Kartierung des Mittelalterlichen Klimawandels in Afrika

Pressemitteilung des Instituts für Hydrographie, Geoökolgie und Klimawissenschaften (IFHGK) vom 15. Februar 2018:

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Kartierung des Mittelalterlichen Klimawandels in Afrika:
Erwärmung des Kontinents, Abkühlung der Küstenmeere, Verschiebung der Regengürtel vor 1000 Jahren

Der globale Klimawandel gibt Anlass zu großer Sorge. Experten sind sich einig, dass die beobachteten Veränderungen der letzten 150 Jahre durch eine Kombination von menschengemachten und natürlichen Klimafaktoren verursacht worden sind. Eine vollständige Quantifizierung beider Beiträge ist jedoch noch immer nicht möglich und Gegenstand wissenschaftlicher Diskussionen. Um den natürlichen Beitrag besser einzugrenzen und diesen besser von anthropogenen Klimatreibern unterscheiden zu können, haben Klimawissenschaftler in den letzten anderthalb Jahrzehnten eine Vielzahl von Feldstudien durchgeführt. Ziel dieser Anstrengungen war es, die vorindustrielle Klimageschichte zu rekonstruieren und möglichst viele Datenpunkte über den Globus verteilt zu sammeln. Von besonderem Interesse sind hier die letzten 1000 Jahre. Zu Beginn dieser Zeitspanne ereignete sich im Mittelalter in Europa und Nordamerika eine Wärmephase, die bereits nach einigen Jahrhunderten durch die sogenannte ‚Kleine Eiszeit‘ abgelöst wurde, wahrscheinlich die kälteste Phase der letzten 10.000 Jahre. Ab 1850 erholte sich das Klima dann wieder und pendelte nach Abschluss des Kälteextrems zurück in einen wärmeren Zustand. Der zeitgleich beginnende Ausstoß von Treibhausgasen durch den Menschen verstärkte diesen Trend. Beide Prozesse vereint führten zur Modernen Wärmephase. Die Wärmephase des Mittelalters stellt dabei eine wichtige Referenz für die heutige Klimaerwärmung dar, jedoch ist unser Wissen zum mittelalterlichen Klima außerhalb der nordatlantischen Region noch immer unvollständig.

Ein internationales Forscherteam um den Geowissenschaftler Sebastian Lüning möchte diese wichtige Lücke schließen. Lüning ist im Hauptberuf Rohstoffgeologe und arbeitet in seiner Freizeit als Mitglied des schweizerischen Instituts für Hydrographie, Geoökolgie und Klimawissenschaften (IFHGK) an paläoklimatologischen Studien. Zusammen mit Kollegen aus Polen, Nigeria, der Türkei und Deutschland durchforsteten sie die voluminöse Fachliteratur und setzten aus den publizierten Daten ein spannendes Mosaik zusammen, das ein neues Licht auf die Mittelalterliche Klimaanomalie in Afrika wirft. Mithilfe von moderner Datenbank- und Visualisierungstechnik konnten sie Temperatur- und Niederschlagstrends für die Zeit 1000-1200 n.Chr. auf dem afrikanischen Kontinent auskartieren und die Klimageschichte vergangener Hitzewellen, Kältephasen, Dürren und Feuchtperioden lebendig werden lassen. Lüning erläutert die Herausforderungen, mit denen sich sein Team konfrontiert sah:

“Man könnte uns als eine Art wissenschaftliche ‚Datendetektive‘ beschreiben. Wir haben uns durch hunderte von Publikationen gearbeitet und nach belastbaren Aussagen zum mittelalterlichen Klima gesucht. Ohne wissenschaftliche Ausdauer und Passion wäre dies kaum zu bewältigen gewesen. Natürlich gibt es aus dieser Zeit keine Thermometermessungen oder gar Satellitendaten. Die Rekonstruktion des Mittelalterklimas geschieht daher über geologische Archive, insbesondere Sedimentkerne aus dem Meeresboden, Seen und Sümpfen. Aber auch Höhlentropfsteine liefern wichtige Informationen. Die Klimainformation steckt in den Veränderungen der chemischen Zusammensetzung sowie dem Fossilinhalt der Schichten. Dies muss dann nur noch ‚klimatisch rückübersetzt‘ werden. Alterdatierungen über die C14-Methode bilden das Altersgerüst dieser Studien.“

Die aus den Publikationen herausgefilterten Daten sammelten die Forscher zunächst in einer Google Map. Die Klimakurven wurden dann sorgfältig miteinander verglichen und die daraus abgeleiteten Klimatrends kartographisch erfasst. Der allergrößte Teil aller Studien vom afrikanischen Festland weist dabei eine deutliche Erwärmung während der Mittelalterlichen Klimaanomalie auf, ähnlich wie in Europa und Nordamerika. In vielen Küstengebieten rings um Afrika kühlte sich das Meer dagegen ab. Offenbar haben sich im Mittelalter in den sogenannten ‚Auftriebszonen‘die Winde verstärkt und so größere Mengen an kaltem Tiefenwasser nach oben gespült. Allerdings fallen die schmalen Küstenstreifen im Vergleich zur großen afrikanischen Landmasse flächenmäßig nur gering ins Gewicht. Die Studie erschien im Fachjournal Paleoceanography und fußt auf insgesamt 44 veröffentlichten Fallstudien in Afrika und den Nachbarregionen.

Neben der Temperatur interessierten sich Lüning und sein Team auch für Veränderungen in den Niederschlägen. Ein besseres Verständnis der natürlichen Variabilität der Regenfälle ist besonders für die halbtrockenen und trockenen Teile Afrikas wichtig, da Trinkwasser, Landwirtschaft und Nahrungsmittelproduktion stark vom saisonalen Niederschlag abhängen. Lüning beschreibt die Motivation für die Untersuchung:

“Unsere Anfangsvermutung war, dass wir eine über den ganzen Kontinent einheitliche Niederschlagsänderung im Mittelalter finden würden. Dies war jedoch nicht der Fall. Bei der Verschiebung von Regengürteln werden nämlich einige Bereiche trockener und andere feuchter. Es ist überaus wichtig, diese natürlichen Veränderungen der Niederschlagsmuster und ihre Antriebsfaktoren möglichst genau verstehen, denn sie bilden wichtige Kalibrierungsdaten für Klimamodelle, die leider noch immer Schwierigkeiten haben, regionale Niederschläge korrekt zu simulieren.”

