Hiatus beim SRF: Schweizer Temperaturen und Niederschläge der letzten 14 Jahre ohne Trend

Auf EIKE haben sich Stefan Kämpfe und Josef Kowatsch die deutschen Mai-Temperaturen näher angeschaut:

Der Wonnemonat Mai: Wo ist die Erwärmung?
Auch in diesem Jahr wurde der „Wonnemonat“ seinem Namen keinesfalls immer gerecht. Regen- und Graupelschauer bei schneidend kaltem Wind im Flachland, auf den Mittelgebirgsgipfeln sogar noch Schneeflocken, dazu in Süddeutschland zu trüb und gebietsweise sehr nass – erst nach den Pfingsttagen wurde es zeitweise wieder warm. Und wie haben sich die Mai- Werte der letzten Jahrzehnte entwickelt?

Der Mai wird wieder kälter, der Frühling kommt später als noch vor 20 Jahren und die Eisheiligen in der Monatsmitte sind wieder deutlich wahrnehmbar. Auch der Mai 2016 hat diesen Trend zur Abkühlung trotz einiger sehr warmer Tage nach der Monatsmitte nicht aufhalten können. Betrachten wir zunächst den Mai in den letzten 100 Jahren:

 

Weiterlesen auf EIKE.

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Und wie sieht es in der Schweiz aus? SRF hat die Trends der letzten 14 Jahre bei den Mai- und Juni-Temperaturen sowie den Niederschlägen für 6 Stationen  zusammengefasst. Klares Ergebnis: Kein Trend. Wenn man genau hinschaut, sieht man sogar eine leichte Abkühlung. Das hat SRF natürlich nicht geschrieben und vergleicht lieber mit einem schön kühlen Vergleichszeitraum 1961 bis 1990. Toller Trick. Bei den Niederschlägen und Trockenperioden ist ebenfalls kein signifikanter Trend erkennbar. Dies räumt SRF im Text dann aber wenigstens offen ein.

Peinlich, zwei Tage zuvor, am 9. Juni 2016, hatte Felix Blumer beim SRF noch kräftig in das klimaalarmistische Horn geblasen. Bei den Niederschlägen legt er einen schlimmen Eiertanz hin, der durch den Nachfolgebeitrag vom 11. Juni 2016 fast vollständig widerlegt wird. Vielleicht sollte Blumer mal mit seinen Redaktionkollegen sprechen, bevor er seine heißfeucht-schaurigen Texte zusammenzimmert.

 

 

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Wie hoch sind die sozialen Kosten von CO2? In früheren Berechnungen wurden stark überhöhte CO2-Klimasensitivitäten verwendet, was zu erschreckend hohen CO2-Kosten führte. Ross McKittrick hat die Rechnungen nun unter Verwendung realistischerer Klimasensitivitätswerte aktualisiert. Das Ergebnis ist aufsehenerregend: Die sozialen CO2-Kosten stellen sich nun stark erniedrigt dar, in einigen Modellen sind sie sogar negativ. Was nun?

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Am 13. Juni 2016 beging die Financial Post die Schrott-Wissenschaft-Woche:

Junk Science Week: Science is on the verge of a nervous breakdown
Welcome to FP Comment’s 18th annual Junk Science Week, dedicated to exposing the scientists, NGOs, activists, politicians, journalists, media outlets, cranks and quacks who manipulate science data to achieve their objectives. Our standard definition over the years has been this: junk science occurs when scientific facts are distorted, risk is exaggerated and the science adapted and warped by politics and ideology to serve another agenda.

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Kalte-Sonne-Leser wissen es bereits: Der ozeanische Wärmeinhalt des Nordatlantiks befindet sich im Sturzflug. Ein unerwarteter Absturz? Die Zyklen lassen grüßen.

 

Abbildung: Ozeanische Wärmeinhalt (OHC) des Nordatlantiks während der vergangenen 60 Jahre. Aus Climate4you. Übernommen von Paul Homewood.

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Im australischen Tasmanien ist es zu schweren Überschwemmungen gekommen, was schwere Schäden zur Folge hatte. Nun kam Ungeheuerliches heraus: Die lokale tasmanische Wasserkraftbehörde hatte kurz zuvor die Wolken geimpft, was die Schwere der Regenfälle möglicherweise verstärkt hat. JoNova schilderte den seltsamen Fall in ihrem Blog.

 

Die Entzauberung der Energiewende

Es läuft nicht gut für die merkelsche Energiewende. Wäre das Thema nicht so ernst, könnte man schon fast Gefallen an der unterhaltsamen Seifenoper finden. Was wird wohl als Nächstes passieren? Der Blick von außen ist manchmal erhellend. Im Ausland verfolgte man die Energiewende zunächst mit großen Erwartungen. Ob die Deutschen das schaffen werden? Wer könnte solch eine komplizierte und teure Energie-Transformation hinbekommen, wenn nicht die Tüftler zwischen Flensburg und Berchtesgaden? Nun ist das gewagte Experiment jedoch ins Wanken geraten. In der Schweiz schaut man mittlerweile eher mitleidig auf seine nördliche Nachbarn. Die Neue Zürcher Zeitung nahm am 15. Juni 2016 kein Blatt vor den Mund:

Berlins Jahrhundertprojekt in Schieflage: Die Entzauberung der Energiewende
Berlin ist stolz, dass stets mehr Strom aus Wind und Sonne kommt. Die Erfolgsmeldungen wirken aber eher wie Durchhalteparolen. In der Diskussion über die Energiewende dominieren Illusionen und Mythen.
Die «Energiewende» ist Deutschlands Jahrhundertprojekt. Der federführende Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel verkündete kürzlich, die Energiewende sei geschafft und unumkehrbar. Doch die Euphorie ist verflogen. Kürzlich malte der Chef der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie, Michael Vassiliadis, das Bild einer «High-End-Version der DDR-Planwirtschaft» an die Wand, wenn der Staat in immer mehr Bereiche eingreife, um bis 2050 eine «treibhausneutrale Gesellschaft» zu organisieren.

Weiterlesen in der Neuen Zürcher Zeitung

Eine Woche später erklärte Daniel Wetzel in der Welt den Energiewenden-Wahnsinn in drastischen Worten:

Die absurden Auswüchse des Klimaschutzes
Greenpeace enthüllt in einer Studie, was das Weltklima-Abkommen von Paris für die Menschen bedeutet. Wird es umgesetzt, wird Deutschland schon in wenigen Jahren nicht mehr wiederzuerkennen sein.
Als sich im Dezember vergangenen Jahres die Vertreter von 195 Staaten in Paris auf ein neues Weltklima-Abkommen einigten, war der Jubel groß. Viele Umweltpolitiker hatten Tränen in den Augen, als die Weltgemeinschaft beschloss, den globalen Temperaturanstieg auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Nur: Was zur Erreichung dieses Ziels notwendig sein würde, war vielen wohl selbst im April dieses Jahres noch nicht klar, als die ersten 170 Staatsvertreter, unter ihnen Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD), den Klimavertrag im Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York unterzeichneten. Das Papier sieht immerhin die “Dekarbonisierung” der Welt vor – also das Ende aller Emissionen des Treibhausgases Kohlenstoffdioxid. Das ist gleichzusetzen mit dem Ende aller Verbrennungsprozesse in Motoren, Heizungskesseln und Kraftwerken – denn dort entsteht das CO2.

Weiterlesen in der Welt.

Am 14. Juni 2016 hatte sogar der ansonsten so klimakämpferische Focus Bedenken von Florian Asche zugelassen:

Klimaschutz-Paradox. Kommentar:
Energiewende richtet größeren Schaden an als die Klimaveränderung

Die Energiewende soll unseren Planeten retten. Dafür werden keine Kosten und Mühen gescheut. Doch der gute Wille verpufft, wenn wir dabei den Ursprungsgedanken überrennen, meint FOCUS-Online-Experte Florian Asche. Die Politik scheint dieses Paradoxon zu ignorieren. [...]

