Noch mehr Spaß mit Klimamodellen: Es will partout nicht passen

Im März 2013 betitelte Joachim Müller-Jung einen Artikel in der FAZ sehr treffend mit

Wer die Welt simuliert, hat die Wahrheit nicht gepachtet
Wie viel Realität steckt in Klimamodellen? Fakt ist: Die Komplexitäten nehmen zu, die Unsicherheiten aber auch. Wie kann die Forschung da glaubwürdig bleiben?

Weiterlesen auf faz.net.

Wir wollen heute einen weiteren Streifzug durch die Modellierungswelt wagen. Die Branche befindet sich bekanntlich in einer tiefen Sinnkrise. Man hatte eifrig drauflos modelliert aber die zahlreichen Prognosefehlschläge gehen mittlerweile an die Substanz. Eine erste Welle der Selbstkritik geht durch die Fachwelt. Nicht alles ist so rosig wie man es lange nach außen hin und gegenüber den staatlichen Geldgebern dargestellt hatte.

Am 21. Februar 2013 gab die Universität Göteborg eine Pressemitteilung heraus, dessen Titel bereits aufhorchen lässt: „Die Klimamodelle sind nicht gut genug“. Im Rahmen eines Promotionsprojektes wurde herausgefunden, dass Klimamodelle die in den letzten 50 Jahren in China beobachteten Veränderungen der extremen Regenfälle nicht nachvollziehen können:

Climate models are not good enough
Only a few climate models were able to reproduce the observed changes in extreme precipitation in China over the last 50 years. This is the finding of a doctoral thesis from the University of Gothenburg, Sweden. Climate models are the only means to predict future changes in climate and weather. “It is therefore extremely important that we investigate global climate models’ own performances in simulating extremes with respect to observations, in order to improve our opportunities to predict future weather changes,” says Tinghai Ou from the University of Gothenburg’s Department of Earth Sciences. Tinghai has analysed the model simulated extreme precipitation in China over the last 50 years. “The results show that climate models give a poor reflection of the actual changes in extreme precipitation events that took place in China between 1961 and 2000,” he says. “Only half of the 21 analysed climate models analysed were able to reproduce the changes in some regions of China. Few models can well reproduce the nationwide change.”

Probleme mit der Regenmodellierung gibt es aller Orten. Auch in den USA kriegen die Modelle die historische Niederschlagsentwicklung einfach nicht in den Griff, wie Mishra et al. (2012) und Knappenberger und Michaels (2013) zeigen konnten. Ähnliches fanden Stratton & Stirling (2012) und Ramirez-Villegas et al. (2013) auf globaler Ebene. Auszug aus der Kurzfassung des zuletzt genannten Papers:

Climatological means of seasonal mean temperatures depict mean errors between 1 and 18 ° C (2–130% with respect to mean), whereas seasonal precipitation and wet-day frequency depict larger errors, often offsetting observed means and variability beyond 100%. Simulated interannual climate variability in GCMs warrants particular attention, given that no single GCM matches observations in more than 30% of the areas for monthly precipitation and wet-day frequency, 50% for diurnal range and 70% for mean temperatures. We report improvements in mean climate skill of 5–15% for climatological mean temperatures, 3–5% for diurnal range and 1–2% in precipitation. At these improvement rates, we estimate that at least 5–30 years of CMIP work is required to improve regional temperature simulations and at least 30–50 years for precipitation simulations, for these to be directly input into impact models. We conclude with some recommendations for the use of CMIP5 in agricultural impact studies.

Soncini & Bocchiola (2011) hatten sich den Schneefall in den Italienischen Alpen angeschaut. Auch hier wieder das gleiche Bild: Die real gemessene Entwicklung kann von den Modellen nicht reproduziert werden. Schlimmer noch, die Zukunftsprojektionen verschiedener Modelle weichen stark voneinander ab. Hier die Kurzfassung der bemerkenswerten Arbeit:

General Circulation Models GCMs are widely adopted tools to achieve future climate projections. However, one needs to assess their accuracy, which is only possible by comparison of GCMs’ control runs against past observed data. Here, we investigate the accuracy of two GCMs models delivering snowfall that are included within the IPCC panel’s inventory (HadCM3, CCSM3), by comparison against a comprehensive ground data base (ca. 400 daily snow gauging stations) located in the Italian Alps, during 1990–2009. The GCMs simulations are objectively compared to snowfall volume by regionally evaluated statistical indicators. The CCSM3 model provides slightly better results than the HadCM3, possibly in view of its finer computational grid, but yet the performance of both models is rather poor. We evaluate the bias between models and observations, and we use it as a bulk correction for the GCMs’ snowfall simulations for the purpose of future snowfall projection. We carry out stationarity analysis via linear regression and Mann Kendall tests upon the observed and simulated snowfall volumes for the control run period, providing contrasting results. We then use the bias adjusted GCMs output for future snowfall projections from the IPCC-A2 scenario. The two analyzed models provide contrasting results about projected snowfall during the 21st century (until 2099). Our approach provides a first order assessment of the expected accuracy of GCM models in depicting past and future snowfall upon the (Italian) Alps. Overall, given the poor depiction of snowfall by the GCMs here tested, we suggest that care should be taken when using their outputs for predictive purposes.

 

Bloß aus den Wolken gegriffen? (weiterlesen …)

Spaß mit Klimamodellen: Pleiten, Pech und Pannen

Das schöne in der Wissenschaft ist, dass man sich ganz phantastische Modelle ausdenken kann und dabei seine Kreativität voll ausleben kann. Und weil es nicht nur einen Wissenschaftler gibt, sondern ganz viele, gibt es auch eine ganze Reihe von Alternativmodellen. Schlimm wird es erst, wenn der Tag der Wahrheit naht. Hefte raus Klassenarbeit. Wenn also die verschiedenen Prognosen mit den real eingetretenen Messwerten verglichen werden. Wer hatte den richtigen Riecher und wer sollte sich schleunigst ein besseres Modell einfallen lassen?

