Die kalte Sonne auf der 7th International Conference on Climate Change in Chicago – Medienecho 4.6.2012

Ein bisschen fühlte es sich an wie der Kölner Karneval, als Kalte-Sonne-Coautor Sebastian Lüning am 20. Mai in Chicago eintraf. Kilometerlang zog sich ein Demonstrationszug durch die Hauptstraßen der Metropole am Michigansee. Unzählige, bunte Gruppierungen hatten sich eingefunden um zu protestieren. Nein, nicht gegen den Klimawandel, sondern gegen die NATO. Die Oberhäupter der Mitgliedstaaten hatten sich nämlich zum zweitägigen NATO-Gipfel in der Stadt versammelt, und denen wollte man seine Sorgen lautstark mitteilen. Es sollen wohl 15.000 Demonstranten gewesen sein, hieß es später. An diesem heißen Tag musste Chicago sämtliche, schwere Schneeräumfahrzeuge mobilisieren, um eine Art Schutzmauer um das Konferenzgelände zu bauen.

Drei Dutzend der Demonstranten nutzte die gute Gelegenheit zu einem zweiten Auftritt zwei Tage später vor dem Tagungshotel der 7th International Conference on Climate Change. Knapp 40 Aktivisten zogen am Gebäude vorbei. Leider konnte kaum einer der Konferenz-Teilnehmer das Spektakel mitverfolgen, denn im Inneren des Gebäudes lief gerade das äußerst dicht gepackte Vortragsprogramm der zweieinhalbtägigen Veranstaltung. Schon beim Frühstück um 8 Uhr begannen die Präsentationen – und sie endeten erst mit den Dinner Vorträgen am Abend. Der ebenfalls auf der Tagung anwesende Lord Monckton ließ es sich jedoch nicht nehmen, in Kontakt mit den Demonstranten zu treten. Wogegen protestierten sie genau? Man konnte später lesen, dass die Demonstranten wohl immer wieder “Wir sind die 99 Prozent” riefen, was bei der Übersichtlichkeit der Gruppe doch etwas übertrieben erschien, wie James Taylor zu recht monierte. Gerne hätte man mit ihnen über den Klimawandel fachlich diskutiert. Das Interesse an einem wissenschaftlichen Austausch war jedoch gering. Und dies galt leider nicht nur für die kleine Demonstranten-Schar. Im Sinne der inhaltlichen Ausgewogenheit hatte man mehr als 50 IPCC-nahe Wissenschaftler zur Konferenz eingeladen, von denen jedoch leider kein einziger das Angebot annahm.

Das war schade, hätte man doch die Gelegenheit nutzen können, miteinander über strittige Punkte in konstruktiver Weise diskutieren zu können. Aber auch ohne IPCC-Beteiligung hatte die Konferenz etliche hochrangige und prominente Teilnehmer zu verbuchen. In einer Dinner Speech referierte der tschechische Präsident Vaclav Klaus zur Situation der Klimadiskussion in Europa. Dabei ging er u.a. auch auf die Energiewende in Deutschland sowie die Finanzkrise in Europa ein.


Der Vortragstext ist auch auf der Webseite des Präsidenten sowie auf WUWT verfügbar. Ein Interview mit Präsident Klaus von der Veranstaltung kann man sich auf Sun News anschauen. In der Financial Post erschien zudem ein Meinungsbeitrag von Vaclav Klaus. Weitere Berichte zum Vortrag gibt es auf Motls Blogspot und NNoN.

Ein weiteres Highlight der Konferenz waren die Vorträge der NASA-Gruppe, die sich vor einigen Wochen mit einem Brief an die NASA-Führung gewandt hatten, in dem sie eine ausgewogenere Behandlung des Klima-Themas durch die Weltraumbehörde eingefordert hatte. Auf der Veranstaltung sprach unter anderem Harrison “Jack” Schmitt, der zwölfte und vorläufig letzte Mensch, der den Mond betreten hat. Der Geologe und ehemalige Apollo 17-Astronaut mahnte, dass wir die natürlichen Klimafaktoren nicht unterschätzen sollten. Die Vorträge der NASA-Gruppe kann man sich hier anschauen. Auf der Tagung erklärte die Gruppe zudem, dass sie mittlerweile einen zweiten Brief an die NASA-Führung geschrieben hätten. Außerdem plant die Gruppe, einen detaillierten, unabhängigen Faktencheck der IPCC- und Klimaskeptiker-Argumente. Das Ergebnis ihrer Untersuchung wollen sie dann den politischen Entscheidungsträgern als Empfehlung zur Verfügung stellen.  (weiterlesen …)

