steinhilber-Rekonstruktionen aus Beryllium-Isotopen in Eisbohrkernen, die 9300 Jahre zurückreichen.

Die wesentlichen TSI-Datensätze sind verrauscht und widersprechen manchmal auch einander. Wir versuchen nicht, eine „beste“ empirische Aufzeichnung herauszupicken, sondern versuchen stattdessen, dasjenige Spektrum der TSI zu finden, das am besten zu fast allen wesentlichen TSI-Datensätzen passt. Wir kümmern uns hier nur um die Amplituden (also die Ausschläge), weil die Phasen der Sinuskurven aus den Klimadatensätzen nicht zuverlässig bestimmt werden können.

 

Nun wurde versucht, die Gemeinsamkeit dieser verrauschten Kurve als eine Amplitude herauszurechnen und zu konstruieren: (weiterlesen …)

Unglaublich aber wahr: Biber und Abspecker gefährden das Weltklima

Wer ist am Klimawandel Schuld? Allein der Mensch? Eine Studie der kanadischen University of Saskatchewan hat nun einen weiteren Klimasünder ausgemacht – den Biber. Er hat sich in den letzten Jahrzehnten kräftig vermehrt. Und mehr Biber bauen mehr Staudämme. Und mehr Staudämme produzieren mehr Methan. Und Methan wärmt das Klima. Man sollte sich daher auf der nächsten Weltklimakonferenz in Monaco, Seychellen, Hawaii oder Malediven Gedanken machen, den Biber zu verbieten oder zumindest seine Methanemissionen zu vermindern. Dazu könnte man die pelzigen Zeitgenossen z.B. in Plattenbauten umsiedeln. Dort können sie wenigstens keine Flüsse aufstauen.

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Forscher der australischen University of New South Wales fanden kürzlich Ungeheuerliches. Übergewichtige, die mühsam einige Kilos abgespeckt haben, schädigen mit ihrem unverantwortlichen Treiben das Klima! Entgegen früheren Annahmen wird das verlorene Gewicht nicht in Energie, sondern vielmehr in CO2 umgewandelt, dass vom beleibten Klimasünder per Atmung einfach in die Atmosphäre entlassen wird und dort das Klima ruiniert.

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Am 14. Dezember 2014 war in der Frankfurter Rundschau ein Artikel von Inna Hartwich über China zu lesen:

Klimawandel China: Vom Smog bezwungen
Manchmal klappt es tagelang mit dem blauen Himmel in China. Keine grünlich-braune Schicht, die über den Häusern hängt, kein Augentränen, kaum Husten. Ein Gewaltakt ist dafür nötig, um die über Jahre verdreckten Städte mit smogfreier Luft zu versehen. Dass Chinas Kommunistische Partei dazu in der Lage ist, hat sie erst kürzlich zum Gipfel der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) in Peking bewiesen. Tausende Fabriken mussten schließen, Baustellen lagen still, nur noch wenige Autos fuhren durch die Straßen. Doch selbst dabei musste die Zentralregierung auf passende Wetterbedingungen hoffen. Ohne starken Wind ließ sich der giftige Nebel trotz umfangreicher Verbote nicht aus der Stadt verjagen.
Dass Hauruck-Aktionen wie diese langfristig ohnehin wenig bewirken, das wissen an sich auch die Chinesen. Sie sind es selbst, die die übelriechenden Feinstaubpartikel in hohen Mengen einatmen und sich als „menschliche Staubsauger“ bezeichnen. 92 Prozent der chinesischen Städte erreichten im vergangenen Jahr den nationalen Luftqualitätsindex nicht. China kämpft zudem mit Wetterextremen. Die Zahl der Taifune steigt, die Gletscherfläche ist seit den 1950er Jahren um zehn Prozent geschrumpft. Vor allem Chinas Norden leidet unter Wasserknappheit. In den vergangenen 60 Jahren seien 28.000 Flüsse einfach so verschwunden, steht in einem Bericht des chinesischen Ministeriums für Wasserreserven.