Die Studie identifizierte drei Gebiete in Afrika, in denen die Niederschläge während der mittelalterlichen Klimaanomalie zunahmen: Tunesien, westlicher Sahel und der allergößte Teil des südlichen Afrikas. Zur selben Zeit wurden die Regenfälle im übrigen Afrika seltener: Nordwest- und Nordostafrika, Westafrika, Ostafrika und die Winterregenzone Südafrikas. Zu letzterer Region gehört auch Kapstadt, das derzeit unter einer schlimmen Dürre leidet, die bereits zu schweren Einschnitten in der Trinkwasserversorgung geführt hat. Die klimahistorische Auswertung zeigt, dass ähnliche Dürren hier wohl auch vor 1000 Jahren geherrscht haben. Die regenbringenden Westwinde verlagerten sich damals so weit nach Süden, dass sie den Kontinent meist verfehlten und die Wolken über dem Ozean abregneten. Die Hydroklima-Studie erschien Mitte Februar im Fachblatt Palaeo3 und basiert auf 99 Fallstudien aus Afrika.

Da sich die CO2-Konzentration in vorindustrieller Zeit kaum geändert hat, kommen in erster Linie natürliche Klimafaktoren als Antrieb für den beobachteten Klimawandel des Mittelalters in Betracht. Am wahrscheinlichsten sind hier Änderungen der Sonnenaktivität sowie Ozeanzyklen, die im Takt von Jahrzehnten bis mehreren Jahrhunderten schwanken. Die beiden neuen Übersichtsstudien aus Afrika unterstreichen die große Bedeutung der natürlichen Klimavariabilität im globalen Maßstab. Ein robustes Grundverständnis des natürlichen Herzschlags des irdischen Klimasystems ist Grundvoraussetzung, um verlässlich zwischen anthropogenen und natürlichen Komponenten des modernen Klimwandels unterscheiden zu können und die Prognoseleistung von Klimamodellen weiter zu verbessern.

Die vorgestellten Arbeiten basieren auf einer großen Zahl von veröffentlichten Fallstudien, an denen hunderte von Wissenschaftlern beteiligt waren. Trotz großer Fortschritte im Bereich der klimageschichtlichen Forschung in den vergangenen anderthalb Jahrzehnten klaffen jedoch noch immer riesige Lücken in unserem regionalen Wissen zur mittelalterlichen Klimaentwicklung. So sind riesige Gebiete im Inneren des afrikanischen Kontinents paläoklimatologisch noch immer unerforscht. Afrika und die Arabische Halbinsel bilden knapp ein Viertel der globalen Landmasse, sind aber in den globalen Temperaturrekonstruktionen der letzten 2000 Jahre stark unterrepräsentiert. Angesichts der großen Bedeutung dieser Basisdaten für Klimamodelle und letztendlich für klimapolitische Entscheidungen sind weitere strukturierte Forschungsanstrengungen dringend notwendig, um die großen Datenlücken zeitnah zu schließen.

 

Veröffentlichungen:

Lüning, S., M. Gałka, F. Vahrenholt (2017): Warming and cooling: The Medieval Climate Anomaly in Africa and Arabia. Paleoceanography 32 (11): 1219-1235, doi: 10.1002/2017PA003237.

Lüning, S., M. Gałka, I. B. Danladi, T. A. Adagunodo, F. Vahrenholt (2018): Hydroclimate in Africa during the Medieval Climate Anomaly. Palaeogeogr., Palaeoclimatol., Palaeoecol., doi: 10.1016/j.palaeo.2018.01.025.

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Ein großer Dank an alle Crowdfunder, die das Projekt so tatkräftig unterstützt haben! Die Studie zur mittelalterlichen Temperaturentwicklung in Afrika wurde am 9. Februar 2018 in Eos in der Kategorie “Research Spotlight” vorgestellt.

 

Nature verschärft für Autoren Erklärungspflicht zu nicht-finanziellen Interessenskonflikten

Und täglich grüßt das Murmeltier. Gerade schwappt wieder eine Welle der Meeresspiegelhysterie durchs Land. Ein neues Paper behauptet eine Beschleunigung des Meeresspiegelanstiegs erkannt zu haben, obwohl die Mehrheit der Fachkollegen das ganz anders sehen. Die Medien berichten trotzdem begierig über die vermeintliche Katastrophe, klammern sich an wenige Potsdamer, die offenbar alternativlos als Cheferklärer auftreten. Das ist wirklich langweilig. Die 15. Wiederholung von Colombo ist um ein Vielfaches spannender. Eine gute Kritik finden Sie in Roger Letschs Artikel “Wenn der Meeresspiegel baden geht” auf achgut.com.

Ebenfalls lesenswert ist ein Interview mit dem Meeresspiegelspezialisten Nils-Axel Mörner, das er am 1. Februar 2018 der Basler Zeitung gegeben hat:

«Diese Forscher haben eine politische Agenda»
Der Ozeanograph Nils-Axel Mörner stellt sich gegen den Weltklimarat und die Warnungen vor versinkenden Inseln.

BASLER ZEITUNG: Herr Mörner, Sie waren in letzter Zeit mehrmals auf der Inselgruppe ­Fidschi im Südpazifik, um dort Veränderungen der Küsten und des Meeresspiegels zu erforschen. Warum Fidschi?

MÖRNER: Ich wusste, dass es im Juni 2017 in New York eine Wissenschaftskon­fe­­renz gibt, die sich mit Meeresspiegel-Veränderungen auf Fidschi befasst. Und es war bekannt, dass der Inselstaat den Vorsitz der 23. Weltklimakonferenz haben wird, die im letzten November in Bonn stattfand. Fidschi rückte also in den Fokus des Interesses. Man hörte, dass der steigende Meeresspiegel dort schon viel Schaden angerichtet habe. Ich wollte mit ­eigenen Augen überprüfen, ob das stimmt.

BASLER ZEITUNG: Was machte Sie skeptisch?

Weiterlesen in der Basler Zeitung.

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Vince Ebert am 6. Januar 2018 im Handelsblatt:

Wie viel Naturwissenschaft braucht die Zukunft?
Die Zeitungen sind voll von Horrornachrichten, welche Gefahren der Menschheit, uns allen durch den Fortschritt drohen. Doch bei aller Angst vor der Zukunft: Wo wären wir ohne Evolution von Wissenschaft und Technik?

