Prima Klima-Lesetipps: Michael Krüger und Andy May

Eine Langeooger Hotelfamilie klagt gegen den Klimawandel. Weitreichende Kenntnisse oder gar ein Studium der Klimawissenschaften bringen sie nicht mit. Daher geht bei den Medieninterviews gleich auch richtig was schief. Wir berichteten darüber in den Artikeln “Peinlich: Klimaklägerin aus Langeoog liegt beim Regen komplett daneben” und “Oberpeinlich: Frau Recktenwald liegt auch beim Westwind voll daneben“. Auch Michael Krüger hat sich im ScienceSkepticalBlog Gedanken über die Klimakläger der Nordseeinsel gemacht. Dabei geht er zunächst auf die spannende morphologische Entwicklung der Küste ein. Im Zuge des nacheiszeitlichen Meeresspiegelanstiegs hat sich die Küste jahrtausendelang landwärts geschoben. Dazu kommen noch vorindustrielle Sturmfluten und die ganz normale Eigendynamik der Sandinseln, bei der die stete Veränderung durch Strömung und Wellen zum normalen Alltag gehört. Krügers Artikel ist absolut lesenswert. Hier geht es zu seinem Beitrag.

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Wo wir gerade beim Empfehlen spannender Artikel sind: Andy May hat auf WUWT zwei schöne Zusammenfassungen abgeliefert, in denen er die natürliche Klimadynamik plakativ schildert. Dort finden wir Altbekannte: Zyklen der Sonne, Zyklen der Ozeane und eine realistische Einordnung des CO2:

Climate Change, due to Solar Variability or Greenhouse Gases? Part A

Climate Change, due to Solar Variability or Greenhouse Gases? Part B

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Handelsblatt am 3. Mai 2018:

Abnehmende Sonnenaktivität Unsere Sonne schwächelt
Unsere Sonne geht einem neuen Aktivitätsminimum entgegen. Größere Auswirkungen auf den Klimawandel dürfte das aber nicht haben, meinen Forscher.

Gemeint sind natürlich “einige Forscher”. Die müssen das aber auch sagen, denn sonst kriegen sie eins vom Instituts-Chef auf den Deckel. Natürlich darf auch Sami Solanki nicht fehlen. Der sagte noch vor ein paar Jahren, dass es gar nicht klar wäre, OB ein solares Minimum kommt. Jetzt hat er seine Strategie geändert und sagt, dass es gar nicht klar wäre, WANN das solare Minimum kommt. Dabei haben seine Kollegen es schon verraten: Um 2035 ist wohl mit dem Höhepunkt der Sonnen-Schwächephase zu rechnen. Das Handelsblatt schreibt:

Wie schnell sich ein großes Aktivitätsminimum anbahnt, ist jedoch alles andere als klar. „Das nächste große Minimum kommt bestimmt, aber wir können überhaupt nicht vorhersehen, wann“, sagt der Sonnenphysiker Sami Solanki, Direktor am Göttinger Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung. „Wir können keine Vorhersagen machen, die über einige Jahre hinausgehen.“

Ist das nicht putzig: Die Sonne bewegt sich im Verlauf der Jahre und Jahrzehnte in mehr oder weniger vorhersagbaren Zyklen. Und die wären jetzt nicht vorhersagbar? Beim Klima hingegen, das die Experten in den letzten 20 Jahren ständig verblüfft hat und auf dem falschen Fuß erwischt hat, für das können offenbar Vorhersagen gemacht werden, die über einige Jahre hinausgehen. Kurios.

 

Und Schwuppsdiwupps hatte das NASA-GISS-Institut ein halbes Grad dazugedichtet

Die Klimaerwärmung der letzten 100 Jahre besteht aus einem natürlichen und einem anthropogenen Anteil. Die genaue Quantifizierung der beiden Anteile ist schwierig. Der IPCC konnte sich im 5. Klimabericht nicht richtig entscheiden und schrieb gleich zwei Varianten in seinen Text. An einer Stelle behauptet man, dass wohl “mindestens die Hälfte” der Erwärmung menschengemacht wäre, an anderer Stelle, dass es 100% anthropogen seien. Viele Autoren, unterschiedliche Meinungen, Verwirrung. Bei den Skeptikern gibt es welche, die 0% anthropogen annehmen, aber der Großteil wird wohl darüber liegen. Sagen wir einfach mal “höchstens 50% anthropogen”.

Aber wie setzt sich der anthropogene Anteil weiter zusammen? Da wären zum einen die Treibhausgase und andere erwärmende Substanzen wie der Ruß. Zum anderen handelt es sich aber wohl auch schlichtweg um Datenmogelei. Das von Klimaaktivisten geleitete GISS-Institut hat es doch tatsächlich geschafft, mithilfe einer Salami-Taktik die archivierten Temperaturmesswerte wieder aufzuschnüren und die Erwärmung künstlich im Labor zu verschärfen. Datenveränderung, Manipulation, Fälschung? Da sollte wirklich mal jemand genau nachschauen, und zwar jemand, der ergebnisoffen vorgeht, unparteiisch ist, nichts zu verlieren hat.