Wenn sich dann herausstellen sollte, dass alle Modelle danebenliegen, sind die Modelle falsifiziert, entpuppen sich also als wertlos. Die Überprüfbarkeit von Modellen ist ein Grundprinzip der Wissenschaft, wie bereits Richard Feynman in einem seiner legendären Vorträge erläuterte:

 

Fehlgeschlagene Hypothesen hat es in der Wissenschaft sehr oft gegeben. Eine schöne Zusammenstellung der größten Wissenschaftsflops gibt es auf WUWT. Leider gehören auch die Klimawissenschaften in diese Kategorie. Roy Spencer hat einmal eine ganze Palette von 73 Klimamodellen mit der realen Temperaturentwicklung vergleichen, und alle schossen weit überhitzt über das Ziel hinaus:

Und gleich noch so ein Fehlschlag: Im August 2009 hatten Judith Lean und David Rind in den Geophysical Research Letters eine mutige Mittelfrist-Klimaprognose gewagt. Sie hatten für den Fünfjahreszeitraum 2009 bis 2014 eine Erwärmung von 0,15°C vorhergesagt. In Wahrheit erwärmte es sich in diesem Zeitraum überhaupt nicht. Eine bittere Pleite.

In den letzten Jahren dämmerte es den Forschern, dass vielleicht doch nicht nur das i-Tüpfelchen in den Modellen fehlte. Zu offensichtlich waren die Fehlprognosen. Kein einziges der vormals hochgelobten Klimamodelle hatte den mittlerweile seit 16 Jahre anhalten Erwärmungsstopp für möglich gehalten. Im September 2011 räumten Crook & Forster in einem Artikel im Journal of Geophysical Research ein, dass die vordergründige Reproduktion der realen Temperaturentwicklung in einem Klimamodell noch lange nicht bedeutet, dass die Mechanismen vollständig verstanden wären. Zu vielfältig sind die frei einstellbaren Parameter, die in der Regel bewusst so gewählt werden, dass eine Übereinstimmung aktiv herbeigeführt wird. Eine Vorhersagekraft kann sich daher hieraus nicht automatisch ableiten. Hier ein Auszug aus der Kurzfassung von Crook & Foster (2011):

In this paper, we breakdown the temperature response of coupled oceanatmosphere climate models into components due to radiative forcing, climate feedback, and heat storage and transport to understand how well climate models reproduce the observed 20th century temperature record. Despite large differences between models feedback strength, they generally reproduce the temperature response well but for different reasons in each model.

In der Mitgliederzeitschrift der American Geophysical Union (AGU), Eos, beschäftigte sich Colin Schultz mit dem Artikel und nahm kein Blatt vor den Mund:

Climate model’s historical accuracy no guarantee of future success
To validate and rank the abilities of complex general circulation models (GCMs), emphasis has been placed on ensuring that they accurately reproduce the global climate of the past century. But because multiple paths can be taken to produce a given result, a model may get the right result but for the wrong reasons.

Die Ernüchterung hat mittlerweile auch auf die IPCC-nahen Blogs übergegriffen. In einem Gastbeitrag auf Real Climate stellten Geert Jan van Oldenborgh, Francisco Doblas-Reyes, Sybren Drijfhout und Ed Hawkins am 15. April 2013 klar, dass die im aktuellen 5. IPCC Klimazustandsbericht verwendeten Modelle für regionale Klimaprognosen gänzlich ungeeignet sind: (weiterlesen …)

9. ExtremWetterKongress vom 6.-10. Oktober 2014 in Hamburg: Ist die Einladung an die Kalte Sonne in der Post verloren gegangen?

Vom 6. bis 10. Oktober 2014 findet in Hamburg die 9. Auflage des ExtremWetterKongresses statt. Das Vortragsprogramm finden Sie auf der Webseite der Veranstaltung. Der direkte Link zum Programm-pdf ist hier. Hauptsponsor ist pikanterweise die MunichRe. Sie steht im Verdacht, von der Verbreitung der Klimaangst direkt zu profitieren und daher befangen zu sein (siehe “Spiegel Online zweifelt an Katastrophenszenarien der Münchener Rückversicherung“).

Veranstalter des Kongresses ist das “Institut für Wetter- und Klimakommunikation” (IWK), wie man am unteren Rand der Webseite erfährt, wenn man über ein unleserliches rundliches Logo fährt. Der Link geht dann jedoch auf die Webseite wetterspiegel.de, die ziemlich wild und wenig akademisch aussieht. Gibt es vielleicht gar keine eigene Webseite des IWK? Wer steckt dahinter? Wir googlen. Das Ergebnis ist ernüchternd: Es existiert offenbar wirklich keine eigene Internetplattform des Instituts. Schauen wir also ins Impressum von wetterspiegel.de. Dort ist tatsächlich das “Institut für Wetter- und Klimakommunikation GmbH” angegeben. Als Geschäftsführer werden Frank Böttcher und Alexander Hübener aufgeführt. Frank Böttcher? Genau da war doch was: “Extremwetter-”Experte” Frank Böttcher kennt die neueste Literatur nicht: Aktuelle Forschungsergebnisse zur globalen Wirbelsturmentwicklung schaden seinem klimaalarmistischen Geschäft“. Ohne Klimaangst und Extremwetteralarm wäre der Besucherzuspruch für den kommerziellen ExtremWetterKongress sicher begrenzt. Es verwundert daher nicht, dass Böttcher aus Werbegründen kräftig den klimatischen Weltuntergang predigt, um Besucher in seine Hallen zu locken.

Stöbern wir ein wenig in der Vortragsliste. Mit dabei ist z.B. Paul Becker vom Deutschen Wetterdienst, ein eingefleischter Klimaalarmist. Peter Höppe von der MunichRe darf bei der einleitenden Pressekonferenz auftreten, haben sich die Sponsorengelder doch gelohnt. Vielleicht hätten wir von der kalten Sonne ebenfalls etwas spenden sollen, denn erneut haben wir keine Referenten-Einladung erhalten (siehe unseren Beitrag aus dem Vorjahr “Hamburger Extremwetterkongress vom 23.-27. September 2013: Wann kommt die Einladung an die Autoren der kalten Sonne?“). Sprechen wird hingegen Mojib Latif. Ob er wohl den Mut aufbringen wird, einige unbequeme Dinge zu enthüllen, die er bislang nur versteckt in der Fachwelt einräumte? Siehe “Mojib Latif: Der Nachweis des anthropogenen Klimabeitrags gestaltet sich schwierig, da die natürlichen Ozeanzyklen dominieren” und “Mojib Latif im Fachvortrag in den USA: Die CO2-Klimasensitivität ist vom IPCC zu hoch angesetzt worden“.