Weiterlesen im im Handelsblatt

Buchtipp von Vince Ebert: Denken Sie selbst! Sonst tun es andere für Sie

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Der WWF und Greenpeace haben einen gewichtigen Einfluss in der Klimaforschung. Der WWF hat bei den IPCC-Berichten viele Autoren aus den eigenen Reihen untergebracht, Greenpeace und nahestehende Stifter fördern aktiv ihnen genehme Klimaforschung. Mit der Unabhängigkeit der Forschung ist es daher nicht zum Besten bestellt. Die Nature Fachpublikationsgruppe hat nun zum Glück die Daumenschrauben etwas fester angezogen. Autoren von Fachartikeln müssen nun noch genauer ihre persönlichen Verflechungen angeben:

Nature journals tighten rules on non-financial conflicts

Authors will be asked to declare any interests that might cloud objectivity.

What makes a conflict of interest in science? Definitions differ, but broadly agree on one thing: an influence that can cloud a researcher’s objectivity. For some people, that influence can be money. But there are other influences that can interfere, such as institutional loyalty, personal beliefs and ambition.

Nature and the other Nature Research journals (including the Nature research and reviews journals, Nature Communications, Scientific Reports, Scientific Data, the Nature Partner Journals and the Communications journals) are taking into account some of these non-financial sources of possible tension and conflict. From February, authors of research articles, reviews, commentaries and research analyses will be asked (and expected) to disclose them (see go.nature.com/2ddg12z).

Weiterlesen auf nature.com.

Wenn gewisse deutsche Forscher also bei Veranstaltungen der Grünen auftreten, muss dies möglicherweise demnächst in einer Erklärung zu Fachartikeln eingeräumt werden. Nur so wird klar, welche versteckte Ziele ein Forscher möglicherweise verfolgt. In Berlin gibt es beispielsweise ein Institut, das sich Climate Analytics nennt. Hier wurden wichtige Papers zur Rechtfertigung des 1,5-Gradziels verfasst. Was ist das für eine Gruppe? Wenn man die Liste der Mitarbeiter durchgeht, findet man etliche personelle Greenpeace-Verflechtungen. Und siehe da, bei den Sponsoren ist sogar  Greenpeace explizit genannt. Amerikanisches Aktivistengeld scheint über die European Climate Foundation hereinzufließen.

 

Abb. 1: Sponsoren von Climate Analytics. Quelle: Webseite Climate Analytics (Zugriff: 13.2.2018)

 

Kriege wegen Klimawandel? Fragwürdige Studien fallen beim Statistiktest glatt durch

Wetter ist nicht Klima. Trotzdem häufen sich in letzter Zeit die Meldungen über Kälterekorde und ungewöhnlich hartes Winterwetter. In den USA haben die tiefen Temperaturen jetzt sogar Haie gefrieren lassen. Die beste Strategie ist, die Meldungen interessiert zur Kenntnis zu nehmen, jedoch am Ende die Klimakurven sprechen zu lassen. Allmonatlich veröffentlicht Roy Spencer in seinem Blog eine Übersicht der Temperaturentwicklung des Vormonats. Anhand von Temperaturkurven und Anomaliekarten kann man das Geschehen genau mitverfolgen. Seine Analyse des Januar 2018 gibt es hier.

Die Welt erholt sich immer noch von der El Ninophase. Zwar sind die Temperaturen bereits kräftig gesunken, jedoch ist das Gesamtniveau immer noch ziemlich hoch. Die kalte La Nina-Phase hat die Tropen allerdings jetzt spürbar abgekühlt. Zuletzt war es dort 2012 so kalt wie heute. In einer Pressemitteilung der University of Huntsville, Alabama, gibt es die dazugehörigen Karten (via WUWT). Die Tropen, Nordwest Europa und Südost USA waren im Januar 2018 zu kalt, das Mittelmeergebiet und Indien zu warm. Das darf man nie vergessen: Medial intensiv verarbeitete Kälteanomalien können durch entgegengesetzte Wärmeanolamien irgendwo anders auf dem Planeten ausgeglichen werden. Und wenn diese irgendwo auf dem weiten Ozean liegen, interessiert dies niemanden, trotzdem ist es ein gleichberechtigter Bestandteil der globalen Temperaturstatistik. Es lohnt sich also, ab und zu auf die Temperaturanomaliekarten zu schauen.

Das Wetter- und Klimasystem ist zudem durch eine Reihe von “Klimawippen” charakterisiert. Wenn es in dem einen Gebiet zu warm ist, ist es in einem benachbarten Gebiet stets zu kalt. Und wenn die Wippe dann in die andere Richtung geht, vertauschen sich die Temperaturtrends. Im Mittelmeer ist beispielsweise solch eine Wippe ausgebildet, wo der Westen (Spanien) gegen den Osten (Griechenland) wippt. Oder im Bereich der Antarktischen Halbinsel, wo sich ebenfalls West und Ost die Bälle zuspielen.

Warten wir also die kommenden Monate und Jahre ab. Wenn sich die Kälte wirklich festsetzt, sollten wir es im Temperaturverlauf schon bald entdecken. Wenn Ozeanzyklen und Sonne das tun, was sie seit Jahrtausenden getan haben, ist der klimatische Abschwung nur eine Frage der Zeit.

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Da waren sich doch eigentlich alle Alarmisten einig: Der Syrienkrieg und andere Konflikte im Nahen Osten wären vom Klimawandel entscheidend mit verursacht. Daran glaubten sie jedenfalls ganz fest. Eine neue Arbeit in Nature Climate Change lässt an solchen “Studien” allerdings kein gutes Haar. Eine Autorengruppe um Courtland Adams untersuchte die am meisten vom Klimawandel betroffenen Regionen und fand keinen Zusammenhang mit dem Gewaltpotential. In Ländern mit stärkerer Beaufschlagung durch klimatische Wandlungen leben die Menschen friedlich zusammen. Genau dies können die Arbeiten, die z.B. bevorzugt die Konflikte in Syrien thematisieren, nicht erklären. Am Ende warnen die Forscher vor spät-kolonialen Folgen der wenig robusten Arbeiten. Hier die Kurzfassung des Papers:

Sampling bias in climate–conflict research
Critics have argued that the evidence of an association between climate change and conflict is flawed because the research relies on a dependent variable sampling strategy1,2,3,4. Similarly, it has been hypothesized that convenience of access biases the sample of cases studied (the ‘streetlight effect’5). This also gives rise to claims that the climate–conflict literature stigmatizes some places as being more ‘naturally’ violent6,7,8. Yet there has been no proof of such sampling patterns. Here we test whether climate–conflict research is based on such a biased sample through a systematic review of the literature. We demonstrate that research on climate change and violent conflict suffers from a streetlight effect. Further, studies which focus on a small number of cases in particular are strongly informed by cases where there has been conflict, do not sample on the independent variables (climate impact or risk), and hence tend to find some association between these two variables. These biases mean that research on climate change and conflict primarily focuses on a few accessible regions, overstates the links between both phenomena and cannot explain peaceful outcomes from climate change. This could result in maladaptive responses in those places that are stigmatized as being inherently more prone to climate-induced violence.