Tony Heller hat jetzt zwei Temperaturversionen des GISS-Instituts in einem Graph dargestellt. Die blaue Linie zeigt die Version wie sie das Institut noch im Jahr 2000 in der Datenbank hatte. Die rote Kurve ist die händisch “geschärfte”, heute aktuelle:

 

Abb. 1: Globale Temperaturentwicklung der letzten 100 Jahre laut GISS-Daten. Blau=Version 2000, rot=Version 2017. Quelle: Tony Heller.

 

Svhwuppsdiwupps war ein halbes Grad dazugedichtet worden. Die Masche ist ziemlich klar: Alte Messdaten künstlich abkühlen, neue Messdaten künstlich erwärmen. Im Bereich des Sports heißt so etwas Doping und ist verboten. In den Klimawissenschaften ist das Alltag und offenbar erlaubt. Wie die Dopingsünder hat natürlich auch das GISS stets eine clevere Ausrede parat, wehalb das alles so sein muss. Der Drucker hatte früher das Papier schräg eingezogen, die Laborkatze hatte auf dem Computer ein Häufchen gemacht, man hatte früher einfach den Fudge-Faktor vergessen zu ergänzen, böse Kräfte hatten früher die falschen Daten untergejubelt, und so weiter und so weiter.

Auf WUWT hat Mark Fife weitere Kuriositäten der GISS-Temperaturen ausfindig gemacht.

 

Reto Knutti mag keine Skeptiker

Soeben berichteten wir über die unwissenschaftliche Diskussionsverweigerung von aktivistisch veranlagten Klimaforschern wie Gavin Schmidt oder Stefan Rahmstorf. Leider ist diese bedauerliche Mischung aus Selbstüberschätzung und Kritikunfähigkeit besonders bei den Klimaforschenden verbreitet, die genau wegen dieser Einstellung auch am häufigsten von den sensationslüsternen Mainstream-Medien interviewt werden, frei nach dem Motto “only bad climate news are good media news”. In der Schweiz gehört Prof. Reto Knutti zu dieser Kategorie und wurde am 1. Juni 2018 von Schweizer Radio SRF interviewt. In diesem Gespräch zeigt Knutti eine ähnliche antiwissenschaftliche Hybris, wie kürzlich von Schmidt und Rahmstorf exemplarisch demonstriert.

Im ersten Teil des SRF-Audios werden die vom IPCC vorgegebenen Szenarios für das Pariser Klima-Abkommen von 2015 wie eine absolut gesicherte Tatsache behandelt, obwohl die alles entscheidende Klima-Sensitivität des CO2 schon seit gut 30 Jahren nicht genau eingegrenzt werden kann, und viele neuere Studien auf einen signifikant tieferen Wert hindeuten, als vom IPCC bisher vorausgesetzt.

Weiter verneint Knutti kategorisch (ab Laufzeit 19:30), dass es überhaupt noch ernstzunehmende klimaskeptische Wissenschaftler gäbe, “die noch nicht ausgestorben wären” und versucht den Eindruck zu vermitteln, dass es sich bei Klimaskeptikern in der Hauptsache um senile Greise handeln würde, die ihm typischerweise mit “handgeschriebenen Briefen” widersprechen würden. Hiermit zeigt Knutti, wie schlecht er über die wissenschaftliche Literatur informiert ist und offenbar nur die Studien wahrnimmt, die seiner klima-alarmistischen Filter-Blase, in der er offenbar lebt, nicht gefährlich werden können. Vielleicht sollte er zwecks Horizonterweiterung einmal die folgenden Hinweise zur Kenntnis nehmen:

Gegen Ende des Interviews (ab Laufzeit 21:40) vergleicht Knutti klimaskeptische Wissenschaftler mit bibeltreuen Fundamentalisten oder den Anhängern einer flachen Erde und begründet damit seine faktische Diskussionsverweigerung. Ein sehr bequemes wenn auch extrem flaches Pseudoargument, dass man so schon öfters von Klima-Aktivisten dieser Art vernehmen konnte; erspart ihnen dieser billige Trick doch recht einfach zugeben zu müssen, dass sie auf viele Positionen der klima-skeptischen Forschung schlicht keine überzeugenden Antworten geben können.

 

Auf Kritik reagiert er allergisch: Stefan Rahmstorf verliert auf Twitter die Nerven

Am 1. Juni 2018 konnte man in Science ein Editorial der Klimawissenschaftlerin Katharine Hayhoe lesen. Darin zieht sie über natürliche Klimaschwankungen her und plädiert dafür, diesen keine größere Beachtung beizumessen. Auszug:

So when people object to the reality of climate change with science-y sounding arguments—“the data is wrong,” or “it’s just a natural cycle,” or even, “we need to study it longer”—the natural response of scientists is simple and direct: People need more data. But this approach often doesn’t work and can even backfire. Why? Because when it comes to climate change, science-y sounding objections are a mere smokescreen to hide the real reasons, which have much more to do with identity and ideology than data and facts.

Die Autorin hat immerhin 2014 den AGU-Kommunikationspreis gewonnen, daher ist dieser Aufruf zum Forschungsboykott natürlicher Klimamechanismen schon ziemlich krass. Bloß nicht weiterforschen, sonst könnte noch das liebgewonnene Alarmgebäude wackeln. Übrigens: Der Begriff “science-y” soll wohl soviel wie pseudowissenschaftlich heißen.