Eingeladen wurde auch Hans von Storch, der hoffentlich einige kritische Punkte ansprechen können wird. Siehe “Klimaforscher Hans von Storch: Klimamodelle berücksichtigen möglicherweise Änderungen der Sonnenaktivität zu wenig” und “Judith Curry prognostiziert Erwärmungspause bis in die 2030er Jahre: Hans von Storch fordert in einem solchen Fall Misstrauensvotum gegen CO2“. Am 7. Oktober wird um 9:15 Uhr Hartmut Graßl sprechen. Sein Thema lautet “ Aberglauben bei Wetter und Klima”. Dabei hätten wir viel lieber etwas über seine Klimaprognose von 1990 gehört (siehe “Graßl’s Erwärmungsprognose von 1990 droht dramatisch zu scheitern“).

 

Wie kalt wird ein Winter in zwei Jahren? AW-Studie zeigt: Klimamodelle tun sich schwer mit mittelfristigen Klimaprognosen

Pressemitteilung des Alfred-Wegener-Instituts (AWI) vom 4. Dezember 2012 (Fettsetzung ergänzt):

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WIE KALT WIRD EIN WINTER IN ZWEI JAHREN?
NEUE STUDIE ZEIGT: KLIMAMODELLE TUN SICH NOCH SCHWER MIT MITTELFRISTIGEN KLIMAPROGNOSEN

Wie gut sind die weltweit wichtigsten Klimamodelle geeignet, um die Wetterbedingungen für das kommende Jahr oder gar Jahrzehnt vorherzusagen? Die Potsdamer Wissenschaftler Dr. Dörthe Handorf und Prof. Dr. Klaus Dethloff vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in der Helmholtz-Gemeinschaft (AWI) haben 23 Klimamodelle getestet und ihre Ergebnisse in der aktuellen Ausgabe der internationalen Fachzeitschrift Tellus A veröffentlicht. Ihr Fazit: Der Weg zu verlässlichen regionalen Vorhersagen auf saisonalen und dekadischen Zeitskalen ist noch weit. Keines der getesteten Modelle ist heute schon in der Lage, die wetterbestimmenden Muster von Hoch- und Tiefdruckgebieten so gut vorauszuberechnen, dass die Wahrscheinlichkeit eines kalten Winters oder eines trockenen Sommers verlässlich prognostiziert werden kann.

Wie sich der globale Klimawandel regional und mittelfristig auswirken wird, gehört aktuell zu den wichtigsten Fragen der Klimaforschung. Diese sind Gegenstand nationaler und internationaler Forschungsprogramme und werden auch im nächsten Weltklimabericht eine große Rolle spielen. Denn Gesellschaften, die sich auf klimatische Änderungen einstellen müssen, sollten wissen, welche konkreten Veränderungen auf sie zukommen. Für die Energie- oder Landwirtschaft beispielsweise wäre es ein enormer Gewinn, wenn die mittelfristig vorherrschenden Wetterbedingungen in einer Region einigermaßen verlässlich prognostiziert werden könnten. Vor diesem Hintergrund ist die Vorhersagequalität gängiger Klimamodelle für den Zeitraum von Jahreszeiten bis hin zu einem Jahrzehnt von großer Bedeutung.

Das Wettergeschehen auf der Erde wird ganz wesentlich von großräumigen Zirkulationsmustern der Atmosphäre bestimmt. Ein Beispiel ist die nordatlantische Oszillation. Sie beeinflusst Stärke und Lage der Westwinde über dem Nordatlantik und legt damit die Zugbahnen der Tiefdruckgebiete über Nord- und Mitteleuropa fest. Solche auch als „Telekonnektion“ bezeichneten Zirkulationsmuster sind über die gesamte Erde verteilt und bestimmen die räumliche und zeitliche Verteilung von Hoch- und Tiefdruckgebieten über große Entfernungen hinweg. Wissenschaftler sprechen dabei von der Ausbildung „meteorologischer Aktionszentren“, die das Wetter einer ganzen Region prägen. Im Fall der nordatlantischen Oszillation sind das zum Beispiel die bekannten Wetterzentren „Islandtief“ und „Azorenhoch“.

„Kurzfristige Wettervorhersagen sind mittlerweile sehr verlässlich. Die Probleme für saisonale und dekadische, also mittelfristige Vorhersagen sind die enorme [natürliche] Variabilität und die vielfältigen Rückkopplungseffekte, denen die atmosphärische Zirkulation unterliegt“, erläutert AWI-Meteorologin Dörthe Handorf die besondere Herausforderung für Modellierer. Um die Vorhersagequalität der 23 wichtigsten Klimamodelle zu testen, haben die AWI-Wissenschaftler überprüft, wie gut diese Modelle die großräumigen Zirkulationsmuster der vergangenen 50 Jahre reproduzieren können. Insgesamt wurden 9 bekannte Zirkulationsmuster rückblickend untersucht, vier davon besonders eingehend. Ergebnis: Die räumliche Verteilung atmosphärischer Zirkulationsmuster wird von einigen Modellen bereits sehr gut beschrieben. Wie stark oder schwach Islandtief, Azorenhoch und andere meteorologische Aktionszentren zu einem bestimmten Zeitpunkt der letzten 50 Jahre ausgeprägt waren, die zeitlichen Verteilungsmuster also, konnte allerdings keines der Modelle zufriedenstellend reproduzieren.

„Gegenwärtig arbeiten Klimaforscher in aller Welt daran, die Auflösung ihrer Modelle und die Leistungsfähigkeit von Klimarechnern zu erhöhen“, beschreibt AWI-Forscherin Dörthe Handorf eine naheliegende und wichtige Möglichkeit, um die mittelfristige Vorhersagequalität von Klimamodellen weiter zu verbessern. Dadurch können klimatische Veränderungen räumlich und zeitlich kleinskaliger abgebildet werden. „Es wird aber nicht reichen, die reine Computer-Power zu erhöhen“, so die Potsdamer Wissenschaftlerin, die sich bereits seit 1997 mit Fragen der Klimavariabilität beschäftigt. „Wir müssen weiter daran arbeiten, die grundlegenden Prozesse und Wechselwirkungen in diesem komplizierten System „Atmosphäre“ zu verstehen. Denn auch ein Hochleistungsrechner kommt an seine Grenzen, wenn die mathematischen Gleichungen eines Klimamodells die wirklichen Zusammenhänge nicht exakt genug beschreiben.“

Eine Schlüsselrolle für die Optimierung von Klimamodellen spielt die Arktis. Sie gehört zu den wichtigsten Motoren des Klima- und Wettergeschehens, ist gleichzeitig eine der Regionen, in denen das Klima sich gegenwärtig am stärksten verändert. Gleichzeitig ist der Hohe Norden noch immer so unwirtlich, dass viel zu wenig Daten über die Arktis existieren. Künftige Forschungsarbeiten der Potsdamer Wissenschaftler gehen deshalb in zwei Richtungen. Zum einen entwickeln sie ein Klimamodell, das die oft kleinskaligen, wetterbestimmenden Prozesse in der Arktis besonders gut auflösen kann. Das Projekt namens TORUS wird im Rahmen des Forschungsprogrammes „MiKlip-Mittelfristige Klimaprognosen“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und von Dörthe Handorf koordiniert. Da Modellverbesserungen aber nur möglich sind, wenn umfangreiche Datensätze in hoher Qualität vorliegen, ist für den Zeitraum 2018-2019 eine große internationale  Messkampagne in der Arktis geplant. Sie wird den beteiligten Wissenschaftlern einiges abverlangen. Denn Teil der Messkampagne soll eine internationale arktische Driftstation sein, bei der ein Forscherteam im arktischen Winter mehrere Monate mit dem Meereis durchs Nordpolarmeer treibt.