 

 

Luftverschmutzung ist das wichtigste Umweltproblem der heutigen Zeit

Wenn man eingefleischte Klimaaktivisten in Aktion erlebt, wird schnell klar, dass sie sich mit Haut und Haaren für ihr Thema einsetzen. Das ist einerseits gut, denn jeder sollte für seine Überzeugungen einstehen, wir leben in einem freien Land, wo dies zum Glück möglich ist. Andererseits lenken die Damen und Herren Klimaaktivisten mit ihrer Überbetonung des Klimawandels von viel wichtigeren Themen ab, die nicht erst in einigen Jahrzehnten greifen, sondern heute im Hier und Jetzt. Weshalb ignorieren die Aktivisten Themen wie Lufverschmutzung, Kinderarbeit, Kinderehen, fehlender Zugang zu sauberem Trinkwasser, schlechte Staatsführung? Gerade erst wurde die Luftverschmutzung von Forschern der Yale and Columbia Universities als größtes aktuelles Umweltproblem erklärt.

Es deutet vieles darauf hin, dass sich die Aktivisten die Hände selber gar nicht schmutzig machen wollen. Da, wo sie effektiv heute helfen könnten, gehen sie achtlos vorbei. Stattdessen fokussieren sie auf ein ziemlich theroretisches Modethema, bei dem man vor allem von anderen Änderungen fordert. Das überzeugt nicht und ist ein echtes ethisches Dilemma. Erst wenn Aktivisten auch die wirklichen Problemthemen anpacken, kann man ihnen abnehmen, dass sie es gut mit der Erde und den Menschen meinen. Bis dahin deutet vieles auf Klimaaktivismus als Ersatzreligion und unterhaltsames Machtspielchen hin.

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Im Januar 2018 hielt Sandra Weeser (FDP) eine bemerkenswerte Rede zur Begrenztheit der Erneuerbaren Energien:

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FAZ am 30. Dezember 2017:

Solarstrom ist überteuert und ineffizient
Der Anteil erneuerbarer Energien an der deutschen Stromerzeugung hat einen neuen Rekordwert erreicht. Jede dritte Kilowattstunde stammt aus einer Wind-, Solar- oder Biogasanlage. Zugleich steigen die Ausgaben zur Förderung des Ökostroms. Damit treten Unterschiede der einzelnen Erzeugungsarten schärfer hervor. Photovoltaik erweist sich als besonders ineffizient – unter mehreren Gesichtspunkten.

Weiterlesen in der FAZ

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Berliner Zeitung am 2. Januar 2018:

Ministerpräsident Dietmar Woidke: „Energiewende bedeutet Umverteilung“
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat eine scharfe Korrektur an der Förderung erneuerbarer Energien gefordert. Das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) führe derzeit zur größten Umverteilung von unten nach oben in der Geschichte der Bundesrepublik, weil alle die Kosten mit der Stromrechnung zahlten, aber vor allem vermögende Investoren davon profitierten. Eine Reduzierung des CO2 -Ausstoßes könne so auch kaum gelingen, weil nur in die Erzeugung, nicht aber in die Speicherung von Energie investiert worden sei, sagte Woidke.

Weiterlesen in der Berliner Zeitung

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Süddeutsche Zeitung am 18. Januar 2018:

Eingriffe ins Stromnetz: Netzbetreiber zahlt Millionen
Wegen Eingriffen in das Stromnetz hat der ostdeutsche Netzbetreiber Mitnetz auch 2017 wieder Entschädigungen in Millionenhöhe gezahlt. Nach vorläufigen Hochrechnungen schlugen die Maßnahmen im vorigen Jahr mit rund 13,9 Millionen Euro zu Buche. Das teilte das Tochterunternehmen des Energieversorgers enviaM aus Chemnitz auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Die Entschädigungen werden an Betreiber von Anlagen gezahlt, die vorübergehend heruntergefahren werden müssen.

Weiterlesen in der Süddeutschen Zeitung

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Wenn Windkraftanlagen in die Jahre kommen, dann kommt der Abriss. Das wird in den kommenden Jahren wohl sehr oft der Fall sein, denn wenn die Subventionen auslaufen und der Besitzer nichts mehr verdient, dann muss der Windkoloss weg. Allerdings bleiben an einigen Standorten die schweren Fundamente zurück. Zurückversetzung in den Urzustand sieht anders aus. Tilman kämpft gegen diese Müllfundamente in der Landschaft. Derzeit sammelt er Unterschriften für eine Petition. Hier können Sie unterschreiben.

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Ende Januar 2018 stellte Björn Peters auf der Webseite des Deutschen Arbeitgeberverbandes eine wichtige Frage zur wirtschaftlichen Plausibilität von Offshore-Windparks:

Offshore-Windenergie ohne EEG-Förderung?
Im April 2017 ließen die Ergebnisse der EEG-Ausschreibungen für Offshore-Windenergie aufhorchen. Zwei Projektierer gewannen die Ausschreibungen mit einem Angebotspreis von Null. Wir rechnen nach, wie realistisch es ist, dass diese Anbieter Gewinne erwirtschaften können.