Smog ist in höchstem Maße gesundheitsgefährdend. Hier muss wirklich etwas getan werden. Da wirkt es schon fast lächerlich dagegen, dass Frau Hartwich hier den noch immer sehr theoretischen Klimawandel auf eine Stufe stellt. Frau Hartwich führt hier einige Beispiele für angebliche Klimaschäden auf. Hat sie Recht? Wir schreiten zum Faktencheck:

Ist die Zahl der Taifune wirklich angestiegen? Die seriöse Wissenschaft sagt nein (siehe unseren Blogbeitrag “Wer hätte das gedacht: Studien können keine Zunahme der tropischen Wirbelstürme im Indischen und Pazifischen Ozean feststellen“).

Und wie sieht es mit den Gletschern aus? Auch da sieht es in der weiteren Region nicht so dramatisch aus wie behauptet:

 

Und ist die Wasserknappheit in China etwas noch nie Dagewesenes? Offenbar mangelt es der Autorin der Frankfurter Rundschau (FR) am historischen Weitblick. Siehe:

 

Dabei hätte ein Anruf beim chinesischen Meteorologischen Dienst schnell das Märchen vom gesteigerten Extremwetter in China aus der Welt geschafft. Siehe:

 

Ein bisschen mehr Recherche hätte dem FR-Artikel sicher gut getan.

 

Treffen der Initiative KlimaKontroverse am 29. Januar 2015 in Hannover

KlimaKontroverse

Nächstes Treffen Do, 29. Januar 2015, 19:30, Freizeitheim Linden

Das Hauptthema des nächsten Treffens ist  die Entwicklung klimaskeptischer Ansichten in Hannover in den letzten anderthalb Jahrzehnten bis heute. Weiter sprechen wir über das Jahr 2014: Ist es das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen? Was spricht dafür und was spricht dagegen? Außerdem werden aktuelle Themen besprochen.

Haben Sie Fragen zum Klima oder der Energiewende? Wir antworten gerne. Leichte Verständlichkeit und die offene Diskussion unterschiedlicher Ansichten stehen im Vordergrund und sollen ein Markenzeichen dieser Initiative sein.

Do, 29. Januar, 19:30, Freizeitheim Linden, Windheimstr. 4, 30451 Hannover

www.KlimaKontroverse.de
Kontakt: Achim Fahnenschild, info@KlimaKontroverse.de

Großes Lob für ZDF Terra X-Doku “Klima macht Geschichte”

Das ZDF hat sich kürzlich an das politisch verminte Thema des natürlichen Klimawandels herangewagt. Im Rahmen der Terra X-Reihe brachte der Sender am 11. und 18. Januar 2015 die zweiteilige Doku “Klima macht Geschichte”. In der Inhaltsangabe auf der ZDF-Webseite heißt es zu Teil 1:

Das Leben auf der Erde ist ein Spielball des Klimas. Wissenschaftler haben die Meilensteine in der Menschheitsgeschichte im Spiegel weltumspannender Klimaentwicklungen untersucht und dabei erstaunliche Zusammenhänge entdeckt. Der “Terra X”-Zweiteiler “Klima macht Geschichte” führt auf eine spannende Zeitreise von der Eiszeit bis ins 21. Jahrhundert. Teil 1 zeigt, wie das Klima das Schicksal der frühen Gesellschaften mitbestimmt – vom Neandertaler bis zum alten Rom.

Uralte Sedimentproben belegen: Um 60 000 vor Christus herrscht auf der Erde Klimachaos, verursacht durch schnelle Wechsel von Kalt- und Warmphasen. Die Urzeitmenschen stecken mitten im Überlebenskampf. Dem Neandertaler geht die Beute aus, der Homo sapiens dringt auf der Suche nach neuem Lebensraum in dessen Revier ein und macht ihm die ohnehin schon knappen Ressourcen streitig. Das Duell geht zugunsten von Homo sapiens aus. In einer viele Jahrtausende dauernden Völkerwanderung erobert er jeden Winkel der Welt.

Seine Artgenossen finden das Paradies vor, als die zunehmende Kraft der Sonne das Ende der Eiszeit besiegelt. Landflächen, Meere und Flüsse tauen auf, die Natur explodiert. In Zentraleuropa, Asien und im Alten Orient entstehen beste Lebensbedingungen, die zu einer einmaligen Revolution in der Menschheitsgeschichte führen: Aus Nomaden werden Sesshafte, aus Jägern und Sammlern Ackerbauer und Viehzüchter. Beinahe zeitgleich entstehen Weizen-, Reis- und Maisanbau. Die Gemeinschaften können plötzlich Überschüsse produzieren, sie entdecken die Arbeitsteilung und erfinden neue Handwerkstechniken. Im anatolischen Göbekli Tepe wird der erste Tempel der Menschheit gebaut und in Jericho die älteste Stadt der Welt, während die Bewohner von Stonehenge etwa zeitgleich ihre Steinkreisanlage planen.