Der Originalartikel heißt: Handorf, D. and K. Dethloff: How well do state-of-the-art Atmosphere-Ocean general circulation models reproduce atmospheric teleconnection patterns?, Tellus A, 2012, 64, 19777, (doi: 10.3402/tellusa.v64i0.19777).

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Siehe auch Beitrag zum Paper auf WUWT.

 

Totgesagte leben länger: Angebliches Klimaopfer erwacht von den Toten

Immer wieder wurde der Klimawandel verdächtigt, das Leben auf der Erde nachhaltig zu schädigen. Empört vermeldete man das Aussterben zahlreicher Arten und rechnete für die Zukunft bereits mit dem Schlimmsten. Das Ende sei nahe, der Weltuntergang wäre nur noch eine Frage der Zeit. Es wurden zahlreiche üppig dotierte Forschungsprojekte gestartet, die das angebliche Massensterben detailliert untersuchen sollten. Aber oh Wunder, es kam etwas ganz anderes heraus.  Siehe z.B. unsere Blogartikel “Ökosysteme reagieren auf Klimaerwärmung durch Zunahme der Artenvielfalt” und “Drei neue Studien dokumentieren: Der Amazonas Regenwald würde sogar die IPCC-Hitzeprognosen gut meistern“.

Am 20. September 2014 berichtete Axel Bojanowski nun auf Spiegel Online über eine wundersame Wiederentdeckung eines totgeglaubten angeblichen Klimaopfers, der Schnecke Rhachistia aldabrae:

Da bist du ja wieder, schönes Tier! Rhachistia aldabrae, eine schmucke Schnecke mit schwarz-rot-gestreiftem Gehäuse, lebt seit Urzeiten auf dem Seychellen-Atoll Aldabra. Doch Ende der Neunzigerjahre schien die Schnecke verschwunden zu sein. Verantwortlich sei wohl der Klimawandel, berichtete ein Forscher 2007. Wahrscheinlich habe Regenmangel im Westen des Indischen Ozeans Rhachistia aldabrae aussterben lassen, schrieb Justin Gerlach vom Naturschutzverband Nature Protection Trust of Seychelles. Das Verschwinden des Weichtiers bestärkte den Uno-Klimarat IPCC, in seinem Sachstandsbericht vor einem Artensterben aufgrund des Klimawandels zu warnen. Rhachistia aldabrae galt als eines der wenigen Beispiele für Tiere, die dem Klimawandel bereits zum Opfer gefallen sein könnten. Umso größer war nun die Freude über die Wiederbegegnung. “Wir wurden schier verrückt, es war so beeindruckend”, erzählte Shane Brice, Mitglied einer Seychellen-Expedition der Nachrichtenagentur AP. Experten bestätigten den Fund: Es könne sich nur um Rhachistia aldabrae handeln, sagte der Molluskenforscher Vincent Florens von der University Mauritius der AP. Die Entdeckung bringt die renommierte britische Wissenschaftsakademie Royal Society in Bedrängnis. In ihrem Fachblatt “Biology Letters” war jene Studie von Justin Gerlach erschienen, die das Aussterben der Schnecke behauptete. Forscher um Clive Hambler von der University of Oxford jedoch widersprachen der Arbeit bereits 2007 – doch die Royal Society habe den Abdruck verweigert, berichtet die “Times”.

Weiterlesen auf Spiegel Online.

 

Mit Dank an Notrickszone.com.

 

Neues aus der wunderbaren Welt der Temperaturdaten-Korrekturen

In der Welt der Temperaturdaten-Archive gibt es eine ganze Reihe von kreativen „Gestaltungsmöglichkeiten“, mit denen die Originalmessdaten „bearbeitetet“ bzw. „korrigiert“ werden, bevor sie als offizieller Messdatensatz veröffentlicht werden. Zum Teil sind dies sogar sehr sinnvolle Modifikationen. Wenn sich zum Beispiel Messgeräte ändern oder Messstationen örtlich etwas verlagert werden, müssen selbstverständlich entsprechende Anpassungen vorgenommen werden, um die Daten vergleichbar zu machen und künstliche Brüche und Artefakte zu vermeiden.

Aber wo endet die wissenschaftlich berechtigte „Korrektur“ und wo beginnt die fragwürdige Manipulation? Die Klimawissenschaften haben sich in den letzten Jahrzehnten zu einem hochpolitisierten Fach entwickelt, indem kleine Eingriffe in die Datenbasis eine große politische Wirkung entfalten können. Sollten sich einige „Korrekturen“ bei einer unabhängigen Überprüfung als unnötig und ideologisch getrieben herausstellen, könnte dies durchaus eine Straftat sein. Bereits 1907 hatte der US-amerikanische Wettdienst vor solchen Manipulationen gewarnt (Scan mit Dank an Real Science).

 

Vor etwa zwei Jahren, Mitte 2012, haben wir an dieser Stelle eine Einführung in das Thema gegeben (siehe unseren Blogartikel „Die wunderbare Welt der Temperaturdaten-Korrekturen: Und plötzlich hatte sich der Trend ins Gegenteil verkehrt…”.). Der Artikel wird auch heute noch regelmäßig über Google gefunden und gelesen und hat bereits vielen Lesern die Augen geöffnet. Nein, es handelt sich leider nicht um eine Verschwörungstheorie der „Klimaskeptiker“, es ist ein reales Problem, das zu lange unter dem Radar geblieben ist. Im Folgenden wollen wir uns anschauen, wie sich die Diskussion zur Temperaturdaten-Korrektur in den letzten 24 Monaten weiterentwickelt hat.