Weiterlesen auf der Webseite des Deutschen Arbeitgeberverbandes

 

Universität verpasst australischem Klimawissenschaftler Maulkorb: Er redete nicht alarmistisch genug

Die Olympischen Winterspiele haben begonnen. Für Deutschland ging es gut los, gleich zwei Goldmedaillen. Glückwunsch! Klimatisch gesehen läuft es in Pyeongchang allerdings nicht so gut. Dies werden wohl die kältesten Olympischen Winterspiele seit langem. Tagsüber -6°C und nachts -11°C. Gesund ist das für die Sportlerlungen auf keinen Fall. Während der Vorbereitung mussten die Sportler nach jedem Training ihre Langlaufski wegschmeißen, wegen Frostschaden. Trotzdem warnen einige Alarmisten vor dem zukünftigen Ausfall der Spiele – wegen der Klimaerwärmung. Aktivistenträume…

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Im Januar 2018 berichtete Ron Clutz auf Science Matters über ein unerwartetes Phänomen, nämlich die Abkühlung der globalen Ozeane während der letzten 3 Jahre:

Oceans Cool Off Previous 3 Years
[...] The chart below shows SST monthly anomalies as reported in HadSST3 starting in 2015 through December 2017.

After a bump in October the downward temperature trend has strengthened. As will be shown in the analysis below, 0.4C has been the average global anomaly since 1995 and December has now gone lower to 0.325C.  NH dropped  sharply along with the Tropics.  SH held steady erasing the Oct. bump.  All parts of the ocean are clearly lower than at any time in the past 3 years.

For Reference:
Global SSTs are the lowest since 3/2013
NH SSTs are the lowest since 3/3014
SH SSTs are the lowest since 1/2012
Tropics SSTs are the lowest since 3/3012

[...]

The oceans are driving the warming this century.  SSTs took a step up with the 1998 El Nino and have stayed there with help from the North Atlantic, and more recently the Pacific northern “Blob.”  The ocean surfaces are releasing a lot of energy, warming the air, but eventually will have a cooling effect.  The decline after 1937 was rapid by comparison, so one wonders: How long can the oceans keep this up?

Ganzen Beitrag auf Science Matters lesen.

Im Beitrag wird der Temperaturverlauf auch mit dem AMO-Ozeanzyklus verglichen. Alles deutet auf ein bevorstehendes Umkippen des AMO-Zyklus hin. Das wird die globalen Temperaturen nach unten ziehen. Für Rahmstorf und Co. brechen nun schlechte Zeiten an…

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In Australien spielt sich gerade ein Drama ab, das man eher im Mittelalter vermutet hätte. Alarmisten haben es in den letzten Jahren immer wieder geschafft, in den Medien den Tod des Großen Barriere Riffes in Australien zu verkünden. Schuld hätte der Klimawandel. Allerdings spiegelt dies nicht die Meinung  von Experten wider, die sich tagtäglich mit dem Rif beschäftigen. Peter Ridd von der James Cook University hat sich gegen die alarmistische Berichterstattung gewehrt und darauf beharrt, dass die wirklichen Fakten präsentiert werden. Die Riffe sterben und gedeihen seit jeher in Zyklen, sie sind widerstandsfähiger als vormals gedacht. Ridds Universität mochte das gar nicht, denn die hängt am Tropf der Klimaforschungsgelder, die nur sprudeln, wenn man die Sachlage dramatisiert. Ridd hingegen betrachtet sich als Forscher der alten Schule, der vor allem an der wissenschaftlichen Wahrheit interessiert ist. Diese rangiert weit vor Argumenten der dramatisierenden Forschungsförderung. Die James Cook Univeristy wollte Ridd einen Maulkorb verpassen. Er dürfe nicht mehr ausplaudern, dass es ja gar nicht so schlimm um die Riffe stünde. Das fand der jedoch gar nicht gut. Er sammelte kurzerhand im Internet 100.000 Dollar Kriegskasse und will sich jetzt juristisch gegen das mittelalterlich anmutende Redeverbot juristisch wehren. Wir wünschen ihm viel Erfolg!

 

Ecuador: Rodungen zerstören mehr Wald als der Klimawandel

Pressemitteilung der Technischen Universität München vom 2. Februar 2018:

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Vergleich von Trockenwaldverlusten durch Landnutzungsänderungen oder die Klimaerwärmung
Ecuador: Rodungen zerstören mehr Wald als der Klimawandel

Für die weltweit stark bedrohten tropischen Wälder sind Rodungen für Ackerland und der Klimawandel die zwei Hauptgefahren. Wissenschaftler der Technischen Universität München (TUM) und des Thünen-Instituts verglichen die Verluste durch Abholzung mit denen, die extreme Klimawandel-Szenarien in Ecuador mit sich bringen würden. Obwohl die globale Erwärmung die Artenverteilung verändern dürfte, geht durch Waldrodungen mehr Trockenwald verloren als durch prognostizierte Klimawandelschäden.

Ein Großteil der Trockenwälder Ecuadors liegt im Südwesten des Landes, in der Region Tumbes-Chocó-Magdalena. Diese Wälder liefern nicht nur Holz- und Nichtholzprodukte, sondern Ökosystemleistungen, die den Wasserhaushalt regulieren und Böden vor Erosion schützen. Jedoch setzt dem Gebiet ein hoher Lebensraumverlust durch Abholzungen für mehr Acker- und Weideflächen zu. Dies verschärft negative Auswirkungen des Klimawandels wie etwa Temperaturanstiege. In Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern vom Thünen-Institut und der ecuadorianischen Universidad Técnica Particular de Loja verglich ein Team der TUM die prognostizierten Flächenverluste von Baumarten, die einerseits durch die Entwaldung und andererseits durch prognostizierte Waldverluste bei einem extremen Klimawandel-Szenario entstünden. „Wir haben 660 Datensätze zum Vorkommen von 17 charakteristischen Baumarten der Trockenwälder im Süden Ecuadors ausgewertet“, erklären die Erstautoren Carlos Manchego und Patrick Hildebrandt vom Lehrstuhl für Waldbau der TUM – „um beide Bedrohungspotentiale abzuschätzen, haben wir die prognostizierten jährlichen Raten der Verluste miteinander verglichen. Wichtig ist dabei allerdings, dass die Ergebnisse nicht übertragbar sind auf andere Baumarten in anderen Regionen.“ Die Verluste durch das Umwandeln im Zeitraum 2008 bis 2014 vor allem für Agrar- und Weideland lagen im Untersuchungsgebiet im Durchschnitt bei 71 Quadratkilometern pro Jahr bei allen Arten. Der prognostizierte Artenarealverlust im Klimawandel-Szenario lag indes lediglich bei 21 Quadratkilometern jährlich.