Doch die Warmzeit zeigt auch ihre Schattenseite. Um 6200 vor Christus bahnt sich auf dem amerikanischen Kontinent Unheil an. Für das Schmelzwasser des Agassizsees, der doppelt so groß wie Deutschland ist, gibt es kein Halten mehr. Es stürzt in den Atlantischen Ozean und stoppt die Warmwasserzufuhr des Golfstroms nach Europa. Zudem sorgt die Gletscherschmelze für ein gigantisches Ansteigen der Meere um weltweit 120 Meter. Die massive Bedrohung seines Lebensraums hat der Mensch nie vergessen. Das Gilgamesch-Epos beschreibt die “Sintflut” ebenso bildhaft wie die Bibel oder der Koran.

Gewinner der globalen Gletscherschmelze sind die Subtropen. Dort sorgen Monsunregen für artenreiche Savannen mit großen Tierherden, Flüssen und Seen. Ihre Bewohner leben sorglos. Die Gunstphase ist aber leider nicht von Dauer. Die Erdachse schiebt sich von der Sonne weg, und dem Monsun geht der Treibstoff aus. Im Rekordtempo entstehen die großen Wüsten der Erde. Tausende von Menschen sind auf der Flucht. An den Ufern des Nils mit seinen alljährlichen Überschwemmungen und dem gemäßigten Klima finden sie eine neue Heimat. Die Siedler legen den Grundstein für das ägyptische Empire, das über drei Jahrtausende die Geschichte beherrscht.

Die Ägypter sind aber nicht die einzigen Klimaprofiteure. Zwischen dem 20. und 40. Breitengrad erleben eine Reihe von Hochkulturen ihre Blütezeit, darunter die Mykener, die Minoer, die Thraker oder auch die Etrusker in Norditalien. Sie alle huldigen der Sonne – der universellen, lebenspendenden Kraft.

Um 1200 vor Christus stürzt lang anhaltende Trockenheit die Welt in dunkle Zeiten. Sie sind so finster, dass sie als “Dark Ages der Antike” in die Geschichte eingehen. Die Großreiche implodieren, denn Hunger und Durst führen vermehrt zu Konflikten und Kriegen um fruchtbare Gebiete. Erst um 700 vor Christus stellt das Klima erneut die Weichen mit günstigen Auswirkungen für das Leben auf der Erde. In Europa wittert Rom seine Chance und steigt in kürzester Zeit zur Weltmacht auf, die alles bisher Dagewesene in den Schatten stellt. Mit Brot und Spielen, einer straffen Verwaltung und umfassenden Bürgerrechten legen die Römer den Grundstein für die moderne Zivilisation.

Hier Teil 1 der Doku auf Youtube:

 

In Teil 1 geht es also vor allem um den Wechsel von der letzten Vereisungsphase hin zur heutigen Zwischeneiszeit bzw. Warmphase, die seit 12.000 Jahren anhält. Interessant sind im Zusammenhang mit dem heutigen Klimawandel jedoch kürzere natürliche Klimaschwankungen, die in Teil 2 thematisiert werden. Im Folgenden die Inhaltsangabe des ZDF zu Teil 2 (Fettsetzung ergänzt):

Der zweite Film des “Terra X”-Zweiteilers “Klima macht Geschichte” zeigt, wie das Klima das Schicksal der Gesellschaften ab der Antike mitbestimmt – vom Römischen Reich über die Französische Revolution bis zum Klimawandel heute.

Baumringuntersuchungen belegen, dass die Erde ab dem 2. Jahrhundert vor Christus eine einmalige Gunstphase erlebt, die sich unmittelbar auf die Entwicklung des Römischen Reiches auswirkt. Gleichbleibend milde Temperaturen mit regelmäßigen Niederschlägen sichern die Versorgung der Menschen und liefern die Grundlage für den kulturellen und militärischen Siegeszug der Supermacht. In jener Zeit erreicht das Römerreich seine größte Ausdehnung und herrscht über ein Viertel der damals bekannten Welt. Sogar die Ägypter werden von Rom unterjocht, über 300 Jahre dient ihr Land als Kornkammer für rund 50 Millionen Menschen des Riesenreiches.