Am 7. Juli 2014 veröffentlichte Zeke Hausfather auf Judith Currys Klimablog Climate Etc. unter dem Titel „Understanding adjustments to temperature data“ einen Rechtfertigungsversuch, weshalb alle Korrekturen als legitim zu betrachten wären. Zeke Hausfather ist ein Energiesystem-Analyst und Umweltökonom, der einst an der BEST-Temperaturstudie der University Berkeley beteiligt war. Hausfather räumt gleich zu Beginn seiner Abhandlung ein, dass die modifizierten US-Temperaturen stark von den ursprünglichen Messwerten abweichen:

Adjustments have a big effect on temperature trends in the U.S., and a modest effect on global land trends. The large contribution of adjustments to century-scale U.S. temperature trends lends itself to an unfortunate narrative that “government bureaucrats are cooking the books”.

Die Materie ist technisch und schwierig. Bereits zuvor hatten Hausfathers Ansichten auf WUWT Kritik hervorgerufen (Beiträge von Bob Dedekind und Willis Eschenbach im Juni 2014). Wer liegt richtig, wer liegt falsch? Im Mai 2014 hatten Anthony Watts und Hausfather auf WUWT sogar einen gemeinsamen Artikel, der Diskrepanzen im Temperaturdatensatz des United States Historical Climatology Network (USHCN) zum Thema hatte. Im Gegensatz zu Steve Goddard sieht Klimaskeptiker Watts einen Teil der Temperaturkorrekturen durchaus als gerechtfertigt an. Trotzdem gab es im Juni 2014 dann doch einen Vorfall bei dem Watts Goddard Recht gab und USHCN in die Pflicht nahm. Die Fronten in dieser Diskussion sind daher alles andere als klar. Ende Juni 2014 brachte Judith Curry eine gute und wohlgewichtete Bestandsaufnahme der für Außenstehende verworrenen Diskussion.

Grundsätzlich ist es schon etwas verdächtig, wenn stets die Vergangenheit künstlich kälter gemacht wird als ursprünglich gemessen. Ohne „Korrektur“ würden die heutigen Temperaturen der USA lediglich auf dem Niveau der 1930er Jahre liegen. Eine Erwärmung wäre dann für die letzten 80 Jahre nicht erkennbar. Im Gegenteil, es wäre sogar eine Abkühlung eingetreten.

 

In einem Manuskript bemängelte 2012 auch Frank Lansner die erheblichen Modifikationen, die am US-Temperaturdatensatz durchgeführt wurden: (weiterlesen …)

Jetzt wird es ganz verrückt: Wärmeliebende Arten angeblich durch Klimaerwärmung gefährdet

Interessante Entwicklung im Focus. Am 8. September 2014 brachte Redakteur Michael Odenwald einen nachdenklichen Artikel zur Klimawirkung der Sonne, die sich wohltuend von der sonst üblichen IPCC-Katastrophenberichterstattung abhebt:

Sonne auf Spar-Flamme

Unser Tagesgestirn ist faul geworden. Auf seiner Oberfläche brodelt’s kaum mehr. Forscher streiten, ob die stille Sonne sogar die Erderwärmung aufhält. Droht uns deshalb eine kleine Eiszeit?

Die Sonne scheint zu ruhen, auf ihrer Oberfläche ist kaum etwas los. Dabei sollte es auf unserem Zentralgestirn brodeln. Denn vor Kurzem hat sein aktueller Aktivitätszyklus ein Maximum erreicht. Doch es entstanden gerade halb so viele Sonnenflecken wie auf dem Höhepunkt des vorangegangenen Zyklus. Die dunklen Magnetwirbel sind ein Maß für die solare Aktivität. Dabei war die Sonne in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts über mehrere Zyklen noch ungewöhnlich aktiv. Solarphysiker nennen solche Phasen „Große Maxima“.

Die derzeitige geringe Aktivität des kosmischen Glutofens hat für die Erde womöglich dramatische Folgen: Unser Planet könnte abkühlen. Vielleicht steckt die matte Sonne auch hinter einem anderen Phänomen, über das die Wissenschaftler seit Längerem rätseln: Etwa um das Jahr 2000 kam die globale Erwärmung zum Stillstand.

Tatsächlich glauben manche Klimatologen, dass der wahre Antreiber des Klimawandels unser Tagesgestirn ist. Einige warnen sogar vor einer neuen Kleinen Eiszeit. In dieser Kaltphase, die vom 15. bis ins 19. Jahrhundert auf der Erde das Regiment führte, froren in den Wintern regelmäßig die Gewässer zu, zweimal sogar die Ostsee.

Weiterlesen auf focus.de.

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Klartext am 3. September 2014 auf afrika.info. Her mit der Kohle!

Sambia: Bargeldprogramme gegen den Klimawandel
Staatliche Unterstützungen sollen Anpassungsmaßnahmen finanzieren

Bezirk Pemba. “In der letzten Saison habe ich wegen der lang anhaltenden Dürre auf einem ganzen Hektar Land meine Erdnussernte verloren”, erzählt Josephine Chaaba aus dem Bezirk Pemba im Süden Sambias. “Mein Einkommen hängt von Erdnüssen ab.” Die Bargeld-Transfer-Programme der Regierung könnten Abhilfe schaffen und für Klimanpassungsmaßnahmen eingesetzt werden. In der Region, die von der Sambischen Meteorologischen Behörde als regenarm eingestuft wird, hängen die meisten Familien von der Landwirtschaft ab. Sie haben schon alle die Erfahrung gemacht, einen Teil der Ernte zu verlieren. Doch immer wenn das Klima zuschlägt, erweisen sich die Familien als erstaunlich widerstandsfähig. “Die Niederschläge werden immer unberechenbarer”, berichtet Chaaba. [...] Der 22-jährige Allens Malambo aus Pemba ist ein Waise. Wie er berichtet, hat sich der Überlebenskampf für ihn und seine sechs Geschwister aufgrund des klimabedingten Ertragsrückgangs verschärft. Deshalb ist er froh, dass er sich für ein Cash-Transfer-Projekt qualifizieren konnte.

Zunächst einmal ist es gut, dass Dürreopfern geholfen wird, keine Frage. Das Leben in ariden Gebieten ist schwer und entbehrungsreich. Wenn dann einmal der Regen ausbliebt, wird es hart. Aber bei Dürren handelt es sich um ‘Wetter’, nicht ‘Klima’. Wurde der Begriff ‘Klima’ vielleicht verwendet, um die Cashprogramme mit westlichen Klimazahlungen aufzufüllen? Würde der reiche Norden etwa nicht zahlen, wenn es ‘nur’ Wetter wäre?