Die ganz schön starke Sonne: Vorstellung unseres Buches in der Literaturbeilage der WELT

Am 12. Mai 2012 kamen die Literaturfreunde wieder ganz auf ihre Kosten, denn DIE WELT legte ihrer Zeitung die Sonderbeilage “Die Literarische Welt” bei. Neben dem neuen Roman von Sten Nadolny und einem Traumbuch zu Arthur Schnitzler erspähen wir auf Seite 7 plötzlich auch eine Besprechung unseres Buches “Die kalte Sonne”. Die Rezensentin Sonja Margolina ist zu beglückwünschen. Sie hat sich offensichtlich auf die Herausforderung eingelassen, das Buch selbst  zu lesen und sich dabei nicht von den üblichen Kritikern das Urteil vorgeben zu lassen. In ihrer Besprechung setzt sie sich über bestehende gesellschaftliche Denkverbote hinweg und schildert ausführlich die wichtigsten Punkte unserer Argumentation sowie die damit verbundenen energiepolitischen Konsequenzen. Sie ermutigt den Leser, die Diskussion zuzulassen und sich ein eigenes Urteil zu bilden. Und dies ist dringend notwendig. Zu offensichtlich sind die zahlreichen Probleme mit der etablierten Klimasichtweise. Chapeau!

Auszug:

“Eigentlich ist ‘Die kalte Sonne’ ein Sammelband. Vier der neun Kapitel sind Gastbeiträge renommierter Klimawissenschaftler, deren Forschung in den vergangenen Jahren das Wissen über die Mechanismen des Klimawandels entscheidend bereichert hat. All die Themen, die im klimakritischen “Untergrund” über längere Zeit diskutiert wurden, finden in diesem Buch Platz. Erst die jahrzehntelange Tabuisierung und Diffamierung klimakritischer Ansichten in den deutschen Medien lassen das Anliegen der Verfasser als Tabubruch erscheinen. Denn die neuesten Ergebnisse der Klimaforschung sehen vor allem in den Sonnenzyklen und dekadischen atmosphärischen Zirkulationen Hauptantreiber des Klimawandels.”

Zur vollständigen Rezension geht es hier.

Die kalte Sonne auf Forbes und bei den 16. Benediktbeurer Gesprächen der Allianz Umweltstiftung

Immer mehr ehemalige Unterstützer der alarmistischen IPCC-Linie verlassen gerade das sinkende Boot. Larry Bell hat jetzt auf Forbes einmal eine Bestandsaufnahme des Umbruchs gemacht. Neben James Lovelock (siehe unser Artikel “James Lovelock schafft die persönliche Wende: Vom Klima-Alarmisten zum Klima-Realisten in 24 Monaten“) findet auch Fritz Vahrenholt und ”Die kalte Sonne” ausführlich Erwähnung.  

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“Ein Jahr nach der Energiewende – zur Zukunft der Energieversorgung in Deutschland” – Unter diesem Motto diskutierten am 4.5.2012 der ehemalige Bundesumweltminister Prof. Klaus Töpfer, der CEO der Innogy GmbH, Prof. Fritz Vahrenholt, der 1. Vorsitzende des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Prof. Hubert Weiger, und der ehemalige Vorstandsvorsitzende der EnBW, Prof. Utz Claassen, bei den 16. Benediktbeurer Gesprächen der Allianz Umweltstiftung über die Herausforderungen bei der Umsetzung der Energiewende  (siehe ptext.de).

Fritz Vahrenholt hielt einen Vortrag, der hier als pdf heruntergeladen werden kann. Abstract des Vortrags:

Die europäische und insbesondere die deutsche Energiepolitik werden vornehmlich durch den Klimaschutz bestimmt. Wettbewerbsfähigkeit und Importabhängigkeit treten dahinter zurück. Um das Hauptziel einer Verminderung der CO2-Emissionen bis 2050 zu erreichen soll das Energiesystem in den kommenden Jahrzehnten massiv umgebaut werden. Diese Energiewende erfordert einen massiven Ausbau der Erneuerbaren Energien und deren Integration in den Strommarkt. Dafür ist der zügige Ausbau der Energieinfrastruktur, insbesondere von Hochspannungsnetzen und Speichertechnologien unumgänglich.