Im Zeitalter der sozialen Medien können solche Vorfälle zum Glück rasch und effektiv kommentiert werden. Sehr gut funktioniert das auf Twitter. Und genau dort meldete sich Oliver Geden zu Wort. Geden ist an der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) leitend tätig und zudem Leitautor des 6. IPCC-Klimaberichts. Zudem ist er momentan Gastforscher am Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg. Gedens lange Publikationsliste kann man hier anschauen. Geden fiel der forsche Ton des Editorials auf und gab zu Bedenken, dass Klimawissenschaftler vor allem Klimawissenschaftler sind, und daher die gesellschaftspolitischen Schlussfolgerungen am besten den Profis, also den Politikern sowie anderen Planungs-Experten überlassen sollten. Er verwendet dabei den schönen Begriff “overconfidence bias”, also die Überschätzung der eigenen Rolle vieler Klimawissenschaftler. Das gilt sicher nicht nur für Katharine Hayhoe, sondern ganz besonders für Hans-Joachim Schellnhuber, der lautstark die große Transformation fordert. Zu Gedens Tweet geht es hier. Oder bequem die Zusammenfassung bei notrickszone lesen. Volle Unterstützung für Geden, der den Denkfehler klar benennt.

Das gefiel den Klimaalarmisten natürlich gar nicht. Sie wollen weiterhin an vorderster Linie die Welt retten und umkrempeln. Nicht auszudenken, wenn sie wieder in ihr dunkles Labor zurück müssten, um sich dort voll und ganz um die mühsame wissenschaftliche Basisarbeit zu kümmen. Die Lust auf Macht ist verlockend, das gibt man nicht so einfach auf. Gavin Schmidt betritt die Bühne. Sie kennen ihn: Er ist Chef des NASA-GISS Instituts und Klimaaktivist, genau wie sein Vorgänger. Er twittert, dass Klimawissenschaftler sehr wohl politisch aktiv sein dürften, denn sie würden von den Entscheidungsträgern ja dauernd nach ihrer Meinung gefragt. Schlaue Klimatologen hätten das längst kapiert. Hier gehts zu Schmidts Tweet.

Das war ein gutes Stichwort für einen von Schmidts besten Kumpels, nämlich Stefan Rahmstorf. Der holt sogleich den Knüppel aus dem Sack, um die Kritik an seinen Alarmistenkollegen zu rächen. Er bezichtigt Geden, jener habe doch viel weniger Kontakt mit Politikern als er und seine Verbündeten. Zudem mangele es Geden an akademischen Lorbeeren. Rahmstorf gibt Geden den Rat, die Klimakollegen doch bitte endlich in Ruhe zu lassen, sie bräuchten keine Ratschläge. Tweet hier. So lieben wir unseren Rahmstorf. Für Kritik unempfänglich, dafür unter der Gürtellinie kämpfend. Kein Wunder, dass er beim IPCC-Bericht schon lange nicht mehr mitschreiben darf. Mit seiner schwer erträglichen Art hat er sich gründlich selbst diskreditiert.

Geden kontert Rahmstorfs emotionalen Ausbruch cool:

You want to make this personal, even if you haven’t been involved in the conversation? And my academic achievements aren’t good enough to criticize questionable factual claims? These are usually good enough to review articles on climate targets in Nature research journals…

plus: what exactly do you know about my direct contacts w/ policymakers? It’s my daily job since my institution (@SWPBerlin) is funded by the Chancellery to advise (whole) government and parliament (not only enviro & research), I even worked at the top level of two ministries,

therefore: I know not only what policymakers and politicians say when meeting ‘leading climate scientists’, but also what they say before and after those meetings, and what role (new) scientific knowledge plays in actual policymaking

Die obige Twitter-Kommunikation ist ein schönes Zeitdokument dafür, wie sehr sich die Vertreter des Klimaalarmismus verrannt haben. An einer ausgewogenen, professionellen Diskussion besteht offenbar gar kein Interesse mehr. Forschung zu unliebsamen Themen soll eingestellt werden, Politiker sollen nur ihnen selbst zuhören. Die Klimaalarm-Blase beginnt allmählich zu platzen – und wir sind live dabei. Watch this space.

 

 

Studie: Klimawandel-Skeptiker handeln ökologischer

Saarbrücker Zeitung am 8. Mai 2018 mit einer tollen Meldung:

Wildbienen profitieren vom Klimawandel
Führt der weltweite Klimawandel zu einem Insektensterben in Deutschland? Die Ansicht ist weit verbreitet. Doch diese pauschale Aussage ist falsch, erklärt  Dr. Andreas Fleischmann vom  Botanischen Garten München. Biologen erwarteten eigentlich das  Gegenteil, denn es gebe mehr Insekten, die sich bei höheren Temperaturen als im kühlen Klima des Nordens wohlfühlten. Unter steigenden Temperaturen litten bei uns vor allem Honigbienen und auch Hummeln. Die 585 Wildbienenarten dagegen, die in Deutschland heimisch sind, stammten größtenteils aus dem Mittelmeerraum und kämen mit steigenden Temperaturen gut zurecht.

Weiterlesen in der Saarbrücker Zeitung

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Achgut am 8. Mai 2018:

“Klimaskeptiker” handeln ökologischer
Der bekannte Klimaprediger Al Gore hat immer wieder Kritik wegen seines privaten Lebensstils auf sich gezogen. So verbraucht sein Haus in Tennessee 20 mal so viel Energie wie ein amerikanischer Durchschnittshaushalt. Laut einer aktuellen Studie steht der ehemalige Präsidentschaftskandidat mit seiner Doppelmoral nicht alleine da. Forscher der Universität Michigan und der Cornell University teilten 600 Personen in drei Gruppen ein: solche die „sehr besorgt“ über den Klimawandel waren, jene die „vorsichtig beunruhigt“ waren und eine dritte Gruppe von „Skeptikern“.