Empfehlungen für effektiveren Waldschutz und nachhaltige Landnutzung

„Ein nicht erwartetes Ergebnis waren die durch den Klimawandel bedingten unterschiedlichen Verdrängungsrichtungen der Baumarten. Während einige Arten nach Norden abwandern, finden andere Arten ihren künftigen Verbreitungsschwerpunkt eher in Richtung Süden. Daraus lässt sich ein Trend zur Durchmischung von Baumarten mit bisher unbekannten Effekten auf Funktionalität und Stabilität künftiger Waldgesellschaften ableiten”, sagt Hildebrandt. „Zugleich beginnen die Rodungen in den höheren Lagen, weil es dort klimatisch einfacher ist etwas anzubauen wie etwa Mais.”

Schutzmaßnahmen nach Schwachstellen priorisieren

Für eine effiziente Planung, die Umsetzung von Schutzmaßnahmen und eine nachhaltige Landnutzung sei es wichtig, die Maßnahmen nach solchen Bedrohungen und Schwachstellen zu priorisieren, sagt Hildebrandt. Es muss zwischen potenziellen Bedrohungen durch den Klimawandel oder durch die Entwaldung unterschieden werden. Mit der in „PLOS One“ erschienenen Studie „wollten wir einen wissenschaftlichen Bezugsrahmen zur Verfügung stellen, um das kleinere Übel zu identifizieren und gezielte Empfehlungen geben zu können.“  Jedoch unabhängig von der Erhaltungsstrategie erforderten diese Ziele sowohl die Beteiligung privater Landbesitzer als auch lokaler Gemeinschaften.

Publikation: Carlos E. Manchego, Patrick Hildebrandt, Jorge Cueva, Carlos Ivan Espinosa, Bernd Stimm, Sven Guenter: Climate change versus deforestation: Implications for tree species distribution in the dry forests of southern Ecuador, PLOSone 12/2017. https://doi.org/10.1371/journal.pone.0190092

 

James Hansen erwartet Erwärmungspause für die kommenden 10 Jahre

Von 1998-2014 stagnierten die globalen Temperaturen, man spricht von einem “Hiatus” bzw. “Slowdown”. Ein sehr starker El Nino ließ dann die Temperaturen nach oben schießen, was den Hiatus ersteinmal unterbrach. Kurios: Auf Wikipedia weigern sich klimaalarmistische Kontolleure standhaft, die Temperaturkurve zu aktualisieren, weil dann der schöne El Nino-Effekt auffliegen würde.

Wie geht es nun weiter? In unserem Buch “Die kalte Sonne” prognostizierten wir eine Abkühlung für die kommenden 15 Jahre. Erschwachende Sonne und kühlende Ozeanzyklen werden mögliche CO2-Erwärmungseffekte mehr als auffwiegen. Für Vertreter der Klimaalarmschiene wäre dies bitter. Ein, zwei Zehntelgrade kann man durch statistische Datenmassage durchaus verschwinden lassen. Irgendwann jedoch kann man die ausbleibende Erwärmung nicht mehr kaschieren. Bullisch halten einige Alamisten weiter an ihrer ursprünglichen Vorhersage fest: Pro Jahrzehnt 0,2°C wärmer! Das fordern die Klimamodelle. Allerdings bekommen nun die ersten wackelige Knie. Und dies sind sogar Meinungsführer der harten Klimalinie, nämlich James Hansen und Gavin Schmidt. In einem Rückblick auf die Temperaturen 2017 und Ausblick auf die weitere Entwicklung räumen sie nun plötzlich eine spürbare Klimawirkung von Sonnenaktivitätsschwankungen ein. Sie warnen explizit vor einer Fortsetzung des Hiatus. Dies wäre plausibel, schreiben sie, ja sogar wahrscheinlich:

However, the solar variability is not negligible in comparison with the energy imbalance that drives global temperature change. Therefore, because of the combination of the strong 2016 El Niño and the phase of the solar cycle, it is plausible, if not likely, that the next 10 years of global temperature change will leave an impression of a ‘global warming hiatus’.   

Die Erklärung der beiden GISS-Leute Hansen und Schmidt vom 18. Januar 2018 hat das Zeug, als historischer Meilenstein in die Klimadebatte einzugehen. Rahmstorf und Co. werden sich sicher die Nackenhaare gesträubt haben. Sie geraten nun in akute Erklärungsnot. Vermutlich wird uns der Potsdamer erklären, dass der Hiatus eine Folge der Klimaerwärmung sei. Des Kaisers neue Kleider. Wir können auf die weitere Entwicklung gespannt sein.

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Wer in der Fachliteratur unterwegs ist, stößt immer wieder auf Skurrilitäten. WUWT wies auf diesen quasi codierten Fachtext hin:

“MOT is a S-GAST biased parameter….so the synchronicity of MOT and AAT/CO2 is consistent with GAST lagging AAT/CO2.”

“The close relation between our MOT record and AAT/AMOC changes as well as the strong warming during the YD1.”

“It is not straightforward to constrain the LGM-Holocene ASST or GAST change from the MOT change we derive here.”

“The AMOC switched to its strong state, which in turn starts cooling AABW, making it again harder for the AMOC to sustain its strength as AABW becomes denser again.”

Alles klar? Die Auflösung der Buchstabencodes gibt es hier. Manchmal bekommt man wirklich den Eindruck, einige Autoren wollen sich hinter Fachchinesisch verstecken, damit möglichst wenige Leute ihre Ergebnisse verstehen. Die Idee dahinter: Je unverständlicher, desto mehr Anerkennung von den Laien, die nobelpreisverdächtige Erkenntnisse dahinter vermuten. Souveräne Forscher haben so etwas nicht nötig. Sie bemühen sich um Allgemeinverständlichkeit so gut es geht. Die Inhalte müssen überzeugen, nicht die extravagante Verpackung.

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Die Klimadiktatur wuchert immer weiter. Neuestes Opfer: Das Butterbrot. Epoch Times am 25. Januar 2018:

Industrielle Sandwichs so klimaschädlich wie Autoverkehr
Der jährliche landesweite Verzehr von Sandwichs in Großbritannien sei genauso klimaschädlich wie der Autoverkehr, so Forscher der Universität Manchester.