Eine Rettung, die keine ist

Mit fieberhaftem Blick tritt beispielsweise der frühere Bremer Umweltsenator Ralf Fücks auf einem Umweltsymposium der Deutschen Wildtier Stiftung auf. Für die Heinrich-Böll-Stiftung erklärt er apodiktisch: „Wenn die Energiewende nicht vollzogen wird, dann steht uns ein Artensterben von historischen Ausmaßen vor.“ Dazu ist Fücks bereit, auch Windernergie in Wäldern zu fördern und damit die letzten intakten Habitate zu opfern. „Der Wald“, meint Fücks, ist doch meistens ohnehin nur ein reiner Altersklassenbestand ohne Naturwert“. Dass nach den Feststellungen des Weltklimarates (IPCC) bisher keine einzige Art klimabedingt ausgestorben ist, verschweigt er wohlweislich. Doch auch ihm ist es ein wenig unwohl, als der Zoologe Josef Reichholf erwidert: „Ökologisch gesehen sind Warmzeiten regelmäßig viel artenreicher als die Kaltzeiten, in deren Ausgangsphase wir uns gerade befinden.“ Fücks verlässt darauf hin unter Verweis auf dringenden Termindruck die Veranstaltung.

Selbstmord aus Angst vor dem Tod

Aktuell ist es nicht die Klimaveränderung, sondern vielmehr der ungeplante Klimaschutz, der unser Artenspektrum bedroht. So schätzt die Deutsche Wildtier Stiftung, dass pro Jahr allein eine Viertelmillion streng geschützter Fledermäuse durch Windenergieanlagen verloren geht. Der Rotmilan, eine nur in Deutschland vorkommende Art, hat einen Gesamtbestand von 13.000 Vögeln. Bei einem Jahresverlust von 1000 Individuen werden die Tage dieser Art bald gezählt sein.

Weiterlesen im Focus

Auch im Spiegel erntet die deutsche Regierung nur Spott:

Energiewende: Kein Anschluss unter dieser Merkel
Als die Schildbürger bemerkten, dass sie beim Bau ihres neuen Rathauses die Fenster vergessen hatten, kamen sie bekanntlich auf die Idee, das Sonnenlicht in Eimern hineinzutragen. Diese Art von Optimismus legen derzeit auch die Architekten der deutschen Energiewende an den Tag, wie sich einem aktuellen Bericht der Bundesnetzagentur entnehmen lässt. Während ständig neue Windräder und Solaranlagen aufgestellt werden, fehlt es demnach fast überall an Kabeln, um den Strom dorthin zu leiten, wo er womöglich gebraucht würde. Laut Bericht müssten insgesamt 6100 Kilometer an neuen Stromleitungen gezogen werden. Das entspricht ungefähr der Strecke zwischen Frankfurt und New York. Von den Behörden genehmigt sind derzeit aber nur 350 Kilometer, also etwa die Distanz zwischen Frankfurt und Hannover. Und tatsächlich gebaut wurden im ersten Quartal 2016 gerade mal sechs Kilometer. Das reichte nicht einmal vom Frankfurter Hauptbahnhof bis zum Flughafen.

Weiterlesen im Spiegel

Der Deutsche Arbeitgeberverband (DAV) verriet, dass es am 30. Mai 2016 ein teures Muttertagsgeschenk gegeben hat:

Am Muttertag in 7 Stunden 21 Millionen Euro verschenkt: Mehr Sozialismus geht nicht mehr

21,3 Millionen Euro hat uns der Spaß gekostet, nein, nicht die Geschenke am Muttertag, die an die Mütter gingen, sondern an diejenigen, die so nett waren, unseren überflüssigen Strom abzunehmen. Jener Sonntag, der 8. Mai 2016, zeigte sich als schöner Tag mit blauem Himmel, viel Sonne und vor allem an den Küsten viel Wind. Ein Tag so recht nach dem Geschmack gutgläubiger Grüner: Die Photozellen auf den Dächern brutzelten und erzeugten Strom in rauen Mengen, die Windräder brummten und pumpten ihren Strom in die Netze, und die Biomasseanlagen müffelten vor sich hin und erzeugten aus aufwendig und energieintensiv in Monokulturen angebautem Mais Strom.

Ja geht doch! Konnten die Grünen rufen; Sonne, Wind und der ganze übrige Kram können Deutschland vollständig mit Strom versorgen. Solche hirnrissigen Gedankensplitter funken grüne Abgeordnete immer wieder in die Landschaft. Wenn man das Geld nicht rechnet, funktioniert das – manchmal. Wie zum Beispiel am Muttertag.

Die irrsinnigen Subventionen lockten sämtliche Glücksritter an wie der Speck die Maden. Mittlerweile sind in Deutschland so viele Photozellen und Windräder aus dem Boden gestampft worden, die mehr Leistung erzeugen können als maximal verbraucht wird, aber nur, wenn die Sonne scheint und der Wind weht. Prof. Dr.-Ing. Helmut Alt von der FH Aachen: »Insgesamt sind 85.876 MW Wind- und Solarerzeugungsleistung installiert, das ist deutlich mehr, als der Maximalbedarf für unsere gesamte deutsche Stromversorgung ausmacht.«

Weiterlesen beim Deutschen Arbeitgeberverband

Wie geht es weiter? Die Aussichten sind düster, wie Die Welt am 10. Juni 2016 deutlich machte: (weiterlesen …)

Princeton University findet unerwartete bakterielle Methansenke: Arktische Böden nehmen mehr Methan auf als sie freisetzen

Lange hatte man gefürchtet, der tauende Dauerfrostboden in der Arktis könnte große Mengen an Methan in die Atmosphäre freisetzen, was den Treibhauseffekt anheizt. Umso größer war nun die Überraschung, als eine von der Universität Princeton angeführte Forschergruppe das glatte Gegenteil herausfand. Der allergrößte Teil der Arktis wirkt nämlich offenbar als Methan-Senke, nimmt mehr Methan auf als er abgibt. Erstaunliche 87% aller Arktisböden sind Kohlenstoff-untersättigt. Die Wissenschaftler fanden dort Methan-hungige Bakterien, die nur darauf warten, Methan aufzunehmen und zu absorbieren. Und noch besser: Die Fähigkeit der Bakterien zur Methanaufnahme steigert sich mit zunehmender Temperatur.

Im Folgenden die Pressemitteilung im Blog der Princeton University vom 14. August 2015:

On warmer Earth, most of Arctic may remove, not add, methane

In addition to melting icecaps and imperiled wildlife, a significant concern among scientists is that higher Arctic temperatures brought about by climate change could result in the release of massive amounts of carbon locked in the region’s frozen soil in the form of carbon dioxide and methane. Arctic permafrost is estimated to contain about a trillion tons of carbon, which would potentially accelerate global warming. Carbon emissions in the form of methane have been of particular concern because on a 100-year scale methane is about 25-times more potent than carbon dioxide at trapping heat.

However, new research led by Princeton University researchers and published in The ISME Journal in August suggests that, thanks to methane-hungry bacteria, the majority of Arctic soil might actually be able to absorb methane from the atmosphere rather than release it. Furthermore, that ability seems to become greater as temperatures rise.

The researchers found that Arctic soils containing low carbon content — which make up 87 percent of the soil in permafrost regions globally — not only remove methane from the atmosphere, but also become more efficient as temperatures increase. During a three-year period, a carbon-poor site on Axel Heiberg Island in Canada’s Arctic region consistently took up more methane as the ground temperature rose from 0 to 18 degrees Celsius (32 to 64.4 degrees Fahrenheit). The researchers project that should Arctic temperatures rise by 5 to 15 degrees Celsius over the next 100 years, the methane-absorbing capacity of “carbon-poor” soil could increase by five to 30 times.

The researchers found that this ability stems from an as-yet unknown species of bacteria in carbon-poor Arctic soil that consume methane in the atmosphere. The bacteria are related to a bacterial group known as Upland Soil Cluster Alpha, the dominant methane-consuming bacteria in carbon-poor Arctic soil. The bacteria the researchers studied remove the carbon from methane to produce methanol, a simple alcohol the bacteria process immediately. The carbon is used for growth or respiration, meaning that it either remains in bacterial cells or is released as carbon dioxide.