Weiterlesen auf Achgut

Hier der Abstract der Studie von Hall et al. 2018 aus dem Journal of Environmental Psychology:

Believing in climate change, but not behaving sustainably: Evidence from a one-year longitudinal study
We conducted a one-year longitudinal study in which 600 American adults regularly reported their climate change beliefs, pro-environmental behavior, and other climate-change related measures. Using latent class analyses, we uncovered three clusters of Americans with distinct climate belief trajectories: (1) the “Skeptical,” who believed least in climate change; (2) the “Cautiously Worried,” who had moderate beliefs in climate change; and (3) the “Highly Concerned,” who had the strongest beliefs and concern about climate change. Cluster membership predicted different outcomes: the “Highly Concerned” were most supportive of government climate policies, but least likely to report individual-level actions, whereas the “Skeptical” opposed policy solutions but were most likely to report engaging in individual-level pro-environmental behaviors. Implications for theory and practice are discussed.

Siehe auch Berichte der GWPF und von the reference frame zur Arbeit.

 

Unwetter in Europa: Nicht mehr Überflutungen als früher

Lange Zeit war der Deutschlandfunk fest im Würgegriff der Klimalarmisten. Das hat sich zum Glück in den letzten Monaten geändert. Die Berichterstattung ist ausgewogener geworden. Es ist erst wenige Wochen her, dass in einer Kurzmeldung zugegeben wurde, dass schneller erstarkende Hurrikane nichts mit dem zivilisatorischen CO2-Ausstoss zu tun haben, sondern mit rein natürlichen Ursachen. Am 30. Mai 2018 folgte dann sogar ein Hauptbeitrag, in dem ausführlich eine neue wissenschaftliche Studie vorgestellt wurde, die klarstellt, dass in den letzten 150 Jahren die Häufigkeit und Schwere von Stark-Regen- und Überflutung-Ereignissen in Europa nicht zugenommen haben:

Unwetter in Europa: Nicht mehr Überflutungen als früher
Wenn es zu sintflutartigen Regenfällen und Hochwasser kommt, sind sich viele Menschen einig: So etwas hat es früher nicht gegeben. Doch das stimmt nicht, hat Dominik Paprotny von der University of Technology in Delft analysiert. Historische Quellen zeigten, dass große Fluten heute nicht häufiger auftreten.

Weiterlesen auf Deutschlandfunk.de

Auf DLF Nova hieß es:

Hochwasser-Gefahren seit 150 Jahren gleich
Fluten und Hochwasser in Europa sind gar nicht häufiger geworden. Das sagt ein Forscherteam aus den Niederlanden. Die Wissenschaftler haben eine Datenbank zusammengestellt, die Unwetter und Fluten bis zum Jahr 1870 zurückverfolgt. Die meisten internationalen Datenbanken reichen nur bis 1970 zurück.

Weiterlesen auf DLF Nova.

Die entsprechende Studie von Paprotny et al. 2018 erschien in Nature Communications und kann dort kostenlos als pdf heruntergeladen werden:

Trends in flood losses in Europe over the past 150 years
Adverse consequences of floods change in time and are influenced by both natural and socio-economic trends and interactions. In Europe, previous studies of historical flood losses corrected for demographic and economic growth (‘normalized’) have been limited in temporal and spatial extent, leading to an incomplete representation of trends in losses over time. Here we utilize a gridded reconstruction of flood exposure in 37 European countries and a new database of damaging floods since 1870. Our results indicate that, after correcting for changes in flood exposure, there has been an increase in annually inundated area and number of persons affected since 1870, contrasted by a substantial decrease in flood fatalities. For more recent decades we also found a considerable decline in financial losses per year. We estimate, however, that there is large underreporting of smaller floods beyond most recent years, and show that underreporting has a substantial impact on observed trends.

Das dieses wissenschaftliche Resultat im DLF so ehrlich und ohne klima-alarmistisches Hintertürchen wiedergeben wird, stellt eine bemerkenswerte Ausnahme im heutigen Mainstream-Journalismus dar; hat sich doch seit einigen Jahren dort die Unsitte eingebürgert, jedes grössere Sommergewitter in der medialen Auswertung dem anthropogen CO2 anzulasten, weil die Unwetter, früher “in der guten alten Zeit”, angeblich ja nie so schlimm oder so häufig gewesen wären…

Es wäre noch spannend gewesen, wenn sich die neue Publikation mit einem längeren Zeitraum beschäftigt hätte und die Kleine Eiszeit mit einbeziehen würde. Aus Klimarekonstruktionen wissen wir nämlich, dass die Überschwemmungen in Mitteleuropa während der Kleinen Eiszeit noch stärker als heute waren:

Aber diese für Klima-Alarmisten “unbequeme Wahrheit” hätte man dann wahrscheinlich nicht mehr in der renommierten aber ziemlich IPCC-konformen Zeitschrift “NATURE” veröffentlichen dürfen. Trotzdem werden die neuen Erkenntisse in Potsdam zur einen oder anderen Magenverstimmung geführt habe. Noch 2009 hatte das PIK in einem Klimabericht zu Sachsen-Anhalt Klimalarm geschlagen, der nun in einem ganz anderen Licht erscheint. Auf Seite 8 des Berichts hieß es damals (pdf hier):