Weiterlesen auf Epoch Times

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In Kalifornien ist man sehr auf Klimaschutz bedacht. Ein Politiker der Demokraten des Staates hat jetzt vorgeschlagen, Kellner mit einem Bußgeld von 1000 US$ zu belegen, die einem Gast unaufgefordert einen Strohhalm bringen, alternativ ein halbes Jahr Gefängnis. Die ungewollten Strohhalme würden unnötig Ressourcen binden, eine Verschwendung die letztendlich zu Verschärfung der Klimaerwärmung führt. Nachzulesen auf reason.com.

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Der Deutschlandfunk füllte am 25. Januar 2018 sein Programm mit Trivialitäten:

Studie: Weniger Lebensmittel wegwerfen ist besser fürs Klima
Bei der Verminderung des Ausstoßes klimaschädlicher Gase könne auch die Landwirtschaft ihren Beitrag leisten, sagte Hanna Fekete vom NewClimate Institute im Dlf. Noch mehr Emissionen könnten einer Analyse des Instituts zufolge aber vermieden werden, wenn die Menge der weggeworfenen Lebensmittel reduziert würde.

Eine bahnbrechende Neuigkeit. Demnächst: Vermeiden Sie Umwege, denn diese schaden dem Klima. Bewahren Sie Ihre alten Bücher auf und lesen es mehrmals, das spart Druckerschwärze, Papier und Transportkosten, was dem Klima zugute kommt.

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“Kalte Sonne” ist wieder im Buchhandel erhältlich. Diesmal geht es allerdings nicht um das Klima, sondern einen “temporeichen, leichenfreien Thriller”. OÖ Nachrichten am 2. Januar 2018:

Johannes Epple kann niemand ernsthaft vorwerfen, er sei in den vergangenen Jahren untätig gewesen. Er hat als Deutschlehrer für Migranten und als Lektor gearbeitet, sein Philosophie-Studium mit dem Doktorat abgeschlossen, zwei Söhne gezeugt und an einem dritten Kind – in geschriebener Form – gearbeitet. Ein halbes Jahrzehnt hat der in Langenstein im Mühlviertel geborene Epple an seinem Thriller “Kalte Sonne” geschrieben, hat penibel in Krankenhäusern, im Wiener Landesgericht und in der Fitnessbranche recherchiert und viel Zeit mit einer Mutter verbracht, die einen Sohn mit der seltenen genetischen Störung “Trisomie 13″ hat. Immer wieder hat er geschrieben und weggeworfen, einmal sogar 80 Seiten – die Arbeit von zwei Jahren. Weil die “Kalte Sonne” einfach kein Gerichtsroman werden wollte, sondern ein spannungsgeladener, schneller, plotgetriebener Thriller. Zwölf Versionen verwarf der 35-Jährige, die 13. ist jetzt im Verlag Salomon erschienen.

Im Vergleich dazu waren die Arbeiten zu unserem (fast) namensgleichen Klimabuch sehr viel zielgerichteter. Das Konzept des Buches war uns schon ziemlich früh klar. Dann haben wir es geschrieben. Und dann wurde es veröffentlicht. Geschrieben wurde es vor allem nachts und im Intercity zwischen Hamburg und Bremen. Wir hoffen, dass sie unseren leichenfreien Klimathriller ähnlich spannend fanden wie den Krimi von Johannes Epple.

 

Gute Nachrichten aus der Tierwelt: Den kalifornischen Seelöwen geht es wieder gut

Im Januar 2018 hielt Steve Koonin in Wien einen Vortrag zum Klimawandel, in dem er eine stärkere Einbeziehung der natürlichen Variabilität forderte. Der Standard berichtete im Vorfeld über den Vortrag:

Klimawandel: Physiker zweifelt am Ausmaß der menschlichen Schuld

Nach Ansicht des Energieexperten Steve Koonin sei die Datenlage unzureichend. [Am 24.1.2018 sprach] er in Wien

Mag auch das Eis der Arktis stetig schwinden und allein an Europas Küsten dutzende wärmeliebende Tierarten nordwärts wandern – der Klimawandel wird mancherorts heftig abgestritten. US-Präsident Donald Trump ist derzeit der prominenteste Kopf in der Riege der Skeptiker. Schwere Schneefälle an der Ostküste reichen ihm schon als Argument gegen eine globale Erwärmung. Kritik an der Klimaforschung kommt aber auch von Experten, denen man keine populistische Intention unterstellen kann: Steven Koonin ist einer von ihnen. Der Physiker kann auf eine abwechslungsreiche Karriere zurückblicken. Schon 1992 wurde er von der US-Regierung als Berater in Klimafragen berufen.

Weiterlesen im Standard

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Klimaretter am 16. Januar 2018:

Europa verheizt seine Wälder
Zwei Drittel der erneuerbaren Energie in der EU stammen aus Biomasse. Dazu gehört auch die Strom- und Wärmegewinnung durch Holzverbrennung. Das kann dem Klima genauso schaden wie Kohle, Öl oder Gas, warnen Klimaforscher. Immer mehr Wälder seien durch ein neues EU-Gesetz in Gefahr.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts stand es schlecht um den Wald in Europa. Unmengen von Holz verschlangen all die Häuser und Schiffe und überall wurde Brennholz zum Kochen und Heizen gebraucht. Zeitzeugen berichten von “wüstenartigen Landschaften” und willkürlich kahl geschlagenen Freiflächen – in Deutschland sollen nur noch zehn Prozent des heutigen Waldes gestanden haben. Wäre die Industrialisierung ausgeblieben, gäbe es heute vielleicht keinen Flecken Wald mehr: Durch den Einsatz des neuen Energieträgers Kohle konnte der Raubbau beendet werden.

Weiterlesen beim Klimaretter

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Immer wieder werden Populationsschwankungen in der Tierwelt automatisch dem Klimawandel zugeschrieben, auch bei den Seelöwen. Eine kürzliche NOAA-Studie der Seelöwenpopulation vor der kalifornischen Küste kam zu einem erfreulichen Schluss: Nach einem starken Abfall in den Vorjahren hat sich die Seelöwenpopulation dort jetzt vollständig erholt. Warme Wassermassen an der US-Westküste (“The Blob”) sowie der kürzliche El Nino hatten die Seelöwen zwischenzeitlich dezimiert. Nun ist es wieder schön kalt, was den Tieren offensichtlich gut tut. Hier die Pressemitteilung der NOAA Fisheries West Coast Region vom 17. Januar 2018.