First author Chui Yim “Maggie” Lau, an associate research scholar in Princeton’s Department of Geosciences, said that although it’s too early to claim that the entire Arctic will be a massive methane “sink” in a warmer world, the study’s results do suggest that the Arctic could help mitigate the warming effect that would be caused by a rising amount of methane in the atmosphere. In immediate terms, climate models that project conditions on a warmer Earth could use this study to more accurately calculate the future methane content of the atmosphere, Lau said.

“At our study sites, we are more confident that these soils will continue to be a sink under future warming. In the future, the Arctic may not have atmospheric methane increase as much as the rest of the world,” Lau said. “We don’t have a direct answer as to whether these Arctic soils will offset global atmospheric methane or not, but they will certainly help the situation.”

The researchers want to study the bacteria’s physiology as well as test the upper temperature threshold and methane concentrations at which they can still efficiently process methane, Lau said. Field observations showed that the bacteria are still effective up to 18 degrees Celsius (64.4 degrees Fahrenheit) and can remove methane down to one-quarter of the methane level in the atmosphere, which is around 0.5 parts-per-million.

“If these bacteria can still work in a future warmer climate and are widespread in other Arctic permafrost areas, maybe they could regulate methane for the whole globe,” Lau said. “These regions may seem isolated from the world, but they may have been doing things to help the world.”

From Princeton, Lau worked with geoscience graduate student and second author Brandon Stackhouse; Nicholas Burton, who received his bachelor’s degree in geosciences in 2013; David Medvigy, an assistant professor of geosciences; and senior author Tullis Onstott, a professor of geosciences. Co-authors on the paper were from the University of Tennessee-Knoxville; the Oak Ridge National Laboratory; McGill University; Laurentian University in Canada; and the University of Texas at Austin.

The research was supported by the U.S. Department of Energy, Office of Science, Office of Biological and Environmental Research (DE-SC0004902); the National Science Foundation (grant no. ARC-0909482); the Canada Foundation for Innovation (grant no. 206704); the Natural Sciences and Engineering Research Council of Canada Discovery Grant Program (grant no. 298520-05); and the Northern Research Supplements Program (grant no. 305490-05)

Read the abstract.

M.C.Y. Lau, B.T. Stackhouse, A.C. Layton, A. Chauhan, T. A. Vishnivetskaya, K. Chourey, J. Ronholm, N.C.S. Mykytczuk, P.C. Bennett, G. Lamarche-Gagnon, N. Burton, W.H. Pollard, C.R. Omelon, D.M. Medvigy, R.L. Hettich, S.M. Pfiffner, L.G. Whyte, and T.C. Onstott. 2015. An active atmospheric methane sink in high Arctic mineral cryosols. The ISME Journal. Article published in print August 2015. DOI:10.1038/ismej.2015.13.

Erstaunlicherweise nahm die deutschsprachige Presse von der wichtigen Studie keine Notiz.

Bereits Ende 2014 hatte eine Gruppe der Universität Kopenhagen um Christian Juncher Jørgensen in Nature Geoscience über ähnliche Methansenken aus Grönland berichtet:

Net regional methane sink in High Arctic soils of northeast Greenland
Arctic tundra soils serve as potentially important but poorly understood sinks of atmospheric methane (CH4), a powerful greenhouse gas1, 2, 3, 4, 5. Numerical simulations project a net increase in methane consumption in soils in high northern latitudes as a consequence of warming in the past few decades3, 6. Advances have been made in quantifying hotspots of methane emissions in Arctic wetlands7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, but the drivers, magnitude, timing and location of methane consumption rates in High Arctic ecosystems are unclear. Here, we present measurements of rates of methane consumption in different vegetation types within the Zackenberg Valley in northeast Greenland over a full growing season. Field measurements show methane uptake in all non-water-saturated landforms studied, with seasonal averages of − 8.3 ± 3.7 μmol CH4 m−2 h−1 in dry tundra and − 3.1 ± 1.6 μmol CH4 m−2 h−1 in moist tundra. The fluxes were sensitive to temperature, with methane uptake increasing with increasing temperatures. We extrapolate our measurements and published measurements from wetlands with the help of remote-sensing land-cover classification using nine Landsat scenes. We conclude that the ice-free area of northeast Greenland acts as a net sink of atmospheric methane, and suggest that this sink will probably be enhanced under future warmer climatic conditions.

Auch hier fiel die mediale Berichterstattung mager aus. Interessanterweise griff jedoch Planet Erde am 21. Juni 2016 im Rahmen einer Konferenzberichterstattung die Ergebnisse der dänischen Arbeitsgruppe auf.

Auch in Alaska sieht die Lage ähnlich aus. Am 1. Juni 2016 veröffentlichte der Geologische Dienst der USA (USGS) eine Studie zum Kohlenstofhaushalt in Alaska. Climate Central berichtete darüber:

Warming Could Boost Carbon Storage in Alaska Forests
Climate change may dramatically increase carbon storage in Alaska’s temperate forests, possibly offsetting the climate impacts of melting permafrost and wildfires, new research from the U.S. Geological Survey shows.

Weiterlesen auf Climate Central

 

Arktische Methanzeitbombe vorerst entschärft? Kein Anstieg der Methanemissionen in Alaska während der letzten 30 Jahre

Man hatte sich sehr große Sorgen gemacht: Im Zuge der Arktiserwärmung könnten große Mengen an Kohlenstoff in Form von Methan aus dem Dauerfrostboden entweichen. Methan ist ein äußerst wirksames Treibhausgas, das die globale Erwärmung dann weiter gesteigert hätte. Angesichts der möglichen Gefahr, machten sich etliche Wissenschaftlergruppen an die Erforschung der vermeintlich tickenden Methanzeitbombe. Die Ergebnisse sind hochinteressant und deuten daraufhin, dass man die Bedrohung wohl zum Glück überschätzt hat.

So gab die American Geophysical Union (AGU) am 22. Juni 2016 eine Pressemitteilung zu einem neuen Paper in den Geophysical Research Letters heraus, das Hoffnung macht. Eine Forschergruppe um Colm Sweeney hatte Luftproben in Alaska über drei Jahrzehnte hinweg ausgewertet und konnte keinen langfristigen Anstieg des Methangehalts feststellen. Aus dem Dauerfrostboden scheinen also keine gesteigerten Mengen an Methan auszugasen, obwohl sich die Region in derselben Zeit spürbar erwärmt hat. Die Wissenschaftler rätseln nun, wohin der Kohlenstoff des tauenden Permafrostbodens denn wirklich entwichen ist. Als Möglichkeiten ziehen Sie CO2-Ausgasung, Abtransport durch Flüsse oder Aufnahme des Kohlenstoffs durch die Vegetation in Betracht.

Im Folgenden die Pressemitteilung der AGU:

Study: As Alaska warms, methane emissions appear stable
Fate of carbon stored in permafrost remains subject of intense research

Analysis of nearly three decades of air samples from Alaska’s North Slope shows little change in long-term methane emissions despite significant Arctic warming over that time period, according to new research published in Geophysical Research Letters, a journal of the American Geophysical Union.

Scientists estimate that Arctic permafrost, a thick layer of frozen soil that encircles the globe, contains two and a half times as much carbon as has been emitted since the dawn of the Industrial Revolution. As the region warms, this carbon will be released from the permafrost’s icy grip. Scientists need to know where that carbon will go and what form it will take. This has become more critical since the Arctic is warming faster than other regions of Earth, with corresponding losses in sea ice coverage. Some models suggest that a portion of that carbon will be released as methane, a potent greenhouse gas that has almost 28 times the warming influence of carbon dioxide over a 100-year timescale.