Wir begeben uns auf Spurensuche. Sind die Niederschläge in Sambia heute seltener, unberechenbarer und weniger ergiebig geworden als früher? Sambia liegt im südlichen Afrika, zwischen Angola, Mosambik, Tansania, Kongo und Botswana. Zunächst einmal fällt auf, dass der Artikel keine einzige Silbe auf die enorme natürliche Klimavariabilität verschwendet, die in Afrika stets zu einem Wechsel von trockenen und feuchten Phasen geführt hat. Wir haben an dieser Stelle bereits ausführlich darüber berichtet:

 

Aber wie sieht es nun in Sambia selber aus? Nur wenige Google-Klicks später werden wir auf langmead.com fündig: (weiterlesen …)

Gute Nachrichten: Mais trotzt dem Klimawandel

Wall Street Journal Deutschland via Die Welt am 30. August 2014:

Energiewende ist deutsche Jahrhundertwette

Nicht nur die Industrie, auch viele Bürger sehen die Entwicklung der Energiewende mit Sorge. Die Kosten von bis zu einer Billion Euro könnten das Projekt zu einer Belastung für ganz Europa machen. [...]

Energiewende belastet womöglich ganz Europa

Viele Unternehmen, Volkswirte und sogar Nachbarn Deutschlands fürchten jedoch, dass die gewaltigen Kosten, die für die Umstellung des gegenwärtigen Energiesystems nötig sein werden, Deutschlands industrielle Basis schwächen und letztlich die gesamte europäische Wirtschaft belasten werden.

Das zweite Quartal, in dem das deutsche BIP aufs Jahr hochgerechnet um 0,6 Prozent schrumpfte und so das Wachstum in der gesamten Euro-Zone dämpfte, könnte dann nur ein schwacher Vorgeschmack gewesen sein.

Die durchschnittlichen Stromkosten für Unternehmen sind in den vergangenen fünf Jahren als Folge von Zusatzkosten durch die staatlichen Subventionen für Erzeuger erneuerbarer Energien um 60 Prozent nach oben geschossen. Damit sind die Energiepreise inzwischen mehr als doppelt so hoch wie etwa in den USA.

“Die deutsche Industrie verliert schleichend an Wettbewerbsfähigkeit, wenn nicht schnell und entschlossen gegengesteuert wird”, sagt Kurt Bock, Vorstandschef des weltgrößten Chemiekonzerns BASF.

Ganzen Artikel auf welt.de lesen.

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Florian Freistetter machte sich am 30. August 2014 in seinem Astro-Blog Sorgen über den Golfstrom. Der Klimawandel könnte ihn stoppen, trauerte er:

Wenn sich die Durchschnittstemperatur immer weiter erhöht, dann schmilzt das Eis. Wenn das Eis (das ja aus Süßwasser besteht) in der Arktis schmilzt, sinkt dort der Salzgehalt. Dadurch werden die unterseeischen Strömungen gestört und der Golfstrom bricht ab. Das warme Wasser bleibt im Süden und bei uns wird es kalt – trotz Erderwärmung… [...] Ein kalter Sommer wie er gerade stattgefundenen hat, ist eine Ausnahme. Wenn der Golfstrom aber irgendwann einmal ausfallen sollte, könnte dieser Zustand aber auch zur Normalität werden…

Zum Glück müssen wir uns nicht auf Mutmaßungen verlassen, denn es gibt ja Messdaten. Und die geben Entwarnung. Siehe unseren Blogartikel “Golfstrom bleibt laut neuen Messdaten stabil: Stefan Rahmstorfs Modell beginnt zu wackeln“).

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Die Webplattform china.org.cn hatte am 1. September 2014 unerwartete Neuigkeiten:

Frauen sind überproportional vom Klimawandel betroffen
Frauen werden vom Klimawandel oft stärker betroffen, als Männer, insbesondere bei Naturkatastrophen. Dies sagte der Stellvertretende Leitende Direktor von UN Women. Der weltweite Klimawandel wird einer der Hauptdiskussionspunkte während einer Konferenz der Entwicklungsländer auf Kleinen Inseln (SIDS) sein, die Anfang September auf Samoa stattfindet. Die über 50 in SIDS zusammengeschlossenen Länder und Gebiete wurden von den Vereinten Nationen als Regionen anerkannt, die besonderen sozialen, wirtschaftlichen und Umweltherausforderungen gegenüberstehen. Daniel Dickinson befragte John Hendra von UN Women, inwieweit sich in SIDS lebende Frauen mit besonderen Problemen auseinandersetzen müssen.

Weiterlesen auf china.org.cn

Eine steile These. Die genauen Hintergründe bleibt uns UN Women leider schuldig. Werden Frauen vielleicht leichter von den Stürmen hinweg gepustet, weil sie leichter sind? Beginnen sie bei Kältewellen früher an zu frieren, weil sie nicht so viel Speck auf den Rippen haben wie die Männer? Ein mysteriöser Fall.

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Gute Nachrichten am 1. September 2014 auf Proplanta.de:

Mais trotzt dem Klimawandel
Der Klimawandel bringt massive Folgen für die weltweite Ernährungssituation mit sich. Das betrifft nicht nur die Erzeugung von Nahrungsmitteln, sondern nach neuesten Erkenntnissen auch deren Nährstoffgehalt.
Amerikanische Wissenschaftler zeigten nun auf, dass mit einem steigenden Kohlendioxid-Gehalt in der Luft ein geringerer Gehalt an Eisen, Zink und Proteinen in vielen Pflanzen einhergeht. Wie das Deutsche Maiskomitee e.V. (DMK) unter Berufung auf eine Veröffentlichung in der Fachzeitschrift Nature berichtet, betrifft dies vor allem C3-Pflanzen wie Weizen oder Reis. Der Mais trotzt dem Klimawandel. Die Forscher führten das darauf zurück, dass der Mais als C4-Pflanze CO2 besser binden könne als C3-Pflanzen und somit weniger empfindlich für Schwankungen in der CO2-Konzentration sei.

Weiterlesen auf Proplanta.de.

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Interview am 2. September 2014 in der FAZ mit dem PIK-Klimaökonomen Ottmar Edenhofer:

Der Endbericht des neuen Weltklimarates wird in wenigen Wochen veröffentlicht. Gerüchte über eine neue Gangart des zwischenstaatlichen Gremiums machen die Runde. Was dran ist, sagt einer der Autoren, der Potsdamer Klimaökonom Ottmar Edenhofer.