Doch dann schwingt das Klima um. Zunehmend strenge Winter verschärfen die Bedrohung der Außengrenzen des Imperiums. Rhein und Donau frieren zu und werden zu natürlichen Einfallstoren. In einer großen Völkerwanderung drängen 406 nach Christus 80 000 Germanen in das Römische Reich ein. Sie alle sind Klimaflüchtlinge, getrieben vom Hunger. Beweise für ihren Nahrungsmangel finden Forscher in den Knochen und im Mageninhalt von Moorleichen aus dem heutigen Dänemark. Es ist ein dunkles Zeitalter, aber nichts im Vergleich zu dem Klimaschock, den die Erde im Frühjahr 536 nach Christus erlebt.

Überall auf der Welt notieren Chronisten, dass sich der Himmel plötzlich verdunkelt habe, die Temperaturen ständig sanken und die Sonne für mehr als 18 Monate hinter einem Wolkenschleier verschwunden sei. Auf den Feldern gehen die Ernten ein. Im mittelamerikanischen El Salvador finden Klimaforscher zum ersten Mal den Verursacher der beschriebenen Krise: Es ist der Vulkan Ilopango. Bei seinem Ausbruch schleudert der feuerspeiende Riese so viel Asche in die Stratosphäre, dass eine Kettenreaktion ausgelöst wird. Sie beginnt mit einem dichten Ascheschleier, der die Erde vollständig umhüllt. Darauf folgt ein vulkanischer Winter, der eine weltweite Klimaveränderung herbeiführt, die nicht nur Hungersnöte verursacht, sondern auch Seuchen Vorschub leistet. Besonders die Pest greift rasend schnell um sich. Innerhalb kürzester Zeit rafft der Schwarze Tod Millionen Europäer dahin.

Um das Jahr 1000 weist die Sonne ihre höchste Aktivität seit 300 Jahren auf und beginnt, die Erde wieder aufzuheizen. Die Eisschicht auf der Nordsee schmilzt und ermöglicht es den Völkern des Nordens, neue Wege zu ergründen. Die Wikinger stechen in See, erobern Irland, England und Schottland. Sie besiedeln Inseln, die bisher vom Eis umschlossen waren, und segeln weit vor Kolumbus bis nach Amerika. Überhaupt wird Europa von der Sonne bis ins Hochmittelalter hinein begleitet. Die Natur explodiert. Das machen sich die Gesellschaften zu Nutze und treiben den Ackerbau voran. Sie steigern ihre Erträge, die Bevölkerung wächst kontinuierlich, und aus kleinen Handelszentren entwickeln sich große Städte. Dreiviertel aller deutschen Städte stammen aus der Phase des hochmittelalterlichen Klimaoptimums. Anfang des 15. Jahrhunderts bricht die Kleine Eiszeit an. Schnell entpuppt sie sich als die härteste Kaltphase, die Europa je erlebt hat. Missernten, Naturkatastrophen und die Rückkehr der Pest führen zu gesellschaftlichen und politischen Krisen. Hexenverfolgung, Dreißigjähriger Krieg und die Französische Revolution entbrennen vor dem Hintergrund der drei Jahrhunderte andauernden Welt des Mangels.

Erst etwa 1850 ist die Kleine Eiszeit endgültig vorüber. In einer neuen, stabilen Klimaphase macht der Mensch einen Quantensprung. Die Industrielle Revolution läutet das Zeitalter der Maschinen ein. Technische Erfindungen machen den Menschen immer unabhängiger von den universellen Klimazyklen. Doch mit dem Fortschritt hat der Mensch auch begonnen, die Weichen für die Zukunft der Erde zu stellen. Plötzlich ist es die moderne Gesellschaft, die das uralte System von globalen Kalt- und Warmphasen empfindlich stört. Wie groß der Einfluss auf das Weltklima tatsächlich ist, darüber streiten die Forscher.