In the new study, researchers from the Cooperative Institute for Research in Environmental Sciences (CIRES) at the University of Colorado Boulder, NOAA, NASA and other university partners examined 29 years of continuous, precision measurements of atmospheric methane and other gases from the NOAA Barrow Atmospheric Baseline Observatory, which is part of NOAA’s Global Greenhouse Gas Reference Network. “There has been a huge increase in Arctic warming, and while we do see spikes in methane due to short-term temperature changes, we’re not seeing a long-term change in methane levels,” said Colm Sweeney, a CIRES scientist working at NOAA’s Earth System Research Laboratory in Boulder and lead author of the new study. But that doesn’t mean thawing permafrost isn’t releasing carbon, Sweeney said. “It’s happening. It just isn’t show ing up as methane.” Arctic permafrost contains an estimated 1,000 gigatons (1,000 billion tons) of carbon. Besides being emitted as methane, carbon stored in thawing permafrost could be released into the atmosphere as carbon dioxide, carried off by meltwater into river systems, or taken up by vegetation as plant communities expand their range.

The team supplemented the continuous measurements from the Barrow observatory with measurements made by a five-year, NASA-led airborne campaign known as CARVE (Carbon in Arctic Reservoirs Vulnerability Experiment), which helped them nail down methane’s seasonal and long-term trends in the region. They saw an uptick in methane levels in late fall and winter, but no long-term signal across Alaska’s North Slope. “Bacteria that produce methane and bacteria that consume methane will both become more active as temperatures get warmer,” said Steven Wofsy of Harvard University and co-author of the study. “Our study suggests that over the past 30 years, these processes have balanced out in the study area.” The researchers conclude that observed short-term methane spikes from the Arctic will likely have little impact on global atmospheric methane levels in the long-term.

This finding is critical to science’s understanding of how the Arctic is responding to the unprecedented disruption of its climate and the degradation of permafrost. The lack of significant long-term trends indicates that processes regulating North Slope methane emissions need more study. With little observed change in methane emissions, researchers are further examining the Barrow observatory’s dataset for signs that the permafrost has been emitting carbon dioxide, by far the most significant of the greenhouse gasses, as it may be more affected by large temperature changes (and by extension, melting permafrost) in the Arctic. The Barrow dataset features in an upcoming paper on Arctic carbon dioxide levels co-authored by Sweeney. Several other research efforts are also examining this hypothesis.

Und hier der Abstract der Studie:

No significant increase in long-term CH4 emissions on North Slope of Alaska despite significant increase in air temperature
Continuous measurements of atmospheric methane (CH4) mole fractions measured by NOAA’s Global Greenhouse Gas Reference Network in Barrow, AK (BRW), show strong enhancements above background values when winds come from the land sector from July to December from 1986 to 2015, indicating that emissions from arctic tundra continue through autumn and into early winter. Twenty-nine years of measurements show little change in seasonal mean land sector CH4 enhancements, despite an increase in annual mean temperatures of 1.2 ± 0.8°C/decade (2σ). The record does reveal small increases in CH4 enhancements in November and December after 2010 due to increased late-season emissions. The lack of significant long-term trends suggests that more complex biogeochemical processes are counteracting the observed short-term (monthly) temperature sensitivity of 5.0 ± 3.6 ppb CH4/°C. Our results suggest that even the observed short-term temperature sensitivity from the Arctic will have little impact on the global atmospheric CH4 budget in the long term if future trajectories evolve with the same temperature sensitivity.

 
Siehe auch unseren früheren Blogartikel "Potsdamer Methan-Klimabombe erweist sich als Blindgänger: Karbonhaushalt in Tundra trotz Klimawandels stabil"

Die Klimarettung segelt unter falscher Flagge

Von Uli Weber

Einstmals segelten Piraten unter falscher Flagge, um ihre Opfer in Sicherheit zu wiegen und sich dann an deren Eigentum zu vergreifen. So funktioniert das heute natürlich nicht mehr, Zitat aus Wikipedia:

Der Ausdruck falsche Flagge ist ein nachrichtendienstlicher, politischer und militärischer Begriff, der ursprünglich aus der Seefahrt stammt … Der tatsächliche Akteur handelt dabei also „unter einer falschen Flagge“, was typischerweise vom gezielten Einsatz von Desinformation begleitet wird und zum Schutz vor der Entdeckung des wahren Urhebers strengster Geheimhaltung unterliegt…“

Durch den gezielten Einsatz von Desinformation geben heute die Opfer also freiwillig ihr Geld ab, beispielsweise um die ganze Welt zu retten. Denn „Klimarettung“ steht heute für alles das, was den Bürgerinnen und Bürgern am Herzen liegt: Umweltschutz, Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit. Und weil es bei der Energiewende ja um „Generationengerechtigkeit“, globale „Klimagerechtigkeit“ und die Rettung der gesamten Menschheit geht, dürfen natürlich weder die wissenschaftlichen Grundlagen noch die wirklichen Motive oder gar das erzielte Ergebnis hinterfragt werden.

Machen wir es trotzdem einfach mal:

Umweltschutz: Mit Windkraftanlagen und Solarparks werden die letzten naturnahen Landschaften in unserm Land zugepflastert. Windkraftanlagen schreddern tausende von Vögel und Fledermäuse und treiben die Anwohner buchstäblich in den Windwahn. Und Solarparks müssen ständig gereinigt und von pflanzlichem Aufwuchs frei gehalten werden, wie immer das auch ökologisch korrekt geschehen mag.
Widerspruch: Die Erzeugung von „erneuerbarer Energie“ geht zu Lasten von Umwelt, Natur und Menschen! Übrigens sind Windkraftanlagen und Solarparks die einzigen Investitionen, mit der sich momentan ohne großes Risiko um die 10 Prozent Verzinsung jährlich erwirtschaften lassen. Und das soll wohl auch so bleiben, man denke nur einmal an die beabsichtigte zusätzliche Förderung von „windschwachen“ Standorten durch das EEG…

Ressourcenschonung: In Ermangelung von Speichern für den Ausgleich der Erzeugungsschwankungen von Grünstrom müssen weiterhin konventionelle Kraftwerke in Größenordnung der Spitzenlast (maximaler Stromverbrauch) vorgehalten werden. Wir werden am Ende also zwei komplette Kraftwerksparks betreiben, die von der Leistung her beide unsere Spitzenlast bedienen könnten – wenn denn der Wind weht und die Sonne scheint. Außerdem erfordert Grünstrom zusätzliche Stromtrassen quer durchs Land, vom Traum eines intelligenten „Smartgrids“ für alle Stromverbraucher einmal ganz abgesehen.
Widerspruch: Die Energiewende erfordert mehr als doppelt so viele Ressourcen, wie wir sie für eine sichere Stromversorgung allein aus konventionellen Quellen benötigen würden!

Nachhaltigkeit: Moderne Kohlekraftwerke sind so ausgelegt, dass sie bei Nennleistung ihren größten Wirkungsgrad erzielen und damit auch den geringsten CO2-Ausstoß pro Kilowattstunde produzieren. Bei Grünstrom-Überschuss sieht die Sache leider ganz anders aus, da wird unter Teil-Last vermehrt CO2 emittiert, ohne dass der Endkunde diesen Strom verwerten kann. Der produzierte Strom wird vielmehr gegen eine zusätzliche Strafgebühr, für die der Stromkunde ebenfalls aufkommen muss, ins Ausland entsorgt. Kohlekraftwerke können bei Flaute nun einmal nicht mit einem sofortigen Kaltstart reagieren. Unser CO2-Ausstoß sinkt also nicht, sondern unsere alternative Energieerzeugung erfordert weiterhin den Betrieb konventioneller Kraftwerke, schon allein für die Einhaltung der Netzfrequenz, die Grünstrom grundsätzlich nicht gewährleisten kann.
Widerspruch: Der vorgeblichen „Einsparung von CO2“ mittels „Energiewende“ und EEG zwecks Rettung des Weltklimas stehen trotz ungeheurer Kosten für die „nicht privilegierten“ EEG-Endverbraucher und unabsehbaren ökologischen Schäden an naturnahen Lebensräumen auch in Zukunft keinerlei CO2-Einsparungen gegenüber.

Durch den gezielten Einsatz von Desinformation über das natürliche Klimageschehen und die physikalischen Grundlagen der Energieerzeugung bezahlen wir also in einem völlig sinnlosen Ablasshandel sehr viel Geld für vorgeblichen “Klimaschutz“. Aber wegen des dauerhaft notwendigen Parallelbetriebs von konventionellen „Schattenkraftwerken“ ist eine CO2-Reduzierung in der Energieerzeugung überhaupt nicht möglich.