“ …während die Wahrscheinlichkeitsverteilung der extremen Hochwässer zu kleineren Wiederkehrintervallen hin tendiert, dies allerdings bei ebenfalls extremer Unsicherheit. Trotzdem zeichnen sich einige robuste Trends ab, insbesondere die sommerliche Trockenheitsproblematik im Windschatten der Mittelgebirge sowie das im Jahreslauf frühere und gegebenenfalls häufigere Auftreten von Hochwasserspitzen. “

Das PIK betont zwar zurecht die Unsicherheiten, das Ganze wird aber konterkariert durch ein Bild der Elbeflut 2002. In der Nature Arbeit ist ebenfalls eine Spitze um 2000 zu sehen, seitdem eher ein Abflauen. Es herrscht halt viel Variabilität im Wetter, und es wird immer schwieriger, dies als Ausdruck des Klimawandels zu verkaufen…

Wir haben für Sachsen-Anhalt unter Verwendung der offiziellen Daten den Deutschen Wetterdienstes nachgerechnet. Die  lineare Trendsteigung der Niederschläge seit 1881 ist null (Abb. 1). Ein 25-Jahr-Loess-Filter zeigt was wir schon lange wissen: Das Sommerwetter hierzulande ist auch von der Atlatischen Multidekadenoszillation (AMO) gesteuert, eine natürliche Variabilität des nördlichen Atlantiks. Das hatten die Modellierer vom PIK vergessen zu erwähnen in ihrem Bericht für die Landesregierung von Sachsen-Anhalt.

Abb. 1: Sommerniederschläge in Sachsen Anhalt seit 1880. Daten: DWD.

 

Es wird auch nicht “extremer”. Die Jahr-zu- Jahr- Unterschiede im Sommerniederschlag weisen sogar einen leicht fallenden linearen Trend auf, nicht signifikant. Kurz und gut: Man sieht für den Sommerniederschlag in Sachsen-Anhalt keinen anthropogenen Klimawandeleinfluss. Es gab schon immer einmal Jahre mit wenig Regen (der Rekord war 1911), Häufungen werden durch niedrige AMO-Werte induziert. In Abwandlung des bekannten Sprichwortes könnte man sagen: Wenn Potsdam kräht oder nicht, ändert sich das Wetter oder es bleibt wie es ist. Bessere Hinweise erhält der Bauer wenn er auf den Atlantik schaut.

 

Fritz Vahrenholt: Ausstieg aus Kernenergie, Kohle und der Grundstoffindustrie – wie sich eine führende Industrienation abschafft

Rede von Fritz Vahrhenholt auf dem Symposium „Energie und Rohstoffe – Zukunft mit Chancen und Risiken” am  31. Mai 2018 an der Technischen Universität Clausthal:

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Prof. Fritz Vahrenholt

Ausstieg aus Kernenergie, Kohle und der Grundstoffindustrie – wie sich eine führende Industrienation abschafft

Das, was 1986 im Parteiprogramm der Grünen gefordert wurde, die Abschaffung der Atomindustrie, Automobilindustrie sowie Teilen der Chemieindustrie, ist längst in der Mitte der Gesellschaft zum Konsens geworden. Wie konnte das gelingen? Mit apokalyptischen Schreckensszenarien wird die Spaltung des Atoms, ebenso wie die geringfügige Erhöhung des lebensnotwendigen Moleküls CO2 in der Atmosphäre, zu Chiffren des Unheils. Eine durch überwiegend natürliche Prozesse festzustellende Erwärmung wird missbraucht zur Großen Transformation der Gesellschaft. Können wir diese selbstzerstörerische Entwicklung wieder in vernünftige Bahnen lenken?

Machen wir uns nichts vor: Der Anti-Industrialismus in Deutschland ist weit fortgeschritten. Wir lieben innovative Produkte wie IPhone, Solarzellen oder Flachbildschirme. Die Wertschöpfungsketten aber von der Rohstoffgewinnung über die Metallerzeugung zur industriellen Produktion sind Politik und Öffentlichkeit eher ein Gräuel. Den Hunger in der Welt bekämpfen, aber doch nicht mit Gentechnik, Mobilität ja, aber doch ohne Verbrennungsmotoren, wachsender Stromverbrauch für Handy und Laptop klar, aber doch bitte nicht aus Kohle und Kernenergie.

Schön wäre es, wenn die Befriedigung unserer Bedürfnisse durch Licht und Luft, ohne Eingriffe in den Naturhaushalt, am besten noch ohne Anstrengung geschehen könnte. Dieser Trampelpfad in die rückwärtsgewandte Idylle führt geradewegs zum Verlust der Wettbewerbsfähigkeit, zum Verlust des außerordentlich hohen Wohlstandsniveaus, das wir durch technischen Fortschritt und Innovationen erreicht haben. Im Zeitalter der Globalisierung schmilzt diese Wohlstandsdividende der OECD Länder, ebenso Deutschlands. Die Arbeitnehmer in Deutschland konkurrieren mit den Arbeitnehmern in Südostasien- ohne Technologievorsprung geht dieser Wettbewerb verloren.