Doch ist es erforderlich, den Ausbau der erneuerbaren Energien schon in 10 bis 20 Jahren zu vollenden? Die Analyse der Klimaveränderungen zeigt, dass Kohlendioxid einen geringeren Anteil an der Klimaveränderung trägt, als es bislang vom Weltklimarat behauptet wird. Die Sonne hat in den vergangenen Jahrtausenden das Klima beeinflusst. Die Sonne tritt nun in eine schwächere Phase ihrer Aktivität. Eine Erwärmung um 2 Grad ist in diesem Jahrhundert nicht zu befürchten. Die „kalte Sonne“ gibt uns Zeit den Umbau der Energieversorgung mit Vernunft und Augenmaß zu gestalten. (weiterlesen …)

European Energy Review mit ausführlichem Vahrenholt-Interview zum Buch “Die kalte Sonne” – Medienecho 4.5.2012

European Energy Review führte kürzlich ein ausführliches Interview mit Fritz Vahrenholt über unser Buch “Die kalte Sonne” sowie die Energiewende in Deutschland. Der englischsprachige Artikel ist im Netz kostenlos erreichbar. Hierin schildert Vahrenholt die Beweggründe für das Buch, geht auf die Hauptkritikpunkte am Weltklimarat ein und erläutert die Bedeutung der wissenschaftlichen Neubewertung  für den Umbau der Energielandschaft in Deutschland. Das Magazin mit derzeit 36.000 Abonnenten nähert sich dabei dem wichtigen Thema in vorbildhaft ausgewogener und unaufgeregter Weise. Auch der europäische Kontext  der neuentfachten deutschen Klima- und Energiediskussion wird beleuchtet. Ein lesenwerter Beitrag.

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Im österreichischen Gemeindemagazin Kommunal besprach Hans Braun unser Buch in seinem Artikel “Die kalte Sonne – Sensation oder Hirngespinnst”. Im ersten Teil seines Textes umreißt er grob den Inhalt des Buches sowie geht auch auf die Gastautoren ein. Dabei verteilt er bereits den einen oder anderen Seitenhieb. Leider erkennt der Rezensent offenbar nicht, dass es im Buch in Punkto Klimafaktoren gar nicht um Schwarz-Weiß-Malerei geht, sondern eine detaillierte Graustufendikussion. Braun:

“Aber: Dass die Sonne alleine für die Erwärmung und damit zusammenhängenen Vorgängen der vergangenen 30 bis 50 Jahre verantwortlich ist, ist nach allgemeiner Sicht nicht haltbar.”

Mysteriös. Das wird im Buch gar nicht behauptet. Bei genauerem Lesen hätte der Rezensent bemerkt, dass dem CO2 im Buch bis zu 50% der gemessenen Erwärmung der letzten 150 Jahre zugeordnet wird. Mangels guter fachlicher Argumente verheddert sich Braun dann auf der Industrie-Verschwörungsschiene und spielt abschließend noch das fragwürdige “Zwei-Dummchen-gegen-den-Rest-der-Welt-Spiel:”

“In einem Interview mit der Nachrichten-Plattform „nachrichten.t-online.de“ wird Marotzke noch deutlicher: Insofern ist die Vorstellung, dass sich zwei Amateure daransetzen können, mal gerade eben die gesamte Klimaforschungsliteratur aufzuarbeiten, und dann zu dem Schluss kommen, was die gesamte Fachwelt sagt, ist falsch, also das ist schon etwas abenteuerlich.“

Es ist unklar, warum sich Marotzke dieses irreführenden Arguments bedienen muss. Hat er keine Fachargumente? Hinter Vahrenholt und Lüning stehen tausende von Wissenschaftlern, die die Rolle der natürlichen Klimafaktoren ebenfalls vom Weltklimarat unterbewertet sehen. Genau diese werden im Buch zitiert. Das Literaturverzeichnis umfasst 70 Seiten.  Zudem ist “Die kalte Sonne” natürlich nicht das erste Buch, das sich mit diesem Thema beschäftigt. In den vergangenen Jahren wurden von vielen anderen Wissenschaftlern, Autoren und Bloggern wichtige Grundlagen geschaffen, die im Buch zusammengefasst wurden. Apropos Jochem Marotzke. Lesetipp: Unser kürzlicher Blogartikel “Zwei Jahre umsonst gerechnet – Schade um die verlorene Rechenzeit.”