Mit dem falschen Argument einer angeblich notwendigen „Klimarettung“ richten wir also unsere Umwelt und unsere wirtschaftlichen Ressourcen sinnlos zu Grunde und gefährden damit nicht nur nachhaltig unseren eigenen Lebensstandard, sondern auch den der nachfolgenden Generationen…

Uli Weber ist Autor des Buches Klimahysterie ist keine Lösung.

 

Geomar: Einfluss schmelzender Grönlandgletscher auf Golfstrom geringer als befürchtet

Pressemitteilung des GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel vom 20. Juni 2016:

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Atempause für den Golfstrom
Kieler Meeresforscher berechnen den Weg des grönländischen Schmelzwassers

Der Salzgehalt in den Gewässern um Grönland spielt eine große Rolle für den Antrieb des Golfstroms im Nordatlantik. Deshalb gibt es Befürchtungen, dass Süßwasser aus dem schmelzenden grönländischen Inlandeis das Strömungssystem beeinflussen und abschwächen könnte. Neue Modellrechnungen einer internationalen Forschergruppe unter Leitung des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel haben jetzt aber ergeben, dass große Teile des Süßwassers entlang der kanadischen Küste nach Süden abtransportiert werden und die Abschwächung des Golfstroms so hinauszögern. Die Studie erscheint heute in der internationalen Fachzeitschrift Nature Geoscience.

Die Gletscher auf Grönland schmelzen. Nach Berechnungen britischer Eisforscher hat sich die in den Nordatlantik abfließende Wassermenge seit 1990 um etwa 50 Prozent erhöht. Aufgrund der verstärkten sommerlichen Eisschmelze und mit von Gletschern abgebrochenen Eisbergen sind seitdem mehr als 5000 Kubikkilometer Wasser zusätzlich ins Meer geflossen. Das entspricht immerhin einem Viertel des Volumens der Ostsee. Der Verbleib dieses Süßwassers war bislang unklar. Er ist aber von großer Bedeutung für das weltweite System der Meeresströmungen, zu dem auch der Golfstrom gehört. Denn neben dem Wind ist insbesondere die Dichte des Meerwassers im Nordatlantik für das Stromsystem von besonderer Bedeutung – und der Salzgehalt ist dabei ein entscheidender Faktor. Seit einigen Jahren wird diskutiert, ob der Zustrom von Süßwasser aus dem schmelzenden Grönlandeis die Wasserdichte im Nordatlantik so weit verringern kann, dass sich der Golfstrom zumindest teilweise abschwächen könnte.

Ein internationales Wissenschaftlerteam hat jetzt mit einem am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel neu entwickelten Computermodell die Ausbreitungswege und Auswirkungen des Schmelzwassers detailliert simuliert. „Die Einflüsse der schmelzenden Grönlandgletscher bleiben zunächst geringer als befürchtet, da ein großer Teil des Schmelzwassers entlang des amerikanischen Kontinents nach Süden abfließt und damit Veränderungen in den kritischen Bereichen des Nordatlantiks verzögert werden“, fasst Prof. Dr. Claus Böning vom GEOMAR die Ergebnisse zusammen. Er ist Erstautor der Studie, die heute in der internationalen Fachzeitschrift Nature Geoscience erscheint.

Das Kieler Computermodell berücksichtigt die regional sehr unterschiedlichen grönländischen Wasserabflüsse sowie sehr feine Details der Meeresströmungen. Präziser als bisher konnten die Forscher die Einflüsse erfassen, die kleinräumige Strömungswirbel auf den Wasseraustausch zwischen den flachen grönländischen Küstenmeeren und dem tiefen Ozean haben.

Die Modellrechnungen zeigten, dass mehr als die Hälfte des Schmelzwassers mit dem Labradorstrom entlang der kanadischen Küste nach Süden transportiert wird. Weniger als 20 Prozent verbleiben in der für den Golfstrom kritischen Region zwischen Grönland und Labrador. Die dadurch bedingte Abnahme des Salzgehalts ist damit nur etwa halb so groß wie die in den vergangenen Jahrzehnten gemessenen natürlichen Schwankungen.

Allerdings zeigt die Simulation auch eine steigende Tendenz der Aussüßung des Meerwassers. „Wenn wir den gegenwärtigen Anstieg der grönländischen Schmelzraten in die Zukunft projizieren, lassen unsere Berechnungen in zwei bis drei Jahrzehnten erste merkliche Veränderungen in der Labradorsee erwarten“, betont Professor Böning, „unsere Studie zeigt also nur eine Galgenfrist für den Golfstrom.“

Wie sich die weiter zunehmende Schmelzwasserzufuhr zukünftig auf das Golfstromsystem auswirken könnte, untersuchen die Kieler Wissenschaftler derzeit gemeinsam mit Ozeanographen und Klimaforschern aus Hamburg und Bremen in dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Verbundvorhaben RACE (Regional Atlantic Circulation and Global Change). Ein Schwerpunkt des RACE-Projekts liegt auf der Verknüpfung von Computersimulationen mit verschiedenen Messprogrammen. So sollen die Veränderungen der  Strömungsverhältnisse im Nordatlantik besser bestimmt werden.

Originalarbeit:
Böning, C. W., E. Behrens, A. Biastoch,  K. Getzlaff, J. L.. Bamber (2016): Emerging impact of Greenland meltwater on deepwater formation in the North Atlantic Ocean. Nature Geoscience, http://dx.doi.org/10.1038/ngeo2740

 

Göttinger Solarphysiker Sami Solanki erhält Auszeichnung für ein Gebiet zu dem er seit mehr als 10 Jahren beharrlich schweigt

Der Focus hat sich zu einem echten Klimakomödienblatt entwickelt. Eine ernsthafte Berichterstattung zum Klimawandel kann man dort nicht mehr erwarten. Am 31. Mai 2016 legte der Focus eine neue Episode seiner heiteren Serie auf:

Effekt geklärt. Schlag für Klima-Skeptiker: Forscher klären das Antarktis-Phänomen
Bislang rätselten Klimaforscher, warum sich die Antarktis-Region wesentlich langsamer erwärmt als die Arktis. Nun haben US-Forscher eine Erklärung für das Phänomen gefunden.

Angstschweiß und Zittern bei den Klimaskeptikern. Ist die Klimadiskussion nun beendet? Worum geht es bei dieser angeblich sensationellen Entwicklung?

Forscher haben eine Erklärung dafür gefunden, dass sich die Gewässer um die Antarktis trotz des Klimawandels kaum erwärmen. Meereswirbel um den Kontinent treiben kaltes Wasser aus großer Tiefe nach oben. Das durch die höheren Lufttemperaturen erwärmte Oberflächenwasser wird nach Norden transportiert. In den Gewässern der Antarktis-Region schlage daher ein Klimawandel mitunter erst mit mehreren Jahrhunderten Verzögerung durch, schreibt das Team um Kyle Armour von der University of Washington in Seattle im Fachblatt “Nature Geoscience”.

Der Kern des Artikels beschreibt ein Problem, an dem die Anhänger der Klimakatastrophe schon länger nagen: Die Antarktis will sich einfach nicht erwärmen. Das Meereis erreichte in den letzten Jahren Rekordausbreitungen, das Inlandeis wuchs. Da war guter Rat teuer. Hilfshypothesen mussten her. Nun soll die Antarktis also angeblich mit seiner Erwärmung um “einige Jahrhunderte” hinterherhinken. Eine niedliche Theorie, die vermutlich vor allem den Zweck hat, die Bevölkerung zu beruhigen: Alles gut, alles wie vorhergesagt, leider nur einige Jahrhunderte zu spät. Blöd nur, dass dann keiner mehr von uns am Leben sein wird, wenn die Theorie mit den realen Daten überprüft werden könnte. Das war schon immer die Technik der Weltuntergangsprediger: Das Ereignis möglichst weit in die Zukunft verlegen, damit man lange von der Angst davor profitieren kann. Einfach genial. Geklärt ist damit natürlich nichts, nur behauptet.