Grandios. Hut ab vor den Filmemachern! Ist das der Film zu unserem Buch “Die kalte Sonne”? Die ZDF-Doku hat doch tatsächlich den Mut, die zyklische natürliche Abfolge von Kalt- und Warmzeiten detalliert nachzuzeichnen:

–Römische Wärmeperiode um das Jahr Null
–Kälterperiode der Völkerwanderungszeit um 500 n. Chr.
–Mittelalterliche Wärmperiode um 1000 n. Chr.
–Kleine Eiszeit um 1500 n. Chr.
–Moderne Wärmeperiode nach 1850.

Ein Warm-Kalt-Warm-Wechsel im 1000-Jahrestakt. Die Sonnenaktivität als eine der treibenden Kräfte hinter dieser Zyklik wird explizit genannt. Die Warmzeiten werden korrekt als blühende “Klimaoptima” dargestellt, die Kaltzeiten hingegen brachten Tod und Verderben. Deutlicher gehts nicht. Ein Lob auch an die Terra X-Redaktion und das ZDF, das diese Doku ermöglicht hat.

Bei so viel Licht, gibt es natürlich auch etwas Schatten. Vulkanausbrüche sind wohl kaum der Hauptauslöser der beiden dargestellten Kältephasen um 500 und 1500 n. Chr. während der Völkerwanderungszeit und der Kleinen Eiszeit. Wenn die Warmphasen durch eine starke Sonne ausgelöst wurden, dann wurden die Kältephasen – richtig geraten – durch eine schwache Sonne verschuldet. Sicher sind auch ein paar Vulkane explodiert, aber aus wissenschaftlicher Sicht ist die Kältewirkung viel zu kurz als dass sie eine jahrzehnte- bis jahrhundertelange Kälteperiode auslösen könnten.

Der Bezug zur heutigen “Modernen Wärmeperiode” kommt auch zu kurz. Die Temperaturen liegen heute auf dem Niveau der Mittelalterlichen Wärmperiode. Offenbar wollte man die logische Konsequenz nicht thematisieren, um die Doku überhaupt erst politisch sendefähig zu bekommen. Schade aber irgendwie verständlich. Auch kleine Schritte in die richtige Richtung führen nach vorne. Der Abschlußsatz in der Inhaltsangabe zu Teil 2 (“Wie groß der Einfluss auf das Weltklima tatsächlich ist, darüber streiten die Forscher”) zeigt, dass sich die Filmemacher ernsthaft mit der Klimadiskussion beschäftigt haben und weit davon entfernt sind, die IPCC-Katastrophenszenarien als einzige Interpretationsmöglichkeit anzuerkennen.

Bleibt die Frage, wie es zu dieser bemerkenswerten Doku kommen konnte. Hinweise finden wir dazu in der Liste der für die Doku tätigen Experten und Fachberater, in der man vergeblich nach Vertretern des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) sucht: (weiterlesen …)

Sie haben gewählt: Städtischer Wärmeinseleffekt knapp vor Mittelalterlicher Wärmeperiode

Liebe Leser,

Allen Teilnehmern an unserer Blogthemen-Abstimmung einen herzlichen Dank fürs Mitmachen. Insgesamt wurden 182 Stimmen abgegeben.  Das Ergebnis steht nun fest: Gewonnen hat das Thema ‘Städtischer Wärmeinseleffekt’ mit 42 Stimmen, knapp vor der Mittelterlichen Wärmeperiode, die 38 Stimmen erhielt. Das Kalte-Sonne-Rechercheteam hat bereits seine Arbeit aufgenommen und wird Sie in den kommenden Wochen über die gewonnenen Erkenntnisse informieren.

Beste Grüße

Ihr Kalte-Sonne-Team

 

 

GWPF mit Analyse zur klimatischen ‘Gehirnwäsche’ an britischen Schulen

Die Global Warming Policy Foundation (GWPF) hat 2014 einen interessanten Bericht mit einem noch interessanteren Titel herausgegeben:

CLIMATE CONTROL: Brainwashing in schools

Autoren sind Andrew Montford – bekannt durch sein grandioses Buch The Hockey Stick Illusion – sowie John Shade. Es geht um den Geographieunterricht in Großbritannien, der das Klimawandelthema allein aus der extremen IPCC-Sichtweise behandelt. Sicher auch ein heißes Eisen in Deutschland, an das man dringend heran müsste. Im Folgenden die Kurzfassung der Analyse:

Executive summary
We have found examples of serious errors, misleading claims, and bias through inadequate treatment of climate issues in school teaching materials. These include many widely-used textbooks, teaching-support resources, and pupil projects. We find instances of eco-activism being given a free rein within schools and at the events schools encourage their pupils to attend. In every case of concern, the slant is on scares, on raising fears, followed by the promotion of detailed guidance on how pupils should live, as well as on what they should think. In some instances, we find encouragement to create ‘little political activists’ in schools by creating a burden of responsibility for action on their part to ‘save the planet’, not least by putting pressure on their parents. The National Curriculum has recently been reviewed by the government, but the proposed changes seem unlikely to prevent such practices. Surveys show that many children are upset and frightened by what they are told is happening to the climate. Teachers and administrators have a fairly free hand to choose textbooks, other materials, visiting speakers and school trips for pupils provided they fit in with curricular goals. This raises the risk that some may select alarming and politically loaded sources in order to win children over to the ‘environmental cause’. This ‘cause’ is often presented through the notion of ‘sustainability’, a poorly-defined catchword covering political and personal actions for which fundamental criticism is rarely entertained. Many campaigning NGOs and other organisations with vested interests such as energy companies proffer teaching materials and other resources for use in schools. Some of it is presumably being used. There are clear grounds for very serious concern. We therefore call upon the Secretary of State for Education and his counterparts in Scotland, Wales and Northern Ireland to undertake urgent inquiries into climate change education in our schools. Only a systematic evaluation of what is going on can determine the extent of the indoctrination as well as the emotional and educational harm to pupils that is undoubtedly resulting.

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Apropos “The Hockey Stick Illusion”. Ein wichtiges Element der Hockeyschläger-Affäre waren Baumringe, die in kreativer Weise in fragwürdige Klimasignale umgesetzt wurden. Ein Forscherteam um Matthew Salzer von der University of Arizona hat nun eine weitere Bestätigung gefunden, dass die damals verwendeten Baumringdaten krass von der Temperaturentwicklung abwichen. Alles schön nachzulesen in WUWT, Climate Audit und JoNova basierend auf Salzer et al.. Hier die Kurzfassung der Arbeit aus den Enviromental Research Letters, die dort im November 2014 erschien:

Changing climate response in near-treeline bristlecone pine with elevation and aspect
In the White Mountains of California, eight bristlecone pine (Pinus longaeva) tree-ring width chronologies were developed from trees at upper treeline and just below upper treeline along North- and South-facing elevational transects from treeline to ~90 m below. There is evidence for a climate-response threshold between approximately 60–80 vertical m below treeline, above which trees have shown a positive growth-response to temperature and below which they do not. Chronologies from 80 m or more below treeline show a change in climate response and do not correlate strongly with temperature-sensitive chronologies developed from trees growing at upper treeline. Rather, they more closely resemble lower elevation precipitation-sensitive chronologies. At the highest sites, trees on South-facing slopes grow faster than trees on North-facing slopes. High growth rates in the treeline South-facing trees have declined since the mid-1990s. This suggests the possibility that the climate-response of the highest South-facing trees may have changed and that temperature may no longer be the main limiting factor for growth on the South aspect. These results indicate that increasing warmth may lead to a divergence between tree growth and temperature at previously temperature-limited sites.

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Ein Musikfestival in Würzburg springt auf den Klimwandelzug auf, um seine Existenz zu retten. Im Jahr 2013 wurden die Musikanten vom Hochwasser geschädigt, einem Wetterereignis. Da es für Wetter derzeit kaum Verständnis gibt, wurde das Missgeschick schnell als Klimaschaden umbetitelt und dadurch kräftig Spendengelder eingesammelt. Die Welt berichtete am 5. Dezember 2014: (weiterlesen …)

China Internet Information Center: “China übernimmt Führungsrolle im Kampf gegen den Klimawandel”

Damit hatte eigentlich keiner gerechnet: Das China Internet Information Center überraschte am 29. November 2014 mit einer unerwarteten Meldung:

China übernimmt Führungsrolle im Kampf gegen den Klimawandel
[...] Im Jahre 2009 hat China seinen ehrgeizigen Plan zur Reduktion seines Kohlendioxidfaktors – der Menge Kohlendioxid pro produzierter Einheit des BIP – um 40 bis 45 Prozent bis 2020 auf Basis der Werte von 2005 angekündigt. Zum Ende des Jahres 2013 ist Chinas Kohlendioxidfaktor um 28,56 Prozent gefallen. Das heiße, China habe 2,5 Milliarden Tonnen CO2 Emissionen vermieden, sagte Xie Zhenhua, stellvertretender Minister der Nationalen Entwicklungs- und Reformkommission.