Der Abschied der deutschen Gesellschaft von der Industrie lässt sich am Fundament jeder Industriegesellschaft, nämlich der Energieerzeugung, beleuchten. Die deutsche Energiewende ist ein sich anbahnendes Desaster. Nach dem Kernenergieausstieg steht nun der nächste Schritt: die Dekarbonisierung der deutschen Energieversorgung und im Übrigen auch des Verkehrssektors an. Bis 2050 sollen nach dem deutschen Klimaschutzplan 80 bis 95 % der gesamten Energieversorgung aus Erneuerbaren Energien kommen.

Wir haben 30.000 Windräder aufgestellt, ohne zu wissen, wo wir den Strom bei Windstille herbekommen. Wir wissen auch nicht, was wir mit dem Überschussstrom machen sollen, wenn es Starkwind gibt und 56.000 MW ins Netz drängen. Dann verschenken wir den Strom an unsere Nachbarländer zu negativen Preisen oder wir stellen die Windräder ab und zahlen, als ob sie produziert hätten. Das summiert sich allein auf 1 Milliarde pro Jahr. Und die Energiewende insgesamt kostet mehr als 25 Milliarden pro Jahr, bis 2025 520 Milliarden.

Heute haben wir bereits die zweithöchsten Strompreise in Europa. Privathaushalte und die nicht umlagebefreiten Industrieunternehmen sowie das Gewerbe zahlen die Zeche. Wir sehen mittlerweile, dass neue industrielle Investitionen hierzulande unterbleiben. In Anbetracht der durch die Erneuerbaren in die Höhe getriebenenen Strompreise wird die von der Groko geplanten Batteriefabrik eine Fata Morgana oder ein weiteres Milliardengrab. Man investiert nicht in einem Land, von dem man nicht weiß, wohin sich die Energiepreise entwickeln.

Aber die Mehrheit der Bevölkerung unterstützt diese Entwicklung. Es ist der UNO, Teilen der Wissenschaft, der Politik, den Medien gelungen, die komplexe Klimamaterie publikumswirksam zu simplifizieren: das CO2 bestimmt unser Klima. Dass das Klima auch ohne CO2 geschwankt hat, dass in den letzten 20 Jahren nur eine geringfügige Erwärmung stattgefunden hat, also in einer Zeit, in der die CO2-Emissionen sich verdoppelt haben, hat natürliche Ursachen. Dass bis zum Jahre 2000 die Temperaturen stark angestiegen sind aber auch! Ein grosser Teil dieser Erwärmung ist den natürlichen Zyklen des Atlantiks zuzuschreiben. Wir vergessen, dass in der mittelalterlichen Wärmeperiode vor 1000 Jahren die Temperaturen mindestens genauso hoch waren wie heute. Und wir vergessen, dass der Temperaturanstieg der letzten 150 Jahre seine wesentliche Ursache darin hatte, dass wir aus einer kleinen Eiszeit kommen. Die kleine Eiszeit ist der Maßstab der Klimaalarmisten,  den sie an die Erwärmung von heute anlegen. Wenn die Temperaturentwicklung der nächsten Jahre weiter stagniert oder gar abkühlt, dann gäbe es eine Chance die Hysterie abzukühlen.

Wenn ich Ihnen jetzt noch sage, dass jährlich Tausende von Greifvögeln und Hunderttausende von streng geschützten Fledermäusen durch die Windräder getötet werden, dann fragen Sie sich vielleicht, warum machen wir das alles? Die grösste Naturzerstörung in Deutschland nach dem 2. Weltkrieg erfolgt nicht durch Kohle- oder Kernenergie sondern durch grüne, erneuerbare Energien. Der Plan der Bundesregierung ist bis 2050 die Windenergiekapazität zu verdreifachen, d.h. alle 2,6 km eine Anlage. Prof. Hüttl sprach soeben von der fünffachen bis siebenfachen Kapazität- alle 1,5 bis 2 km eine Windkraftanlage !

Warum zerstören wir unsere Heimat? Weil es den Apologeten des Anti-Industrialismus gelungen ist, Angst zu verbreiten. Nur mit Weltuntergangsszenarien kann  es gelingen, die deutsche Automobilindustrie zur Strecke zu bringen. Und außerdem geht es uns doch gut, sehr gut sogar, trotz Kernenergieausstieg, trotz Kohleausstieg, trotz Energiepreisexplosion. Und: insbesondere wir Deutschen haben den Hang, die Welt zu retten, nachdem wir im 20. Jahrhundert maßloses Unglück über die Welt gebracht haben.

Das schlimme ist, das wir nachfolgenden Generationen aber überhaupt keine Innovationen zutrauen, kein Kohlekraftwerke mit CCS, keine Gaskraftwerke, keine Fusionstechnologie keine inhärent sicheren Kernkraftwerke – aber die Politik will Ihnen vorschreiben mit alberner Windkrafttechnik aus dem letzten Jahrhundert die Herausforderungen der Zukunft zu meistern.Vielleicht helfen ja die aufziehenden tiefgreifenden Finanzkrisen und der dadurch ausgelöste Wohlstandsverlust, dass wir innehalten, das zu zerstören, was unseren Wohlstand erzeugt hat. Wir müssen uns wieder dem zuwenden, was zu diesem Wohlstand geführt hat: Offenheit für Innovationen.