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Die Januar-Temperaturen 2018 lagen etwas über dem Durchschnitt der letzten 3 Jahrzehnte. Wenn man sich die Zeitreihe etwas genauer anschaut, ist über denselben Zeitraum eine langfristige Abkühlung des Januar zu erkennen. Josef Kowatsch und Stefan Kämpe haben den Verlauf in einem EIKE-Artikel dargestellt, aus dem diese Graphiik stammt, die auf Original-DWD-Daten basiert.

 

Verheerende CO2-Bilanz: Energieträger Holz ist schlimmer als Kohle, noch viele Jahrzehnte

Die Europäische Union hat Holz und andere Biotreibstoffe als CO2-emissionsneutral eingestuft und fördert ihren Einsatz als Energieträger. Ein Trugschluss, denn eine Studie von John Sterman und Kollegen hat das CO2-Budget von Holz detailliert mit dem von Kohle verglichen und Erstaunliches gefunden. Die am 18. Januar 2018 in den Environmental Research Letters erschienene Arbeit dokumentiert, dass die CO2-Bilanz von Holz als Energieträger in den ersten Jahrzehnten verheerend ist. Würde man komplett von Kohle auf Holz umstellen, würde die CO2-Konzentration ein Jahrhundert lang sogar noch schneller ansteigen als bei der herkömmlichen Kohlenutzung. Das sich neu bildende Holz benötigt nämlich Zeit, um zu wachsen und besitzt zudem meist eine geringere Kohlenstoffdichte im Vergleich zum gerodeten Naturwald. Die Autoren warnen, dass eine verstärkte Nutzung von Holz als Energieträger in den kommenden 100 Jahren das Klima stärker beeinträchtigt als die Energiegewinnung durch Kohle. Hier die Kurzfassung der Arbeit. Das pdf der Studie ist übrigens kostenfrei heruterladbar.

Does replacing coal with wood lower CO2 emissions? Dynamic lifecycle analysis of wood bioenergy
Bioenergy is booming as nations seek to cut their greenhouse gas emissions. The European Union declared biofuels to be carbon-neutral, triggering a surge in wood use. But do biofuels actually reduce emissions? A molecule of CO2 emitted today has the same impact on radiative forcing whether it comes from coal or biomass. Biofuels can only reduce atmospheric CO2 over time through post-harvest increases in net primary production (NPP). The climate impact of biofuels therefore depends on CO2 emissions from combustion of biofuels versus fossil fuels, the fate of the harvested land and dynamics of NPP. Here we develop a model for dynamic bioenergy lifecycle analysis. The model tracks carbon stocks and fluxes among the atmosphere, biomass, and soils, is extensible to multiple land types and regions, and runs in ≈1s, enabling rapid, interactive policy design and sensitivity testing. We simulate substitution of wood for coal in power generation, estimating the parameters governing NPP and other fluxes using data for forests in the eastern US and using published estimates for supply chain emissions. Because combustion and processing efficiencies for wood are less than coal, the immediate impact of substituting wood for coal is an increase in atmospheric CO2 relative to coal. The payback time for this carbon debt ranges from 44–104 years after clearcut, depending on forest type—assuming the land remains forest. Surprisingly, replanting hardwood forests with fast-growing pine plantations raises the CO2 impact of wood because the equilibrium carbon density of plantations is lower than natural forests. Further, projected growth in wood harvest for bioenergy would increase atmospheric CO2 for at least a century because new carbon debt continuously exceeds NPP. Assuming biofuels are carbon neutral may worsen irreversible impacts of climate change before benefits accrue. Instead, explicit dynamic models should be used to assess the climate impacts of biofuels.

Aber es gibt auch gute Nachrichten aus dem Wald: Durch den Anstieg des CO2 in der Atmosphäre blüht es im tropischen Regenwald immer kräftiger. Das meldete jetzt die Florida State University. Da sag nochmal jemand, dass der Klimawandel nur Negativschlagzeilen produziert.

 

Exzessive Bioenergie tötet Wald, Klima und die Menschen

Die Idee war simpel: Lasst uns doch einfach Öl und Gas durch nachwachsende Energieträger ersetzen. Das spart CO2 und ist sehr traditionell. Vielen Leuten leuchtete das ein. Also zogen sie los und stiegen auf Holzkohleöfen um. So wie früher, als alles viel besser war, murmelte der eine oder andere stolz. Nun ja, war früher wirklich alles besser? Und in der Tat hatte man einige Kleinigkeiten übersehen. Der aus den Stornsteinen schwallende Rauch ist in großen Mengen ein echtes Gesundheitsrisiko. In Afrika wird zum Teil heute noch auf dem offenen Holzfeuer in den Hütten gekocht, was zu schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen führt.

Zum anderen hatte man übersehen, dass wir heute viel mehr Menschen sind als noch vor 200 Jahren. Wenn jeder traditionell mit Holz aus dem Wald heizen wollte, bricht das Ökosystem dort zusammen. Schon jetzt ist die Holzentnahme laut einigen Experten nicht mehr nachhaltig. Auf Euractiv warnte Linde Zuidema am 8. Januar 2018 vor den Auswirkungen der exzessiven Bioenergie-Nutzung. Diese schade nicht nur dem Wald und dem Klima, sondern auch der Gesundheite der Menschen.

The EU’s bioenergy policy isn’t just damaging the climate and forests, it’s killing people
[...] Quite apart from its disastrous environmental impact, there’s another reason any legislation which increases biomass burning for heating and power should be strenuously resisted. And it’s one that – until now – has been largely overlooked. New research for Fern by Dr Mike Holland, a leading independent air pollution expert, reveals the perilous cost to EU citizens’ health from burning solid biomass. It indicates that tens of thousands of EU citizens are dying prematurely every year as a result of exposure to air pollution from burning solid biomass. Other health impacts include cancers, cardiac and respiratory complaints, asthma attacks and working days lost to ill health.

Ganzen Artikel auf Euractiv lesen.

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Alles zu Stromspeichern gibt es bei Alfred Brandenberger.

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Spiegel Online im März 2017:

Elektrobusse in Deutschland Zu teuer, zu unzuverlässig, zu aufwendig
Während sich der Markt der Elektroautos entwickelt, stockt es bei E-Bussen noch. Schon bei der Anschaffung wird es schwierig. Vor allem aber können sich die Fuhrunternehmen nicht auf sie verlassen.

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