Das hört sich ja super an. Schauen wir doch mal auf eine CO2-Emissionskurve (aus der New York Times):

 

Überraschung: Chinas CO2-Emissionen steigen und steigen. Herrscht hier vielleicht ein Mißverständnis vor? Vielleicht war die “Führungsrolle bei den weltweiten CO2-Emissionen” gemeint. Oder ist das so ein bisschen wie:

Sie: “Schatz, ich habe heute ganz viel Geld gespart”.
Er: “Wie hast Du das denn gemacht”
Sie: “Ich habe heute drei Handtaschen zum Preis von zwei gekauft. Klasse, was?”

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Geht es Biene Maja jetzt an den Kragen? Proplanta hatte am 30. November 2014 Schlimmes zu berichten:

Honigbiene durch Klimawandel in Gefahr
Die zunehmende Erwärmung des Weltklimas könnte auch für die Honigbienen in Europa zur Gefahr werden.

Die Gefahr droht dabei aus dem Osten. Gemeine asiatische Honigbienenparasiten nutzen die Klimaerwärmung, um die deutsche Biene tot zu machen. Ob das wohl stimmt? Anderswo lesen wir, dass die Mais-Monokulturen zur Erzeugung von Biogas die Bienen bereits stark geschädigt haben. Offensichtlich dient der mysteriöse Klima-Parasit aus dem fernen Asien vor allem zur Ablenkung von den wahren Problemen.

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Aus gegebenem Anlass möchten wir an dieser Stelle auf unsere thematisch sortierte Klimaartikel-Übersicht hinweisen, die Sie hier finden können. Dort können Sie stöbern oder auch strukturiert konkrete Fragestellungen recherchieren. Im Laufe der letzten knapp drei Jahren haben wir hier im Blog nahezu jedes Thema einmal behandelt, da sollte für jeden Geschmack etwas dabei sein.

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In ihrem Blog diskutierte Judith Curry am 1. Dezember 2014 die Klimawissenschaften im Jahr fünf nach Climategate. Was hat sich verbessert, was muss sich noch immer dringend ändern? Lesen Sie ihren Artikel “The legacy of Climategate: 5 years later“.

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Seit vielen Jahren schreibt die Weltwoche mutig gegen den Klimaalarmismus an. Alfred Brandenberger bietet in seinem Blog eine ausgezeichnete Übersicht über die Weltwoche-Artikel seit 2002 an.

 

Wahrheit und Gewissheit; Klimaschutz und Politik

Erich Weede griff im Jahrbuch für die Ordnung von Wirtschaft und Gesellschaft (Lucius & Lucius, Stuttgart 2012, Bd. 63) ein spannendes Thema auf:

Wahrheit und Gewissheit; Klimaschutz und Politik

Die Arbeit ist als pdf hier verfügbar. Anbei einige interessante Auszüge. Zunächst eine Passage zur fragwürdigen Monopolstellung des IPCC:

In stark politisierten Forschungsbereichen müssen deshalb besondere Vorkehrungen getroffen werden, um Vielfalt sicherzustellen und voreiligen Konsens zu verhindern, etwa durch Bildung eines Teams B neben dem „Intergovernmental Panel on Climate Change“.  Dessen Aufgabe könnte darin bestehen, die Arbeit des IPCC einer wissenschaftlichen Kritik zu unterziehen, durchaus mit dem Ziel der Falsifikation der dort vertretenen Theorien. Oder mit dem Ziel zu zeigen, dass die Klimaerwärmung natürliche Ursachen hat. Das ist der Ansatz von Spencer (2010, S. 153), der nicht nur im Gegensatz zum IPCC glaubt, einen negativen (statt eines positiven) Feedback der CO2-Effekte belegen zu können, sondern außerdem mit den ‚Pacific Decadal Oscillations’ und der Wolkenbildung eine alternative Erklärung für die Erwärmung am Ende des 20. Jahrhunderts anbietet, gleichzeitig – wieder im Gegensatz zum IPCC – auch eine leichte Abkühlung von den 1940er bis zu den 1970er Jahren erklären kann und für die kommenden Jahrzehnte entweder eine Abkühlung oder höchstens gleichbleibende Temperaturen erwarten lässt. In gewisser Weise ist das „Nongovernmental International Panel on Climate Change“ (NIPCC) so ein Team B (Singer 2008). Ich befürchte allerdings, dass das IPCC wesentlich mehr Ressourcen zur Verfügung hat als die private Konkurrenz, vor allem auch dass das IPCC jüngeren Wissenschaftlern eher verlockende Karrierechancen bieten kann als die Konkurrenz.