 

 

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Der Green Climate Fund der Vereinten Nationen hat ein ernsthaftes Problem: Es gibt einfach zu wenige Projektanmeldungen, um die vorgesehenen zweieinhalb Milliarden Dollar dieses Jahr (2016) zu verteilen. Vielleicht hätten Sie eine Idee und reichen diese noch schnell ein? Vielleicht könnten wir unser Kartierprojekt zur Mittelalterlichen Wärmeperiode wieder an den Start schicken? Mit ein paar hundertmillionen könnten wir das Projekt stark beschleunigen. Langfristig würden wir uns aber wohl den Geldhahn selber abdrehen, falls das Projekt herausbekommen sollte, dass sich die aktuellen Klimaschwankungen gar nicht so sehr von den vorindustriellen unterscheiden.

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Das Göttinger Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS) informierte am 8. Juni 2016 im Rahmen einer Pressemitteilung über die etwas überraschende Auszeichnung eines Mitarbeiters:

Sami K. Solanki gewinnt Medaille für herausragende Wissenschaftler

Prestigeträchtigen Preis für seine Leistungen auf dem Gebiet der Solar-terrestrischen Physik wird an Sami K. Solanki überreicht.

Das „Scientific Committee on Solar-Terrestrial Physics” (SCOSTEP) ist ein internationales Komitee zur Initiierung von Projekten und Programmen, die sowohl regionale Grenzen als auch solche zwischen wissenschaftlichen Disziplinen überspannen. Im zweijährigen Rhythmus verleiht es den „Distinguished Science Award“ an bedeutende Wissenschaftler die sich durch herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Solar-terrestrischen Physik auszeichnen. Heuer wurde Sami Solanki, Direktor am Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS) in Göttingen, einstimmig als der Empfänger dieses Preises ausgewählt. Dafür ausschlaggebend waren  seine Erfolge in der Erforschung des Einflusses der Sonne auf das Erdklima. Die Medaille wurde ihm am 6. Juni im Rahmen des VarSITI General Symposium in Bulgarien überreicht.

Das Erdklima und seine Veränderung verstehen und modellieren zu können ist von größter Bedeutung für die Menschheit. Für eine verlässliche Vorhersage von Klimaveränderungen ist es aber notwendig, auch den Einfluss der Sonne einzuschätzen. Seit langem weiß man, dass sich die Aktivität der Sonne, die sich unter anderen in der Anzahl der sichtbaren Sonnenflecken zeigt, verändert. Auch die zur Erde ausgesandte Strahlungsmenge ist auf verschiedenen Zeitskalen variabel, die Mechanismen die hinter diesen Veränderungen stehen, waren jedoch lange Zeit unbekannt. Viele Aspekte der Arbeit von Sami Solanki trugen dazu bei, den Antworten auf diese Fragen näher zu kommen.

Es ist richtig, Prof. Solanki hatte in der Tat einmal einen wichtigen Beitrag zur Erforschung des Einflusses der Sonne auf das Erdklima geleistet. Vor mehr als zehn Jahren erklärte er im Rahmen eines Nature Artikels, dass das späte 20. Jahrhundert zu den solar aktivsten Phasen der letzten 10.000 Jahre gehörte. In einer Pressemiteilung der Max-Planck-Gesellschaft hieß es dazu am 27. Oktober 2004:

Die Aktivität der Sonne im Verlauf der letzten 11.400 Jahre, also zurück bis zum Ende der letzten Eiszeit, hat jetzt erstmals eine internationale Forschergruppe um Sami K. Solanki vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung durch Isotopenanalyse von Jahrtausende alten Bäumen und Polareis rekonstruiert. Wie die Wissenschaftler aus Deutschland, Finnland und der Schweiz in der neuen Ausgabe der Zeitschrift “Nature” berichten, muss man über 8.000 Jahre in der Erdgeschichte zurückgehen, bis man einen Zeitraum findet, in dem die Sonne im Mittel ebenso aktiv war wie in den vergangenen 60 Jahren (nature, 28. Oktober 2004). Aus dem Studium früherer Perioden mit hoher Sonnenaktivität sagen die Forscher voraus, dass die gegenwärtig hohe Aktivität der Sonne wahrscheinlich nur noch wenige Jahrzehnte andauern wird.

Danach ließ Solanki ‘das heiße Eisen’ jedoch urplötzlich fallen und schweigt seitdem beharrlich zum klimatischen Einfluss der Sonne. Wurde auf ihn von außen Druck ausgeübt? Weshalb erhält er nun einen Preis für ein Thema, das er seit 12 Jahren nicht mehr ernsthaft bearbeitet? Die politische Sprengkraft von Solankis Ergebnissen ist enorm: Wenn die Sonne in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts so überaus stark strahlte, könnte dies durchaus einen Beitrag zur parallel beobachteten globalen Klimaerwärmung geleistet haben.

Wie gesagt schweigt sich Solanki hierzu nun eisern aus. Mehr noch, zwischenzeitlich stritt er sogar ab, die Sonnenaktivität könnte in irgendeiner Weise vorhergesagt werden. Damit steht er allerdings allein auf weiter Flur, haben seine Kollegen doch mittlerweile akzeptiert, dass die Sonne in den kommenden Jahrzehnte auf Sparflamme schaltet.

Es ist zutiefst bedauerlich, dass sich Solanki der offenen Diskussion zum solaren Einfluss auf das Klima verschließt. Ist der nun gewonnene Preis vielleicht ein versteckter Dank für das nützliche Schweigen? Oder hat es Solanki einfach mit der Angst bekommen, als er mitbekam, wie Kollegen wie Augusto Mangini oder sogar ein ganzes Team der  Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) für politisch unkorrekte Sichtweisen zum Klimawandel karriertechnisch aufs Abstellgleis ausrangiert wurden? Eine undurchsichtige Geschichte mit schalem Beigeschmack.

 

Aufgetaucht aus den Fluten: Lang vergessene historische Fotos lassen Pariser Überschwemmung in anderem Licht erscheinen

Heute ist ein interessanter Tag. Uli Weber hatte kürzlich an dieser Stelle angeregt, den 21. Juni zum Veggie Day für Kohlekraftwerke zu machen. Wäre doch mal spannend zu sehen, wie die Erneuerbaren die Last einen Tag lang alleine stemmen… Noch ist allerdings unklar, wieviele Kohlekraftwerke bei der Aktion mitmachen werden. Warten wir es also ab.

 

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Der Juni bringt Sonne und Wärme, darauf ist in Deutschland Verlass. Die deutsche Monatsdurchschnittstemperatur hat sich dabei in den letzten 85 Jahren kaum verändert, wie die offiziellen Daten des Deutschen Wetterdienstes belegen:

Abbildung: Juni-Temperaturentwicklung in Deutschland während der letzten 85 Jahre. Daten: DWD. Graphik: Josef Kowatsch

 

Auffällig ist die kalte Negativspitze in den späten 1980er und frühen 1990er Jahren. In den 2000er dann der warme Ausschlag nach oben. Heute bewegen sich die Temperaturen wieder auf Normalniveau. Natürlich viel zu langweilig, um es in der Zeitung zu schreiben. Im Kalte-Sonne-Blog bekommen Sie zum Glück alle Fakten ungefiltert.

Mit Dank an Josef Kowatsch

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Klimaalarmisten wie Stefan Rahmstorf versuchten kürzlich Kapital aus dem Starkregen in Deutschland zu schlagen. Der Klimawandel führe zu immer mehr extremen Niederschlägen, behaupteten sie forsch. Allerdings sprechen die Fakten eine andere Sprache. Sowohl Deutscher Wetterdienst als auch Umweltbundesamt können keinen statistisch robusten Trend in den deutschen Extremregenfällen feststellen. Dumm gelaufen.