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Oliver Janich nimmt in einem Youtube-Video unser Buch “Die kalte Sonne” zum Anlass, über die verfahrene Klimadiskussion zu sprechen. Darin geht er u.a. auf “faktenfreie Argumentationsstrategien” einiger Kritiker ein. Wenn man die Argumente nicht angreifen könne, so Janich, greift man gerne einfach die Personen an.

“Die kalte Sonne” ist Buchtipp der Woche in der Wirtschaftssendung ECO des Schweizer Fernsehens

Die Wirtschaftssendung ECO des Schweizer Fernsehens hat unser Buch “Die kalte Sonne” am 23.4.2012 in der Reihe “Die besten Wirtschaftsbücher” zusammen mit zwei weiteren Businesstiteln als Buchtipp der Woche vorgestellt. ECO schreibt:

“Dieses Buch ist ein Muss, nicht nur für diejenigen, die den Wert naturwissenschaftlicher Forschung schätzen. Es ist auch Pflichtlektüre für alle, die das Ökosystem der Erde und all seine Ressourcen sowie die menschliche Unfähigkeit, damit im Einklang zu leben, begreifen wollen. Fast wie in einem Krimi schildern Fritz Vahrenholt und Sebastian Lüning, wie bestimmte Interessen im Weltklimarat eine objektive Forschung der Klimaveränderungen erschweren und wie mit den Ergebnissen Politik gemacht wird. Vahrenholt und Lüning gehen aber noch einen Schritt weiter: Nicht das (menschengemachte) CO2 ist ihrer Meinung nach der massgebliche Klimatreiber, sondern die Sonne – und deren Aktivität lässt derzeit nach. Was bedeutet das für das Erdklima? Mit welcher Energie-Strategie sollten wir darauf reagieren? Selten wurden die komplexen Zusammenhänge der Klima-Entwicklung so spannend erläutert. Schade nur, dass die Autoren ihre exzellente Arbeit unnötig oft als Angriffswaffe gegen den Weltklimarat nutzen. Wegen ihrer unzähligen Vorhaltungen laufen sie Gefahr, rechthaberisch statt überzeugend zu wirken. Wie viel an ihrer These dran ist, ist schwer zu beurteilen – der Diskussion um das heisse Thema wird sie auf jeden Fall gut tun.”

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Auch die Wochenzeitung Jungle-World.com beschäftigte sich mit unserem Buch und der Klimadiskussion.  Auszug: (weiterlesen …)

P.M. und Fair Observer berichten über “Die Kalte Sonne” – Medienecho 18.4.2012

Das P.M.-Magazin beschäftigt sich in der April-Ausgabe 2012 mit unserem Buch “Die kalte Sonne” und dem Klimastreit. Der ehemalige Chefredakteur Thomas Vašek  schreibt in seiner Kolumne: 

“Kaum ist das Buch erschienen, fallen auch schon die Klimawandel-Warner über Vahrenholt her. Es ist wie immer im Klimastreit: Auf der einen Seite beschwören Wissenschaftler und Politiker den angeblichen Konsens, auf der anderen stehen die Skeptiker, die gegen den »Mainstream« schwimmen. Beide Seiten werfen einander vor, Forschungsergebnisse zu verzerren, Fakten zu vertuschen – und womöglich gar die » Wahrheit« zu unterdrücken.”

Vašek weist auch auf das Solarverstärker-Modell von Henrik Svensmark hin, das er grundsätzlich nicht von vornherein unplausibel findet. Er berichtet weiter, dass im Hauptteil des IPCC-Berichts durchaus über eine bedeutendere Klima-Rolle der Sonne nachgedacht wird, diese Möglichkeit in der Zusammenfassung für Entscheidungsträger jedoch nicht mehr auftaucht.  