Viel Hoffnung habe ich allerdings nicht.

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Pressevorbericht zur Veranstaltung hier.

 

Windrad metzelt Rot-Milan

Windräder als Vogel-Todesfalle. Lange kleingeredet, wird das große Problem jetzt immer deutlicher. Artikel auf swp.de am 12. Mai 2018:

Ein mit GPS-Sender versehener Roter Milan ist unter einem Windrad bei Berghülen aufgefunden worden
Der Rote Milan mit der Ringnummer 504 96 ist in seinem Leben vier Mal nach Spanien und zurück geflogen. Dank eines GPS-Senders konnten Experten den 2000 Kilometer weiten Weg des Greifvogels in die Extremadura verfolgen. Jetzt fliegt er nicht mehr. Reste des Kadavers lagen unter einer Windkraftanlage bei Berghülen. Den Körper hat wohl ein Fuchs mitgenommen.

Weiterlesen auf swp.de

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Vor einigen Tagen berichteten wir über eine Klimaklägerin einer Nordseeinsel, die offenbar nicht einmal die Wirkungsweise der Nordatlantischen Oszillation kennt. Alfred Brandenberger hat eine kleine Artikelsammlung dazu in seinem Klima-Vademecum. Themen:

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Hockeystick-Erfinder Michael Mann hat zusammen mit einem Kollegen ein neues Buch mit kreativem Titel geschrieben:

Der Tolhaus Effekt: Wie die Leugnung des Klimawandels unseren Planeten bedroht, unsere Politik zerstört und uns in den Wahnsinn treibt

Das Vorwort der deutschen Ausgabe stammt von Stefan Rahmstorf. Herausgeber ist der Landesverband Franken der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS), ein Lobbyverband der grünen Energie. Der perfekte Aktivistencocktail. Das Buch ist offenbar NICHT bei Amazon erhältlich. Gab es vielleicht inhaltliche Bedenken?

 

Immer weniger Malariatote: Welche Rolle spielt der Klimawandel?

Der Klimawandel gilt als Hauptschuldiger für das meiste Übel der Welt. So wird vermutet, dass die globale Erwärmung auch das Malariarisiko verschärft. Schauen wir auf die offizielle Statistik der Malariatoten (Abb. 1):

Abb. 1: Entwicklung der Malariatoten währen der letzten anderthalb Jahrzehnte. Quelle: https://ourworldindata.org/malaria

 

Ein überrraschendes Ergebnis. Mit Dank an notalotofpeopleknowthat.

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Ein neuer Bericht der GWPF zur überstürzten Dekarbonisierung weist auf gravierende Konsequenzen für den ärmeren Teil der Weltbevölkerung auf:

Efforts to decarbonise will kill millions in poor countries

A new report from the Global Warming Policy Foundation finds that climate and green energy policies promoted by development organisations will cause millions of preventable deaths in the developing world. 

The report, by eminent epidemiologist Mikko Paunio, says that international bodies and NGOs are trying to prevent poor countries from expanding their use of conventional fuels, have abandoned the so-called “energy ladder”  — the gradual shift to cleaner types of fuel that underpinned the clean up of air quality in industrialised nations. As Dr Paunio explains, this will have devastating consequences:

“Indoor air pollution from domestic fires kills millions every year. But instead of helping poor people to climb the energy ladder and clean the air in their communities, the poorest people are being given gimmicks like cookstoves, which make little difference to air quality, and solar panels, which are little more than a joke.”

What is worse, the greens inside and outside the development community are blaming air pollution on power stations, industry and cars, as a way to prevent any shift to industrial power production. As Dr Paunio makes clear, most air pollution in poor countries is in fact caused by burning low-quality biofuels and coal in domestic stoves:

“Trying to blame power stations for indoor air pollution might make greens feel they are saving the planet, but the reality is that they are allowing millions of deaths from air pollution to continue. The body count is going to rival that of the totalitarian regimes of the twentieth century.”

Executive Summary: 200 Million At Risk

Domestic combustion of solid (bio)fuels is by far the number one global pollution problem. 4.3 million deaths annually are directly attributable to indoor air pollution (IAP) according to the World Health Organization. Domestic combustion of solid biofuels kills almost six million people per year when its effects on ambient air quality are also taken into consideration.

The so called ‘energy ladder’ was introduced as a way of understanding how deaths from IAP might be prevented. The energy ladder seeks to reproduce the experience of rich countries, where households moved away from biofuels and were increasingly connected to electric grids or district heating systems, solving the IAP problem for good.

However, ever-growing resistance from the environmental movement has removed this beneficial approach from the development agenda. Environmentalists fear that by taking steps upwards on the energy ladder, from dirty solid fuels such as cow dung or crop residues, and towards use of electricity, poor countries would become wealthier and so increase their energy use and their carbon intensity. They have managed to persuade all important multilateral development bodies and the WHO to drop the energy ladder entirely. Instead, they are now coercing the poorest countries to adopt utopian energy policies based on renewables. The result is that combatting IAP in, say, sub-Saharan Africa, is becoming impossible.

Aggressive decarbonization is now high on the political agenda. Contrary to the widely disseminated claims of important global actors, this will not solve the problem of IAP. Moreover, it will hamper the expansion of electric grids, which is a critical prerequisite for delivering adequate water supplies, without which it will be impossible to reproduce the public health miracle experienced in the rich countries.