FAZ: Das heißt, es wird nichts Neues drin stehen im Endbericht?

EDENHOFER: Der Synthesis Report bietet eine Zusammenschau und soll den Entscheidungsträgern einfach nochmal vor Augen führen, was die Risiken des Klimawandels sind. Da muss nichts Neues enthalten sein.

Beim IPCC nichts Neues. Dabei wäre es höchste Zeit, die UN-Klimahysterie nun allmählich zurückzufahren. Es wird immer klarer, dass die CO2-Klimasensitvität deutlich geringer ist als in den vorangegangenen Berichten verkündet. Man hatte aber im aktuellen Bericht nicht den Mut, diese Schlappe einzugestehen. Wenn der IPCC nicht die Kurve kriegt, wird er schon bald im hohen Gras landen. Eine vertane Chance. Dem IPCC-Personal kann man es nicht verdenken. Für Edenhofer, Rahmstorf und Co steht viel auf dem Spiel. Für die Anhänger der Klimakatastrophe gibt es stets nur eine Richtung, immer extremer, immer gefährlicher. Die Natur spielt jedoch schon lange nicht mehr mit. Seit nunmehr 16 amüsiert sie sich über die Klimamodelle und weigert sich standhaft, sich weiter zu erwärmen.

 

Neue Studie in Palaeo3: Temperaturen im östlichen Zentralatlantik lagen in den 1930er Jahren bereits einmal auf dem heutigen Niveau

Das Neue Deutschland berichtete am 26. August 2014:

Klimawandel bereitet Südasien Sorgen
Martin Ling über die Prognose der Asiatischen Entwicklungsbank [ADB]

Extreme Wetterereignisse – ob Unwetter, Überschwemmungen oder Dürren – nehmen durch die Klimaerwärmung zu, das hat sich schon in den letzten Jahren signifikant in den Statistiken niedergeschlagen und war nach aller Wahrscheinlichkeit »nur« das Vorgeplänkel. [...] Die ADB sieht Südasien mit seinen bevölkerungsreichen Staaten Indien, Bangladesch, die wie auch Sri Lanka und die Malediven zudem über lange Küstenstreifen verfügen, besonders gefährdet – vor allem durch das weitere Abschmelzen der Gletscher und dem dadurch ansteigenden Meeresspiegel. Die Dimensionen sind gewaltig: 750 Millionen Menschen in Südasien wurden zwischen 1990 und 2008 von einer Naturkatastrophe betroffen, 230 000 bezahlten laut ADB mit ihrem Leben.

Falsch. Extreme Wetterereignisse sind in den letzten Jahren im Vergleich zur vorindustriellen Zeit NICHT häufiger geworden. Siehe:

 

Bangladesch bald überflutet? Seltsam, die Landsfläche ist kürzlich sogar angewachsen. Das Geheimnis: Das Deltasystem transportiert soviel Sediment, dass sich die Küste in Anpassung an den Meeresspiegelanstieg aufschottert. Siehe: Bangladesch und die Pazifikinseln wachsen trotz steigendem Meeresspiegel: Klimamodellierer benötigen dringend Nachhilfe in Geologie. Was hier wirklich Sorge bereitet, ist die alarmistische Berichterstattung im Neuen Deutschland…

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Im Guardian vom 4. August 2014 konnte man Seltsames lesen:

World’s top PR companies rule out working with climate deniers
Ten firms say they will not represent clients that deny man-made climate change or seek to block emisson-reducing regulations

Some of the world’s top PR companies have for the first time publicly ruled out working with climate change deniers, marking a fundamental shift in the multi-billion dollar industry that has grown up around the issue of global warming. Public relations firms have played a critical role over the years in framing the debate on climate change and its solutions – as well as the extensive disinformation campaigns launched to block those initiatives. Now a number of the top 25 global PR firms have told the Guardian they will not represent clients who deny man-made climate change, or take campaigns seeking to block regulations limiting carbon pollution. Companies include WPP, Waggener Edstrom (WE) Worldwide, Weber Shandwick, Text100, and Finn Partners.

Weiterlesen im Guardian.

Das sind im Prinzip gute Nachrichten, denn dann könnten diese PR-Firmen auf jeden Fall für die kalte Sonne arbeiten (falls wir ein Budget hätten, haha). Ein Grenzwert bei der CO2-Klimasensitivität ist im Artikel nämlich nicht angegeben worden. Vielleicht sollte der Guardian genauer werden: Können die Agenturen z.B. für Organisationen arbeiten, die von einer Erwärmung von 1,0°C pro CO2-Verdopplung ausgehen? Oder liegt die Grenze eher bei 2,5°C? Dann dürften die PR-Firmen nicht einmal mehr für den IPCC tätig werden, der inoffiziell wohl unterhalb dieser Marke angelangt ist, ohne es in Form eines “best estimate” zuzugeben. Der “best estimate” wurde im letzten Bericht aus taktischen Gründen einfach ausgelassen. Ganz schön schlaue Schlingel.

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Überraschung in der Oktoberausgabe 2014 des Fachblatts Palaeogeography, Palaeoclimatology, Palaeoecology. Wu et al. untersuchte die Temperaturentwicklung im östlichen Zentralatlantik für die letzten 140 Jahre. Und oh Wunder, die Temperaturen in den 1930er Jahren lagen bereits einmal auf dem heutigen Niveau. Klimaerwärmung seitdem Fehlanzeige.

Mit Dank an The Hockey Schtick

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Der Sommer 2014 in Deutschland war nicht so toll. Immerhin gab es keine zweimonatige Hitzewelle, wie Klimaapokalyptiker einst warnten. Trotzdem will man auf seine Klimakatastrophe nicht verzichten. Egal wie der Sommer ausfällt, immer hat der angeblich vorrückende Klimawandel schuld, sagt der Deutsche Wetterdienst (DWD). So schrieb die Badische Zeitung am 30. August 2014:

Wechselhafter Sommer – ein Zeichen für den Klimawandel?
Hitze, Trockenheit, Regenfluten, tropische Schwüle und viele Unwetter haben den Sommer geprägt. Die Met eorologen des DWD sehen in den Extremen Zeichen für den Klimawandel. [...] Auch wenn es sich anders anfühlte: Auch dieser meteorologische Sommer sei in Deutschland 0,9 Grad wärmer gewesen als im langjährigen Mittel der Jahre 1961 bis 1990, teilte der DWD mit. Im Schnitt fielen seit Anfang Juni 272 Liter Regen pro Quadratmeter, 13 Prozent mehr als sonst.