Vašek  zeigt den P.M.-Lesern auch den größeren Kontext auf:

“Abweichler gab es in der Wissenschaft schon immer. Mitte des 19. Jahrhundert behauptete etwa der Arzt Ignaz Semmelweis, dass das gefürchtete Kindbettfieber auf fehlende Hygiene bei der Geburtshilfe beruhe. Unter Medizinern wurde er für seine These verspottet, doch er behielt recht. Der australische Arzt Barry Marshall beharrte in den 1980er Jahren darauf, dass Magengeschwüre nicht durch Stress entstehen, sondern durch bestimmte Bakterien. Seine Zunft hielt das für groben Unfug. Im Jahr 2005 bekam Marshall den Medizin-Nobelpreis für seine Entdeckung.”

Selbstverständlich hätten nicht immer alle Häretiker recht, gibt er zu bedenken. Jedoch stellen die aktuellen Klimamodelle auch nur Hypothese dar. Es ist gängige Praxis, Hypothesen Falsifizierungsversuchen auszusetzen, ein etabliertes wissenschaftliches Verfahren, das auch die Hypothese des “gefährlichen menschengemachten Klimawandels” aushalten muss. 

“Auch der Wissenschaftsbetrieb ist anfällig für Herdentrieb. Wenn sich eine Mehrheitsmeinung einmal gefestigt hat, wird es immer schwieriger, Zweifel zu äußern. Das gilt erst recht für die politisch so umkämpfte Klimaforschung. Da darf gar nicht erst der Eindruck entstehen, dass abweichende Meinungen oder Fakten unterdrückt werden. Genau deshalb braucht die Klimadebatte Leute wie Vahrenholt.”

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Der Fair Observer veröffentlichte jetzt den englischsprachigen Beitrag “The Forgotten Sun – Climate Catastrophe Called Off” von uns, in dem wir die Hauptargumente für eine stärkere Beteiligung natürlicher Klimafaktoren am aktuellen Klimageschehen diskutieren.  Der Beitrag ist Teil einer 360°-Betrachtung der Klimadebatte. Zu Wort in der Reihe kommt u.a. auch Kumi Naidoo, Chef von Greenpeace.

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Medienecho: SWR1 Leute und HR Meinungsmacher

Fritz Vahrenholt war am 29. März 2012 in der Sendung “SWR1 Leute” zu Gast und sprach über “Die kalte Sonne” und die Energiewende. Die Radiosendung ist hier als Podcast anzuhören und wurde auch als Video für SWR1 “Leute Night” aufgezeichnet.  

Ankündigung des Senders:

Chancen und Risiken in der Energiewende

“Die Klimakatastrophe findet nicht statt”, behauptet Fritz Vahrenholt. Der CO2-Ausstoß beeinflusse die Temperaturen nur zu einem geringen Teil, und der Weltklimarat irre. Mit diesen Thesen hat er bei Wissenschaftlern und Politikern viel Widerspruch geerntet. Vahrenholt war Umweltsenator in Hamburg und ging dann in die Industrie, zunächst zu Shell und dann zum Energiekonzern RWE.

Webseite zur Sendung.

 

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Fritz Vahrenholt war am 28.3.2012 bei der Fernsehsendung “Meinungsmacher” des Hessischen Rundfunks zu Gast. Thema: Energiewende. 

 Ankündigung des Senders:

Teure Energiewende – Wird Strom zum Luxus?

Die Preise für Energie explodieren – ob für Strom, Heizung oder Sprit. Über eine halbe Million Deutsche können ihre Stromrechnung nicht mehr zahlen: Der Kühlschrank ist aus, Kochen und Warmduschen geht nicht mehr. Erleben wir eine neue Form der Armut, die Energiearmut? 

Ist die Energiewende Schuld an den hohen Preisen? Wir müssen immer tiefer in die Tasche greifen, aber wie teuer darf erneuerbare Energie sein? Und wer schützt die Bürger vor der Gier der Konzerne? Welche Mitschuld hat der Staat, der uns hohe Energie-Steuern und die Zeche für den Ökostrom aufbrummt?  (weiterlesen …)

Prima gemacht: Trendhinweg-Zauberer Georg Hoffmann

Georg Hoffmann von Primaklima schlenderte kürzlich durch das liebliche Utrecht und wurde abrupt aus seinen Frühlingsgefühlen gerissen, als er durch einen blöden Zufall unser Buch “Die kalte Sonne” in einem Buchladen entdeckte. Hoffmann schreibt in seinem Blog über diesen unerhörten Vorfall:

“In Holland finden sich natürlich sehr viele englischsprachige Bücher. Man macht sich nichtmals die Mühe, die irgendwie extra zu sortieren. Holländische und englische Bücher stehen wild durcheinander gewürfelt in den verschiedenen Sparten. Aber deutsch? Doch, doch, das einzige Buch deutscher Sprache in der gesamten naturwissenschaftlichen Abteilung stand da bei den Klimawissenschaften, und zwar gleich doppelt: “Die kalte Sonne” von Fritz Vahrenholt und Sebastian Lüning. Das war ein harter Schlag, der meinen Frühlingsgefühlen ein rasches Ende setzte. Das ist also das einzige “naturwissenschaftliche” Werk, das es über den Rhein geschafft hatte? Erbost lief ich zur Belletristik rauf. Sollte tatsächlich? Goethe, Schiller, Mann, alle sind sie da, aber nur auf Holländisch zu haben. Einzig Vahrenholt/Lüning stehen dort in Deutsch. Das einzige deutsche Buch, das ich in der größten Buchhandlung Utrechts finden konnte!”

Leider berichtet er nicht, ob er das Buch daraufhin auch gekauft hat. Wir wollen es hoffen. Auf jeden Fall fand er daraufhin auch unsere Webseite und erzürnte sich sogleich über die kosmische Strahlung, die sich unerlaubterweise von den 1970er Jahren bis in die späten 1990er Jahre zeitgleich zur klimatischen Erwärmung erniedrigt hatte (siehe Abbildung unten). Und Abnahme der kosmischen Strahlung bedeutet gleichzeitig Zunahme des Sonnenmagnetfeldes, also der Sonnenaktivität. (weiterlesen …)

Extreme Ansichten auf dem Extremwetterkongress: Anti-Sonnen-Beweisführung à la Latif

Vom 20.-23. März 2012 fand in Hamburg der Extremwetterkongress statt. Als Zugpferd wurde der bekannte Kieler Klimaforscher Mojib Latif verpflichtet. Sein Vortrag wurde in den Medien groß angekündigt, auch weil sich seine unverwechselbar launige Art sehr vom trockenen Stil so manch anderer Fachkollegen absetzt. Sein 26-minütiger Auftritt auf dem Kongress war als Video auf der NDR-Webseite verfügbar, ist jetzt aber leider wohl nicht mehr verfügbar. In seinen Ausführungen machte sich Latif vor allem Gedanken über die möglichen Hauptklimafaktoren, die er dann für Zukunftsprojektionen des Klimas bis 2100 verwendete. Um es gleich vorweg zu sagen, der Vortrag ist ein bunter Eintopf, wobei Latifs Zutaten aus Standard-Basiswissen, interessanten Ideen und etlichen haarsträubenden Fehlinterpretationen bestehen. Das Ganze rührt er kräftig durch und serviert es dem nichtsahnenden Publikum aus einem Guss mit ernstem Gesicht.

Da ihm unser kürzliches Buch “Die kalte Sonne” so gar nicht gepasst hat (siehe z.B. Hamburger Abendblatt, Financial Times Deutschland, Die Presse, CO2-Fingerabdruck), widmet Latif die ersten Minuten seiner Darbietung dem Versuch, die Klimawirkung der Sonne zu widerlegen, damit Ruhe im Karton einzieht. Das macht er jedoch derart lustlos und wenig überzeugend, dass man schon fast glauben könnte, er traue seiner schwachen Argumentation selber nicht mehr. Latif zeigt dazu auf der Leinwand die Temperaturkurve der letzten 150 Jahre und weist auf den deutlich erkennbaren Erwärmungstrend hin. Und da auch CO2 während des gleichen Zeitraums anstieg, ist die Sache doch eigentlich klar, meint er. Lieschen Müller und Matthias Mustermann im Publikum waren sofort überzeugt. Leider vergisst Latif zu erwähnen, dass sich im gleichen Zeitraum aber auch die Sonnenaktivität stark erhöhte: Das Sonnenmagnetfeld hat sich in den letzten 100 Jahr glatt verdoppelt. Latif ließ dieses kleine Detail aus – passte wohl nicht ganz in seine Story. Stattdessen stellt er eine wilde Behauptung auf: “Wenn ich die gleiche Graphik zeichnen würde – und das habe ich jetzt nicht getan – und das CO2 durch die Sonne austausche, dann würden Sie gerade in dem Bereich wo die Temperaturen besonders stark ansteigen, einen Abfall der Sonnenstrahlung sehen.”