These ‘ambitious’ global climate mitigation policies leave environmental health problems amongst the poor unaddressed and will result in the loss of over 200 million lives by 2050. They are also unlikely – even in theory – to prevent the 250,000 annual deaths that the WHO speculates will be attributable to climate change between 2030 and 2050: high-quality IPCC-linked research has recently shown that solid biomass combustion actually increases CO2 emissions, at least over the next 100 years, compared to fossil fuels.

Full paper (pdf): Kicking Away The Energy Ladder: How environmentalism destroys hope for the poorest

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Noch vor kurzem engagierte sich der New York Generalstaatsanwalt Eric Schneiderman intensiv bei der Hexenjagd auf Energieunternehmen, die seiner Meinung nach das Weltklima zum Kollaps brächten. Ein grüner Heilsbringer, der für eine bessere Welt kämpft? Weit gefehlt. Anfang Mai 2018 brachte The New Yorker einen Artikel, in dem ihm vier ehemalige Partnerinnen vorwerfen, er habe sie geschlagen, gewürgt, grob behandelt, erniedrigt und bedroht. Drei Stunden nach Veröffentlichung des Artikels trat Schneiderman von seinem Amt zurück. Erinnerungen an den ehemaligen IPCC-Chef Rajendra Pachauri werden wach. Jener trat 2015 wegen des Vorwurfs der sexuellen Belästigung zurück.

Was treibt prominente Klimaaktivisten zu solch unakzeptablem Verhalten? Ist es die fundamental-religiöse Klimawut, mit der sie nicht klarkommen und die sich im Privatleben dann in offene Aggressionen umwandelt? Ein langer Spaziergang in der Natur würde hier helfen. Dies baut schwelede Ängste ab. Die Natur ist nicht unser Feind, sondern unser Freund. Wenn man hinter jedem Wind, jedem Regentropfen, jedem Sonnenstrahl immer gleich eine Klimakatastrophe vermutet, entstehen Phobien, die im Endstadium psychologisch behandelt werden sollten.

 

Klimawandel verkürzte den “langen Türkenkrieg” mit dem Habsburgerreich im 16. Jahrhundert

Alexander Unzicker auf Telepolis am 27. Mai 2018:

Wikipedia auf dem Weg zum Orwellschen Wahrheitsministerium

Über den Niedergang der Online-Enzyklopädie

Mit Wikipedia schien ein Traum wahr geworden zu sein – das Wissen der Menschheit, zusammengetragen in einem Gemeinschaftsprojekt, kostenlos, für alle verfügbar und frei von Kommerz, im wahrsten Sinne des Wortes die beste Seite des Internet.

Obwohl nur ein Prozent der Weltbevölkerung betreffend, ist die deutsche Wikipedia dabei die zweitgrößte Abteilung – auch das schien eine besondere Erfolgsgeschichte. Und tatsächlich ist die Enzyklopädie nach wie vor unschlagbar bei Dingen wie Beethovens Geburtsdatum oder der Anzahl der Jupitermonde. Nähert man sich aber der Gegenwart in irgendeinem Artikel mit politisch-gesellschaftlichem Bezug, kommt man ins Staunen.

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Der Reviewprozess für zwei IPCC-Spezialberichte ist derzeit im Gange. Im einen Bericht geht es um das 1,5°C Klimaziel, im anderen um Ozeane und die Kryosphäre. In letzterem Bericht ist in Kapitel 2 auch maßgeblich ein WWF-Aktivist als Autor mit beteiligt. Zudem schreiben überraschend viele deutsche Staatsbürger für fremde Nationen mit. Sind das alles PIK-Exporte? Zeitgleich wurden von den Regierungen die Autoren für den 6. Klimazustandsbericht benannt. Der österreichische Kurier stellte zwei von ihnen Anfang Mai 2018 vor:

Wie zwei Grazer Klimaforscher in den UN-Weltklimarat kamen
2858 aus 108 Ländern wollten dabei sein. 721 haben es geschafft: Sie werden am neuen Weltklimabericht mitarbeiten. Zum sechsten Mal hat der Weltklimarat IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change, siehe Geschichte unten) der Vereinten Nationen Forscher aus aller Welt ausgewählt, die den so genannten Sachstandsbericht zum Klimawandel verfassen sollen. [...]

KURIER: Wie kommt man in den Weltklimarat?

Maraun: Man muss sich beim Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus bewerben und wird – bei entsprechender Expertise – nominiert. Dann suchen die drei UN-Weltklimarat-Arbeitsgruppen ihre Autoren aus.

Bednar-Friedl: Man achtet darauf, dass weibliche Forscher und solche aus Entwicklungsländern dabei sind. Außerdem versucht die UN auch immer wieder, neue Wissenschaftler zu gewinnen.

Ganzes Interview auf kurier.at lesen.

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Der Standard am 4. Mai 2018:

Klimawandel verkürzte den “langen Türkenkrieg” im 16. Jahrhundert
Der Höhepunkt der kleinen Eiszeit um das Jahr 1600 traf einer neuen Analyse zufolge vor allem das Osmanische Reich hart: Der damalige Klimawandel beendete dort eine “Boomzeit” und verkürzte auch den 1606 beendeten “langen Türkenkrieg” mit dem Habsburgerreich, wie ein Forscherteam mit österreichischer Beteiligung im Fachblatt “Human Ecology” berichtet.

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