Axel Bojanowski besaß den Mut, auf Spiegel Online auf die Diskrepanz hinzuweisen. Rahmstorf erzürnte sich daraufhin sehr und versuchte gegen die Fakten anzuschreiben. Bojanowski ließ sich jedoch nicht ins Boxhorn jagen und ging auf die Kritik ein. In seinem Blog erwiderte Bojanwoski am 14. Juni 2016:

Erläuterungen zu meiner Kritik an den Aussagen von Experten und Medien zum Starkregen
Vergangene Woche kritisierte ich in einem Artikel Experten und Medien, die behauptet hatten, der Klimawandel würde in Deutschland bereits für mehr Starkregen sorgen. Meine Kritik war simpel: Wetterdaten zeigen keine Zunahme von Tagen mit Starkregen in Deutschland – Experten, die diese Daten verschweigen oder das Gegenteil behaupten, führen Bürger in die Irre, verspielen Vertrauen in die Wissenschaft, machen Wissenschaft obsolet. Ich zitierte Medien, in denen sich Meteorologen und Wissenschaftler irreführend geäußert hatten, denn ich halte die kritische Analyse für die wichtigste Aufgabe von Medien, um Meinungsbildung und Korrekturen zu ermöglichen. Auf Facebook und Twitter und per Leserpost gab es auf meinem Artikel manch kritische Frage, und da ich jetzt diesen Blog habe, kann ich ja gut auf die Einwände antworten:

Kritiker warfen mir vor, die Überschrift wäre zu hart ausgefallen: „Starkregen in Deutschland: Das Unwetter und der Klima-Bluff“

Auf jeden Fall weiterlesen auf axelbojanowski.de.

Wann verlassen die Klimawissenschaften endlich das bockige Teenageralter und werden erwachsen? Bojanowskis Resümee trifft genau ins Schwarze:

Resümee:
Es überrascht mich immer wieder, wie manche auf kritische Artikel zur Klimaforschung reagieren. Im Medizinjournalismus hingegen hat sich kritischer evidenzbasierter Journalismus doch schon längst etabliert. Bin gespannt wie es weitergeht in der Klimaforschung, vor allem was die Ergebnisse angeht.

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Die Vereinten Nationen haben zu einem Videowettbewerb zum Klimawandel aufgerufen. Mitmachen können alle jungen Menschen zwischen 18-30 Jahre. Zu gewinnen sind Flugtickets zur COP22-Klimakonferenz in Marrakesch. In einer Twitternachricht teilte die UN mit, dass neben IPCC-nahen Videos auch ausgewogene Filme akzeptiert werden. Traut sich jemand?

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In Paris kam es Anfang Juni 2016 zu schweren Überschwemmungen. Reflexartig kamen die klimaalarmistischen Spinnen aus ihrem Eck und verkündeten sogleich, dies wäre doch sicher eine Folge des Klimawandels. So schrieb der Klimaretter am 11. Juni 2016 in seinem Blog:

Pariser Hochwasser doppelt wahrscheinlich
Die französische Hauptstadt hatte in der vergangenen Woche mit schweren Überschwemmungen zu kämpfen: Ein Forscherteam hat nun berechnet, dass der menschengemachte Klimawandel das Hochwasser in Paris fast doppelt so wahrscheinlich gemacht hat. Beteiligt waren die niederländische Wetterbehörde, das Netzwerk Climate Central und die britische Oxford University.

Allerdings zeigte man sich historisch kurzsichtig. Auch in der Vergangenheit hat es in Paris natürlich ähnliche Überschwemmungen gegeben. Unbequeme Fakten, die einfach ausgelassen werden, um die Leserschaft für den Klimakatastrophengedanken zu erwärmen. Kristine Mitchell hat am 6. Juni 2016 auf My Modern Met schöne Vergleichsbilder zu den historischen Seine-Fluten  zusammengestellt, beschrieben in einem Artikel auf The Daily Caller. Eine deutsche Übersetzung des Beitrags erschien auf EIKE.

 

University College London: Striktere Geburtenkontrolle senkt CO2-Emissionen am effektivsten

Erstaunlich: SRF kam in seiner Zusammenfassung des Schweizer Frühlingswetters 2016 ganz ohne die magischen Zauberworte “Klimawandel” oder “Extremwetter” aus. Am 30. Mai 2016 fasste Felix Blumer auf SRF zusammen:

Wenig erbauliches Frühlingswetter
Der Frühling 2016 war im Norden seit 2006 der nasseste. Die Temperaturen und die Sonnenscheindauer entsprachen ungefähr dem langjährigen Durchschnitt. Fakt ist: Das Schweizer Frühlingswetter hat einfach nicht mehr zu bieten!
Der Frühling 2016 war im Norden rund 1, im Süden etwa 1,5 Grad wärmer als im Schnitt der Jahre 1961 bis 1990. Vergleicht man aber mit dem Erwartungswert für die 10er-Jahre, so war er etwa ein halbes Grad zu kühl. In den letzten Jahren war es im Frühling aber zum Teil noch deutlich kühler. Im Norden waren 2010 und 2013 die Temperaturen tiefer, im Süden 2004 und 2010. Praktisch in allen drei Monaten entsprachen die Temperaturen ungefähr dem langjährigen Mittelwert.

Kollege Christof Siegrist hatte drei Tage zuvor auf SRF gezeigt, wie man es nicht macht:

Nordpol: Noch nie so wenig Eis im Frühling
Bereits den ganzen Winter hindurch hatte es weniger Eis als üblich in der Arktis, aber Ende Mai nun hat es so wenig Eis wie es in den 1980ern erst Anfang Juli hatte. Das beeinflusst unser Wetter.

Hier müsste der Titel heissen “Noch nie so wenig Eis SEIT BEGINN DER SATELLITEN-MESSUNGEN“. Dafür wird beim Klima-Alarm noch ein Zacken zugelegt und die hochspekulative “Eisreduzierte Arktis = Mehr blockierte Jetstream-Lagen”-Theorie schon fast als eine Tatsache dargestellt. Unschön.

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Die medizinische Fachzeitschrift The BMJ (vor 1988 British Medical Journal) überraschte am 27. Mai 2016 mit einer Pressemitteilung, in der für verstärkte Familienplanung geworben wird, um den Klimawandel zu meistern. Ein heißes Eisen. Nicht nur der individuelle CO2-Fußabdruck solle verringert werden, sondern auch die Anzahl der Füße. Ungebremstes globales Bevölkerungswachstum ist bereits seit langem als Problem bekannt, wobei sich jedoch in der Vergangenheit kaum jemand getraut hat, es zu benennen. Ob es nun mithilfe des rhetorischen Turbobeschleunigers ‘Klimawandel’ doch noch klappt, das Überbevölkerungsproblem einzudämmen? Im Folgenden die Pressemitteilung von The BMJ:

Expert urges voluntary family planning to mitigate climate change
Professor calls for action to tackle the effect of a rapidly growing world population on greenhouse gas production. With climate change already close to an irreversible tipping point, urgent action is needed to reduce not only our mean (carbon) footprints but also the “number of feet” – that is, the growing population either already creating large footprints or aspiring to do so, argues a leading physician and environmentalist in The BMJ today.

Yet John Guillebaud, Emeritus Professor of Family Planning and Reproductive Health at University College London, says most climate change discussions focus only on technology and consumption. He points out that 45% of the world lives in areas where total fertility rates range from 2.1 to 5, and 9% where they exceed 5. In the 48 countries designated by the United Nations as least developed, population is projected to triple by 2100. The UN’s latest median world population projection of 11.2 billion by 2100 is predicated on continuing reductions in fertility rate, he adds. Without them, the constant fertility variant projects to roughly 28 billion by 2100.

Studies invariably show that family planning is highly cost effective compared with other emission abatement strategies, he explains. For instance, simply by having one less child, an American woman would reduce her “carbon legacy” (the summed emissions of herself and her descendants weighted by relatedness) by 9441 tonnes, he writes. This is around 20-fold (10-fold in the United Kingdom) more than would be saved by other eco-actions.