Um es mit seinen eigenen Worten zu kommentieren: Willkommen in Absurdistan! Hätte er die Kurve doch gezeichnet und – noch besser – dann seinem Publikum auch noch gezeigt, dann hätte er seinen Fehler vermutlich schnell selber erkannt. Hier liegt vielleicht sogar das Grundproblem, dass sich Latif die Sonnenaktivitätskurve einfach schon lange nicht mehr zusammen mit der Temperatur angeschaut hat. Wir wollen gerne aushelfen und stellen diese Graphik hier zur Verfügung (siehe Abbildung unten). Man erkennt darauf deutlich, dass die Sonnenaktivität einen ähnlichen Langzeittrend aufweist, wie die Temperatur und CO2. Schade, das hätten wir gerne von Latif selbst gehört. Dies führt unweigerlich zur Frage: Welcher Faktor ist nun wirklich der wahre Hauptantrieb? Das CO2 oder die Sonne, oder beide zu ähnlichen Teilen? Latifs angeblicher „Beweis“ ist also gar keiner. In jeder anderen Wissenschaft hätte er nun böse Zwischenrufe aus dem Publikum geerntet, nicht so jedoch in den Klimawissenschaften. Hier hängt man fast religiös an den Lippen des Vortragenden. Kritisches Mitdenken unerwünscht. Dabei geht es um nicht weniger als den kostspieligen Komplettumbau unserer modernen Welt – und niemand macht sich die Mühe, die klimatologische Grundlage ernsthaft zu hinterfragen. Ein echtes Phänomen. Wie lange noch bis diese Blase platzt?  (weiterlesen …)

Medienecho – 19.3.2012

Am 19.3.2012, erschien in der HNA ein Interview mit Fritz Vahrenholt mit dem Titel “Allenfalls ein Grad mehr”. Hierin erläutert er die Hauptthesen unseres Buches “Die kalte Sonne”. Auch die Kritiker der “kalten Sonne” kommen kurz zu Wort. So wird u.a. Eicke Weber, Leiter des Fraunhofer-Institutes für Solare Energiesysteme zitiert: “Der Mensch ist eindeutig der Versursacher des CO2-Anstiegs in der Erdatmosphäre”. Das ist eindeutig richtig. Und das steht auch so in unserem Buch.

 

Allenfalls ein Grad mehr

Interview: RWE-Manager Vahrenholt sagt in seinem Buch die Klimakatastrophe ab

Der RWE-Manager Fritz Vahrenholt hat mit seinem Buch .Die kalte Sonne” eine heftige Kontroverse ausgelöst. Seine These: Der weltweite Temperaturanstieg wird weniger stark ausfallen, als vom Weltklimarat vorausgesagt. Er kritisiert das Gremium hart. 

VON BARBARA WILL

Herr Professor Vahrenholt, nach Ihrer These sind die Berechnungen des Weltklimarats (IPCC) zur Erderwärmung falsch. Fällt die Klimakatastrophe aus?
Prof. Fritz VAHRENHOLT: Ja. die Katastrophe, das ist nach den Berechnungen des Weltklimarats eine Erwärmung von zwei bis vier Grad, findet nicht statt, weil natürliche Zyklen bei der Klimaveränderung nicht hinreichend berücksichtigt wurden. Wir kommen zu dem Ergebnis, dass wir in diesem Jahrhundert allenfalls eine Erwärmung von einem Grad zu erwarten haben. 

Sie haben jahrelang selbst die Thesen des Weltklimarats vertreten. Jetzt sagen Sie. er liege falsch?
Vahrenholt: Kohlendioxid ist in der Tat ein Klimagas. aber der Weltklimarat lässt in der Zusammenfassung seines Berichts zwei wichtige Dinge unter den Tisch fallen: Die Strahlkraft der Sonne und ihr Magnetfeld waren bis vor Kurzem noch stark, nehmen jetzt aber ab. Auch die beiden großen ozeanischen Zyklen, die für eine abwechselnde Erwärmung und Abkühlung sorgen, sind im Abschwung. Wir werden in den nächsten zwanzig Jahren nicht mit höheren Temperaturen sondern eher sogar mit einer leichten Abkühlung zu rechnen haben. Damit gewinnen wir Zeit für den Umbau der Energieversorgung.  (weiterlesen …)