Klimawandel verkürzte den “langen Türkenkrieg” mit dem Habsburgerreich im 16. Jahrhundert

Alexander Unzicker auf Telepolis am 27. Mai 2018:

Wikipedia auf dem Weg zum Orwellschen Wahrheitsministerium

Über den Niedergang der Online-Enzyklopädie

Mit Wikipedia schien ein Traum wahr geworden zu sein – das Wissen der Menschheit, zusammengetragen in einem Gemeinschaftsprojekt, kostenlos, für alle verfügbar und frei von Kommerz, im wahrsten Sinne des Wortes die beste Seite des Internet.

Obwohl nur ein Prozent der Weltbevölkerung betreffend, ist die deutsche Wikipedia dabei die zweitgrößte Abteilung – auch das schien eine besondere Erfolgsgeschichte. Und tatsächlich ist die Enzyklopädie nach wie vor unschlagbar bei Dingen wie Beethovens Geburtsdatum oder der Anzahl der Jupitermonde. Nähert man sich aber der Gegenwart in irgendeinem Artikel mit politisch-gesellschaftlichem Bezug, kommt man ins Staunen.

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Der Reviewprozess für zwei IPCC-Spezialberichte ist derzeit im Gange. Im einen Bericht geht es um das 1,5°C Klimaziel, im anderen um Ozeane und die Kryosphäre. In letzterem Bericht ist in Kapitel 2 auch maßgeblich ein WWF-Aktivist als Autor mit beteiligt. Zudem schreiben überraschend viele deutsche Staatsbürger für fremde Nationen mit. Sind das alles PIK-Exporte? Zeitgleich wurden von den Regierungen die Autoren für den 6. Klimazustandsbericht benannt. Der österreichische Kurier stellte zwei von ihnen Anfang Mai 2018 vor:

Wie zwei Grazer Klimaforscher in den UN-Weltklimarat kamen
2858 aus 108 Ländern wollten dabei sein. 721 haben es geschafft: Sie werden am neuen Weltklimabericht mitarbeiten. Zum sechsten Mal hat der Weltklimarat IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change, siehe Geschichte unten) der Vereinten Nationen Forscher aus aller Welt ausgewählt, die den so genannten Sachstandsbericht zum Klimawandel verfassen sollen. [...]

KURIER: Wie kommt man in den Weltklimarat?

Maraun: Man muss sich beim Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus bewerben und wird – bei entsprechender Expertise – nominiert. Dann suchen die drei UN-Weltklimarat-Arbeitsgruppen ihre Autoren aus.

Bednar-Friedl: Man achtet darauf, dass weibliche Forscher und solche aus Entwicklungsländern dabei sind. Außerdem versucht die UN auch immer wieder, neue Wissenschaftler zu gewinnen.

Ganzes Interview auf kurier.at lesen.

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Der Standard am 4. Mai 2018:

Klimawandel verkürzte den “langen Türkenkrieg” im 16. Jahrhundert
Der Höhepunkt der kleinen Eiszeit um das Jahr 1600 traf einer neuen Analyse zufolge vor allem das Osmanische Reich hart: Der damalige Klimawandel beendete dort eine “Boomzeit” und verkürzte auch den 1606 beendeten “langen Türkenkrieg” mit dem Habsburgerreich, wie ein Forscherteam mit österreichischer Beteiligung im Fachblatt “Human Ecology” berichtet.

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