Das Interesse an der traditionellen Religion hat in den letzten Jahrzehnten stark abgenommen. Halt finden heute immer mehr Menschen in der Klimareligion:

IV. Ökologie als Religionsersatz
Das Bemühen um Erkenntnis und die Suche nach Wahrheit wird auch dadurch gefährdet, dass die Ökologie für viele Menschen zum Religionsersatz wird. Die alte Frage, ob die Menschen in Übereinstimmung mit den göttlichen Geboten leben, wird dann durch die neue Frage, ob wir nachhaltig leben ersetzt (Nelson 2010, S. 86). Das ist natürlich auch eine wissenschaftliche Frage. Aber der quasi-religiöse Charakter vieler Grüner zeigt sich vielleicht am deutlichsten an der mangelnden Bereitschaft zur Diskussion der Frage, ob Klimaschutz vielleicht die Kernenergie notwendig macht. Eine Sünde durch eine andere zu ersetzen, das ist für Theologen keine attraktive Strategie. Für ungläubige Rationalisten bzw. Ökonomen dagegen ist die Wahl eines kleineren Übels dagegen kein grundsätzliches Problem.

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Schocknews am 4. Dezember 2014 in der Welt:

Minister schlägt Alarm: Wald leidet unter Klimawandel
Baden-Württembergs Wald leidet unter dem Klimawandel. Das insgesamt sehr warme Jahr 2014 hat vor allem die im Südwesten weit verbreiteten Fichten und Buchen deutlich geschädigt, wie Forstminister Alexander Bonde (Grüne) am Donnerstag in Stuttgart mitteilte.

Da haben sich Die Welt und der Herr Forstminister aber ganz schön blamiert. Denn ein einzelnes warmes Jahr fällt in die Kategorie Wetter und hat mit ‘Klima’ nichts zu tun.

Als hätten sich die grünen Forstminister auf Bundesebene abgesprochen klagte auch die Amstkollegin in Rheinland-Pfalz über angebliche Klimaschäden im Wald. Im Focus war am 26. November 2014 zu lesen:

Der Klimawandel setzt dem Wald in Rheinland-Pfalz immer stärker zu
70 Prozent der Bäume in dem Bundesland sind geschädigt, wie Forstministerin Ulrike Höfken (Grüne) am Mittwoch in Mainz mitteilte. „Während die Schäden durch Luftschadstoffe seit Jahren rückläufig sind, leidet der Wald in Rheinland-Pfalz zunehmend unter dem Klimawandel“, sagte Höfken. Längere Trockenphasen und extreme Wetterereignisse sowie neue Schädlinge machten den Bäumen zu schaffen. Die Vegetationszeit von Mai bis September sei in den vergangenen drei Jahrzehnten meist zu warm und auch zu trocken gewesen. „Dies sind klare Anzeichen dafür, dass sich der Klimawandel bei uns auswirkt“, erklärte sie.

Wilde Behauptungen, die einer seriösen wissenschaftlichen Überprüfung nicht standhalten. Wir haben bereits mehrfach an dieser Stelle über den erstaunlich guten Zustand des deutschen Waldes berichtet:

 

Und wie sieht es mit den behaupteten längeren Trockenphasen in Deutschland aus? Ein Vergleich mit der realen Entwicklung der letzten 130 Jahre bringt Ernüchterung: Die Jahresniederschläge haben sich in Deutschland im Laufe der letzten 130 Jahren um 10 Prozent erhöht, und nicht etwa erniedrigt. Auch die Sommer sind nicht richtig trockener geworden. Seit 1881 ist der Sommerregen um wenig signifikante 1,2 Prozent zurückgegangen, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) im März 2014 meldete. Die Winter hingegen sind in der gleichen Zeit um 30% feuchter geworden. (weiterlesen …)