He calls on health professionals to “advocate for voluntary family planning” and says “action on population growth as well as technology and consumption is essential to ensure that climate mayhem is both minimised and mitigated.” On Sunday, 5th June, Professor Guillebaud will be involved in celebrations for the ecotimecapsule project. Initiated in 1994 at botanic gardens in Kew and Ness, the Seychelles, New South Wales, Mexico and South Africa, it aims to make a decent, truly sustainable future a reality for our grandchildren – and for all the wild species in Nature that humankind so threatens. http://www.ecotimecapsule.com

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Kurios hingegen erscheint die folgende Meldung vom 28. Mai 2016 auf esanum.de:

Zusammenhang von Klimawandel und chronischen Nierenerkrankungen
Der globale Klimawandel führt wahrscheinlich zu einer verstärkten Inzidenz von chronischen Nierenerkrankungen, die durch Dehydratation und Hitzestress verursacht werden, postuliert eine neue Studie aus dem Clinical Journal of the American Society of Nephrology (CJASN). Die Ergebnisse suggerieren, dass ein besonderer Zustand, die durch einen Hitzestress verursachte Nephropathie, eine Erkrankung von vernachlässigten Bevölkerungsgruppen ist, die aber in naher Zukunft eine Hauptursache für das Neuauftreten von der Niereninsuffizienz sein könnte. In den nächsten Jahrzehnten wird es durch die globale Erderwärmung zu einer Wasserknappheit kommen. Die Wasserknappheit wird bei Teilen der Bevölkerung zu einer Dehydratation und Hitzestress führen, die in einer Vielzahl von gesundheitlichen Problemen resultieren kann. Hierdurch steigert sich das Risiko für kognitive Defizite, Malnutrition, Infektionen und chronische Nierenerkrankungen.

Eine vollkommen wirre Studie. Man spürt geradezu, wie hier mit Krampf versucht wird, auf den lukrativen Klimawandelzug aufzuspringen. Wasserknappheit? Das Gegenteil ist wohl der Fall. Eine wärmere Atmosphäre kann mehr Wasserdampf aufnehmen, was zu vermehrtem Regen führt. Ein Blick auf die Analog-Wärmeperiode aus dem Mittelalter zeigt zudem, dass es hier während der Erwärmung Verschiebungen in beide Richtungen gegeben hat. In einigen Regionen ist es trockener geworden (gelbe Punkte auf der Online-MWP-Karte), in anderen feuchter (grüne Punkte).

Kann man nicht durch vermehrtes Trinken vorbeugen? Man sollte nicht so tun, als wäre man der Entwicklung schutzlos ausgeliefert. Zudem ist der Zusammenhang von Nierenerkrankungen und Klima nicht ganz so robust wie man vielleicht annimmt. Ein Blick auf die Nierenerkrankungsstatistik der USA verdeutlicht das. Zwar herrscht das größte Nierenrisiko in der Tat im Süden (dunkle Rottöne), jedoch ist der extreme Bruch von Texas westwärts nach Neumexiko unerklärlich. Und wie passt das nierenkranke New York eigentlich ins Schema?

 

 

Wer Wind sät

Die Zeitschrift Cicero veröffentlichte  in Ausgabe 6/2016 eine absolut lesenswerte Analyse zu schlimmen Fehlentwickung bei der Windkraft:

WER WIND SÄT
Die Windkraft soll in Deutschland den Strom aus Atom und Kohle ersetzen. Mittlerweile spaltet sie ganze Regionen. Der Widerstand wächst

Von Christoph Scheuring

[...] “Die Energie spaltet Dörfer, Vereine und Familien in Gewinner und Opfer, und am Ende wird daraus vor allem ein explosives Gemisch. Sieger sind die Anlagenbesitzer, Windparkbetreiber und Landverpächter, die sich mit dem Wind goldene Wasserhähne verdienen. Und die Verlierer haben einen 200-Meter-Koloss vor der Tür. Mit allem, was das für ihr Leben bedeutet: Schatten, die im Haus alle zwei Sekunden über die Wände wischen. Permanenter Lärm. Pulsierender Druck, den man am ganzen Körper spürt”
[...]
„Es geht aber nicht um Belastungen, sondern um Krankheiten“, sagt die Frau im Saal in Brunsbüttel.
Das sorgt in den hinteren Reihen für fröhliche Lacher. Dort sitzen die Planer und Projektierer und Windparkbetreiber. Es gibt auch welche, die sich jetzt auf die Schenkel hauen. Einer von ihnen hat vorher schon mal prophylaktisch am Mikrofon „schöne Grüße“ bestellt „von den 1200 gesunden Mitgliedern der Bürgerwindparks Ellerhöft, Brebek und Süderlügum“. Reinhard Christiansen heißt der Mensch, brauner Cordanzug, frisurmäßig in den Siebzigern hängen geblieben. Er ist der Landesvorsitzende des Bundesverbands Windenergie. Sein Sitznachbar droht lieber gleich mit dem Anwalt. Auch Peter Looft ist da. Legendäre Figur an der Westküste, einer der meistgehassten und meistbewunderten Menschen hier. Weißer Bart bis zum Bauchnabel, sieht aus wie der Holzmichel, spricht Platt, aber fährt einen Tesla mit 400 PS. 90 Prozent aller Windräder im nördlichen Dithmarschen hat er als Projektierer auf die Wiese gestellt. Investitionsvolumen in den letzten zwei Jahren: eine Milliarde Euro. Einige der Mühlen gehören ihm selbst. Vor dem Windboom hatte er ein paar Milchkühe. Auch er redet mit Journalisten nicht mehr.”
[...]
“Mehr als „Moin, Moin“ ist an Kommunikation hier nicht nötig.
Die Windenergie gefährdet auch dieses. Manchmal verläuft die Front mitten durch eine Familie. Manchmal fliegt auch ein Stein durch ein Fenster. Oder es geht eine anonyme Drohung ein: „Halte dich endlich aus der Sache raus, Jonny Wiese. Das ist ein guter Rat. Sonst wird es dir leidtun.“
Jonny Wiese ist auch nach Brunsbüttel gekommen. Sein Elternhaus liegt im freien Feld an der Grenze zu Süderdorf, Splittersiedlung, 380 Einwohner, neun Windkraftanlagen, vor zwei Jahren hat er das Haus energetisch saniert. Jetzt steht es leer. Die Mieter haben vor zwei Monaten das Weite gesucht. Seitdem hat sich niemand mehr auf seine Annonce gemeldet.”

Eine Besprechung des Artikels gibt es auf windwahn.de. Das Heft ist im Zeitschriftenhandel sowie online für € 9,00 erhältlich.

 

 

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Verheerender Artikel auf blick.ch am 30. Mai 2016:

Klimawandel: Verheerende Folgen der Korallenbleiche am Great Barrier Reef
Wie befürchtet hat die massive Korallenbleiche am Great Barrier Reef in Australien verheerende Folgen. In der Nord- und Zentralregion seien mehr als ein Drittel der Korallen schon tot oder dabei, abzusterben, berichtete die James-Cook-Universität am Montag. An den 84 untersuchten Riffen seien im Durchschnitt 35 Prozent der Korallen fast oder ganz abgestorben. «Es ist die dritte Korallenbleiche in 18 Jahren, die auf den Klimawandel zurückzuführen ist, und sie ist deutlich extremer als alles, was wir vorher gemessen haben», stellte Meeresforscher Terry Hughes fest. «Diese drei Bleichen sind in einer Zeit passiert, in der die Temperaturen weltweit nur ein Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau lagen. Uns läuft die Zeit davon, um die Treibhausgase zu reduzieren.»

Purer Aktivismus. Die Universität Melbourne hatte die Korallenbleiche kurz zuvor stark relativiert, was Blick offenbar für nichtberichtenswert einstufte. Das hochinteressante Ergebnis der unterschlagenen Studie: Der promiske Algen-Partnertausch erleichtert den Korallen die Anpassung an den Klimawandel und reduziert Schäden durch Korallenbleichen. Die Pressemitteilung der University of Melbourne vom 20. April 2016 zum Thema für alle Durch-Blicker gibt es hier.

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Auf WUWT wurde kürzlich ein neuer Klimaerwärmungs-Tachometer vorgestellt. Der grüne Zeiger zeigt die real festgestellte Erwärmung dar, die roten Bereich sind die Prognosewerte. Erläuterungen hierzu gibt es bei WUWT.