Das langjährige Mittel enthält dummerweise die kalten 1960er/70er Jahre. Da kann es heute ja nur wärmer sein als früher. Zudem endet das Bezugs-Intervall 1990. Würde man die letzten 30 Jahre nehmen, würde der Sommer 2014 weniger spektakulär aussehen. Warum nimmt der DWD nicht gleich die Kleine Eiszeit vor 200 Jaren als Bezugsniveau? Schön wäre auch ein Vergleich mit der Mittelalterlichen Wärmeperiode. Dann müssten die DWDler einräumen, dass die Sommer damals vor 1000 Jahren wohl genauso warm waren wie heute. Das wäre aber peinlich. Ulli Kulke sieht die Problematik ähnlich und kommentierte auf Donner + Doria am 28. August 2014: (weiterlesen …)

Woher stammen die Gelder der European Science Foundation? Ausschuss des US-Senats beklagt fragwürdige Einflussnahme durch umweltaktivistischen Milliardärsclub

Der Klimarealismus in Deutschland lebt vor allem vom ehrenamtlichen Engagement. Akteure von kalte Sonne, EIKE, Notrickszone, ScienceSkepticalBlog und anderen Gruppen stecken viel Zeit in die dringend benötigte Aufklärung, angetrieben vor allem durch Zivilcourage. Es wird immer klarer: Ganz offensichtlich hat sich hier ein ganzer Wissenschaftszweig zu sehr von der Realität entfernt, angelockt durch Fördermittel, Karrieren, politischen Einfluss und Prestige. Die klimaalarmistische Gegenseite ist dabei finanziell üppig ausgestattet. So kümmert sich im PIK-Institut gleich eine ganze Öffentlichkeitsabteilung um die großflächige Verbreitung der schlechten Nachrichten. Und die Klimaaktivisten-Plattform “Klimaretter” bittet seine Leser regelmäßig um Spenden, um die Autoren der IPCC-gefärbten Artikel zu entlohnen.

In den USA haben die U.S Environment and Public Works (EPW) Committee Republicans Ende Juli 2014 die Ergebnisse einer Untersuchung veröffentlicht, in der die Geldströme der links-extremen Umweltbewegung recherchiert wurden. Das Resultat ist erschütternd: Angeblich unabhängige Umweltorganisationen entpuppten sich als von Milliardären gesteuerte Marionetten. Zudem flossen enorme staatliche Zuwendungen in Aktivistengruppierungen. Ähnlich wie in Deutschland ist das US-amerikanische Bundesumweltamt in erschreckender Weise eng mit der links-extremen Umweltbewegung verbandelt. Den Gesamtbericht finden Sie als pdf hier. Auszug aus der Pressemitteilung:

The Chain of Environmental Command

Key points from the report:

• The “Billionaire’s Club,” an exclusive group of wealthy individuals, directs the far-left environmental movement. The members of this elite liberal club funnel their fortunes through private foundations to execute their personal political agenda, which is centered around restricting the use of fossil fuels in the United States.

• Public charities attempt to provide the maximum amount of control to their donors through fiscal sponsorships, which are a legally suspect innovation unique to the left, whereby the charity essentially sells its nonprofit status to a group for a fee.

• Public charity activist groups discussed in this report propagate the false notion that they are independent, citizen-funded groups working altruistically. In reality, they work in tandem with wealthy donors to maximize the value of the donors’ tax deductible donations and leverage their combined resources to influence elections and policy outcomes, with a focus on the EPA.

• Environmental Grantmakers Association (EGA) is a place where wealthy donors meet and coordinate the distribution of grants to advance the environmental movement. It is a secretive organization, refusing to disclose their membership list to Congress.

• The Obama Administration has installed an audacious green-revolving door among senior officials at EPA, which has become a valuable asset for the environmental movement and its wealthy donors.

• Former environmentalists working at EPA funnel government money through grants to their former employers and colleagues.

• Under President Obama, EPA has given more than $27 million in taxpayer-funded grants to major environmental groups. Notably, the Natural Resources Defense Council and Environmental Defense Fund – two key activists groups with significant ties to senior EPA officials – have collected more than $1 million in funding each.

• EPA also gives grants to lesser-known groups. For example, the Louisiana Bucket Brigade received hundreds of thousands of grants under former Administrator Lisa Jackson despite challenges by state regulators over the use of such grants.

• In New York and Colorado, a pseudo grassroots effort to attack hydraulic fracturing has germinated from massive amounts of funding by the NY-based Park Foundation, as well as CA-based Schmidt Family Foundation and Tides Foundation.

• Bold Nebraska is another example of faux grassroots where a purportedly local organization is, in fact, an arm of the Billionaire’s Club. It is a shield for wealthy and distant non-Nebraskan interests who seek to advance a political agenda without drawing attention to the fact that they have little connection to the state.

• The circumstances surrounding the flow of money from 501(c)(3) and 501(c)(4) groups, and the likelihood of lax oversight, raises questions as to whether 501(c)(3) nonprofit foundations and charities are indirectly funding political activities.

• 501(c)(4) Green Tech Action Fund receives millions of dollars from green 501(c)(3) organizations, then distributes the funds to other 501(c)(4) groups that donate to political campaigns.

• The Billionaire’s Club knowingly collaborates with questionable offshore funders to maximize support for the far-left environmental movement.

In Europa wird die links-extreme Klimabewegung durch die European Climate Foundation (ECF) gesteuert. Laut eigenem Jahresabschlussbericht (S. 42), hatte die ECF im Jahr 2013 üppige 23,2 Millionen Euro zur Verfügung. 15,3 Millionen Euro gingen an Aktivisten und Projekte. Woher kommen bloß diese enormen Gelder? Bei der kalten Sonne beläuft sich das Jahresbudget auf etwa 25 Euro.  Die ECF hat also ca. eine Millionen mal mehr Gelder für ihre Aktionen zur Verfügung als unser Blog.

Die ECF führt auf ihrer Webseite sechs Hauptsponsoren für 2013 auf: The Children’s Investment Fund Foundation, ClimateWorks Foundation, McCall Macbain Foundation, Oak Foundation, Velux Fonden und die Nationale Postcode Loterij. Das hört sich zum Teil ziemlich amerikanisch an. Lesen wir daher im EPW-Bericht auf Seite 47 etwas näher nach: (weiterlesen …)